Forum: Politik
Steinbach-Rückzug: Die Union wirft Ballast ab

Die umstrittene Vertriebenenfunktionärin Erika Steinbach kehrt der CDU-Führung den Rücken - mit großem Getöse. Für die Union ist dies ein Segen: Endlich kann sich die Partei von einer historischen Altlast trennen.

Seite 17 von 25
Puttappel 10.09.2010, 12:42
160. -

Zitat von berns
Wie lange noch werden solche Märchen erzählt?. Erkundigen Sie sich erst einmal nach den Realitäten, bevor Sie solche falsche Informationen weiter verbreiten. Eltern und Schwiegereltern hier krankenversicherter Ausländer erhalten natürlich keinerlei Kostenerstattung von der deutschen Krankenkasse.
Ich habe mich mal bei einem CSU-MdB nach den jährlichen Kosten der in den 60er Jahren zwischen Deutschland und der Türkei bzw. Ex-Jugoslawien bilateral geschlossenen Vereinbarung erkundigt. Er konnte (wollte) mir die Summe nicht nennen. Fakt ist aber, daß die Verträge existieren und nicht einseitig von D gekündigt werden können. Leider ist das kein Märchen.

Beitrag melden
WinstonSmith. 10.09.2010, 12:43
161. Nicht ganz

Zitat von steintor
Die Sudentendeutschen waren Jahrhunderte lang territorial in das Deutsche Reich eingebunden und nach dem 1. Weltkrieg einfach in den künstlichen neuen Staat Tchechoslowakei gestopft, niemand hat sie gefragt!!!
Lassen Sie das nicht die Österreicher hören, die wahrscheinlich immer noch denken, dass Böhmen und die Slowakei seit 1806 zum Kaisertum Österreich gehörten und vorher Teil der habsburgischen Erblande waren.

Das Deutsche Reich bestand 1939 nicht schon Jahrhunderte, sondern 68 Jahre, nämlich seit 1871. In das waren aber weder Deutsch-Bömen und -Mährer noch Tschechen oder Slowaken territorial integriert. Die Grenze zum Deutschen Reich verlief damals in etwa wie heute.

Sie meinen vermutlich die Zugehörigkeit zum Deutschen Bund und vorangegangen zum Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Der künstliche neue Staat Tschechoslowakei umfasste übrigens das langjährige Königreich Böhmen und die eigentlich zu Ungarn gehörende Slowakei.

Beitrag melden
Puttappel 10.09.2010, 12:44
162. -

Zitat von Chatzi
Dieser Artikel ist einfach prima! Eigentlich kann man solchen Leuten wie Steinbach und Sarazzin nur mit purem Sarkasmus begegnen und sie somit mit ihren eigenen Waffen schlagen!
Dann fangen Sie doch einfach mal damit an, Ihre Waffen zu zeigen! Ich fürchte nur, daß die ziemlich stumpf sind.

Beitrag melden
Sveto 10.09.2010, 12:46
163. ....

Zitat von MonaM
Meine erste positive "Begegnung" mit Vertriebenen ist das Buch von Peter Glotz "Die Vertreibung: Böhmen als Lehrstück" (Ullstein). Ich war angenehm überrascht, einen Vertriebenen "kennenzulernen", der die Thematik mit Weisheit, Nachdenklichkeit, Vernunft und Verständnis für die andere Seite behandelte.
Sie hätten schon viel früher die Werke von Wenzel Jaksch lesen können - es gab nämlich durchaus 'mal eine Zeit in der Vertriebene eine politische Heimat in der SPD finden konnten, ohne vorher schwören zu müssen, dass Kant in Kaliningrad gelebt und gelehrt habe. Das eigentlich bizarre ist ja, dass die Benennung der historischen Fakten reflexhaft als Wunsch nach Änderung der heutigen Situation verstanden bzw. absichtsvoll missverstanden wird; letzteres will aber in Wirklichkeit außer ein paar Spinnern keiner....

Beitrag melden
tilo2 10.09.2010, 12:57
164. Egerländer vs. Wiesn! und Bitte bleiben wir skeptisch

Zitat von MonaM
Das mag durchaus sein. Der Umgang mit dem Thema Vertreibung und die Art und Weise der Selbstdarstellung der Vertriebenen (ich denke bloß an diese unsäglichen, jeden Beobachter abstoßenden Heimattage, die ja auch Ihnen missfallen haben) waren Teil der insgesamt missglückten "Vergangenheitsbewältigung" der Deutschen.
Mal wieder eine Pauschalisierung.
Die meisten dieser Heimattage sind nicht "unsäglicher" oder verwerflicher als der Trachteneinzug auf die Wiesn.

