Forum: Politik
Steinbrücks Abschiedsrede: "Dies war der letzte Ton aus meinem Jagdhorn"
DPA

Er war Finanzminister, Kanzlerkandidat der SPD - und verabschiedete sich jetzt aus dem Bundestag: Peer Steinbrück hielt auch seine letzte Rede gewohnt launig.

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trader_07 29.09.2016, 20:34
40. Wo ist Ihr Problem dabei?

Zitat von olli0816
Sein Bankkonto war ihm weitaus wichtiger mit Reden über 20.000 EURO Honorar, die ihm zum Millionär gemacht haben.
Wo ist Ihr Problem dabei? Ich wette, wenn Ihnen jemand 20 T€ für eine Rede bieten würde, würden Sie keine zwei Sekunden brauchen, um "hier" zu schreien.

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quark2@mailinator.com 29.09.2016, 20:43
41.

Zitat von manfred.gebauer
trifft man hier im Forum leider nicht. Ich schätze mich sehr glücklich, Peer Steinbrück bei einem Vortrag an der Universität Leipzig als brillanten Analytiker und alternativen Vordenker wahgenommen zu haben; vielmehr jedoch noch, in der kleinen Runde nach dem offiziellen Teil einen sehr persönlichen Peer Steinbrück, der weit weg von politischem Mainstream und Floskelei, abseits von Journalistenbefriedigung sehr deutliches und höchst kluges, abendfüllendes Zwiegespräch mit den wenigen Anwesenden führte - authentisch allemal, spontan, ja, ungezwungen Kinder beim Namen nannte . Ein straighter Kopf der leider von seiner Partei unterschätzt wurde und die damit ihre beste Chance definitiv verspielt hat. Aber Steinbrück neben Gabriel passte nie und ich denke deswegen geht er letztlich. Ich kann auch Gabriels hohl-Hülsen nicht verkraften. "So long, Peer, mach´s gut!"
Schön, aber das macht es doch noch schlimmer, wenn er sich dann nicht traut, diese Dinge auch laut zu sagen, beim Risiko das die Karriere dann zuende ist. Im kleinen Kreis ist es immer leicht.

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olli0816 29.09.2016, 21:00
42. Das berühmte Totschlagargument

Zitat von trader_07
Wo ist Ihr Problem dabei? Ich wette, wenn Ihnen jemand 20 T€ für eine Rede bieten würde, würden Sie keine zwei Sekunden brauchen, um "hier" zu schreien.
Ich würde "hier" schreien, wenn ich mich nicht für das Bundeskanzleramt bewerben würde. Aber seien Sie beruhigt: Ich hab genügend Geld. Im Grunde sind Reden für 30 Minuten oder 60 Minuten mit aktiven politischen Amt nichts anderes als verdeckte Schmiergelder. Gibts natürlich auch in der Wirtschaft. Ihrem Kommentar nach hätten Sie ganz gerne ein bisschen mehr Geld ;-).

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spon_1873159 29.09.2016, 21:12
43. Er geht?

Ein guter Tag für Deutschland! Ich würde ja einen Sekt aufmachen, wenn nicht jetzt schon völlig sicher wäre das da irgendwo ein völlig überbezahlter Posten als Lobbyist auf ihn wartet - seine Pension dürfen wir ja eh alle zusammen zahlen...

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fortinbrass 29.09.2016, 21:18
44.

Zitat von Neandiausdemtal
Es gibt wichtige Unterschiede zwischen SPD und CDU, z. Bsp. in Fragen der Steuergerechtigkeit.
Lieber Kommentator, in Punkto Steuergerechtigkeit sollten Sie nicht ausgerechnet diesen Freund aller Kapitalertragsteuerzahler anführen. Die faktische Deckelung der Kapitalertragssteuer auf 25 % war übrigens nicht die einzige Wohltat für die Reichen in der Amtszeit Ihres Idols. Auf der anderen Seite wurde von diesem "Sozial"-Demokraten die Besteuerung der Sozialrenten eingeführt und obendrein eine bis dahin unbekannte Meldepflicht dieser "Einkünfte" an die Finanzämter. Dies war eine offensichtliche Ungleichbehandlung und Schikane, die dieser Herr seinen betuchten Freunden unter den Kapital-Rentnern nie und nimmer zumuten wollte. Diese Angaben von mir, Herr Kommentator, stammen übrigens nicht aus den "bösen Medien" sondern stehen in der Abgabenordnung und dem Einkommensteuergesetz.

