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Standortschließungen bei der Bundeswehr: De Maizière legt Gift-Liste vor

Nach monatelangen Beratungen macht Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernst: 31 Bundeswehr-Standorte will er komplett schließen, viele werden verkleinert. Nun beginnt der Streit mit den Ländern um die Details.

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einszweidrei 26.10.2011, 12:30
40. Kunduz

Warum schließen wir nicht einfach den Bundeswehrstandort Kunduz? Dann könnten wir unsere deutschen Standorte behalten.

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niepmann 26.10.2011, 12:31
41. Kurz nachgelesen

Zitat von n.holgerson
Beamte haben Vergünstigungen? Dann zählen sie mal ein paar auf.
- Durchschnittliche Lebenserwartung liegt über 17 Jahre höher als bei körperlich Arbeitenden (im Schnitt also über 17 Jahre mehr Altersversorgung)
- Kaum Leistungsdruck
- Gehaltserhöhung aufgrund familiärer Veränderungen und aufgrund von Dienstjahren
- Erhalt von Ortszuschlägen
- Beschäftigungsgarantie auf Lebzeit
- Vergünstigungen durch das Beamten- Selbsthilfe- Werk, BSW und somit Geldwerte Vorteile
- Vergünstigungen bei Kreditvergabe
- Vergünstigungen bei Versicherungen

Beamte haben es im Vergleich zu Angestellten besser – ein Beispiel dafür, dass sogar innerhalb einer höheren Einkommenskaste die Ungerechtigkeit des Steuersystems zuschlägt. Knapp 2900 Euro netto bleiben dem ledigen Staatsdiener bei einem Gehalt von 60 000 Euro – fast 620 Euro mehr als dem Angestellten mit gleichem Brutto.

Dafür gibt’s den Job auf Lebenszeit, eine sichere Pension und Sozialleistungen zum Spartarif. Wer will, kann noch freiwillig in die Rentenkasse einzahlen.

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bmehrens 26.10.2011, 12:38
42. Der "wirtschaftliche Faktor", den Sie nennen,...

Zitat von hansi99
Wehrfähigkeit Deutschlands und der Nato reduziert werden muss, weil alles Geld "verfressen ist" ! Ist die Welt besser geworden? Wohl kaum. Und wer weiß, was noch auf uns zukommt. Die Unfähigkeit sich sich wehren zu können ist schon ein Schritt zu weit. Die glaubwürdige Abschreckung ist das einzig korrekte Ziel und diese wird .....
...besteht AUSSCHLIESSLICH aus Steuergeldern.Sie rechnen wohl so: Ist die BW z.B. 3x grösser - geht`s uns allen gut.

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Stancer81 26.10.2011, 12:39
43. ...

Zitat von niepmann
- Durchschnittliche Lebenserwartung liegt über 17 Jahre höher als bei körperlich Arbeitenden (im Schnitt also über 17 Jahre mehr Altersversorgung) - Kaum Leistungsdruck - Gehaltserhöhung .....
Demgegenüber stehen aber auch Nachteile, als da z.b. wären :

- Gefahr für Leib und Leben z.b. bei einem Einsatz
- Keine Überstundenvergütung
- Keine Standortsicherheit : Es kann schonmal passieren, das ein in München stationierter Soldat plötzlich in Hamburg Dienst tun muss.
- Ein durchschnittlich geringeres Gehalt bei gleicher Tätigkeit als in der freien Wirtschaft. Es ist egal ob man LKW-Fahrer, Informatiker oder Techniker ist, man wird immer nach dem Dienstgrad bezahlt !

Was sie an Vorteilen vergessen haben ist übrigens die freie Heilfürsorge.

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niepmann 26.10.2011, 12:43
44. Dürftig

Zitat von sysop
Nach monatelangen Beratungen macht Verteidigungsminister Thomas de Maizière ernst: 31 Bundeswehr-Standorte will er komplett schließen, viele werden verkleinert. Nun beginnt der Streit mit den Ländern um die Details.
Dieser Bericht ist blanke Desinformation.
Man guckt, zählt in S-H acht Schliessungen, und in Bayern drei. So kommt man auf dumme Gedanken.
Insgesamt bleibt das, was Bundeswehrreform genannt wird, bis dato intransparent. Offenbar geht das alles den Bürger nichts an. Der soll schaffen gehen, Steuern zahlen und CDU wählen!

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rumpel84 26.10.2011, 12:44
45. titel

Zitat von Wittekind
Die Politik tut alles, um Deutschlands Streitkräfte völlig handlungsunfähig zu machen! Wir können die Bundeswehr auch komplett abschaffen, da wir uns momentan nicht einmal gegen Luxemburg verteidigen könnten!
Wir brauchen uns auch nicht gegen die Nachbarn zu verteidigen, deswegen wird verkleinert. Sie sind wohl ganz grell drauf, auf einem dreckigen Acker für's Vaterland zu verrecken.

Verteidigung können ja die Griechen übernehmen, die haben sich schließlich auf ander Leute kosten hochgerüstet.

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Flashmack 26.10.2011, 12:45
46. Vollkommen korrekt

Zitat von Atermortuus
Natürlich kann Deutschland, realistisch gesehen, keine Streitmacht aufbauen wie die USA - dafür fehlen die Leute und - man muss es leider sagen - auch das Know-how. Doch innerhalb von Europa sollten wir als stärkste Wirtschaftsmacht auch das stärkste Truppenkontingent unterhalten - und nicht immer mehr zusammenschrumpfen.
Endlich mal ein vernünftiger Beitrag, den ich zu diesem Thema lese.

