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Steinmeier als Bundespräsident: Gabriels Coup, Merkels Einsicht
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Weil die Union keinen Kandidaten gefunden hat, heißt der nächste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Für SPD-Chef Gabriel ist es ein Coup, für Kanzlerin Merkel peinlich - aber immer noch die beste Wahl.

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janowitsch 14.11.2016, 13:41
1. Pyrrhussieg

Wenn das mal kein Pyrrhussieg für die SPD und Gabriel ist. Steinmeier ist der einzige SPD-Minister, der dieser Regierung und Partei ein Gesicht gibt. Er wäre für den Bundestagswahlkampf vielleicht auch als Kanzlerkandidat für die SPD wirklich wichtig gewesen. Jetzt ist er als Bundespräsident ausgeschaltet, darf zwar um die Welt jetten und Staatsgäste empfangen, aber alles schön überparteilich. Gabriel hat zwar eine Schlacht gewonnen, aber den Krieg verloren.

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mulhollanddrive 14.11.2016, 13:43
2. Coup

Was heisst hier "Coup von Gabriel" ? Es gibt aktuell in Deutschland 3 Kandidaten, die das Zeug dazu haben und vermittelbar snd: Lammert, Kretschmann und eben Steinmeier. Wen soll Gabriel denn sonst davon vorschlagen ?

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Willi S. 14.11.2016, 13:49
3. Nominierung FWS als Bundespräsident ist mehr als eine Personalie

M.E. hat sich Gabriel ausgerechnet, wenn R-R-G kommt, dann gibt es einen Grünen Außenminister, d.h. sowieso keinen optimalen Job für FWS und dann ist es besser, ihn jetzt zum Bundespräsidenten zu machen. Deswegen hat er der Union die Kampfansage gemacht, "entweder Ihr geht den Steinmeier Weg mit, oder wir nehmen einen Links-Grünen". Ich denke, es war ein großer Fehler von Norbert Lammert, abzuwinken, nachdem er so viele Jahre hervorragend von der Politik gelebt hat. Er wäre der einzige kompromißfähige Unionskandidat gewesen. Gabriels Zug mit FWS zeigt auch, dass er für die SPD die Weichen auf RRG gestellt hat - ein Irrweg.

Die Nominierung von FWS steht aber vor allem für die Schwierigkeit von Machtoptionen der Union. Und das bringt auch eine (weitere) Stärkung der AfD, vor allem vor dem Hintergrund der europäischen und globalen Entwicklungen. Die letzten 30 Jahre waren geprägt von Links-Grünen Populisten und Parolen. Die Welt ist in dieser Zeit aber weder sozialer noch sozialistischer geworden. Lediglich die Ach-so-progressiven Links-Grünen der 70er-80er Jahre haben sich etabliert und bereichert. Die aktuelle Situation markiert einen Wendepunkt im Pendelauschlag nach links. Bald wird Links-Grün ewig-gestrig und reaktionär sein. Es gibt zwei mögliche Wege: Entweder Demokratie oder Rückkehr zu Diktaturen. Entweder Demokratie auf der Basis sicherer nationaler Grenzen, begrenzter Migration und effektiver Bekämpfung Demokratie-feindlicher Ideologien (politischer Islam, Grün, Links) oder die Zerstörung von Demokratie durch Polarisierung, Radikalismus, Fundamentalismus aller Formen. Leider leisten alle etablierten Medien, allen voran Facebook & Co. derzeit einen großen Beitrag zu Letzterem.

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ted-g 14.11.2016, 13:52
4. Coup von Gabriel ?

Ich denke mal das ist eher ein Coup der CDU, denn mit Steinmeier verliert die SPD einen ihrer Populärsten Politiker in ein belangloses Amt! Darum wird es wohl wieder auf eine Groko danach drauf losgehen.... Oh Gott...

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bibberbutzke 14.11.2016, 13:56
5. Mannometer

In dieser verworrenen aussenpolitischer Lage, wird der lang gediente, eigentlich im Allen eingeweihte Aussenminister, Präsident. Das soll einer verstehen wer will. Bin gespannt wer jetzt Aussenminister wird. Vielleicht der Stegner?

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maxis.papa 14.11.2016, 13:58
6. Eigentor SPD

Schlacht um den prestigeträchtigen Präsidenten gewonnen, einzige Chance auf einen SPD- Kanzler, der aus Sicht der Partei etwas hätte bewegen und Merkel ablösen können, verspielt. Schade!

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moerre 14.11.2016, 13:59
7. Warum?

Medien schreiben gerne über diese Position, wo man eigentlich einen beliebigen per Lotto ausgelosten Bundesbürger reinsetzen kann. Man hat ja außer "zu existieren" nicht wirklich was zu tun. Okay, ab und zu Hände schütteln und was sagen, aber nur zur Dekoration, nicht, dass man was zu sagen hätte.

Und wieso ist das "peinlich" für Merkel? Was genau? Ist doch piep-egal, wer den "Job" macht. In Anführungsstrichen, denn wie gesagt, mehr als "da sein" ist damit ja nicht verbunden.

Ich frage mich, was diese Medieninszenierung jedesmal soll? Warum tun erwachsene Journalisten so, als ob hier irgendwas berichtenswertes zu finden wäre? Oder - das würde mich doch mal interessieren - finden die das tatsächlich interessant? Warum nicht über den Bauer Kaluschke in Hinterschwenda berichten? Der ist viel wichtiger für Deutschland, dessen Kühe und Schweine ernähren ein paar hundert Menschen. Wenn der fehlt, merken das also deutlich mehr Leute, als wenn der Bundespräsident weg ist. Naja, außer den Medien, der Job des BPs ist dann also wohl, diese irgendwie zu beschäftigen.

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auf_dem_Holzweg? 14.11.2016, 14:00
8. Merkels großer Coup

Damit hat Merkel die einzige Person ruhiggestellt die ihr bei der Wahl gefährlich werden kann. Nicht zu fassen dass Steinmeier sich darauf einlassen wird, die SPD steht damit vor dem 15% Abgrund. Steinmeier als Aussenminister, was eine Verschwendung von Potential

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walterrupp 14.11.2016, 14:02
9. Jetzt wirds wohl doch die Eule aus Detmold....

....der Mann, der den amerikanischen Präsidenten als "Hassprediger" bezeichnete. Also eine "gute Wahl". Oder?

Schade! Jetzt gibt es also doch nicht diesen meines Erachtens am besten geeigneten Kompromisskandidaten:

"Schon seit Wochen ist die Frage nach dem Nachfolger Joachim Gaucks als Bundespräsident Gegenstand von Spekulationen. Nun haben sich CDU und SPD überraschend auf einen Kandidaten geeinigt, der seinem Vorgänger im Amt in nichts nachstehen soll: Ein 42-jähriger Papagei, der ständig das Wort "Freiheit" krächzt, soll deutsches Staatsoberhaupt werden."
"Die SPD kündigte an, ihren bisherigen Favoriten für die Kandidatur, eine Eule aus Detmold, zugunsten des Kompromisskandidaten zurückzuziehen."

http://www.der-postillon.com/2016/10/gauck-nachfolger-papagei.html#more

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