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Fragen&Neugier 29.09.2016, 21:24
45. Dissens oder Missverständnis?

""Wir dürfen von den Bürgern gemeinsam nicht als ein Politikkartell missverstanden werden, das ihre Befindlichkeiten wegfiltert. Und dieses Risiko besteht","

Das "miss"- hätte er sich sparen sollen.
Das Politkartell wird so verstanden in breiten Teilen. Ich persönlich glaube nicht an ein Missverständnis.
Es besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit oder ein hohes Risiko, dass Politiker verstanden werden.
Eine andere Bewertung ist kein Missverständnis.

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trader_07 29.09.2016, 21:31
46. Passt schon...

Zitat von olli0816
Im Grunde sind Reden für 30 Minuten oder 60 Minuten mit aktiven politischen Amt nichts anderes als verdeckte Schmiergelder. Gibts natürlich auch in der Wirtschaft. Ihrem Kommentar nach hätten Sie ganz gerne ein bisschen mehr Geld ;-).
Danke, passt schon. Habe seit vielen Jahren ein Hobby, das heißt S&P Future. Da Sie ja letztens hier mal erwähnten, dass Sie einen Broker in den USA haben, kennen Sie das Ding ja vermutlich.

Dass sich ein Ex-Finanzminister mit 20 T Euro schmieren lässt, glauben Sie aber nicht wirklich selber, oder?

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Fragen&Neugier 29.09.2016, 21:35
47.

Zitat von Post.Scheibe@freenet.de
Mir wäre P.Steinbrück als Bundeskanzler lieber gewesen als die alternativlose A.Merkel. Schade, er wurde vor der Wahl von allen wichtigen Medien für jede noch so kleine "dumme" Bemerkung ab so niedergemacht. Frau Merkel hat die Medien hinter sich. Warum eigentlich?
Für kleine "dumme" Bemerkungen werden die niedergemacht, von denen man eben keine "nicht dummen" kennt.
Wer ab und an "kluge Bemerkungen" macht, bleibt im Gedächtni hängen. Willy Brandt, Herbert Wehner und erst recht "Münte" haben jede Menge "dumme" Sprüche abgefeuert, FJS noch mehr - aber eben auch solche, die als Bonmots gebliegen sind als Perlen des Zitateschatzes - weit über ihre Zeit hinaus.
Ausser "die Kavallerie schicken" kommt mir kein Spruch in den Sinn der seinen Moment überlebt hätte.

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hyichbindas 29.09.2016, 21:43
48. Ich will ihn immer noch

als Kanzler! Ich habe nichts dagegen wenn einer die Kavallerie sattelt. Auf den Kontext kommt es an!

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ghdh 29.09.2016, 22:24
49. Lustig

Die Abschiedsrede passt zu Herrn Steinbrück. Launig, lustig und substanzlos. Es ist ein Segen, dass er die Politik mit seinem wichtigtuerischen, substanzlosem Gerede nicht mehr belästigt. Er hatte jeweils die Wähler verschreckt und intensiv mitgewirkt, wenn er in der Regierungsverantwortung stand, dass die Wähler seiner Partei einen Denkzettel verpassten. Dies begann in Nordrhein-Westfalen, als er als nicht vom Volk gewählter Ministerpräsident vom Wähler abgewählt wurde. Schröder machte ihn danach dummerweise zum Bundesfinanzminister mit der Folge, dass Schröder die nächste Wahl verlor. In der Großen Koalition wurde Steinbrück wieder Bundesfinanzminister mit der Folge, dass die SPD wieder erheblich an Wählern verlor. Dies hielt ihn nicht davon ab, Kanzlerkandidat zu werden mit der Folge, dass die SPD marginalisiert wurde. Seine Entscheidung, den Bundestag zu verlassen, ist richtig, kommt allerdings viel zu spät.

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