Forum: Politik
Steinmeier in den USA: Hauptsache Freunde
AFP

Außenminister Steinmeier müht sich um einen neuen Ton gegenüber dem schwierigen Partner USA. Im Streit um die NSA-Überwachung bleibt er zurückhaltend. Washington ist zu keinerlei Zugeständnissen bereit, zu einem No-Spy-Abkommen schon gar nicht.

Seite 1 von 11
einForist 28.02.2014, 01:01
1.

Da sollten dringend mal klarere Worte gesprochen werden auf den dann auch Taten folgen. Sonst verpestet der diplomatische Dauersmog noch den letzten Rest an Freundschaft zwischen den beiden Ländern. Das wird so auf Dauer sicherlich nixht gut gehen. Funktioniert in keiner Beziehung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lab61 28.02.2014, 01:04
2.

Zitat von sysop
Außenminister Steinmeier müht sich um einen neuen Ton gegenüber dem schwierigen Partner USA. Im Streit um die NSA-Überwachung bleibt er zurückhaltend. Washington ist zu keinerlei Zugeständnissen bereit, zu einem No-Spy-Abkommen schon gar nicht.
Kein No-Spy-Abkommen?
Das ist doch o.k. Dann sollte auch der BND zukünftig den Auftrag erhalten, in den USA zu spionieren. Und einige seiner Aktivitäten sollten vor der US-Regierung auch nicht allzu sehr zu verheimlichen versuchen.

Wie wäre es mal mit ein paar plumpen Versuchen des Anzapfens des Handies von Obama oder anderer Regierungsmitglieder?

Zudem sollte die Bundesregierung auch recht unverhohlen zu entsprechenden Anti-Spionagemaßnahmen greifen. Dazu würd eich z.B. zählen, die US-Botschaft in Berlin, die Britische Botschaft in Berlin, die US-Gesandschaft bei der Europäischen Union und einige Horchposten der USA auf deutschen Boden mit fetten Störsender zum umringen, und es bei den NSA-Lauscher so richtig krachen zu lassen in deren Kopfhöhrern.

Demonstrative "unauffällige Begleitung" hochrangiger amerikanischer Botschaftsangehöriger durch deutsche herren im Trenchcoat und mit Sonnenbrille. Ebenso "Begleitung" von ausgemachten Personenschützern und Sekretarinnen. Im Nachstellen von Sekretärinnen war ja die Stasi mal sehr erfolgreich.. ;)

Tiefbauarbeiten in Berlin und an Standorten amerikanischer Konsulate in auffälliger räumlicher Nähe zu deren erdverlegten Netzwerkleitungen.

Anweisungen an die Berliner Polizisten, die die Botschaft bewachen, jedes ein- und ausfahrende Fahrzeug zu notieren mit Kennzeichen, Uhrzeiten, Anzahl der Insassen und vermutlicher Identität der Insassen. Versteckt werden sollten auch diese Aktivitäten nicht besonders.

dem BND fallen da sicher noch einige andere nette Spiele ein.

Mal sehen, wie lange es dauert, bis "mein Freund Barrack" bei Angie im Kanzleramt anruft. Und mal sehen, wie dann dessen Laune ist.

Antwort sollte sein:
Wir bewegen uns innerhalb deutscher Gesetze und tun dies alles nur zum Schutz vor Terrorismus und organisierter Kriminalität.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fotowilly 28.02.2014, 01:13
3. fehlende Visionen

Das Dilemma der Regierung, dasselbige des Herrn Steinmeier. Diese Eierei ist blamabel. Was nun, Herr Aussenminister? Ständig vorführen lassen? Oder besser gar nichts mehr sagen? Konsequenzen von deutscher Seite wird es ja eh nicht geben. Oder doch? Die völlige Unterwerfung durch und mit FHA.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bmvjr 28.02.2014, 01:36
4. Andere Zeiten

Grenzen haben sich geaendert, Hitech ist ins Militaer eingezogen, Allianzen sind verschoben und dauern kuerzer an, Kommunikation hat an Geschwindigkeit enorm zugelegt. Das beeinflusste nicht nur die Interessenlage verschiedenster Nationen und Verbuende, sondern auch den Umgang mit Konflikten weltweit. Natuerlich hat das Folgen fuer die Art und Ausstattung des Militaers, fuer die Nachrichtenermittlung und fuer den Umgang von Regierungen miteinander. Dominanz, Einflussnahme, Aussenpolitik, Intervention gleich welcher Art unterliegen diesen Veraenderungen ebenso. Die USA haben bereits massiv angepasst und umgestellt und wie das aussieht, erfahren wir teilweise aus Enthuellungen via Snowden. Muessig zu versuchen, die USA oder sonstwen zum Rueckrudern zu bewegen, vielmehr ist ein Aufwachen und Mitziehen und Umstellen und Anpassen auch von Deutschland gefragt, nicht kopieren aber zeitgemaesse Konzepte entwickeln, die sich den neuen Realitaeten stellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fpyro442 28.02.2014, 02:37
5. Lächerlich

Also ein Besuch ohne irgendwelche Auswirkungen oder Bedeutung.
Warum wird nicht einfach klar gesagt die USA spionieren uns aus und wir können diplomatisch nichts dagegen tun.
Die USA sind sicherlich nicht unsere Freunde und sollten auch nicht so behandelt werden. Freunde spionieren sich nicht aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon_2738373 28.02.2014, 03:10
6. Zu schade ...

Wer dachte, aus Steinmeier könnte mal ein respektabler Kanzlerkandidat werden, sollte sich anderweitig umsehen! Der Mann ist bereits allzu weich gespült im Außenamt um tatsächlich irgendwann noch einmal nachdrücklich deutsche Interessen vertreten zu können. Schade, zu schade ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luciusvoldemort 28.02.2014, 04:31
7. Na toll!

Wie immer, außer Spesen nix gewesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Peter4711 28.02.2014, 04:47
8. Hegemonien haben Vasallen

Zwischen Staaten gibt es keine Freundschaft, sondern nur Interessen.
Hegemonien haben Vasallen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauklotzstauner 28.02.2014, 05:25
9.

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.
Selten war der Spruch passender.

Ach ja: In der DDR war die Floskel "unsere Freunde", entsprechend betont, die inoffizielle Bezeichnung für die sowjetischen Besatzer. "Russe(n)" galt als politisches Schimpfwort aus dem Westen, und "die sowjetischen Genossen" war dem Volk einfach viel zu sperrig. So verbreitete sich das Wort "Freunde" als negatives Schlagwort, das sich aus der allgegenwärtigen Beschwörung der "deutsch-sowjetischen Freundschaft" durch die offiziellen Stellen des Staates herleitete...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11