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Steinmeier als Bundespräsident: Gabriels Coup, Merkels Einsicht
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Weil die Union keinen Kandidaten gefunden hat, heißt der nächste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Für SPD-Chef Gabriel ist es ein Coup, für Kanzlerin Merkel peinlich - aber immer noch die beste Wahl.

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Banause_1971 14.11.2016, 17:00
130.

Zitat von Meskiagkasher
Maßen Sie sich nicht an für das Volk zu sprechen. Nicht jeder will, das bei Wahlen Gefühle über Fakten triumphieren. Denn das wäre Populismus.
Wenn Bürger also das Gefühl haben, seit der Agenda 2010 weniger Geld zu bekommen, wenn sie arbeitslos sind, ist das Populismus? Wenn Bürger feststellen, dass der Kündigungsschutz aufgeweicht wurde, ist das Populismus? Wenn ein Milionenheer von Zeitarbeitern feststellt, dass sich die Arbeitswelt für sie verschlechtert, ist das Populismus? Wenn der Bürger feststellt, dass die Reichen reicher und die Armen ärmer werden, ist das Populismus? Wenn die Bürger feststellen, dass wir bei der Egenheimquote fast auf dem letzten Platz in Europa liegen, ist das Populismus? Wenn die Bürger feststellen, dass die Mieten explodieren ist das Populismus? Oder zählen Sie die Bürger, die dies "fühlen", nicht zum "Volk" ? Wer nicht Mainstream ist, ist jetzt ein Populist, weil das Totschlagsargument "Nazi" nicht mehr so richtig zieht?

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Meskiagkasher 14.11.2016, 17:11
131.

Zitat von Attila2009
Oder das machen was er als Diplomat gelernt hat:Schweigen zur rechten Zeit. Er wäre nie so erfolgreich als Außenminister geworden hätte er bei jedem Staatsoberhaupt seinen Meinung rausgepoltert, aber ausgerechnet beim US Präsidenten entgleist er ? Demokratie geht nur solange man selber gewinnt ?
Sie scheinen dem weitverbreiteten Irrtum zu unterliegen, dass Demokratie stets nur gute Ergebnisse liefert.
Der große Vorteil von Demokratie ist ja, dass jeder mitentscheiden darf. Der große Nachteil von Demokratie ist jedoch, dass jeder mitentscheiden darf. In allen anderen Lebensbereichen muss man erst einmal zeigen, dass man etwas verstanden hat und dass man etwas positives zustande bringt, bevor man Entscheidungen treffen darf. Warum ist das bei der Gestaltung des Staates, des Gemeinwesens, anders? Vor dem Gesetz sind eben alle gleich. Das ist auch gut so. Aber wir leben nicht im Gesetz sondern im Alltag.

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hugahuga 14.11.2016, 17:17
132. Am Volk vorbei -

ausgekungelt. Das war's dann. Wieder einmal zeigt sich, dass man nicht den Willen hat, eine Person zu wählen, die mit den Niederungen der Pollitik nichts zu tun hat. Wie gut täte es unserem Staat, an der Spitze jemanden zu haben, der aus den Bereichen Wissenschaft, Justiz, Umwelt etc zu kommen - der über den Dingen stehend, der neue BP aller Deutschen sein könnte. Steinmeier ist auf jeden Fall nicht "mein" BP - dazu ist er zu sehr vorbelastet. (Kurnaz, Maidan, Saudi Arabien um nur einiges zu nennen)

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hugahuga 14.11.2016, 17:18
133.

Zitat von sonntag500
... haben wir hier bald amerikanische Verhältnisse. Der Architekt der Agenda 2010, der gerne mal demokratisch gewählte US-Präsidenten als "Hassprädiger" bezeichnet, wird jetzt von der herrschenden politischen Elite ins Amt des Bundespräsidenten gehievt. Da kann man nur hoffen, dass der Wähler das nicht bei den nächsten Bundestagswahl vergessen hat.
Ich warte auf die erste Petition gegen die Ernennung des vorbelasteten Dampfplauderers Steinmeier.

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Meskiagkasher 14.11.2016, 17:20
134.

Zitat von Willi S.
Die Weimarer Republik endete wegen Linker Radikalität, Unfähigkeit und Grabenkämpfen sowie wegen schwächelnden (nicht starken) Konservativen und Liberalen Demokraten. Sie mündete in eine Rechts-Radikale Diktatur. Trump & Co, (auch AfD, Brexitier) sind nur aus Links-Radikaler Sicht rechtsextrem, ansonsten sind das stramm Konservative, aber nicht Rechts-Radikale. Sie wollen Demokratie auch nicht abschaffen. Da sehe ich Entwicklungen in Ungarn, Türkei etc. viel kritischer.
Mir scheint, Sie haben Trumps Wahlkampf nicht allzu interessiert verfolgt, und die Vorwahlen zuvor, oder wie?
Wenn Trump mit seiner Xenophobie, seinem Rassismus, seiner Misogynie, seinem Nationalismus nicht als rechts-extrem gilt, dann wüsste ich nicht wer.
Trump hat doch seine politische Karriere begonnen mit seinem Geburtsurkundenfeldzug gegen den "Kenianer" (Code für "Nigger") im Weißen Haus.

