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Steinmeier im Nordirak: Mehr Waffen, mehr Geld, mehr Hoffnung
REUTERS

Kurdische Kämpfer haben den IS im Nordirak zurückgedrängt - auch mit Waffen aus Deutschland. Außenminister Steinmeier deutet nun weitere Hilfen an. Der Aufbau befreiter Städte soll ein Signal an die Flüchtlinge sein.

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kasper993 08.12.2015, 17:09
10. Lord of War

Wie war das noch mal mit dem Film Lord of War. "Man ist erst ein Global Player wenn man beide Seiten mit Waffen beliefert, mit der vollen Absicht das letztendlich beide Seiten verlieren". So einem Waffenhändler bzw. Waffenlobbyisten ist es doch egal wer wo hin schießt Hauptsache es wird geschossen.

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schlawa 08.12.2015, 17:09
11.

Das Rezept Wiederaufbauhilfe für die Kurden und weitere Stärkung der Front dort gegen den IS ist jetzt schon erfolgreicher als das was manch andere Länder auf die Beine stellen. Hoffentlich schafft Steinmeier das auch dauerhaft zu vermitteln und fällt nicht dem hysterischen, undifferenzierten Keine-Waffen Geschrei zum Opfer das sich grade wieder überall erhebt.

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hdwinkel 08.12.2015, 17:12
12. Kurdische Kämpfer

Es wäre angemessen, wenn SPON mit Erklärungen ein wenig mehr ins Detail bezüglich der Situation in Nordirak gehen würde.
So gehört die Rolle Barzanis hinterfragt, hätte dieser doch längst Neuwahlen durchführen lassen müssen.
Die jüngsten Truppenverlegungen der Türkei in dieses Gebiet gehören auch näher erläutert.

Die Stadt Sindschar scheint nicht nur von den Peschmerga erobert worden zu sein, sondern maßgeblich von der PKK nahestehenden syrischen Kurden, die wiederum den Peschmerga imgrunde Feigheit vor dem Feind vorwerfen, weil diese die Jesiden nicht verteidigt hätten, usw.
siehe u.a.
http://www.nytimes.com/2015/11/14/wo...tate.html?_r=1
Es sieht also ganz und gar nicht nach Friede, Freude Eierkuchen unter den Kurden aus.
Ist es da überhaupt richtig, von den kurdischen Kämpfern als Einheit zu reden?

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recepcik 08.12.2015, 17:13
13. Aufpassen

Erdogan versucht gerade auch mit Barsani, der bei den Kurden genauso umstritten ist wie Erdogan bei 40 % der Türken, einen sunnitischen Bündnis zu schmieden. Damit erreicht er gleich zwei Ziele. Erstens wird Rojava, das kurdische Gebiet in Syrien isoliert und zweitens wird der Kampf gegen die islamistischen Terroristen geschwächt. Da Rojava auf der türkischen Seite sanktioniert wird und weder Material für den Wiederaufbau noch humanitäre Hilfe durchgelassen wird bleib die einzige Versorgungsroute kurdische Gebiet in Nordirak. Erdogan versucht durch Entsendung seiner Soldaten diese Route zu kappen. Barsani ist in Kurdistan umstritten da er die Waffen und internationale Hilfe allein seinem Klan zukommen lässt. Den eigentlichen Kampf gegen den IS führen aber die YPG und PKK . Erdogan versucht auf der anderen Seite auch Barsani in seinem sunnitischen Block aufzunehmen da er nur mit den Arabern keine Aussicht auf Erfolg hat. Deswegen sollten die Hilfen an Barsani an Bedingungen geknüpft werden damit sie auch bei allen Kurden ankommen und außerdem sollte sichergestellt werden dass er kein Bündnis mit dem Terrorunterstützer Türkei eingeht.

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durchfluss 08.12.2015, 17:14
14.

Zitat von dirk1962
....die von der Türkei ständig bombardiert werden? Sollen wir ihnen jetzt Flugabwehr liefern, damit sie dann Maschinen von unserem NATO Partner Türkei abschießen kõnnen? Vielleicht macht es ja einfach mal Sinn mit der Türkei zu Reden, die Kurden nicht mehr zu bombardieren? Wer ist in der Region denn nun der Feind und wer sind die Verbündeten?
DIESE Kurden sind sogar Verbündeten der Türkei.

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heinrich-wilhelm 08.12.2015, 17:15
15. Es geht doch!

Wenn man die richtige Strategie hat und verfolgt! Und politisch sollte man ebenso an die Zeit (nach IS) denken. Die Kurden haben endlich einen eigenen Staat verdient und auch erkämpft. Genau das ist aber Erdogans Problem und deshalb sind das halt zumindest auf türk. Seite aus seiner Sicht "Terroristen". Dennoch weiter so Steinmeier! Es ist der richtige Weg!

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HarryJonson 08.12.2015, 17:16
16. @dirk1962

Sind wir alles Nazi's weil du Deutscher sind? Nein! Genauso sollte die SPON endlich aufhören die Terroroganisation PKK die von der Türkei bekrampft wird pauschal als Kurden zu bezeichnen. Die Türkei hat kein Problem mit Kurden allgemein. Man muss in der Lage sein zu differenzieren. Die Türkei und Präsidenten Massud Barsani sind verbündete und die Perschmerga werden seid Jahren von der Türkei unterstützt wie auch von Deutschland.

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pandorawirkommen 08.12.2015, 17:16
17.

Die Unterstützung der Kurden ist wohl die einzig vernünftige Lösung für die Region. In den Gebieten wo die Kurden die Verantwortung haben, herrscht Ruhe. Nur unser Nato Partner und zukünftiges EU Mitglied wird wohl nicht zufrieden sein. Aber Deutschland kann ja an beide Seiten Waffen liefern und als Zugabe für Erdogan, über die Bundeswehr, die Standorte der kurdischen Kämpfer.

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max 61 08.12.2015, 17:18
18. Millionenstadt in 3 Jahren Bauen.

Für den Wiederaufbau könnte man in China lernen wie man eine Millionenstadt in 3 Jahren baut und planen wie man das zum Beispiel in Aleppo macht. Dann könnte man 1 Million Flüchtlinge die in der EU sind nach dem Krieg schnellst möglich zurückschicken, ihnen Arbeit geben für den Wiederaufbau und den durchschnittslohn von 150 Euro bezahlen. Das kommt billiger als die Flüchtlinge Jahrelang in der EU lassen.

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hdwinkel 08.12.2015, 17:24
19. Waffenlobby

Zitat von johannesraabe
Der Außenminiszer als Waffenlobbyist.
In den allermeisten Fällen würde ich ihnen zustimmen. Aber in dem speziellen Fall der Jesiden haben wir es mit Völkermord durch den IS zu tun, den es mit allen Mitteln zu verhindern gilt.
https://www.tagesschau.de/ausland/vo...staat-101.html

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