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Stationierung von Assad-Truppen: Erdogan will mit Putin über Nordsyrien sprechen
Alexey NIKOLSKY / SPUTNIK / AFP

Der türkische Staatschef Erdogan hat ein Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Putin angekündigt. Dabei soll es um die Stationierung der Truppen von Baschar al-Assad in Nordsyrien gehen.

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seine-et-marnais 19.10.2019, 17:07
1. Man kann es auch so sehen

Erdogan möchte Putin ein Anliegen vorbringen. Das heisst ganz offiziell, die USA, die NATO, die EU, Frankreich, Grossbritannien oder Deutschland sind raus aus den Entscheidungen in Syrien.
Erdogan wird von Putin schwerlich etwas erreichen, denn er wildert in Putins Revier. Assad, dessen Existenz abhängig ist von Putin, wird unter dem Schutz Putins wohl kaum sich einen failed state in Idlib und eine türkische Besatzungszone in Nordsyrien gefallen lassen. Russland sieht wohl im Moment keinen Grund zu einem direkten Eigreifen, schliesslich ist Moskau die Rolle der Schutzmacht über den Nahen Osten von Trump überlassen worden. Und die Zeit spielt für Putin. Erdogan ist erpressbar, und Putin wird sich auf Dauer! kaum scheuen dies auszunutzen. Denn da ist noch eine Rechnung offen, der osmano-besoffene Erdogan, der amerikanische Alliierte SA und der französische Alliierte Katar sind die Finanziers des islamistischen Terrors der zu zwei Kriegen in Russlands Teilstaat Tschetschenien geführt hat. Und falls durch Erdogans Politik ein neuer islamistischer Terrorstaat im Nahen Osten entsteht, falls erneut islamistischer Terror in Europa sich breit macht, dann ist Putins Stunde gekommen. Putin ist dann der einzige der Einfluss im Nahen, Osten hat, und die Populisten triumphieren in Europa.
Man wollte 'Freiheit' in den Nahen Osten bringen in dem aufgrund der religiösen Geschichte und des Einflusses der Scharia nur Theokratien, absolute Monarchen oder Diktatoren sich an der Macht halten können, und der Rückstoss bringt die Populisten in der EU an die Macht. So dumm kann es gehen.

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claus7447 19.10.2019, 17:08
2. Ja, Erdogan orientiert sich um ....

.. ich glaube langsam, das der Pascha sich eine neue politische Heimat sucht. Aber wir sollten nicht gleich vor Angst in die Hose machen. Es könne ja auch sein, das Putin ihn über den Tsich zieht, die Reibungshitze als Nestwärme verkauft.

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qualidax 19.10.2019, 17:11
3. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir hier ...

... nicht auch nur eine Spur der tatsächlichen Gründe und Vorgänge in Nordsyrien zu lesen bekommen, sondern nur dummes Geseier "für den Pöbel". Die Führung der Kurden hat ihre Kämpfer an die Amerikaner verkauft, mit Recht stehen diese nun im Regen. Inzwische müsste selbst dem Dümmsten auffallen, dass sich zwischen Assad, den Kurden, Russland und der Türkei Dinge abspielen, die so garnicht zu dem passen, was uns Spiegel & Co hier weismachen wollen. Mit großer Sicherheit gibt es nicht "die Kurden", sondern versch. Fraktionen mit unterschiedlichen Loyalitäten, von denen möglicherweise auch nur ein ganz bestimmter Teil nun von den Türken aufgerieben wird ...
Denn EInes sollte auch jedem klar sein: Eine solche Militärmacht wie die Kurdischen Milizen entstehen nicht mal einfach so, nicht ohne externe Hilfe und schon garnicht unbeobachtet und un-unterwandert ...

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tayyipcik 19.10.2019, 17:21
4. Ich glaube nicht

Dass Herr Mützenich in der eigenen Partei Rückendeckung für seinen Vorschlag findet. Gerade unter dem SPD Aussenminister Gabriel ist Deutschland zum Geisel der Türkei geworden. Trotz der Geiselhaft vieler deutscher Staatsbürger hat er im Manier einer Geisha seinem türkischen Kollegen Tee serviert. Dieser Vorstoß ist nicht glaubhaft.

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AndreasKurtz 19.10.2019, 17:37
5. Es gibt bereits einen Vorschlag,

nur kommt der in den deutschen Medien nicht vor. Die Türkei verzichtet auf den Einmarsch, wenn due Grenze durch Syrien und Russland gesichert wird. Das ist das einzig Vernünftige, so sieht Diplomatie aus. Nicht die Behandlung Syriens, als wäre es ein Spielzeug und Eigentum des Westens.

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TomTheViking 19.10.2019, 17:41
6. wer ein stabiles Syrien haben will

in dem jeder Bürger leben kann wie vor dem Einmarsch bezahlter Söldner. In Frieden und Glaubensfreiheit. Mit Kleidung und Essen und Trinken wie es beliebt. Mit Parties und Feiern. Mit offenem Internet und Fernsehen.
Also so wie man auch jetzt in Damaskus und den sicheren Gebieten leben kann, dann muss man Assad und Russland ünterstützen. Dann gibt es keine Fluchtgründe für Syrer mehr, nur für den IS und Konsorten welche sich in Deutschland bereits breit gemacht haben. Syrische Flüchtlinge, wer genau hinschaut lacht sich kaputt. Das war der IS aus Tunesien, Saudi Arabien, Tschtschenien, Ägypten, Katar, Türkei, Afghanistan, dem IRAK und und und welcher hier unter "syrischer Flüchtling" ohne geringste Prüfung einsickerte und alimentiert wird.

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ottomane82 19.10.2019, 17:44
7. Internationaler Gerichtshof?

Ok dann bitte auch Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama, Gerhard Schröder und den Netanjahu vor Gericht stellen..

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claus7447 19.10.2019, 17:45
8.

Zitat von AndreasKurtz
nur kommt der in den deutschen Medien nicht vor. Die Türkei verzichtet auf den Einmarsch, wenn due Grenze durch Syrien und Russland gesichert wird. Das ist das einzig Vernünftige, so sieht Diplomatie aus. Nicht die Behandlung Syriens, als wäre es ein Spielzeug und Eigentum des Westens.
Na denn... verlinken Sie ihn...

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schorsch_69 19.10.2019, 18:07
9. Och Joh!

Leider können wir alle nur hoffen, das wenigstens Putin tatsächlich Klicker in den Hosen hat und dem Möchtegernsultan aka Pissnelke vom Bosporus, endlich seine Grenze glasklar aufzeigt; wenn schon die "westlichen" Sesselpuper sich dazu nicht im Stande sehen!

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