Die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen ist in den meisten Fällen wahrscheinlich die vorbildlichste und umfassendste der Welt.
Sie hat die Deutschen zu einem skeptischen und pazifistischen Volk gemacht.
Und das ist gut so.
(Abscheifung)
Nur so war wahrscheinlich das historische
"Im not convinced!" von Fischer möglich.
(\Abschweifung)

Missglückt ist sie allerdings, wenn eine rücksichtslose Aufklärung der eigenen Verbrechen in das auf der ganzen Welt belächelte "Soulsearching" und von dort leider dann in Hexenverbrennung umschlägt.
Bitte bleiben wir auch skeptisch wenn der "Mainstream" mal wieder pauschalisiert und brandmarkt.

Beitrag melden
profundus 10.09.2010, 13:06
165. Nicht alle in einen Topf werfen

Es scheint doch unstrittig zu sein, dass es sehr unterschiedliche Positionen innerhalb der Gruppe "Vertriebene" gibt. Statt über unsinnige Gründungen neuer Parteien zu schwadronieren, sollte man sich Gedanken über eine deutlichere Differenzierung bestehender Organisationen machen.
Im aktuellen Fall wäre es wegweisend, den 'Bund der Vertriebenen¨ in ¨Bund gewisser Vertriebener¨ und ¨Bund der versöhnlichen Kräfte¨ künftig in zwei Verbänden zu organisieren.

Beitrag melden
Arsinoe 10.09.2010, 13:20
166. Konservativ heißt nicht dumm ..

... daher wirft die CDU auch keine Identifikationsfigur auf ihrem rechten Flügel ab, sondern eine dumme Person, die endlich über einen ihrer revanchistischen Sprüche gestolpert ist. Danke Frau Steinbach für Ihre eigene Demaskierung. Und mit der Zeit wird sich auch ein Amt beim Bund der Ewiggestrigen erledigen - irgendwann wird ja wohl der letzte "Heimatvertriebene" naturgemäß Ruhe geben.

Beitrag melden
Christian Wernecke 10.09.2010, 13:24
167. Ein guter Vorschlag

Ich halte den zuletzt gemachten Vorschlag, rechts von der CDU eine neue Partei zu gründen, für durchaus richtig.

Beitrag melden
kohlerich 10.09.2010, 13:28
168. Ballast ?

Sehr geehrter Herr Nelles, ihre Wortwahl sagt alles:
Frau Steinbach und /oder der BDV ist Ballast oder historische Altlast, knallhart revisionistisch, kompromisslos.
Hätte nur noch von Entsorgung die Rede sein müssen .
Sie unterscheiden sich in nichts von den den Leuten, die sie angreifen und sind genauso ein Hetzer vor dem Herrn.
Genau mit dieser Rethorik schreiben Sie und Ihresgleichen derzeit eine bürgerliche rechte Partei herbei, die Sie doch angeblich so unsäglich fänden .

Das wird man doch auch mal sagen dürfen !

Beitrag melden
Florian Geyer 10.09.2010, 13:33
169. Menschen sind kein Ballast

Frau Steinbach wirkte in der sozialdemokratisierten Ost-CDU der "Squaw" mit der gespaltenen Zunge als Vorsitzende immer mehr als Fremdkörper im Vorstand.

Schon die zermürbenden Auseinandersetzungen mit der Opposition und auch aus den eigenen Parteireihen machte Frau Steinbach zu sehend zu schaffen.

Diese Republik wird doch zunehmend fremdgesteuert:

1.. Von der Zersetzungskraft der 68er
2.. Vom linken Mehltau in Bildung, Kultur und Wissenschaft

Ich nehme an, dass ist der Preis der Wiedervereinigung.

Und nun fallen auch die letzten Bastionen des deutschen wertkonservativen Menschen im zermürbenden Kleinkrieg, angezettelt von den eigenen Selbsthassern.

Frau Steinbach vollzieht eine Entscheidung, die vorher viele schon getroffen haben. Sie haben sich in das Privatleben zurückgezogen, sie werden nach 40 Jahren CDU-Wähler die Wahlurnen meiden.



Ja Frau Merkel, nicht Deutschland schafft sich selbst ab, nein die Union schafft sich selbst ab!

Der größte anzunehmende Gau in diesem Land war die Übernahme der kulturellen und ideologischen Lufthoheit durch die Fischers und Co.

Beitrag melden
Seite 17 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!