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Stadt, Land, Frust: Hochburgen und Tiefpunkte - die Hessenwahl auf einen Blick
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Hessen hat gewählt - aber beileibe nicht überall gleich: Was Kassel von Fulda unterscheidet, wie sich Großstädte vom ländlichen Raum absetzen und wo die AfD stärkste Kraft wurde. Der Überblick.

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butzibart13 29.10.2018, 18:10
10. Wieder ein altes Muster

So viel neues ergibt sich nicht aus dieser Wahl, die mit viel Tradition belegt ist: Fulda, Stadt des ehemaligen CDU-Scharfmachers Alfred Dregger, Marburg eine Hochburg des ehemaligen sozialistischen Studentenbundes Spartakus, Kassel ehemals war hier Hans Eichel an der Macht, der Vogelsberg ein bisschen abgehängt, damit ein Schwerpunkt der AfD, Frankfurt und Darmstadt liberaler mit dem Hang zu den Grünen, aber auch wirtschaftlich orientiert zu der FDP. Auffällig ist, dass gewisse Grundstrukturen, wie man sie von früher her kannte, gleich geblieben sind. Nur die AfD musste sich neue Gebiete suchen und sie punktet wie so oft bei abgelegenen Orten

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tropfstein 29.10.2018, 18:36
11. Auch Deutschtürken wählen AfD

Fragen Sie mal gut integrierte, gut ausgebildete, brav Steuern zahlende Deutsche türkischer Abstammung, wie sie zur aktuellen Migrstionspolitik stehen. Ich habe es getan und habe eindeutige Aussagen gehört zu unkontrollierter Einwanderung, falscher Toleranz gehenüber kriminellen Asylbewerbern und Islamisten. Mich wundert überhaupt nicht, dass die AfD da einen Pool von Wählern hat.

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spon-facebook-10000452262 29.10.2018, 18:55
12. Fake News zum Speckgürtel

Die "Kleinstadt Steinbach" mit 15% FDP ist die ärmste Kommune im Landkreis. Hätte der SPON recherchiert, wüßte er, dass bei den Kommunalwahlen die FDP sogar über 40% hatte. Warum? Weil FDP-Mann Naas als Bürgermeister überaus beliebt und fähig ist und dieses Armenhaus aufgehübscht hat.

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skylarkin 29.10.2018, 18:59
13.

Zitat von skylarkin
Interessant wären die Anteile der Grünen und AfD in den einzelnen Stadtteilen in Frankfurt. In HH ist es so, dass zwar die AfD schwächer ist als im Bundestrend, aber es auch innerhalb der Stadt Hochburgen und schwache Gegenden gibt. In HH ist die AfD vor allem in Stadtteilen mit hohem bis sehr hohem Migrantenanteil erfolgreich, während die Grünen in wohlhabenden Gegenden die meisten Erfolge feiern. Es gibt zwar Ausnahmen wie einige Kiezstadtteile aber generell ist dieser Trend erkennbar.
Habe eben mal gegoogelt. Tatsächlich sind die Einkommen in der Grünenhochburg 'Frankfurt V' deutlich überdurchschnittlich und der Migrantenanteil eher durchschnittlich, ähnlich wie in Hamburg.

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skylarkin 29.10.2018, 19:06
14.

Zitat von rösti
Das sind sicher Leute aus Ungarn und aus dem ehemaligen Jugoslavien !? .....wer die AfD nicht für fremdenfeinflich hält ist als Kind zu heiss gebadet worden / Schwachsinn hoch zwei - zur Zeit in Deutschland wohl weit verbreitet!
Nein auch Türken, Perser, EU Ausländer und andere Deutsche mit Migrationshintergrund wählen AfD. Sie ist keine Partei die ausschließlich von 'Biodeutschen' gewählt wird. Man wird Gründe haben die AfD zu wählen, trotz der ausländerfeindlichen Grundstimmung. Diese scheinen dann wichtiger zu sein, oder die Ausländerfeindlichkeit wird nicht als solche wahrgenommen.

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rumpyho 29.10.2018, 20:00
15. Türken und die AfD

In meinem Bekanntenkreis kann ich auch feststellen, dass viele Türken AfD affin sind. Sie sind zwar in der Regel Moslems, aber längst nicht so radikal (etwa so, wie wir "Christen" sind) und sie haben eine ziemliche Abneigung gegen Flüchtlinge, insbesondere aus Schwarzafrika.Ich glaube damit zeigen sie auch so etwas wie ein "Wir Gefühl" ... seht mal, wir gehören zu Deutschland, die nicht. Türken der zweiten Generation sin in Regel recht gut integriert (Ausnahmen bestätigen die Regel) und mittlerweile eigentlich auch akzeptiert. Da fürchten sie natürlich, dass bei aufkommendem Fremdenhass auch Nachteile für sie entstehen.

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Sibylle1969 29.10.2018, 20:28
16.

Zitat von jan07
Besonders bemerkenswert finde ich, dass 14 Prozent der Wähler mit Migrationshintergrund der AfD ihre Stimme gegeben haben sollen. So 'ausländerfeindlich' kann die Partei also wohl nicht sein, wie es immer gerne kolportiert wird.
Die AfD ist fremdenfeindlich. Die Psychologie dahinter wurde schon erforscht, und zwar sieht es wohl so aus, dass Einwanderer, die schon seit längerem da sind (z.B. Russlanddeutsche), tendenziell eher konservativ sind und sich zudem abgrenzen wollen gegen Einwanderern, die erst kurz da sind (aka Flüchtlinge), und gegen die, die möglichst nicht kommen sollen.

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Sibylle1969 29.10.2018, 20:38
17.

Zitat von skylarkin
Habe eben mal gegoogelt. Tatsächlich sind die Einkommen in der Grünenhochburg 'Frankfurt V' deutlich überdurchschnittlich und der Migrantenanteil eher durchschnittlich, ähnlich wie in Hamburg.
Der Wahlkreis Frankfurt am Main V - ich wohne selbst da und kenne das Umfeld daher gut - umfasst die Stadtteile Bornheim, Nordend und Ostend. Das sind überwiegend eher gehobene, schon reichlich gentrifizierte Wohnviertel (d.h. teure Mieten und Immobilienpreise) mit hohem Anteil an Gutverdienern und eher unterdurchschnittlichem Migrantenanteil (im Vergleich zum Rest von Frankfurt). Hier zu wohnen
ist begehrt, man muss es sich also leisten können. Hier waren die Grünen schon, seitdem ich hier wohne, immer überdurchschnittlich stark. Mich wundert es nicht, dass hier ein grünes Direktmandat geholt wurde. Hier - vor allem im Nordend - wohnt die typische Grünen-Klientel: akademisch gebildete, gut verdienende Großstädter mit ökologisch-sozialem Gewissen, die eher nicht konservativ sind. Die CDU ist hier nur drittstärkste Kraft mit unter 20% (hinter Grünen und der SPD), und die AFD hat nur 5,5% bekommen, auch wenn ich das immer noch viel zu viel finde.

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