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Steinbrück und die Honorar-Debatte: Der Fehlstart
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Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.

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derandersdenkende 07.10.2012, 19:58
10. ????

Zitat von sysop
Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.
War es Doping, schlechte Vorbereitung, die falsche Disziplin oder einfach nur der falsche Zeitpunkt?
Man wird bis zur Wahl rätseln, was nun die Ursachen für das Dilemma des Herrn Steinbrück waren.
Vielleicht waren auch nur die zugesagten Erfolgsprämien zu hoch?
Aber richtig ist in jedem Fall, für alle Wettbewerbsteilnehmer haben die gleichen Regeln zu gelten!

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Tolotos 07.10.2012, 20:02
11. Wenn die den Raffgier-Politiker verlieren, dann gewinnt die Demokratie!

Zitat von sysop
Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.
Ist das wirklich so? Ich hoffe ja, dass endlich einmal der Bürger, der sonst nur als Mündel von verantwortungsbefreiten parlamentarischen Vormunden ausgenutzt wird, als Gewinner übrig bleibt.

Wenn diejenigen Politiker verlieren, die legale Korrumpierbarkeit als notwendig für ihre Mandatsausübung ansehen, verlieren, dann hat die im Gegenzug die Demokratie gewonnen!

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robert.haube 07.10.2012, 20:03
12. Die Geschichten nehmen ihren Lauf

Wie einst schon Wulff oder zu Guttenberg, so begreift jetzt offenbar auch Steinbrück nicht, dass er eine scheibchenweise Veröffentlichung von Enthüllungen mittelfristig politisch nicht überleben kann. Anstatt von seiner Kandidatur zurückzutreten, rudert er jetzt hoffnungslos weiter.
Nun gut, dann soll die Geschichte (die Geschichten) eben ihren Lauf nehmen.
Für gute Unterhaltung ist auf jeden Fall gesorgt.

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fuenfringe 07.10.2012, 20:03
13. Als studierter Philosoph

Zitat von EspritCritiqueM
Fragen wir doch einmal anders (nach Sokrates soll das ja gelegentlich erhellend sein) und werfen einige Fragen nach den Motiven der Steinbrück-Basher auf: 1. Wieso wird Steinbrück zu Vorträgen eingeladen (der zuletzt über keinerlei nennenswerte Macht verfügte, so dass versuchte Einflussnahme als Motiv ausscheidet), die amtierende Kanzlerin aber nicht? Liegt es vielleicht daran, dass unsere Edelperle im Hosenanzug weder inhaltlich noch rhetorisch irgendetwas zu bieten hat und ihre meck-pomm-Bräsigkeit mittlerweile jedem zum Hals heraushängt? 2. Hat eigentlich einer der Kritiker verstanden, was ein Vortrag ist? Grundsätzlich ist das anders als Einflüsterung, wie wir es ständig bei unserem Ex-Bundespräsidenten Wulff beobachten durften. 3. Wieso glauben eigentlich alle Leute ständig, dass ich keine andere Meinung vertreten kann als diejenigen, die mich für einen Vortrag bezahlen? Ich selbst mache das permanent, wenn ich einen Vortrag halte. Aber die naiven Dobrindts etc. kennen es wohl nicht anders - was mehr ein Licht bzw. Schatten auf sie als auf Steinbrück wirft. 4. Ein Vortrag kann belehren, vielleicht erheblich mehr in den interessierten Kreisen als das eine Rede im Parlament kann, der fünf Hanseln aus dem Haushaltsausschuss zuhören, die ohnehin schon jedes Argument mindestens 25 Mal gehört haben. Ein Vortrag vor Fremden ist also mehr gelebte Demokratie als eine vorher ohnehin zu Protokoll gegebene Parlamentsrede. 5. Steinbrück hat sich in puncto Transparenz an die Regeln gehalten. Die Presse, deren Vertreter im wesentlichen politisch links-partei/grün/linker SPD-Flügel auf eine ganz unangenehme Art und Weise mit Schaumschlägern wie Seehofer, Dobrindt etc. verbünden, sollte nicht ständig das Volk für dumm verkaufen. Etwas mehr Souveränität und Sachlichkeit hülfe.
verstehe ich weder den Bezug auf Sokrates, noch das Argument, das hinter den "Punkten" steckt. Insgesamt eher ein Sammelsurium an Spüchen, die in keiner Weise als Prämissen für irgend eine Form von Schluss gelten können. (Da hilft ein Blick auf Aristoteles.) Eher so ein reaktionäres Seeheimer Kreis-Geplapper. Ich halte es da mit Dieter Nuhr, und seinem berühmten Spruch dazu, was zu tun ist, wenn man keine Ahnung hat.

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Palmstroem 07.10.2012, 20:05
14. Rote Linie überschritten?

Zitat von sysop
Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.
Warum sollen alle Parteien Verlierer sein, wenn die SPD den falschen Kanditaten ins Rennen schickt! Die Kritik kommt ja nicht nur von Schwarz/Gelb, sondern auch von Links.

„Jetzt ist wirklich eine rote Linie überschritten“, sagte Riexinger dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Es hat mehr als ein Geschmäckle, wenn man als Minister eine Lobbykanzlei ein milliardenschweres Bankenrettungsgesetz schreiben lässt und danach bei derselben Kanzlei für ein Fantasiehonorar als Referent auftritt.“ Auch der FDP-Abgeordnete Patrick Kurth hält die Angelegenheit für „problematisch“. „Steinbrück hat als Minister außer Diensten immer noch Verpflichtungen, die sich aus dem Amt ergeben“, sagte er der Zeitung."(FOCUS)

Die Frage ist doch, ob Peer Steinbrück der Kanditat der Herzen für die SPD ist! Kann jemand wie er die Basis erreichen. Kann jemand, der Hundertausende so nebenbei kassiert, tausende an der Basis motivieren, in ihrer Freizeit ohne einen Cent so nebenbei die Plakate zu kleben!

