Forum: Politik
Steinbach-Rückzug: Merkels Furcht vor der Sarrazina

Mit viel Lärm zieht sich Erika Steinbach aus der CDU-Führung zurück. Für Kanzlerin Merkel ist das ein Problem: Denn die Union wollte den Vertriebenen immer eine politische Heimat bieten. Kommt es nun zum Bruch?

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Kampfbuckler 10.09.2010, 13:40
20. Meine Hochachtung für Mutti

Meine Hochachtung vor Mutti
Mit ihrer Auslese der CDU-Führung haben wir jetzt nur noch CDU-Führungskräfte, um die uns die Welt beneidet. Zunächst mal den Pofalla, der schon in seiner Stimmlage zu erkennen gibt, dass er keine cojones hat, dann der Grohe, der immer noch die Ausstrahlung eines Provinzsekretärs der Kolpingsöhne hat, und dann einer mit zugefressenen Gesichtszügen, heißt Altmair oder so, dem selbst am schwäbischen oder Pfälzer Stammtisch keiner mehr zu hört, und dann noch ihren Dackel Kauder, der jeden Brocken von der Mutti wiederkäut, Und als Krönung, den Freund des vermögendsten Drückerbosses Maschmeyer,, Wulff der, nach dem rätselhaften Ausscheiden Koehlers, seine Amtszeit in dessen Protz Finca auf Mallorca begann, ins Präsidentenamt gehievt mit einer der Demokratie unwürdigen Mauschelei gegen den Willen des Volkes.
Und jetzt ist noch die letzte freisprechende Person des CDU-Vorstands weg gemobbt worden, die Frau Steinbach.

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Schubbidubbidu 10.09.2010, 13:40
21. Historisch hat Erika Steinbach recht

Zitat von sysop
Mit viel Lärm zieht sich Erika Steinbach aus der CDU-Führung zurück. Für Kanzlerin Merkel ist das ein Problem: Denn die Union wollte den Vertriebenen immer eine politische Heimat bieten. Kommt es nun zum Bruch?
Wer sich mit der jüngeren Geschichte MItteleuropas beschäftigt, wird manches lernen, was heute in Vergessenheit geraten zu sein scheint.

Dazu gehört auch die Tatsache, dass Polen zwischen den Kriegen, vor der Aufrüstung durch die Nazis, Deutschland militärisch haushoch überlegen war.

Auch gab es in Polen eine starke nationalistische Strömung, deren Politik aus Deutscher Sicht oft bedrohlich, teilweise sogar feindlich wirkte. Es gab nicht wenige polnische Nationalisten, die sogar unverblümt einen Angriff auf das demilitarisierte Deutsche Recih forderten.

Insbesondere unter den Deutschen des vom Deutschen Reich durch den Korridor getrennten Ostpreußen gab es viele, die sich vor einer polnischen Agression fürchteten. Hinzu kamen Übergriffe seitens einzelner polnischer Gruppierungen gegen Deutsche in den besetzten Gebieten (Korridor).

Schließlich wurde der Korridor als solcher und die damit verbundene Trennung Ostpreußens vom Deutschen Reich von vielen Deutschen als ungerecht empfunden.

Das war der Nährboden, auf den Hitler seine agressive Aufrüstungs- und Kriegspolitik gründen konnte.

Es ist unzweifelhaft, dass die Nazis einen Angriffskrieg begonnen haben. Das hat Erika Steinbach auch klar gestellt. Es ist jedoch wenig hilfreich, wenn man die historischen Tatsachen, die den Erfolg der Nazis erst möglich gemacht haben, ständig ignoriert. So verhindert man eine wirksame Prävention.

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acqualounge 10.09.2010, 13:41
22. Septemberschaden?

Was ist eigentlich los im Monat September? Wo kommen auf einmal diese ganzen Figuren her,
die aus ihren Loechern kriechen, um direkt in der Manege des Medienzirkus wieder aufzutauchen?
Muslime sind dumm, die Polen haben angefangen, wir haben nur zurueckgeschossen,
oder an und abgekuendigte Buecherverbrennungen.
Vom Trottel Sarrazin ueber die Geschichtsklitterin Steinbach zum durchgeknallten Pastor Jones.
Nur die Kriegsgegner werden still und leise entsorgt. Kaesmann indem ihre Personalie umgehend bei der
Presse landete, der Wikileaksgruender Assange indem er erst der Vergewaltigung und Agression (zwei Frauen, weil doppelt besser haelt )angeklagt wieder abgeklagt und am ersten September wieder angeklagt wurde.
An Deppen die dem ganzen Hype hinterherlaufen herrscht ja anscheinend kein Mangel,
mit andern Worten ueber diesen gnzen Unsinn soll man dann auch noch diskutieren.
Langsam glaube ich es auch: Intelligenz schafft sich ab...

