Forum: Politik
Stellenanzeige der AfD-Fraktion: Hilferuf von Rechtsaußen

Die AfD-Bundestagsfraktion sucht per Stellenanzeige einen Geschäftsführer, der sich vor allem um das liebe Geld kümmern soll. Der Text der Annonce verrät viel über das mitunter chaotische Binnenleben der Parlamentariergruppe.

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tulius-rex 30.04.2019, 19:12
30. nur einmal AfD

Einmal AfD und die Karriere ist für immer beendet. Wer möchte schon für eine Lügenpartei gerade stehen. Das gilt übrigens für alle die Meuthens, Weidels, etc.. Grufti Gauland ist ohnehin schon im Renten-Pensionsalter und wird alsbald fürstlich von Vater Staat im Ruhestand entlohnt. Dann nix wie ab aufs Kreuzfahrtschiff.

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Sendungsverfolger 30.04.2019, 19:22
31. Ja, hier, ich!

Wann kann ich anfangen? Ich erfülle sämliche in der Stellenausschreibung beschriebene Anforderungen.

Die politische Einstellung wurde nämlich nicht explizit als Voraussetzung formuliert ... ;-P

Ok, SCNR

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schadland 30.04.2019, 19:35
32. Schauanzeige

Das Geld hat sich schon wegen der Leser der Anzeige und wegen der Berichterstattung darüber gelöhnt. Für so wenig Geld so viel Publicity! Toll, wie die Medienreflexe funktionieren.
Und sonst ist es natürlich ein Himmelfahrtskommando und jeder, der denkt, er verstünde was von Buchführung und Finanzen, meinetwegfen auch in der verschärften Form bei Parteien/Fraktionen und könne das ist schon deshalb ungeeignet.
Die Rivalitäten und Streitereien dürften in dieser Bude so massiv sein, dass man auf diesem Schleudersitz jede Minute damit rechnen muss, dass irgendeiner der Trolle dort andere schwächen und/oder ausschalten will und nur zu gern bereit ist, Dinge durchzustecken. Ein angestellter Fraktionsgeschäftsführer (allein der Begriff!) ist immer im Zentrum der Fliehkräfte und des Gezerres. Es ist aber nicht seine Kompetenz, den Laden Politisch zur Räson zu bringen. Das kann nur die Fraktionsspitze mit der Partei.
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Die Besetzung dieses Postens wir nur mit internem Personal möglich sein.

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Steinberg 30.04.2019, 19:47
33. #11

Sie spielen sicher auf die überragenden Abschlüsse und wissenschaftlichen Erfolge der Experten KGE und C.Roth an.

Ein Betonbaumeister oder ein Gas- und Wasserinstallateur mag zwar "bildungstechnisch" unter dem Niveau eines grünen Genderstudierten oder Soziologen liegen;
Gesellschaftlich bedeutungsvoller sind sie je doch ganz sicher nicht.

Aber ich seh schon;
wenn dem Grünen Hipster in seinem 3D gedruckten Haus mal wieder kalt ist oder er die monatliche Dusche braucht, dann geht er eben ins lokale Schwimmbad. sharing ist so geil.
Und das wartet sich von alleine bzw durch Grüne Projektleiter oder Roboter...

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claus7447 30.04.2019, 20:00
34.

Zitat von Steinberg
Sie spielen sicher auf die überragenden Abschlüsse und wissenschaftlichen Erfolge der Experten KGE und C.Roth an. Ein Betonbaumeister oder ein Gas- und Wasserinstallateur mag zwar "bildungstechnisch" unter dem Niveau eines grünen Genderstudierten oder Soziologen liegen; Gesellschaftlich bedeutungsvoller sind sie je doch ganz sicher nicht.
Naja, einen Räpple übertreffen sie locker.

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bauern-muenchen 30.04.2019, 20:03
35. @31

Das wäre sehr interessant, wenn sich jemand bewirbt, dann aber ein Parteimitglied mit geringerer Qualifiikation genommen wird. Die / der abgelehnt(e) BewerberIn könnte dann vermutlich wegen Diskriminierung klagen.

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vera gehlkiel 30.04.2019, 20:17
36.

