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Steinmeier zu 30 Jahre Mauerfall: "Viele Ostdeutsche fühlen sich bis heute nicht gehö
Franziska Kaufmann/ DPA

Bundespräsident Frank-Walter-Steinmeier hat für mehr Anerkennung ostdeutscher Nachwendegeschichte geworben. Die Wahlergebnisse in Sachsen und Brandenburg hätten "neue, tiefe Risse" offenbart - Unzufriedenheit sei aber kein Freibrief.

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muellerthomas 16.09.2019, 13:42
1.

" Er äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, in denen die jungen Leute weggingen."

So wie im Ruhrgebiet, Saarland, Bremerhaven etc. - aber es geht ja ständig nur um den Osten, dem angeblich niemand zuhört und Beachtung schenkt. Die Regionen mit viel höherer Arbeitslosigkeit im Westen sind offenbar egal.

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claus7447 16.09.2019, 13:48
2. Ursache und Wirkung.....

Ich hatte heute Morgen eine längere Diskussion mit meiner Nachbarin - sie kommt aus Leibzig - wurde noch vor der Wende geboren und arbeitet im Westen. Wir hatten das Thema über Treuhand, DM und "Bananen", verwaiste Betriebe - leere Landschaften. Ja, es herrscht immer noch die Meinung vor, das die Treuhand die Ursache war/ist. Unbestritten: es gab sicherlich Fälle von Misswirtschaft, falschen Entscheidungen. Aber ein (oder besser der größte) Teil der DDR Industrie war entweder Pleite, verrottet oder weit weg von rentabler Fertigung. Wir einigten uns: Die Wiedervereinigung kam zu schnell - über Nacht - es gab keine Anpassungsmöglichkeit - der "kapitalistische Westen" war plötzlich da! Einig waren wir auch: gab es für den Osten die Möglichkeit unsere "West-Demokratie" überhaupt richtig kennen zu lernen? Einig waren wir uns auch: Auch im Westen gibt es selbst hier im reichen Süden "abgehängte" Gegenden - wo Du ohne Auto Dir nur die Kugel geben kannst oder bleibst wo Du bist. Aber wird deswegen gleich "rechts-Aussen" gewählt - unterlegt von rassistischen Parolen?

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jujo 16.09.2019, 13:49
3. ....

Bei allem Verständnis. In Westdeutschland sind in der Vergangenheit auch komplette Industrien weggebrochen, hat es einen Strukturwandel gegeben. Ich erinnere da nicht dieses weinerliche herumgejammere der Betroffenen. Diese sind dann auch nicht in Scharen zur NPD oder anderen rechten Parteien übergelaufen.

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Justitia 16.09.2019, 13:51
4.

Soso, viele Ostdeutsche fühlen sich nicht gehört und wählen deshalb Neonazis. Liebe Ostdeutsche, ich als Wessi werde auch nicht persönlich gehört und finde mich mit so einigen mir wichtigen Punkten nicht in der Regierungspolitik wieder. Das ist aber nun mal in einer Demokratie das Schicksal von Minderheitenmeinungen, einer Demokratie, die ihr unzufriedenen Ostdeutschen mehrheitlich wolltet, weil ihr mit der DDR-Diktatur auch unzufrieden ward. Man kann deshalb den Eindruck bekommen, die Unzufriedenheit hat weniger mit den tatsächlichen Verhältnissen zu tun, als mit der eigenen persönlichen Einstellung.

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Justitia 16.09.2019, 13:58
5.

Zitat von muellerthomas
" Er äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, in denen die jungen Leute weggingen." So wie im Ruhrgebiet, Saarland, Bremerhaven etc. - aber es geht ja ständig nur um den Osten, dem angeblich niemand zuhört und Beachtung schenkt. Die Regionen mit viel höherer Arbeitslosigkeit im Westen sind offenbar egal.
Die sind sicherlich nicht egal. Sie stehen aber weniger im Fokus der Öffentlichkeit und Politik, weil die dort betroffenen Leute nicht so jammern und sich selbst bemitleiden und als Reaktion dann derart umfangreich Rechtsradikale wählen.

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rememberhistory 16.09.2019, 14:00
6. Freiheit, Demokratie Bildung und #keinenmilimeternachrechts

Vielleicht mal zur Erinnerung: Alle Bürger in Ost- und Westdeutschland leben in Freiheit und Demokratie und einer sozialen Marktwirtschaft! Es liegt an jedem einzelnen sich stark zu machen und für sich selbst Möglichkeiten zu suchen für Bildung, Engagement, Ideen Offenheit und Toleranz für Freiheit und Demokratie in jeder Gemeinde, Stadt und Landkreis! Das ist der Charakterzug einer freien Marktwirtschaft. Man muß selbst aktiv werden und nicht warten, bis ein Politiker anruft und ein Angebot für eine Fortbildung oder einen Traumjob macht. Dann wird es auch mit der eigenen positiven Zukunft und der positiven Zukunft in Deutschland und #keinenmilimeternachrechts

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Herbert Bonanza 16.09.2019, 14:05
7.

Zitat von muellerthomas
" Er äußerte Verständnis für die Unzufriedenheit in Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit, in denen die jungen Leute weggingen." So wie im Ruhrgebiet, Saarland, Bremerhaven etc. - aber es geht ja ständig nur um den Osten, dem angeblich niemand zuhört und Beachtung schenkt. Die Regionen mit viel höherer Arbeitslosigkeit im Westen sind offenbar egal.
...vollkommen richtig! NRW beneidet doch Sachsen um die niedrige Arbeitslosenrate von rund 5%. In Wirklichkeit hat es der Osten schon längst geschafft: Höhere Renten sowohl bei Männern wie auch insbesondere bei Frauen, dazu ein vergleichsweise hohes Einkommen - jedenfalls gerechnet nach KKP.
Versuchen Sie einmal mit dem Einkommen einer Krankenschwester in München zu leben.
Nein, Frank Walter Steinmeier hat einfach nicht die richtigen Antworten, lebt ganz offensichtlich in seiner eigenen Welt.

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Sensør 16.09.2019, 14:06
8. Unzufriedenheit kein Freibrief

Und, Vorschläge, Herr Steinmeier? Bereitschaft zum Zuhören ändert auch nichts, wenn man anschließend seine asoziale sozialdemokratische Partei in Form einer Agenda 2010 dazu nutzt, die Einheit der deutschen Gesellschaft weiter auseinander zu treiben. Nicht mal entschuldigt hat der sich bisher dafür, da rieselt bei Predigten wie dieser auch nur weiter Sand ins Getriebe.

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sh.stefan.heitmann 16.09.2019, 14:08
9. Viele Ostdeutsche fühlen sich bis heute nicht gehört

Viele Ostdeutsche fühlen auch einen Ausländeranteil von 40%. Können wir mal endlich aufhören irgendwelche Gefühle zu bedienen und mit der Realität arbeiten? Realität ist, es gibt keinen Grund die AFD zu wählen ausser man ist rechts und auf die 20% der AFD Wähler trifft das auch auf 19,9% zu.

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