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Steinmeier-Kür: Ein Zeichen gegen den Trumpismus
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Die Einigung der Großen Koalition auf Frank-Walter Steinmeier als nächsten Bundespräsidenten ist weise - er ist der beste Kandidat in diesen Zeiten.

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CSc5911 14.11.2016, 13:41
100.

Zitat von ulrich g
Lieber Herr Nelles, was glauben Sie eigentlich was das Herrn Trump interessiert wenn Herr Steinmeier Grüssaugust von Deutschland wird. Ein Mann der noch nicht mal die simpelsten Regeln der Etikette beherrscht und einem demokratisch gewählten amerikanischen Präsidenten nach Wahl beschimpft statt ihm zu gratulieren. Insbesondere weil er bei einer 50:50 Entscheidung damit rechnen musste, dass Trump gewinnt. Mal schauen ob er wie Trump wenigstens auf sein Gehalt verzichtet. Das Problem hat nun Steinmeier und nicht Trump, der immerhin das mächtigste Staatsoberhaupt der Erde ist.
Entschuldigung, aber Herr Nelles hat mit keinem Wort behauptet, die Wahl von Steinmeier sollte oder würde Donald Trump interessieren. Wie kommen Sie zu dieser Annahme?
Ob Steinmeier "die simpelsten Regeln der Etikette beherrscht" oder nicht, können Sie nicht einschätzen. Da lehne ich mich jetzt mal aus dem Fenster und schränke das auch nicht mit einem "meiner Meinung nach" ein.
Bleibt "das Problem", das Steinmeier nun angeblich hat. Könnten Sie erläutern, um was für ein Problem es sich dabei handeln soll?

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amater 14.11.2016, 13:41
101. Bis vor einigen Tagen

hielt ich Steinmeier noch für einen geeigneten Kandidaten, seit seiner Weigerung, Trump zum Wahlsieg zu gratulieren aber nicht mehr. Dies zeigt, dass dieser Herr nicht über seinen eigenen Schatten springen kann und in einer Welt, in der das Volk gegen die Etablierten in Politik und Medien aufsteht, die Polarisierung nur fördert und nicht zum Ausgleich beiträgt.

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kaltwasser 14.11.2016, 13:42
102. Die

Entscheidung für Steinmeier ist kein Zeichen gegen Trumpismus sondern ein Ausdruck des Willens einer neoaristokratischen Klasse ihre Macht und ihre Privilegien zu sichern. Aber wir sehen in den USA, die Dinge können sich plötzlich ändern.

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Spiegelkritikus 14.11.2016, 13:44
103.

Zitat von MütterchenMüh
Die SPD freut sich wie ein Schneekönig. Da so eine weitere Runde in der GroKo gesichert ist, und man an den liebgewonnenen " goldenen Freßnäpfen" verweilen darf. Und Merkel ist ihren Außenminister los, der sich gegenüber Trump und seiner Partei den Republikanern unprofessionell, undiplomatisch geäussert hat. Damit hätte Steinmeier als Außenminister bei den Amis nichts zu melden gehabt. Und dies , beim nach wie vor . wichtigsten Nordatlanischen Partner ein absolutes "No go". Der Mann musste also "entsorgt" werden, und dies ist im Interesse aller nun auch so geschehen.
Richtig, Steinmeier mußte nach seinen ungebührlichen Verhalten gegenüber Trump und aufgrund seiner speziellen transatlantischen Orientierung (Clinton/demokratisches Establishment) als Außenminister aufhören und er geht wohl ganz gerne, zumal er mit dem Bundespräsidentenamt ausgesprochen weich landet.

Für Merkel und ihre CDU steigen mit dieser Entscheidung die Chancen auf eine Wiederauflage der GroKo. Der bei vielen Bürgern beliebte Steinmeier wird sich nicht als Fürsprecher von Schwarz-Grün oder R2G hervortun, ganz im Gegenteil.

Doch bis zur BT-Wahl wird noch viel passieren, nicht nur die USA sind im Umbruch.

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germ 14.11.2016, 13:45
104. Ich

Zitat von unumvir
Nach der kindischen Weigerung Steinmeiers, den regulär und korrekt gewählten kommenden US-Präsidenten zu beglückwünschen, muss diese Wahl als diplomatische Katastrophe oder als bewusster Affront gegen eine USA interpretiert werden, bei der nach der Ära Obama Deutschland ohnehin nicht mehr hoch im Kurs steht. Ob das so gewollt ist?
Ich halte zwar nichts von Steinmeier als Bundespräsidenten, aber wenn es als ein Affront gegen die USA gewertet werden kann, dann her mit Steinmeier. Die USA sind nicht die Vorgesetzten Deutschlands, das kann ruhig mal deutlich zum Ausdruck gebracht werden. So lange ich denken kann, geht mir diese Unterwürfigkeit Deutschlands/CDU gegenüber den Amerikanern auf den Keks. Deutschland ist wegen seiner Toleranz, Wirtschafts- und Sozialleistungen, schon lange das bessere Amerika.