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E.Cartman 10.09.2010, 13:41
23. ...

Zitat von maumi.
Was würden sie über jemanden sagen, der selbiges über Kinder von NS-KZ-Opfern sagt? Wird aus Unrecht Recht, wenn man nicht mehr darüber spricht?
Gab es damals einen israelischen Überfall auf Deutschland oder etwas in der Art?

Aber ja, auch wenn jemand versucht darauf herumzureiten, was meine jüdischen Freunde eigentlich nie tun, teile ich ihm freundlich mit, dass er damit zu meinen Urgroßeltern gehen soll, was schon bei meiner Geburt ein Medium erfordert hätte.

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cucco 10.09.2010, 13:42
24. Politik der Bequemlichkeit

Zitat von Matyaz
.....Die Greuel und das Unrecht der Vertreibung ist mittlerweile von tschechischer und polnischer Seite ausreichend thematisiert worden, eigentlich ist das Kapitel zumindest soweit abgeschlossen, als es dafür keine Verbände mehr braucht. Und Leid vererbt sich nicht...
Wenn das die Meinung der Mehrheit der Menschen wäre, sollte man alle Museen deutscher Konzentrationslager schliessen und nicht mehr über die Judenvernichtung reden.

Es ist jedoch sehr wichtig, dass Greuel von diesen Ausmassen als abschreckende Denkmäler für immer erhalten bleiben und in Schul- und populären Geschichtsbüchern ausreichend Erwähnung finden.
Die Erzählungen meines aus Böhmen vertriebenen Freundes lass mich erschauern. Tschechische Teenager-Soldaten übten das Erschiessen von Deutschen, die bis zu ihrem Abtransport in einem Lager gehalten wurden.
Erst vor wenigen Monaten wurde im Tschechien TV das Thema dieser Exekutionen/Vertreibungen oberflächlich behandelt. Der Skandal bleibt jedoch, dass vor dem EU Beitritt der Tschechei die Greueltaten an Deutschen samt der Okkupation und Vertreibung aus deutschem Land hartnäckig von der EU beiseite geschoben wurden.

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Oliver Resch 10.09.2010, 13:46
25. .

Zitat von Niklot
Natürlich ist vielen Vertriebenen individuell Unrecht geschehen,wer bestreitet das eigentlich. Im WKII gab es allerdings über 50Mio Tote, wohl nicht zu Recht oder. Krieg ist schrecklich und die dt. Vertriebenen waren eine der letzten Opfergruppen diesen von Deutschland mutwillig entfesselten Weltenbrands. Was sind den ihre Alternativen, Rückabwicklung? Wieder Krieg und millionenfacher Tod , Leid und Unrecht.
Was im ersten Teil Ihres Beitrags steht bestreitet doch keiner. Beim Thema Vertreibung geht es aber nun einmal um die Vertriebenen. Über was soll also geredet werden, wenn nicht über diese?

Der zweite Teil ihres Beitrags ist vollkommen daneben, da dies von niemandem gefordert wird.

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spon-1237908334114 10.09.2010, 13:46
26. Polen und andere

Zitat von Grosskotz
Über drei M;illionen Deutsche werden aus Polen und der Tschechoslowakei vertrieben - natürlich völkerrechtswidrig - und anstatt lauthals der Welt das zu verkünden, welches Unrecht den Verteibenen widerfahren ist, verwässert man das Ganze mit einem "Haus der Vertreibung", in dem auch noch Polen und Tschechen mit drin sitzen und über die deutschen Teilnehmer, die im Vorstand ihnen genehm wären, sowie auch über die Inhalte der Ausstellung mitbestimmen. Wäre ich Steinbach gewesen, hätte ich mein verbandseigenes Vertreibenenzentrum gebaut und hätte mich von Anfang an einen Dreck um die - ach so um das Image besorgten - vergangenheitsüberbebewältigten Politikerkollegen geschert.
Nun was soll man gegen die Polen haben, die waren doch die Opfer dergleichen Vertreibung vom Ost nach West.
Die Täter waren die Siegermächte. Zu den zählten Polen nicht wirklich.
Warum werden die Entschädigungen nicht von USA, Frankreich, Brittanien, und vor allem Russland verlangt?
Polen hat durch die Vertreibung nichts "bekommen", ist also kein Nutznießer und kein Täter.

