Forum: Politik
Steuern runter - ein seriöser Vorschlag?

Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf? Nachtrag: Die SPD will mit der Forderung nach einem Steuer-Bonus in den Wahlkampf ziehen. Jeder, der keine Steuererklärung abgibt, soll einen Bonus von 300 Euro erhalten. Was halten Sie von dem Vorschlag?

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reini5555 13.04.2009, 09:44
1.

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?
Eines der sinnvollsten Vorschläge der letzten Zeit. Das bringt mehr als sonstige Subvensionen, oder Hartz4 Erhöhungen. Denn damit haben alle mehr Geld nett in der Tasche, und auch die Möglichkeit durch Kauf die Wirtschaft anzukurbeln.
Denn man sollte sich mal überlegen, das bei einem Auto bei einem Kaufpreis von 48.000€ schon mal 8.000€ nur an steuern dabei sind. Zudem ist die Steuerprogression ja nicht der effektiven Inflation angepasst worden, z.B war 1990 ein monatliches Einkommen von 9.000 DM schon was wert, und wenn heute jemamnd 4500€ hat, dann ist er voll in der Steuerprogression drin, obwohl das Geld weniger wert ist.

Jeder der heute an der Tankstelle tankt, bezahlt durchschnittlich ,087€ an Steuern pro Liter.

Damit haben dann auch Geringerverdiener einen Vorteil, das sich Arbeit wieder auszahlt, denn im Moment wird jedem erstmal das Einkommen versteuert, und danach bezahlen wir noch für jeden Einkauf Mwst, obwohl wir schon Steuern dafür bezahlt haben. Das ist eine Mehrfachbestuerung!

Die Steuersenkungen forderte auch schon in der Vergangenheit die FDP.

Für mich ist dieser Vorschlag seriös.

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Adran 13.04.2009, 09:53
2.

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?
Bayern darf das gern für sich machen..mit ihren Steuern, die Ihnen als Land zustehn..
Sie dürfen sie auch gerne Festschreiben, und sich damit Fiskalpolitisch so in eine Einbahnstraße stellen, wie kalifornien.
Die haben den Spaß nämlich ende der 70iger gemacht, und da klafft nun ein haushaltsloch von 40 Mrd, da so gut wie nicht geschlossen werden kann, da man zumindest Steuern erhöhen müßte, was man ja nicht darf ;)

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Hartwig 13.04.2009, 10:04
3.

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?

Wir , die Bürger , können uns diesen Beamtenstadl schon lange nicht mehr leisten, so wäre es mehr als sinnvoll Steuersenkungen zu machen und auch eine Grenze gesetzlich festzuschreiben - aber es wird Wunschtraum bleiben, und somit wird es nur Wahlkampf bleiben.

Was macht man schon für ein Geschrei um die "Umweltprämie/Abwrackprämie", obwohl man eigentlich nur die Mehrwertsteuer zurückerhält, oder darauf verzichtet.

Steuern runter und damit muss der Staat dann auch noch auskommen , - nicht in diesem Jahrhundert.

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Koltschak 13.04.2009, 10:06
4. Natürlich ist der Vorschlag seriös...

....Ronald Reagan hat es vorgemacht, und auch in Deutschland würden die indirekten Steuern sprudeln und sprudeln und den "Verlust" der Steuersenkung mehr als aufheben.

Dann noch den Reichen, wie es der Bundesrechnugnshof schon lange fordert, mal etwas genauer auf die Finger schauen, und schon hat der Staat mehr, als er braucht!

Ich habe eh ein sehr schlechtes Gefühl, wenn der Staat Geld in die Finger bekommt, schwupps wech is es!

Dann lieber das Geld in den Taschen der Verbraucher!!!

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reini5555 13.04.2009, 10:14
5.

Zitat von Adran
Bayern darf das gern für sich machen..mit ihren Steuern, die Ihnen als Land zustehn.. Sie dürfen sie auch gerne Festschreiben, und sich damit Fiskalpolitisch so in eine Einbahnstraße stellen, wie kalifornien. Die haben den Spaß nämlich ende der 70iger gemacht, und da klafft nun ein haushaltsloch von 40 Mrd, da so gut wie nicht geschlossen werden kann, da man zumindest Steuern erhöhen müßte, was man ja nicht darf ;)
Na ganz stimmt dies nicht, denn Bayern erwirtschaftet im Länderfinazausgleich ein plus, und zahlt:
Hier mal die Zahlen aus Wikipedia:

An Bundesergänzungszuweisungen (BEZ) bezahlte der Bund 2006* folgende Beträge:

