Forum: Politik
Steinbrücks Kandidatenkür : Endlich Genosse
DPA

Ich bin einer von Euch! In einer kämpferischen Rede beschwört Peer Steinbrück den sozialdemokratischen Geist. Die SPD dankt es ihm mit einem Spitzenergebnis. Gemeinsam träumen Kandidat und Anhänger jetzt von einem Sieg bei der Niedersachsen-Wahl. Doch die Verunsicherung in der Partei bleibt groß.

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prologo1 09.12.2012, 18:40
20. Steinbrück kann seine soziale Glaubwürdigkeit nur zurück gewinnen, wenn......

Zitat von Spiegelkritikus
Steinbrück plötzlich wieder Genosse? die SPD nicht mehr neoliberal, sondern für Volkes Interessen stehend und sich einsetzend? Die vermeintlich neue, aus der linksparteiischen Programmatik geschlüpften SPD muß alles erst mal unter konkrten, praktischen Beweis stellen. Das Misstrauen bei unseren Bürgern sitzt zurecht tief, aber schaun wer mal, was tatsächlich hinter den Worten steckt!
.....wenn er die sozialen Ungerechtigkeiten von Hartz IV korrigiert. Punkt. Denn eine zweite Merkel braucht das Land nicht.

Das bedeutet einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 12,50 EURO, den nur das gearantiert eine Rente von 850 EURO. Alle Löhne darunter ergeben nur eine Rente unter 850 EURO und somit geraten alle diese dann nur in die Grundsicherung!! Also Rentenarmut!
Alles andere ist Lüge, Lüge und nochmal Lüge. Siehe v.d.Leyen.

Steinbrück muss also die Niedriglöhne brutals schnell abschaffen, sonst kann er gleich wieder einpacken. Alles andere ist Merkel!!
Und wir können dann alternativlos weitermurkseln.

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ahnungsloser_besserwisser 09.12.2012, 18:40
21. Immer nur Verdrossende hier?

Leute, Leute, wenn man manche Kommentare liest, dann kann man nicht anders glauben, als dass hier nicht Politik- sondern Lebensverdrossenheit sich darin spiegelt. Wen Euch Steinbrück nicht passt, dann wählt ihn nicht. Wenn Euch die SPD nicht paßt, dann wählt sie nicht und gründet eine eigene Partei... mit all den Maulhelden, die sich dann darin versammeln werden.
Oder lasst uns öffentliche Diskurse führen, aber dann bitte ohne diese erbärmliche Rechthaberei.

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KingTut 09.12.2012, 18:41
22. 93.5 % versus 98 %

Ich möchte jetzt mal diejenigen Forumskollegen in die Pflicht nehmen, die lautstark, um nicht zu sagen beleidigend, die Wiederbestätigung von Frau Merkel als CDU-Vorsitzende mit 98 % der Stimmen kommentiert haben. Die Rede war von DDR-Verhältnissen und andere üble Beschimpfungen. Ich habe damals schon gesagt, dass ich gespannt bin wie dieselben Forumskollegen reagieren werden, wenn der SPD-Vorsitzende mit einem ähnlichen Ergebnis gewählt würde. Leider sollte ich Recht behalten. Herr Steinbrück ist mit fast dem gleichen Traumresultat wie Frau Merkel gewählt worden und ich frage mich, ob die seinerzeitigen Kritiker das Wahlergebnis für Herrn Steinbrück ebenfalls mit DDR-Verhältnissen gleichsetzen oder ob die Standards sich mittlerweile geändert haben, nachdem es jetzt nicht mehr um Frau Merkel geht, sondern um den Parteigenossen Steinbrück. Auf die Antworten, insbesondere derer, die sich in ihrer Kritik an dem 98 % Ergebnis für Frau Merkel regelrecht überschlagen haben, bin ich gespannt.

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goli44 09.12.2012, 18:41
23. Auf Verdienste besinnen!

Auch wenn hier wieder einige über Hartz IV lamentieren: Der SPD ist es zu verdanken, dass es Deutschland heute nicht geht wie Griechenland, Spanien oder Italien. Und diese unsägliche Gerechtigkeitsdebatte zu führen wird der SPD keinen Wahlerfolg bringen. Besinnt Euch auf Eure Verdienste. Ihr habt die besten Wirtschaftsgesetze gemacht (Die Schwarzen wahrscheinlich die besten Umweltgesetze), die Deutschland in den letzten 20 Jahren gesehen hat.

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multi_io 09.12.2012, 18:42
24.

Zitat von wonder-wu
Warum zum Henker tritt er seiner Schulmeisterpartei nicht so lange in den Hintern, bis sie in seine Richtung marschiert? Das Steinbrück nicht die SPD verkörpert weiss jeder. Falls die Partei tatsächlich mit ihm an die Macht will, sollte sie auf die offensichtlichen Sozialschleimereien verzichten, die ihren Stimmenbringer nur unglaubwürdig machen.
Sehe ich auch so. Hohe Zustimmungsraten in der SPD nützen allein nichts, vor allem dann nicht, wenn sie netto Wählerstimmen kosten.

