Forum: Politik
Staatskrise: Bundesregierung forciert "freie und glaubwürdige Wahlen" in Venezuela
AFP

Der oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó hatte sich zum Interimspräsidenten von Venezuela erklärt. Die deutsche Regierung setzt nun auf einen politischen Prozess für eine "freie Zukunft" des Landes.

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Emderfriese 24.01.2019, 14:45
1. Schweigen

Tatsächlich ein Forum zu dieser heißen Kiste? Ich will mich gar nicht weiter äußern, außer: Wo bleiben entsprechende Reaktionen auf die Geschehnisse in Brasilien und Argentinien? Da schweigt des offiziellen Demokraten Gedächtnis... mir scheint, die Vorgänge in Venezuela dienen auch dazu, die übrige soziale Unruhe in Südamerika zu verkleistern.

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garten94 24.01.2019, 14:49
2. Komisch

Schon nach wenigen Stunden wird der "demokratische Putsch" von ganz bestimmten Ländern anerkannt. Und wir; in unverbrüchlicher Treue zum großen Bruder tippeln hinterher.
dass es sich wieder einmal um einen Demokratieexport handeln könne interessiert unsere Regierung nicht.
Ein sozialistisches Land in Amerika darf nicht sein und Hilfe, der Russe will auf dem Kontinent Fuß fassen!!
Noch schlimmer geht nicht. Das ist ja wie zur Kubakrise!
Schlimm an der Sache ist nicht die Ironie, sondern dass es ernsthaft Kräfte gibt, die zündeln würden wollen!

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guest54 24.01.2019, 14:50
3. Danke Spiegel

Erfreulich ist, dass der Spiegel hier keine tendenziöse Berichterstattung betreibt, sondern die geopolitische Dimension der Entwicklung beleuchtet. Lateinamerika hat eine lange Geschichte der Einflussnahme der USA hinter sich. Höchst interessant in diesem Zusammenhang ist wie diese Entwicklung herbeigeführt wurde. Empfehle die Lektüre des masterstrokes. Plan to overthrow the Venezuelan Dictatorship – “Masterstroke” by Kurt W. Tidd

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imlattig 24.01.2019, 14:50
4. die eu...

wurde bei den letzten wahlen von venezuela als wahlbeobachter eingeladen. abgelehnt von der eu. die opposition hat die wahl damals verweigert jund zum boycott aufgerufen. die konsequenz war, dass maduro gewaehlt wurde. sich jetzt ueber das unglueck zu beschweren kommt zu spaet. jetzt sieht es so aus, dass ein legal gewaehlter praesident aus dem amt geputscht werden soll. alle demokraten sollten dem nicht nachgeben. die kroete muss geschluckt werden, sollten nicht alle demokratischen werte ueber bord geworfen werden.

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papa55 24.01.2019, 14:54
5. Ist doch klar,

Nur Sogenannte Diktatoren die dem Westen nicht genehm sind und dem Volk vielleicht dienen werden denunziert und müssen weg.obwohl die gewählt sind.
Wäre so als wenn hier gauland sich zum Bundeskanzler ernennen würde.
Der sogenannte Westen hat sich schon lange abgewirtschaftet

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juba39 24.01.2019, 14:59
6. Man zögert, noch.

Wer die Reaktion der EU genau betrachtet, erkennt das deutlich. Den Realisten in Brüssel und Straßburg ist schon klar, daß sie im Falle eines Schulterschlusses mit den USA und anderer "Superdemokratien" in Lateinamerika Putsche gegen Regierunge salonfähig machen. Hoffentlich übersehen die jetzt so Voreiligen nicht, daß ihnen irgendwann einmal ähnlichnes passieren kann. Nicht daß hier eine weitere Büchse der Pandore aufgemacht wird. Wie will man denn dann evtl. in Den Haag juristisch vorgehen, wenn auch hier wieder Doppelstandards verankert werden.

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Dr. Kilad 24.01.2019, 15:02
7. Ist da nichts mehr mit Demokratie?

Man mag ja mit Maduro unzufrieden sein, aber offensichtlich interessiert Demokratie überhaupt nicht mehr. Hier macht man großes Theater wegen der Proteste gegen Maduro. Aber im Sudan unterstützt man einen brutalen Diktatur trotz Massenproteste. Alles ziemlich verlogen. Na, vielleicht gibt es in Deutschland auch bald einen Massenaufstand mit Sturz der Regierung - hier nicht unterstützt von Trump, sondern Putin?

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kodu 24.01.2019, 15:04
8. Muss das sein...

...das wir irgendetwas in einem südamerikanischen Land "forcieren" ??
Venezuela wurde ins ökonomische Chaos getrieben, aber ob das tatsächlich an der vorgeblichen Unfähigkeit seines Präsidenten liegt, oder ob es womöglich externe Kräfte gibt, die in der Organisation eines anstehenden Putsches sehr viel Erfahrung haben, muss zunächst eigentlich offenbleiben.
Wie schon in Syrien oder beim "Arabischen Frühling", wissen wir auch hier nicht, WER die Opposition überhaupt ist.
Als Chavez gewählt wurde, gab es auch Proteste...und nach meiner Erinnerung waren unter den Protestanten viele funkelnde Mercedes-Limousinen...! Die Oberschicht, die an den Geldhähnen der Ölindustrie saß und es sich gut gehen ließ. Weiß jemand wirklich, wie groß der Rückhalt unter den Armen ist, denen Chavez ein anständiges Dach über dem Kopf verschafft hat.
Oder der Rückhalt unter dem Militär ...?
Aber wir "forcieren" sicherheitshalber erstmal...Onkel Don hat die Richtung ja schon vorgegeben...!
Wir können Handball gucken...manche Dinge ändern sich eh nie!

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realist4 24.01.2019, 15:07
9. Manche kapieren einfach nicht

Zitat von Emderfriese
Tatsächlich ein Forum zu dieser heißen Kiste? Ich will mich gar nicht weiter äußern, außer: Wo bleiben entsprechende Reaktionen auf die Geschehnisse in Brasilien und Argentinien? Da schweigt des offiziellen Demokraten Gedächtnis... mir scheint, die Vorgänge in Venezuela dienen auch dazu, die übrige soziale Unruhe in Südamerika zu verkleistern.
Was für Geschehnisse in Argentinien und Brasilien? Gab es dort auch einen Putschversuch? Außer Ihnen weiß das keiner! Setzen Sie mal für ein paar Minuten ihre sozialistische Brille ab und informieren Sie sich über die Lage der Bevölkerung in Venezuela, die Inflation, die leeren Supermärkte, Hunger, Korruption, die Wahlen von welchen Oppositionspolitiker ausgeschlossen wurden. Wenn Sie schon dabei sind, prüfen Sie ob die sozialistischen Brüder dort Erdöl gekauft - und bezahlt - haben, ob sie in der Not beistehen und Lebensmittel liefern, was ja die böse USA und EU nicht tun.

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