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hugahuga 14.11.2016, 17:33
135. An Euch da oben

wir hier unten werden Euch Euer Gemauschel, Eure Kungelei und Eure Fehlgriffe nicht verzeihen. Und - darauf scheint Ihr zu spekulieren - das auch nicht bis zu den kommenden Wahlen vergessen.
Steinmeier, ein von der Einheitspresse hochgeschriebener Dampfplauderer, dessen politische Fehlleistungen ihn als völlig untauglichen Kandidaten ausweisen. Aber - in Zeiten, wo politische Fehlleistungen an der Tagesordnung sind - reiht sich auch dieser Fehlgriff nahtlos ein. Aber - und das ist das Gute - immer mehr Bürger sind nicht mehr bereit, sich daran zu gewöhnen. Brexit und den Trump Sieg habt Ihr da oben bisher weder richtig gedeutet, noch eingeordnet oder gar verstanden. Bis zum nächsten Mal in 2017.

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k.Lauer 14.11.2016, 17:58
136. irgendwann gibt es mal den letzten Sieg. und...

von da an geht´s dann bergab. Gabriel hat heute gesiegt, aber dafür verliert er bei der nächsten Bundeswahl ohne Steinmeier als der SPD stärkstes Zugpferd um so kräftiger. Mal sehen, ob die SPD beim nächsten Mal noch über die 20% kommt.

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Attila2009 14.11.2016, 19:17
137.

Zitat von Meskiagkasher
Sie scheinen dem weitverbreiteten Irrtum zu unterliegen, dass Demokratie stets nur gute Ergebnisse liefert. Der große Vorteil von Demokratie ist ja, dass jeder mitentscheiden darf. Der große Nachteil von Demokratie ist jedoch, dass jeder mitentscheiden darf. In allen anderen Lebensbereichen muss man erst einmal zeigen, dass man etwas verstanden hat und dass man etwas positives zustande bringt, bevor man Entscheidungen treffen darf. Warum ist das bei der Gestaltung des Staates, des Gemeinwesens, anders? Vor dem Gesetz sind eben alle gleich. Das ist auch gut so. Aber wir leben nicht im Gesetz sondern im Alltag.
Nein ,ganz und gar nicht unterliege ich diesem Irrtum.
Demokratie hat auch Gefahren (Hitler wurde ja auch demokratisch gewählt) , da bin ich Ihrer Meinung.
Demokratie ist nicht perfekt, Fehlentscheidungen sind immer möglich aber es ist immer noch die beste Staatsform , deshalb weil man eine falsche Entscheidung nach 4 Jahren korrigieren kann und weil sie jedem Bürger gleichberechtigt eine Stimme gibt die er sonst anderweitig mit Gewalt erheben würde.Auch in den USA.
Trump kann nach 4 Jahren wieder abgewählt werden - oder aber er beweist doch dass er was Positives bewirkt.
Aber eines müssen wir machen: Die Spielregeln selber einhalten wenn wir das vom politischen Gegner verlangen.Tun wir es nicht wäre die Alternative unter Umständen zum Schluß Bürgerkrieg.

Wir werden auch die Wahl von Steinmeier akzeptieren, so wie wir Gauck akzeptiert haben. Und Steinmeier tut gut daran auch die Wahl von Trump zu akzeptieren und versuchen das Porzellan wieder zu kitten.Der Wähler hat immer Recht .
Er akzeptiert übrigens ansonsten auch undemokratische Diktatoren Despoten oder Königsfamilien ohne sich öffentlich zu beklagen.
Also sollte er einen demokratisch aufgestellten Präsidentenbewerber und jetztigen Präsidenten Trump ertragen.

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Herbert1968 14.11.2016, 20:29
138. Merkel hat alles richtig gemacht

Die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung sind nun einmal so, wie sie sind. Spätestens im dritten Wahlgang einer Kampfkandidatur hätten Grün und Linke - die bislang noch gar keinen Kandidaten vorweisen können -Steinmeier unterstützt und diesen zum Bundespräsidenten gewählt. Dafür dass Lammert nicht will, kann Merkel doch nichts.

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miague9 14.11.2016, 21:07
139. Merkel führt CDU an Schmerzgrenze

Merkel ist jetzt über 11 Jahre im Amt und sie holt sich eine Abfuhr oder Niederlage nach der anderen ab. Ich frage mich wie lange will sich die CDU-Basis den schleichenden Untergang ihrer Partei unter Merkel noch anschauen. Glauben die wirklich noch unter Merkel die nächste Wahl zu gewinnen. Es ist nicht mehr viel Zeit bis zur BT-Wahl um einen Neuanfang ohne Merkel zu starten. Denn nur dann hätte die CDU eine Chance eine Wahlniederlage zu verhindern.

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