Zitat von Schartin Mulz
ergibt sich daraus, dass der Journalist aus einer Stellenanzeige einen "Hilferuf" konstruiert hat. Meine Meinung ist, dass dieses Ausbreiten und Aufmotzen von parteiinternen Schwierigkeiten, gerade vor Wahlen, in erster Linie taktische Gründe hat. Aber eben vollkommen zwecklos. Ich wähle z.B. wegen der Agenda mittlerweile die Linken. Meint wirklich jemand, ich würde jetzt wieder die SPD wählen, wenn morgen ein ähnlicher Bericht wie dieser hier über die Linken veröffentlicht würde? Und die AfD-Wähler sind da erfahrungsgemäß noch viel schmerzfreier.
Da machen Sie jetzt aus dem sogenannten Spoiler, respektive der Kritik an dessen Design, eine Generalabrechnumg mit der Intention des ganzen Beitrags. Dieser behandelt keinesfalls interne Probleme der AfD, sondern essentielle Schnittstellenprobleme im Bezug auf die zureichende, sprich zureichend transparente Rechtfertigung eines gemeinnützigen (und geldwerten!) Status gemäß Parteiengesetz. Parteien sollen zur allgemeinen politischen Willensbildung dienen, nicht zur Willensbildung etwa einer Schweizer Investorengruppe. Ob und wie die Partei hier ein Glaubwuerdigkeitsdefizit aufarbeiten kann (das sie zur Gaenze selbst verschuldete, wie auch niemand der dort Verantwortlichen je leugnete) geht, weit über Partialinteressen ihrer Anhänger*innen hinaus, uns alle ziemlich viel an.

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pico 30.04.2019, 20:59
37. Wer, wie Herr Weiland, von der taz kommt,

kann nicht anders. Die Stellenanzeige der AfD hat den Ärmsten vermutlich in die Schnappatmung getrieben.Was man aus einer Stellenanzeige doch alles herleiten kann?

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Schartin Mulz 30.04.2019, 22:39
38. Eine Stellenanzeige

Zitat von vera gehlkiel
Da machen Sie jetzt aus dem sogenannten Spoiler, respektive der Kritik an dessen Design, eine Generalabrechnumg mit der Intention des ganzen Beitrags. Dieser behandelt keinesfalls interne Probleme der AfD, sondern essentielle Schnittstellenprobleme im Bezug auf die zureichende, sprich zureichend transparente Rechtfertigung eines gemeinnützigen (und geldwerten!) Status gemäß Parteiengesetz. Parteien sollen zur allgemeinen politischen Willensbildung dienen, nicht zur Willensbildung etwa einer Schweizer Investorengruppe. Ob und wie die Partei hier ein Glaubwuerdigkeitsdefizit aufarbeiten kann (das sie zur Gaenze selbst verschuldete, wie auch niemand der dort Verantwortlichen je leugnete) geht, weit über Partialinteressen ihrer Anhänger*innen hinaus, uns alle ziemlich viel an.
asl "Hilferuf" zu bezeiochnen, würde dem Journalisten, wenn es um eine andere Partei ginge, wohl kaum einfallen.
Und Probleme mit Spenden, mit der Parteienfinanzierung, sind kj anun leider kein explizites AfD-Problem.

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niska 30.04.2019, 23:35
39.

Zitat von simonweber1
zunächst einmal muss man davon ausgehen, dass die Gruppe der AfD Abgeordneten im Bundestag einen hohen Bildungsstand hat. Es gibt proportional wesentlich mehr Akademiker in der AfD als in anderen Parteien. Insofern würde es keine Sprachschwierigkeiten geben. Davon abgesehen ist es doch völlig logisch, dass eine Partei sich einen erfahrenen hauptamtlichen Geschäftsführer für die Finanzen sucht. Wenn eine Partei im Bund, in der EU und in allen Länderparlamenten vertreten ist, kann man solche Aufgaben mit ehrenamtlichen oder Parteimitgliedern so als Nebenjob nicht mehr erfüllen.
Aber wer will denn ernsthaft als kompetenter Mensch aus der gutbezahlten Privatwirtschaft zu einer in weiten Teilen rechtsradikalen Partei? Bei offensichtlichem Nichtvorhandensein von jeglichen belastbaren wirtschaftlichen Strukturen und zu erwartenden weiteren Kellerleichen? Es sei denn, es gäbe ideologische Nähe, dann wäre er aber schon längst drin. Und ansonsten müsste er Masochist ohne langfristige Ambitionen sein.

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