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drent 14.11.2016, 13:45
105. Causa finita.

Die Bundesversammlung kann man doch jetzt kostengünstiger per Email oder über Whatsapp abwickeln. Spart einen Haufen Geld und CO2-Ausstoß.

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aleamas 14.11.2016, 13:46
106. Und das...

Zitat von olli0816
Ich teile nie die Meinung von Herrn Nelles und hier ist es nicht anders. Herr Steinmeier ist ein guter Minister (davon gibts wahrlich nicht viele) und gehört in die Realpolitik. Als Präsident kann man keine Entscheidungen treffen und die Stärke Herrn Steinmeiers war es noch nie, irgendwelche wichtigen Reden zu halten. Deshalb ist er bei der Bundeskanzlerwahl gescheitert. Aber Herr Steinmeier hat ganz andere Stärken. Er kann mit den Regierungschefs anderer Nationen gut in Kontakt treten, gleiches für Mitarbeiter von fremden Regierungen. Wir haben sehr viele außenpolitische Probleme mit den unterschiedlichsten Ländern und genau da benötigt man einen organisierten Netzwerker. Davon haben wir wahrlich nicht viele und genau diese wertvolle Ressource wird für ein Grüßonkelamt in Zukunft verwendet. Diese Wahl ist in meinen Augen äußerst schlecht.
...ist eigentlich für mich DER große Nachteil an dieser Lösung, ein ausgewiesener Profi und Fachmann in einer Disziplin, in der es nicht viele wie ihn gibt, wird zum Platzhalter auf einer Stelle, die er nicht wird ausfüllen können, wie manch anderer vor ihm. In einer Zeit, in der teilweise völlig unbedarfte Egomanen in Außenpolitik dilettieren.

Was Großbritannien in der Hinsicht aufgeboten hat, ist ein Witz. Was Trump möglicherweise ins Rennen schickt, nicht viel besser. Steinmeier ist damit einer der wenigen erfahrenen Außenpolitiker, die auch mit schwierigen und feindseligen Klienten im Gespräch bleiben könne. Hier gibt's kaum vernünftigen Ersatz im Portfolio der Koalition.

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pansatyr 14.11.2016, 13:46
107. @75

wenn 2/3 der Bevölkerung si h mehr oder wenig einig sind, ist das doch sehr erfreulich. Oder postulieren Sie die Opposition um der Opposition willen? Manche Zeitgenossen scheinen sich ja Lagerkämpfe geradezu herbeizusehnen; zuweilen ist bereits von einem bevorstehenden "Bürgerkrieg" die Rede.

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ixtlan 14.11.2016, 13:47
108.

Zitat von thrashmail
1. Bedurfte es Ihrer Meinung nach Argumente um Trump als einen Hassprediger zu betiteln ? 2. Da haben wir endlich mal einen Kandidaten mit Charakter und das gefällt Ihnen wieder nicht ?
1. Ja, es bedarf Argumente, auch wenn ihresgleichen so etwas fern liegt
2. sie nennen es Charakter, wenn der Chef der deutschen Diplomaten, das sagt, was 96% aller Journalisten hören wollen (https://www.publicintegrity.org/2016/10/17/20330/journalists-shower-hillary-clinton-campaign-cash) ?

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thrashmail 14.11.2016, 13:48
109.

Zitat von ludna
nur das wir Deutschen, denjenigen, der die US Wähler beschimpft und beleidigt hat, zu unserem Präsidenten machen wird in der USA registriert werden. D geht wieder seinen dritten Weg. Warum sollen die Amerikaner uns beschützen ? Unruhige und schlecht Zeiten kommen auf uns zu.
1. Lesen Sie mal nach was Trump über Deutschland und speziell über unsere Kanzlerin "gehasspredigt" hat.
2. Ja, warum sollen die Amerikaner uns denn beschützen ? Das heißt doch wir sind nicht in der Lage dazu ? Haben uns immer hinter den USA versteckt ? Ist unsere Bundeswehr mit all dem defekten Kriegsmaterial nur ein kostspieliger Kindergarten ? Deshalb wird eine von der Leyen dort "abgestellt" die von nichts eine Ahnung hat ? Sind wir nicht viel dichter dran an den Krisenherden als die USA ? Trotzdem wir schon lange zusammen mit unseren europäischen Partnern auf der richtigen Seite stehen, wir sind also nicht mehr die Bösen wie sonst immer in zwei Weltkriegen, wir trotzdem scheinheilige Argumente hervorbringen um uns vor einer militärischen Verantwortung zu entziehen und stattdessen es lieber die Holländer, Spanier oder Norweger machen lassen ?
3. Ihre oben genannte Befürchtung ist der klassische Fall von Minderwertigkeitskomplex und mangelndes Selbstbewußtsein (nicht Sie persönlich, aber Ihre Auffassung zu Deutschlands Rolle in Europa und der Welt).

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