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Staatskrise: Bundesregierung forciert "freie und glaubwürdige Wahlen" in Venezuela
AFP

Der oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó hatte sich zum Interimspräsidenten von Venezuela erklärt. Die deutsche Regierung setzt nun auf einen politischen Prozess für eine "freie Zukunft" des Landes.

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bauklotzstauner 26.01.2019, 23:50
90.

"Bundesregierung forciert "freie und glaubwürdige Wahlen" in Venezuela"

Also.... mal davon abgesehen, daß die Bundesregierung in Venezuela rein GAR NICHTS zu "forcieren" hat - weil das - das mag manchen im Westen überraschen - einen eklatanten Verstoß gegen das Völkerrecht und damit ein Verbrechen darstellt....

Was genau sind denn, bitteschön, "glaubwürdige Wahlen"?? Wenn der gewinnt, den die Bundesregierung haben will?

Nur mal so als Vergleich: Als 2005 die Wähler in Frankreich und den Niederlanden den Vertrag über eine "EU-Verfassung" ablehnten, war das ein bindendes und rechtmäßiges Wahlergebnis! War es auch "glaubwürdig"? Ich meine, Ja! Hat es die EU interessiert? NEIN! Sie setzte den Verfassungsvertrag einfach als "Vertrag von Lissabon" neu auf - und drückte ihn am Volk vorbei durch. Inhaltsgleich!!

Und heute echauffiert man sich über die "Gelbwesten" in Frankreich, die demonstrieren und das öffentliche Leben in Teilen lahmlegen, um ihre Interessen zu wahren? Menschen, die damals zu einem Gutteil wohl auch schon gegen diese Verfassung gestimmt hatten, und die die Erfahrung machen mußten, daß ihre DEMOKRATISCH LEGITIMIERTE und BINDENDE Meinungsäußerung einfach so hinweggefegt wurde...

Es hat alles seine Ursachen....
Und ehe wir hier in Europa nicht einmal fähig sind, unsere EIGENEN Probleme zu lösen... sollten wir da allen Ernstes den Venezulanern vorschreiben wie die in IHREM Land zu verfahren haben?

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