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Steinmeier in Iran und Saudi-Arabien: Pendeldiplomatie zwischen Erzfeinden
AP/dpa

Der Streit zwischen Iran und Saudi-Arabien soll die Friedensgespräche für Syrien nicht gefährden. Bei der Reise von Außenminister Steinmeier in die Region geht es daher viel um Diplomatie - und wenig um Menschenrechte.

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ernstrobert 02.02.2016, 22:18
1. oh oh...

... der gute Franz-Walter ist gerade mal an seinem ersten Ziel angelangt - ohne irgendwas zu bewirken - und schon sprecht ihr von Pendeldiplomatie. Mein Tipp:
Vielleicht etwas zurückhaltender berichten und nicht gleich mit so bombastischen Begriffen um sich werfen und jegliches Porzellan zerschmeißen.
Das ist eben nicht Diplomatie!

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seamanslife 02.02.2016, 22:26
2. er sollte besser nach Ankara fahren und Dampf machen

damit endlich die Behörden den Schlepperkriminellen das Handwerk legen.
Warum nimmt der Iran und Saudi Arabien nicht die Glaubensbrüder auf?

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821943 02.02.2016, 22:32
3. Deutschland kann froh sein,

einen so fabelhaften Außenminister zu haben, der mit vollendetem diplomatischen Geschick die Fäden zieht und die scheinbar unversöhnlichen Kräfte miteinander ins Gespräch bringt. Welcher Politiker hat momentan mehr Einfluss, wessen Urteil wird mehr gehört, wer findet weltweit mehr Respekt?

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sonnix 02.02.2016, 23:58
4. Außenminister

Ich empfinde unseren Außenminister als einen der kompetentesten Mitglieder der Regierung. Die Arbeit der letzten Jahre war sehr gut. Trotzdem muss die Regierung weg. Frau Merkel ist nicht mehr tragbar.

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darthkai 03.02.2016, 00:34
5. Warum

sollte man nicht den Verdacht aufkommen lassen, eine Seite zu "bevorzugen"?
Es gibt außer vlt Nordkorea kaum ein Land welches dem saudischen Terrorstaat nicht vorzuziehen ist. Nicht nur wegen Menschenrechtsverletzungen im Land, sondern vor allem weil SA die ideologische und finanzielle Brutstätte für praktisch alle islamistischen Terrorgruppen des Planeten darstellt, weiterhin alles daran setzt Syrien mit Kopfabschneidern zu fluten, einen 100% illegalen Angriffskrieg gegen sein armes Nachbarland führt, wo 20 Millionen Menschen inzwischen von Hunger bedroht sind (auch wenn unsere " Journalisten diesen Krieg gerne übersehen) usw.
Es gibt keinerlei Grund mit diesem "Staat" überhaupt irgendwelche Beziehungen zu haben (außer evtl feindliche, weil er inzwischen ein globales Sicherheitsrisiko darstellt)

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No Way, Jose 03.02.2016, 00:54
6.

Zitat von ernstrobert
... der gute Franz-Walter ist gerade mal an seinem ersten Ziel angelangt - ohne irgendwas zu bewirken - und schon sprecht ihr von Pendeldiplomatie.
Was soll er denn auch erreichen - für die Saudis die sunnitisch-islamistische Umformung Syriens vorantreiben? Kein Wunder, dass der Iran da blockt.

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JDR 03.02.2016, 03:01
7.

Nun, es ist definitiv gut, wenn es Dealer gibt, denen beide Spieler - bis zu einem gewissen Grade - vertrauen. Nicht nur für Syrien. Riad und Teheran stehen relativ dicht vor einem offenen Krieg. Nicht, weil eine der beiden Seiten einen Angriff planen würde, sondern weil die Spannung so groß ist, dass eine verhältnismäßig kurze Kette von Ereignissen zu einer dramatischen Eskalation führen kann. Da mag es dann helfen, wenn ein neutraler Kommunikationskanal existiert.

Übrigens steht die iranische Wirtschaft deutlich schlechter dar, als die saudische. Die derzeitige Ölschwemme diente nicht in erster Linie dazu, den saudischen Marktanteil zu erhöhen - dabei würden die übrigen Opec-Mitglieder auch nur bedingt helfen - sondern das iranische Regime trotz Aufhebung der Sanktionen unter Druck zu halten. Damit soll die aggressive Außenpolitik, welche Teheran in seiner "starken Phase" betrieben hat, gekontert werden.

Investitionen hin oder her. Wenn Teheran seinen Dominanzanspruch in der muslimischen Welt nicht aufgibt, wird es einen extremen Preis dafür bezahlen. Für manche "Beobachter" mag diese Entwicklung allerdings durchaus eine "nicht gänzlich unerwünschte" sein.

Und der Westen sollte sich nicht täuschen. Diesen Dominanzanspruch erhebt Teheran, es betreibt ihn rücksichtslos und mit allen Mitteln. Und je stärker die arabischen Partner den Eindruck gewinnen, dass der Westen die Augen davor verschließt, desto weniger werden sie bereit sein, sich auch vernünftigen Argumenten zu öffnen.

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Hank Hill 03.02.2016, 06:02
8. Steinmeier

reist und redet viel, erreicht aber offenbar wenig. Vielleicht überschätzt er seinen bzw. unseren deutschen Einfluß auf die Dinge.

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berlin1136 03.02.2016, 06:08
9. Franz-Walter....

hätte mal lieber mit Seehofer zu Putin reisen sollen. Meiner Meinung liegt in Moskau der Schlüssel zum Erfolg in Syrien.
Wenn er zu den Saudis pendelt hoffentlich sagt er, dass D die Waffenlieferungen einfriert.

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