Klar haben wir Verbündete und klar gibt es keine ofensichtlichen Bedrohungen für Deutschland aber ein gewisser Österreicher der die Geschichte dieses Landes versaut hat mit seiner Ideologie hat auch nicht Jahre im Vorraus erkennen lassen, was er plant. Mal davon abgesehen, dass die angespannte Wirtschaftslage heutzutage in meinen Augen ein gewaltiger Risikofaktor ist.

Die EU tanzt aufgrund der Finanzkrise doch eh auf Messers Schneide.
Die UNO ist sich, zumindest in militärischen Belangen offensichtlich uneinig, wie der Fall Libyen zeigte.
Bleibt die NATO, in meinen Augen das sicherste Bündnis, in dem Deutschland momentan Mitglied ist und trotzdem könnte es auch durch Probleme in Europa schaden nehmen.

Wir müssen nicht versuchen, Supermacht zu werden, aber in meinen Augen sollte sich Deutschland eine stärkere Verteidigung zulegen, de nicht unbedingt auf Truppenstärke, sondern auf moderner Technik und Verteidigungskapazitäten.

Ich hab vor einiger Zeit gelesen (korrigiert ich wenn ich da was durcheinander bringe, ist schon eine Weile her), die NATO ziehe einen gemeinsamen Raketenabwehrschild in Europa mit Russland nach Süden hin in Erwägung. Aber gegen wen? Überhalb dieses Schildes könnte passieren was wolle, zumal dort einige der größten Atommächte hocken.

So wichtig Bündnisse, sowohl militärischer als auch wirtschaftlicher Natur, auch sind. Die eigene Verteidigung sollte Deutschland schon noch selbst im Blick behalten...

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j.vantast 26.10.2011, 12:46
47. Marktwirtschaft vs. Vollkaskomentalität

kaum werden Standorte geschlossen, schreien schon alle nach Ausgleichszahlungen. Geht´s noch?
Warum meint neuerdings jeder hier im Land, wenn es Veränderungen zu seinen Ungunsten gibt, müsse der Staat dies ausgleichen?
Das hat langsam nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun sondern erinnert an Griechenland oder die DDR. Es mag hart klingen, und für die Betroffenen ist es das sicher auch:
Wenn ein BW-Standort dicht macht, dann muss man sich anders orientieren. Wenn Opel pleite geht ist Opel eben pleite.
Das alles kam im Laufe der Geschichte schon öfter vor. Daraus entstanden dann neue Märkte und auch neue Chancen.
Natürlich kann auch immer alles künstlich am Leben gehalten werden und anhand obiger Beispiele sieht man dann auch, was letztlich daraus wird. Es gibt weiter Geld und niemand ändert sich. Warum auch, solange Kohle fliesst?

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Bee1976 26.10.2011, 12:48
48. Bundeswehr notwendig

Also wer behauptet unsere Soldaten hätten im Ausland nichts verloren und generell wäre die Bundeswehr nicht notwendig, der muss in einer sehr engen Welt leben. Zum einen ist die Beteiligung an Friedenseinsätzen durchaus als Positiv zu betrachten, und unsere Politiker scheinen auch so langsam ein Gespür dafür zu entwickeln wo es angebracht ist und wo nicht. Ich zum Beispiel bin heilfroh das wir uns aus Lybien ferngehalten haben.
So fern es in Abstimmung mit den Vereinten Nationen geschieht, leisten wir aber in Auslandseinsätzen unseren Beitrag. Das ist gut so.

Was die Notwendigkeit einer Bundeswehr angeht, Akutell mag es wirklich so aussehen als ob es niemanden geben würde vor dem man sich "wehren" müsste. Aber als Deutschland ca. 1882 sicher im Nest geschlossener bismarck Bündniss lag, hätte auch niemand erwartet das diese Bündnisse keine 10 Jahre später in Trümmern liegen würden und 25 Jahre später ein Krieg stattfinden würde.
Mit anderen worten ich vermag nicht zu sagen wie sich die Weltpolitik und die Lage in europa langfristig verändern wird. Überall krieselt es, Rohstoffe werden knapper, Ressourcen, etc. Da macht es zumindest Sinn sich eine Kernarmee zu halten.

Ansonsten stimme ich zu, aktiv brauchen wir keine große Armee im moment da wäre die Aufstockung der BGS Beamten und der Polizei weitaus sinnvoller.


Achja vor China oder Russland habe ich auch keine angst, es wird auch langsam Zeit das man das Schreckgespenst des bösen Russen zur Seite legt.

Was Kürzungen allgemein angeht, wir leben seit gefühlten Ewigkeiten weit über unsere Verhältnisse. Natürlich muss gespart werden und das am besten überall. nicht nur ein Stop der Neuverschuldung, sonder auch ein aktiver Schuldenabbau muss her. Da macht es durchaus Sinn konstenintensive BW Standorte zu schliessen, und so auch die finanziellen mittel besser einzusetzen. Ich hoffe nur das auch alle anderen Abteilungen langsam mal anfangen an dieser Baustelle Erfolge zu erzielen.

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hubert_hummel 26.10.2011, 12:52
49. Falsch.

Zitat von Darjaan
wenn der Russe kommt, oder der Chinese mit 5 Millionen Mann vor der Tür steht, da spielt es keine Rolle ob die BW nun 200k oder 500k Soldaten hat.... ok, wenn der Franzmann oder der Tommy kommt, dann schon... ^^
Da Franzmann und Tommy inzwischen Atommächte sind, spielen 200k oder 500k auch keine Rolle.

Wenn es mal wieder(!) zu dem Punkt kommt, an dem alleine die Zerstörungskraft zählt, würde es mich nicht wundern, wenn die Atommacht Israel neben Palestina auch Deutschland besetzen würde - den Namen nach scheinen ja die meisten Israelis von hier zu kommen.

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