Zitat von wonder-wu
Und was soll das heissen, er stünde für eine große Koalition nicht zur Verfügung???? Wozu, um Adam Rieses Willen, tritt er dann an?????
Er will halt Kanzler werden. Das geht nur mit rot-grün, denn stärkste Partei kann die SPD wohl kaum werden.

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Spiegelkritikus 09.12.2012, 18:45
25. Oskar behält Recht

Oskar und seine Sahra können heute abend gemeinsam anstossen: die SPD ist zumindest verbal gezwungen, ihre verheerende Politik unter Schröder zu revidieren. Zu negativ sind die Auswirkungen der Agenda 2010 für die breite Bevölkerung, zu weit hat sich die SPD vom Volk entfernt und dem Großkapital gehuldigt. Oskar war konsequent und hat diesen Verrat an sozialdemokratischen Prinzipien nicht mitgemacht.

Die objektiven Problemlagen in unserer Gesellschaft versprechen den Linken eine große Zukunft, auch gegen massiven medialen Widerstand.
Freuen wir uns auf eine bessere, gerechtere Zukunft!

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warndtbewohner 09.12.2012, 18:48
26. Unglaublich

schamlos verarschen die Sozialdemokraten den Wähler. Ausgerechnet Steinbrück, der hinter der Agenda 2010 stand und steht, Hartz IV befürwortet und sich vehement gegen Mindestlöhne einsetzt macht jetzt einen auf sozial. Wäre er nicht Kandidat würde der nicht im Traum daran denken. Aber egal, sowieso nur Sprechblasen und es wird wieder genug Dumme geben die auf das Gewäsch reinfallen, leider...

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mischpot 09.12.2012, 18:51
27. Die soziale Versager Partei Deutschlands

Selbstbereicherung der gewählten SPD´ler von Gasgerd bis Vortragsgeschwafel von Steinbrück und die Grünen Mitläufer nicht vergessen. Armut für die Masse und Kasse für die Banken. Dazu noch ein desaströses Europa alles der SPD zu verdanken. Und da glauben noch so ein paar Spinner aus der Basis an dieses dumme Geschwafel. Ich hoffe das Deutschland LINKS wählt. Wir haben von den sogenannten Volksverbrecherparteien nämlich nichts zu erwarten.

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NoMaHu 09.12.2012, 18:52
28. Glaubwürdigkeit

<<Mit einer energischen Rede bewarb sich Steinbrück am Sonntag um die Kanzlerkandidatur: "Immer dann, wenn Sozialdemokraten regiert haben, ging es diesem Land besser.">>

Mag sein, daß es dem Land besser ging, mit Sicherheit aber nicht allen seiner Bewohner.

Ich habe nicht vergessen, was der größte Sozialdemokrat aller Zeiten den Arbeitslosen mit Hartz4 angetan hat: er hat ihnen das für den Lebensabend Angesparte weggenommen, bis auf das Schonvermögen, das für die Billigbeerdigung im Birkensarg reichen sollte; Schonvermögen ist vermutlich bei den Sozialdemokraten schon Vermögen! Der Wähler sollte bei den SPD-Wahlveranstaltungen mit diesbezüglichen Fragen nicht zurückhaltend sein.

In diesem Zusammenhang fand ich Gabriels Hinweis in seiner Ansprache, wer denn zur Verarmung in Deutschland beigetragen habe, einigermaßen pikant. Pikant ist aber auch die SPD-Affinität zu Barem; nun ja, wenigstens einer Gruppierung, der es nicht schlecht geht.
Und wenn ich den Freund des lupenreinen Demokraten sehe, verspüre ich vollkommen dieses Gefühl, daß soziale Demokratie was feines ist, wenn man über die nötigen Mittel verfügt.

Warum dessen Migliedschaft in der SPD nie zur Diskussion stand, die von Sarrazin jedoch ganz intensiv, habe ich nie verstanden.

Ich verstehe jedoch sehr wohl Max Liebermann.

Mein Vertrauen in die SPD ist bei Null geblieben.

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Dark Agenda 09.12.2012, 18:53
29.

Die Rede war gar nicht so schlecht. Auch wenn er selbst von Armut bekanntlich nicht betroffen ist, spricht er wenigstens aus, was Menschen in diesem Land denken, im Gegensatz zu Friede-Freude-Eierkuchen/Alles ist supi-Merkel. Ich kann das Gelaber von "Der Wähler mag keinen Streit", diese ganze Harmoniesoße "Herbst des Vertrauens", "Tor in die Zukunft", "Du bist Deutschland"-BS nicht mehr verknusen. Da lobe ich mir ein Nashorn, was auch mal draufhaut und die Harmonie stört. Rhetorisch war die Rede um länger besser als die sonstigen verschwurbelten Phrasen und Nebelbomben. Leider wird es am Ende Schwarz/Rot geben und die SPD wird wieder zu einem handzahmen Papiertiger...
Und an unsere Nichtwähler hier: selber mal beteiligen und weniger Erwartungshaltung, dann wird die Politik vielleicht besser -nur mal so ein Gedanke für die Nacht.

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