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austromir 07.10.2012, 20:05
15. Vorstandfreunde

Zitat von sysop
Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.
So hat halt jeder seine Vorstandsfreunde. Während die einen von der SPD auf Hartz IV gesetzt wurden nimmt der Spitzenkandidat lieber (Hartz VII+) mehr als 7000 € pro Vortrag von seinen Vorstandkameraden.

Selbstverständlich treibt den politischen Gegner nur der Neid. Würde nämlich ein CDUler oder ein FDPler solche lukrativen Vortragstourneen machen, stünde er wohl täglich am Pranger und häte längst zurücktreten müssen. Man möchte gar nicht schreiben, was die SPD über so einen sagen und schreiben würde.

Aber es hat auch sein Gutes: Gewerkschaften und Parteilinke wissen jetzt schon ein Jahr vor der Wahl, dass sie dem zukünftigen Kanzler am A... vorbei gehen.

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Paul-Merlin 07.10.2012, 20:06
16. Nur Verlierer? - Aber nein!

Zitat von sysop
Als Kämpfer wider den Raffgier-Kapitalismus will er Kanzler werden. Doch nun hat SPD-Kandidat Peer Steinbrück eine unerquickliche Debatte über seine Vortragshonorare am Hals. Ein Streit mit ätzenden Untertönen, zwischen allen Parteien - der nur Verlierer produziert.
Gewinner ist nämlich die Wahrheit. Sichtbar wird der Charakter des Bewerbers. Der ist natürlich alles. nur nicht gut. Macht aber nichts. Vergleichbares ließe sich nämlich zur Mehrzahl der Abgeordneten des Bundestages sagen. Der Typus "Wulff" ist leider heute die Regel, nicht mehr die Ausnahme.

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suedbaden6 07.10.2012, 20:08
17. Falsche Frage

Die Frage, wieviel Herr St. an "nützlichen Aufwendungen"
eingestrichen hat ist eigentlich für einen SPD-Kandidaten nebensächlich. Der springende Punkt ist, dass er das Geld von jenen gefordert und bekommen hat, die die Klientel der SPD ausplündern in Form von Steuern, Rentenkürzungen und demnächst Straßenmaut. Jenen, die mit den abgepressten Milliarden und Abermilliarden "gerettet" werden sollen.

All die "Modernisierungen" mit Hedgefonds-Zulassung in der BRD und dem Pampern der "im Zeichen der Globalisierung notwendigen" Spielbanken, die er jetzt "an die KAndare nehmen" will: Es sind Werke des Selbstdarstellers Steinbrück.

So einen bestimmt die SOZIAL-demokratische SPD zum Kanzlerkandidaten. DAS ist der Skandal.

Peer Steinzeit's Chuzpe übertrifft noch den kleinen Rechtsanwalt aus Hannover, der jetzt in der Lupenreinen Demokratie Putinstan im öligen Schweiße seines nicht einmal rot gewordenen Angesichtes seine persönliche Goldader angebohrt hat. Oder der Ober-Umweltschützer, Autoverdammer und Meister-Pazifist Josef Fischer, der uns nicht nur in den ersten Krieg der Bundesrepublik gelotst hat, sondern jetzt auch noch "Umweltberater" bei BMW ist. Nicht ehrenamtlich.

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austromir 07.10.2012, 20:08
18. 1. bis 5.

Zitat von EspritCritiqueM
Fragen wir doch einmal anders (nach Sokrates soll das ja gelegentlich erhellend sein) und werfen einige Fragen nach den Motiven der Steinbrück-Basher auf:
Tief beeindruckt von so viel Weisheit fragen wir uns nun nur noch was das ganze mit Sokrates zu tun hat. Denn dieser fragte nach dem Guten sowie nach dem richtigen Leben. Hätte einer Sokrates erklärt, dass das Schlechte gut sein soll weil die Gegner de Schlechten selber schlechte Gründe für ihre Kritik haben, wäre er wohl erstaunt über so viel Ignoranz seiner Lehre gewesen.

Was Sie, verehrter Vortragender, wohl eher meinten war, dass Sie mit Lenin fragen wollten, wem es nützt. Lenin zu folgen war aber noch nie eine sonderlich guute Idee.

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bpauli 07.10.2012, 20:11
19. Bestechung

Das ist durchaus an der Tagesordnung und allgemein üblich, dass Abgeordnete und auch Steinbrück sich unter anderem durch überhöhte Vortragshonorare gerne bestechen lassen. Man muss als Bürger Verständnis dafür aufbringen, dass bei einer so alltäglichen Praxis auch kein Unrechtsbewusstsein im Parlament und der Regierung vorhanden sein kann. Letztlich gibt es doch keine Entscheidung im deutschen Parlament und der Regierung, welche nicht mithilfe von Bestechung zustande kommt.

Weiter Bestechungsmethoden sind lukrative Jobs nach Ende der Regierungszeit wie im Falle Schröder. Dabei gibt es selbstverständlich sowas wie Arbeitsteilung: Schröder kassiert den "Dank" des Energiebereichs nach Ende der Regierungszeit, Steinbrück den von Unternehmen aus der Finanzwirtschaft.

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