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Stichwahl um die Präsidentschaft: Frankreich gewinnt Macron
REUTERS

Mit knapper Zweidrittelmehrheit haben die französischen Wähler Emmanuel Macron zum jüngsten Präsidenten gewählt, den die Republik jemals hatte. Er hat jetzt die Chance, Frankreich zu erneuern. Und Europa zu retten.

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michlmeik 08.05.2017, 07:02
1. Gut gewählt Marianne

Den hinter einem Klugen Starken Mann, steht eine kluge starke Frau, das haben die Franzosen erkannt, allerdings ohne Richtig Alternative

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RalfHenrichs 08.05.2017, 07:04
2. 44%

hat Macron gewonnen, wenn man alle Stimmen zählt. Le Pen 22%, 25% Enthaltungen und 9% ungültig oder leere Stimmzettel. Klar gewonnen also, aber nicht überzeugend. Der Widerstand gegen die Macron-Politik wird also groß sein in Frankreich.

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rumans 08.05.2017, 07:06
3. GB wird neidisch werden ob des europäischen Schwungs

und den Brexit abbrechen. Brexexit !
die Wahl wird Strahlkraft haben. Wie ein französischer Kennedy ?

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StefanieTolop 08.05.2017, 07:07
4. Trugschluß

Europa ist kaputt. Die Währung ist kaputt und konnte über mehrere Jahre nur durch ein Enteignungsprogramm namens Nullzinspolitik irgendwie über Wasser gehalten werden, ohne dass sich substanziell was verbessert hätte. Die Flüchtlingskrise mit dem eigenmächtigen und unverantwortlichen Handeln Deutschlands hat Europa gespalten. Großbritannien möchte austreten. Und mit Europa soll alles in Ordnung sein? Die Wahl Macrons bedeutet nichts anderes als weiter so - mit dem Niedergang Europas - leider!

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Herr Jedermann 08.05.2017, 07:19
5. Pyrrhussieg

Macron ist ein Blender ohne Mehrheit im Parlament. Er wird bei den Parlamentswahlen zeigen müssen was er drauf hat. Le Pen wird bei den Parlamentswahlen stärkste Kraft werden, ohne Sie geht gar nichts. Dies ist bedauerlich, aber die Realität. Und deshalb ist dieser Sieg des neoliberalen Macron nur ein Scheinsieg.

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KingTut 08.05.2017, 07:21
6. Aufatmen

Europa kann aufatmen. Denn im Gegensatz zu seiner Gegenkandidatin, die Europa zerstört hätte, ist Emmanuel Macron ein glühender Anhänger unserer Wertegemeinschaft wie auch der deutsch-französischen Freundschaft. Jetzt gilt es, auch seitens Deutschlands alles zu unternehmen, damit die Präsidentschaft von Macron von Erfolg gekrönt ist. Denn um seine hochgesteckten wirtschaftlichen Ziele zu erreichen, bedarf er unserer Hilfe, die wir ihm in unserem eigenen, langfristigen Interesse, nicht verweigern dürfen.

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michael.mittermueller 08.05.2017, 07:22
7. Der französische Schulz

Was hat Macron bisher als Politiker geleistet ? Stellt man sich diese Frage, so herrscht gähnende Leere.
Eine gleiche Frage hätte die SPD sich bei der Wahl von Herr Schulz zum Kanzlerkandidaten stellen können und müssen.

Pro-Europäer, das ist wie eine Flaschennorm. Ein Leergut mit Rückgabeverpflichtung. Was eingefüllt wird ist jeder Brauerrei selbst überlassen.

Und so werden die Flaschen, die man uns als PRO irgend etwas verkauft beliebig und können täglich wechseln. Wesentlich ist der Aufdruck. Früher nannte man das Waschmittelwerbung.