Baden-Württemberg: 0,-
Bayern: 0,-
Berlin: 2.881 Mio. €
Brandenburg: 1.982 Mio. €
Bremen: 196 Mio. €
Hamburg: 0,-
Hessen: 0,-
Mecklenburg-Vorpommern: 1.470 Mio. €
Niedersachsen: 119 Mio. €
Nordrhein-Westfalen: 0,-
Rheinland-Pfalz: 223 Mio. €
Saarland: 118 Mio. €
Sachsen: 3.486 Mio. €
Sachsen-Anhalt: 2.115 Mio. €
Schleswig-Holstein: 120 Mio. €
Thüringen: 1.962 Mio. €
hier der komlette Link: http://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4nderfinanzausgleich

Bemerkenswert in der Tabelle weiter unten, Bayern zahlt 2.938 Mio am meisten in den Topf, gefolgt von Badenwürtenberg mit 2.521 Mio € .

Na so falsch liegt dann Bayern nicht, und rechnen konnten die bisher schon.

Eine Steuersenkung hat vorteile, so wie auch seinerzeit bei Bush in den USA.

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Adran 13.04.2009, 10:33
6.

Zitat von reini5555
Na ganz stimmt dies nicht, denn Bayern erwirtschaftet im Länderfinazausgleich ein plus, und zahlt: Hier mal die Zahlen aus Wikipedia: An Bundesergänzungszuweisungen (BEZ) bezahlte der Bund 2006* folgende Beträge: Baden-Württemberg: 0,- Bayern: 0,- Berlin: 2.881 Mio. € Brandenburg: 1.982 Mio. € Bremen: 196 Mio. € Hamburg: 0,- Hessen: 0,- Mecklenburg-Vorpommern: 1.470 Mio. € Niedersachsen: 119 Mio. € Nordrhein-Westfalen: 0,- Rheinland-Pfalz: 223 Mio. € Saarland: 118 Mio. € Sachsen: 3.486 Mio. € Sachsen-Anhalt: 2.115 Mio. € Schleswig-Holstein: 120 Mio. € Thüringen: 1.962 Mio. € hier der komlette Link: Bemerkenswert in der Tabelle weiter unten, Bayern zahlt 2.938 Mio am meisten in den Topf, gefolgt von Badenwürtenberg mit 2.521 Mio € . Na so falsch liegt dann Bayern nicht, und rechnen konnten die bisher schon. Eine Steuersenkung hat vorteile, so wie auch seinerzeit bei Bush in den USA.
Diese Tabellen können sie mittelfristig in der Pfeife rauchen..
Leben sie in der vergangenheit?
Allein durch die Kosten der Landesbanken, mal von dennen, die der Bund freundlicherweise übernimt, dürfte es demnächst Essig sein.
Sieht man sich die Expororientiertheit an, dann trifft es ebenso vorallem diese Länder..

Außerdem schrieb ich, dass sie den Schwachsinn erstmal im eigenen Land machen sollten, nicht nur Steuer senken, sondern diese auch Festschreiben, wenn das so eine Tolle Idee ist, und bayern so ein wundervolles Land, sollte das ja kein Problem darstellen, dass sie Bayern als Feldversuch zur verfügung stellt.. ;)

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alba55 13.04.2009, 10:35
7.

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?
Warum dird eigentlich immer die Linke als populistich verschrieen?

Der ständige Ruf nach Steuersenkung, verbunden mit der lächerlichen, asozialen Phrase "Das Geld ist in den Taschen der Bürger besser aufgehoben" ist billigster Krämer-Stammtisch-Populismus (oder auch F.D.P.)

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elwu 13.04.2009, 10:44
8. Die Maßnahme

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?
wäre sinnvoll, und dennoch ist das reines Wahlkampfgetöse. Die CSU ist ja schon lange genug mit an Bundesregierungen gewesen und hat noch niemals so etwas durchgesetzt. Die FDP AFAIR auch nicht. Die unter Merkel zur sozialistischen Steuererhöhungs- und Umverteilungspartei deformierte CDU erst recht nicht.

Man braucht sich doch nichts vorzumachen: egal welche Partei egal wie laut vor Wahlen für Steuererleichterungen für die Bürger trommelt, nach den Wahlen werden wie stets nur die Unternehmen bedacht werden.

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Paul Kessler 13.04.2009, 10:48
9.

Zitat von sysop
Die CSU besteht auf Steuersenkungen - und will sie sogar dauerhaft gesetzlich festschreiben. Ist dies eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen die Wirtschaftskrise - oder reiner Wahlkampf?
Steuersenkungen sind das einzige sinnvolle "Konjunkturprogramm".

Warum wird sich so vehement dagegen gewehrt? Die Bürokratur und die Bankster leben davon. Die einen durch "Gehalt" die anderen durch Zinsen.

So einfach ist das.
Die CSU-Forderung kann getrost unter Populismus in Wahlkampfzeiten abgehakt werden.

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