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Eckhard 10.09.2010, 13:48
27. Babylonische Gefangenschaft der Gutmenschen

Zitat von E.Cartman
Ehrlich mal! Da fängt man so einen kleinen Vernichtungskrieg an und dann wird man völkerrechtswidrig vertrieben. Dass die das auch alle so persönlich nehmen mussten. ...
Sie sind ein ganz übler Mensch. Mit selektivem Mitgefühl.

Meine Familie stammt aus den von Polen und Russland besetzten Gebieten (Ostpreussen und Oberschlesien).

Sie war immer Sozialdemokratisch und hat einmal sogar einen Kleinstadt-Bürgermeister gestellt. Sie hat NIEMALS die NSDAP gewählt.

Und trotzdem wurde sie, weil sei einer bestimmten Ethnie zugehörte, vertrieben. Das ist ganz klar Rassismus.

Es ist fast das ekligste an den Gutmenschen, dass sie jede klitzekleinste Form von angeblichem Rassismus gegen irgendwelche Gruppen übertrieben ächten, aber wenn Deutsche (die klar antifaschistisch waren und z.T. dafür auch verfolgt und ihre Familienangehörigen ermordet worden sind, nur wegen ihrer Ethnie/ Rasse getötet und vertrieben werden/ worden sind, ist es ihre eigene Schuld bzw. eine kollektive Ethnien- oder Kultur-Schuld. Wenn der normale Deutsche über irgend eine andere Kultur so reden würde, würden sie es uns öffentlich brandmarkend um die Ohren hauen, aber gegen Deutsche darf man es ja machen.

Und deshalb muss das, was Sarrazin angestossen hat (selbst wenn er Teile zurücknimmt) weiter getrieben werden...

... und die Deutschen aus der Babylonischen Gefangenschaft der Gutmenschen befreit werden.

Packen wir es an!

Kommentiert, diskutiert in eurem Umfeld, Misstraut, Hinterfragt und betätigt euch politisch.

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Christian Wernecke 10.09.2010, 13:49
28. Partei rechts der CDU

Ich gehe davon aus, dass sich im Hintergrund bezüglich einer neuen Partei rechts von der CDU etwas tut. Der Bund der Vertriebenen und seine Mitglieder hätte dort eine neue Heimat. Steinbach tritt doch nur deshalb so selbstbewusst auf, weil Merkel diesen Druck schon jetzt deutlich spürt. Wer sich bei der CDU freut, weil "Ballast" abgeworfen wurde, muss Kartoffeln auf den Augen haben. In Wahrheit sind wir Zeuge eine gänzlich neuen Entwicklung.

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tallinn1960 10.09.2010, 13:51
29. Nationalkonservative?

Zitat von FMK
Die C*DU driftet unaufhaltsam nach links, Konservative springen ab, werden verprellt, bleiben im Regen stehen. Die meisten werden eine neue Heimat in einer überfälligen bürgerlich konservativen Partei finden, die nicht CDU heißt.
Wohl nur der Teil der Konservativen, in dessen traditionellem Wertekanon der Nationalismus eine besonders hervorgehobene Stellung hat. Die traditionellen christlichen Werte sind nach wie vor in der Union zu Hause.

An die Stelle des Nationalismus ist allerdings Europa getreten, und das schon seit Adenauer. Seither ist europäische Einheit Staatsräson der Republik und Leute, die anfangen, mit echtem oder vermeintlichen Geschichtsrevisionismus die europäischen Nachbarn zu irritieren, müssen sich stets sagen lassen, dass sie die europäische Einheit und damit den Frieden in Europa gefährden.

Revisionismus braucht es auch gar nicht. Weil Deutsche, die heute leben, frei von jeder Schuld sind, die Deutsche im Dritten Reich auf sich geladen haben. Wir mussten zwar die Schulden unserer "Eltern" bezahlen, aber wir haben die nicht verursacht. Das ungeschriebene Recht, nach dem das lief, sah keine Möglichkeit vor, das Erbe nicht anzutreten. Wir mussten notwendigerweise aufräumen, was kaputt gegangen war, auch die von uns, die keine Schuld traf. Die Schuldigen waren ja nicht mehr da oder zu nichts mehr fähig.

Was wir aber nie tun dürfen: vergessen, was im Dritten Reich passiert ist, und warum. Damit wir das sofort erkennen, wenn das wieder geschieht, ob bei uns oder anderswo. Auch das Ausland kann aus der deutschen Geschichte lernen. Es tat das und tut das auch heute noch.

Nationalismus gewinnt aber leider in Europa insgesamt auch wieder Raum. Noch eine Wolke, die wir schon kennen.

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