Wir sind in Europa dabei uns selbst zu Bananenrepubliken zu reduzieren. Die zugehörige Kolonialverwaltung sitzt in Brüssel. Staatsbedienstete mit einem Salär, das mehr als das doppelte des üblichen sind tun ihr Übriges, die notwendige Distanz zum Bürger aufzubauen.

Macro der Retter ? Schulz der Retter ? Wovor ? Davor, dass die EU endlich ihren Verpflichtungen nachkommt, anstatt in Wahlkämpfe einzugreifen und Sanktionen gegen Mitgliedsstaaten zu verhängen?

Macron war das kleinere von zwei Übeln, aus Sicht sowohl der US Regierung als auch der politischen Eliten und Parteien Frankreichs. Und man vergisst dabei leicht eines.

Wie in den USA haben auch in Europa und hier speziell in Frankreich die Menschen das Vertrauen verloren. In diese Eliten.

Macro ist der Trump Frankreichs. Er vertritt Banken, Industrie, Arbeitgeber. Er vertritt die Gruppen, die auch in der EU über ihre Lobby arbeit das Geschehen bestimmen. Er ist, wie Schulz, ein Teil eines Systems der europäischen Zentralisierung.

Macro hat weder außenpolitische noch wirtschaftspolitisch irgend welche größeren Erfahrungen vorzuweisen. Und genau solche Politiker benötigt das System.

Ein System, das wie in der Britischen Comedy "Yes Minister" jeden verträgt, solange dieser nicht widerspricht. Denn es ist inzwischen die Bürokratie und hinter ihr der Lobbyismus inclusive Medienmacht, die bestimmen was passiert. Das große Geld.

Die Stimme der Bürger, sie soll an der Wahlurne abgegeben werden. Wie ein Regenschirm. Und danach vergisst man die Sache am besten.
Denn es geht nur um die Legitimation politscher Macht. Und nicht um die Ausgestaltung konkreter Politik.

Für letzteres sorgen anderes. Und falls es doch jemand wagen sollte, den Mund aufzumachen, nun dann ist er eben Rechts oder noch besser Populist. Und wenn gar nichts mehr hilft, dann vergleichen wir ihn einfach mit Hitler. Das hilft dann immer. Zu mindestens bis zur Wahlurne. Denn ein Teil der Menschen glaubt dieses Argument. Und den anderen ist es einfach egal.

Am besten wegsehen, wenn Politik gemacht wird. Dafür sind schließlich andere da. Diejenigen etwa die ein TTIP verhandeln. Und wie die arbeiten wissen wir inzwischen. Wie in Brüssel üblich, hinter verschlossenen Türen. Ohne Bürgerbeteiligung.

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wrzlbrnft 08.05.2017, 07:24
8. Es wird schwierig werden

Und die größte Aufgabe ist wirklich Frankreich mit sich selbst zu versöhnen. Wobei er so "Neoliberale " Wege gehen will wie beste Bildung und Chancengleichheit in die Slums, Mitbestimmung in den Betrieben (Unternehmer und insbesondere Gewertschaften werden "hellauf begeistert" sein), Ausgaben für die Polizei erhöhen und Arbeit der Sicherheitskräfte korrdinieren (die arbeiteten bisher gerne gegeneinander) und Steuern verringern. Ob die Begeisterung von ca 20% der Wähler des ersten Wahlgangs zur Versöhnung ausreicht bleibt zu hoffen. Insbesondere da Linke, Rechte und auch viele Konservative sowie die Gewerkschaften Angst um ihre Einflüsse haben.

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ketzer2000 08.05.2017, 07:37
9. Unklar

Was weiß man über Macron wirklich und wofür steht er? Für die meisten Franzonen könnte es wie in den USA so gewesen sein, wie die Wahl zwischen Pest und Cholera. Die Zukunft in Frankreich wird spannend, da die Probleme (mal abgesehen von der EU) in Frankreich selbst groß sind. Der Ausnahmezustand kommt nicht von ungefähr.

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