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Staatskrise: Helmut Schmidt plädiert für Griechen-Hilfe bis zum Letzten

Helmut Schmidt hat sich für mehr Solidarität*mit*Griechenland ausgesprochen, selbst wenn der Staat bankrott gehen sollte. Der Altkanzler hält auch eine Pleite für beherrschbar. Europa,*so fordert er,*müsse Athen helfen - und den Bürgern die*Aussicht auf Wohlstand geben.

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unterländer 22.06.2011, 16:50
1. Er nu wieder ....

Zitat von sysop
Helmut Schmidt hat sich für mehr Solidarität*mit*Griechenland ausgesprochen, selbst wenn der Staat bankrott gehen sollte. Der Altkanzler hält auch eine Pleite für beherrschbar. Europa,*so fordert er,*müsse Athen helfen - und den Bürgern die*Aussicht auf Wohlstand geben.
Ich bin sicher, Herr Schmidt kauft von seiner Pension griechische Anleihen. Natürlich zum Kurs von 100 % direkt bei der griechischen Staatsbank. Die Zinskupons löst er natürlich auch nicht ein. So stelle ich mir Griechenlandhilfe bis zum Letzten vor.

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Michael Giertz 22.06.2011, 16:59
2. Aussicht auf Wohlstand

Zitat von sysop
Helmut Schmidt hat sich für mehr Solidarität*mit*Griechenland ausgesprochen, selbst wenn der Staat bankrott gehen sollte. Der Altkanzler hält auch eine Pleite für beherrschbar. Europa,*so fordert er,*müsse Athen helfen - und den Bürgern die*Aussicht auf Wohlstand geben.
Helmut Schmidt hat Recht: die Aussicht auf Wohlstand muss erhalten bleiben. Denn Wohlstand ist Zukunft!

Nur: Wohlstand für ALLE Europäer, nicht nur für die Griechen und auch nicht auf Kosten von anderen EU-Ländern. Ich halte auch eine Griechen-Pleite für beherrschbar. Es tut weh, ja - aber es tut nur einigen wenigen weh, nämlich den Reichen und Banken! Lasst Griechenland pleite gehen, dann verlieren Banken eben ein bisschen Geld & Zinseinnahmen ... na und?
Enteignet Milliardäre und stopft das Geld in Sozialprojekte, in Forschung, in die Zukunft, immerhin haben die uns ja die Zukunft verbaut, mit ihren Lobbys den Abbau von Sozialstaat und Bildung überhaupt erst ermöglicht.

Europa braucht dringend einen finanziellen Rollback und eine Komplettentschuldung.

Auch wenn's wehtut.

Aber nur so gibts morgen noch eine Zukunft und Wohlstand.

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bunterepublik 22.06.2011, 17:02
3. Recht hat er, der Herr Schmidt

Recht hat er, der Herr Schmidt.

Zumindest jemand, der den WK II noch als Leutnant mitgemacht hat, und weiss, was für immense Vorteile Deutschland von der europäischen Intergration hat.

Leider sind diese Erfahrungen in den letzten 20 Jahren vollkommen von der Bildfläche verschwunden und alle Vorteile werden als selbstverständlich erachtet.

Wer Vorteile genießt, muss Nachteile mittragen und in Kauf nehmen. Alles Gute hat auch Schlechtes. So wars immer.

Darum hat er vollkommen Recht. Das Projekt muss durchgeführt werden, kostet es auch ein bisschen mehr.

Ich wäre durchaus bereit, nen 1000er zu investieren, um endlich mal Ruhe zu haben.

Ist ja verrückt, was da abgeht und wie diese Anti-Europa-Heinis sich jetzt wichtig nehmen.

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bhayes 22.06.2011, 17:08
4. Die Griechen müssen erst einmal SELBST das RICHTIGE erkennen,

nämlich, dass die Einnahmen mit den Ausgaben in Einklang gebracht werden müssen.
Und dass sie eine gute Wirtschaftspolitik machen müssen und die bisherigen Ausbeutungskartelle (Gewerkschaften, Politiker etc.) auflösen müssen, sowie eine gute Bildungs- und Infrastrukturpolitik durch führen müssen.
Siehe z.B. von Mises und von Hayek zum Thema Wirtschafts- und Geldpolitik.
Wir können dies beflügeln, indem wir den dortigen unfähigen und unwilligen Parteibonzen KEINEN EINZIGEN CENT mehr geben, nur so werden dort die Geisteskräfte auf das Richtige konzentriert.
Für weitere Infos zum Thema siehe z.B. die Initiative "Nein zur Transferunion" oder das Plenum der Ökonomen.

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Gerhard_Rohlfs 22.06.2011, 17:13
5. Oje

Zitat von sysop
Helmut Schmidt hat sich für mehr Solidarität*mit*Griechenland ausgesprochen, selbst wenn der Staat bankrott gehen sollte. Der Altkanzler hält auch eine Pleite für beherrschbar. Europa,*so fordert er,*müsse Athen helfen - und den Bürgern die*Aussicht auf Wohlstand geben.
Er meint damit den deutschen Staat? Der 92-jährige Helmuth Schmidt scheint das gegenwärtige Szenario mit seiner Zeit als Kanzler in den 1970er Jahren zu verwechseln, als es den finanzmarktgetriebenen Kapitalismus in dem Umfang noch nicht gab. Und wenn er meint, dass wir Griechenland helfen sollten, dann soll Griechenland seinen Staatsbankrott doch VORHER, jetzt, erklären, und DANACH gibt es dann Hilfe.

Umgekehrt, so wie es gerade läuft, kommt das Geld nie bei den Griechen an und verlängert lediglich die Lebensdauer des bankrotten US-Finanzsystems. Was ja auch leider die Absicht ist.

Zu dem Oberexperten Steinbrück: In der Opposition fordert er einen Haircut für die Gläubiger Griechenlands. Schön und gut und richtig, aber in der Regierung hat er sich ganz anders verhalten.

Wer, wenn nicht Steinbrück, hat denn der Tragödie Ersten Teil begonnen, mit der Steinbrückschen Bankenbürgschaft von 2008 von 480 Milliarden Euro, also einer runden Billion Mark!

Und es so die Probleme nur aufgestaut und es dadurch noch schwieriger gemacht, der Tragödie Zweiten Teil, die Euro-Rettungspakte, zu vermeiden. Auch wenn im derzeit laufenden Zweiten Teil Druck aus den USA die Hauptrolle spielt.

Alles was er erreicht hat, ist, dass der Problempegel nur noch weiter gestiegen ist, so hoch, dass das deutsche Volksvermögen schon zu einem guten Teil in diesem Fass ohne Boden verschwunden ist.

Wenn dieser Lobbyist Kanzler werden sollte, kommen wir vom Regen in die Traufe. Ein (verdienter) Treppenwitz der Geschichte wäre es allerdings, wenn die ganzen Bürgschaften, Garantien und Rettungspakete und -schirme gerade dann platzen, wenn er Kanzler spielt.

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Oskar ist der Beste 22.06.2011, 17:14
6. sehr gut

Zitat von sysop
Helmut Schmidt hat sich für mehr Solidarität*mit*Griechenland ausgesprochen, selbst wenn der Staat bankrott gehen sollte. Der Altkanzler hält auch eine Pleite für beherrschbar. Europa,*so fordert er,*müsse Athen helfen - und den Bürgern die*Aussicht auf Wohlstand geben.
Danke Helmut

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ChuckThePlant 22.06.2011, 17:16
7. Krugman

ich will auch noch den Kommentar von Paul Krugman dazusetzen

http://krugman.blogs.nytimes.com/201...g-the-eurocan/

Was viele ja leider nicht sehen, ist dass ein Bailout Griechenlands rückwirkende Subventionen der Deutschen Wirtschaft sind. Wer hat denn sonst Griechenland das Kapital geliehen, mit dem dann deutsche Waren gekauft wurden. Und ohne diese Hilfe wäre man hier auf dem ganzen Zeugs sitzen geblieben, was wiederum zu Entlassungen geführt hätte.

Wie kurzsichtig ist es, sich in Deutschland über den Status als Exportweltmeister freuen mit riesigen Exportüberschüssen, sich dann aber nicht zu fragen, wo es zwangsläufig einen Export-Unterschuss geben muss und wer dann den exportierten Überschuss bezahlt -- sicher nicht diejenigen mit Unterschuss.

Aber die Deutschen mussten ja in den letzten 10 Jahren immer wettbewerbsfähiger werden, Löhne (d.h. den Binnenmarkt) zusammenstreichen... -- fragt sich nur gegen wen sie wettbewerbsfähiger werden mussten, wenn sie eh schon jeden anderen in Grund und Boden wirtschaften?!
Naja, immerhin haben die Chinesen das gleiche Problem

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mm01 22.06.2011, 17:20
8. Helmut Schmidt plädiert für Griechen-Hilfe bis zum Letzten

Was meint Herr Schmidt mit der Hilfe "bis zum Letzten" ?
Bis wir einen Lebensstandard wie ein Entwicklungsland erreichte haben?
Aber schön zu beobachten, wie unsere Politiker darauf achten, dass es "den Griechen" gut geht. Wir sind ja offensichtlich nicht so wichtig. Ich denke, Herr Schmidt hat zu viel geraucht und ist jetzt leicht benebelt.

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Bedie 22.06.2011, 17:22
9. Griechenland

Zitat von bunterepublik
Recht hat er, der Herr Schmidt. Zumindest jemand, der den WK II noch als Leutnant mitgemacht hat, und weiss, was für immense Vorteile Deutschland von der europäischen Intergration hat. Leider sind diese Erfahrungen in den letzten 20 Jahren vollkommen von der Bildfläche verschwunden und alle Vorteile werden als selbstverständlich erachtet. Wer Vorteile genießt, muss Nachteile mittragen und in Kauf nehmen. Alles Gute hat auch Schlechtes. So wars immer. Darum hat er vollkommen Recht. Das Projekt muss durchgeführt werden, kostet es auch ein bisschen mehr. Ich wäre durchaus bereit, nen 1000er zu investieren, um endlich mal Ruhe zu haben. Ist ja verrückt, was da abgeht und wie diese Anti-Europa-Heinis sich jetzt wichtig nehmen.
ich bin geneigt, Ihnen für Ihren Beitrag zu danken. Das
ist wenigstens mal wieder jemand, der genau den Nagel auf den Kopf getroffen hat.
Hinzufügen möchte ich noch, dass es wahrscheinlich genügend
Missgünstlinge auf dieser Welt gibt, welche Europa nicht unbedingt wohlgesonnen sind und durchaus interessiert daran
sind, ein Erfolgsmodell zu Fall zu bringen.

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