Forum: Politik
Stimmen Sie ab: Wer ist Deutschlands Politiker des Jahres 2016?
[M] REUTERS (2); dpa (4)

2016 war ein Jahr der Polarisierung: Lange wurde nicht mehr so heftig gestritten in der deutschen Politik. Wer ist Ihre politische Persönlichkeit des Jahres? Hier haben Sie die Wahl.

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luny 28.12.2016, 20:19
140. Einigkeit Fehlanzeige

Zitat von vincntk
Europa braucht Politiker wie sie, die sich für ein geeintes Europa mit seinen Werten wie Hilfsbereitschaft und Toleranz einsetzen. Meiner Meinung nach verdienen darüber hinaus aber auch vor allem die Politiker den Titel Spitzenpolitiker des Jahres, die sich gegen den Rechtsruck stemmen, der weltweit die Menschen mit einfachen, unmöglichen Lösungsansätzen zur Wahlurne lockt und ein Gefühl der Angst bei den Menschen hinterlässt.
Hallo Vincntk,

diese von Ihnen angesprochenen "Werte", die "Europa" vertritt,
vermag ich nicht zu erkennen.

Was ich erkenne, ist eine Spaltung der EU bei der "Flüchtlingspolitik",
die die amtierende Bundeskanzlerin im Alleingang durchzieht.

Bevor die amtierende Bundeskanzlerin die Grenzöffnung und den
unkontrollierten Zuzug der "Flüchtlinge" im September 2015
beschloß, dümpelte die AfD bei unter 4% in den Meinungsumfragen.

Da würde sie heute immer noch dümpeln.

Und nein, die amtierende Bundeskanzlerin ist nicht die Lösung des
mit verursachten Problems.

Es fehlt ihr eventuell nicht einmal die Einsicht, einen schweren
Fehler begangen zu haben. Das Problem ist: Sie kann ihn nicht
zugeben, denn dann müßte sie dafür die politische Verantwortung
übernehmen.

Die Verantwortung für politische Fehler zu übernehmen, galt früher
einmal als Tugend. Jetzt gilt es als politischer Selbstmord.

LUNY

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germ 28.12.2016, 20:27
141. Den

Zitat von luny
Hallo Promod, das ist eine gute Frage, die Sie stellen. Was muß jemand tun, um NICHT populistisch zu sein? Populismus nehme ich als Stilmittel wahr, das Politiker jeglicher Couleur verwenden, um ihren Machterhalt zu sichern. Das würde ich jetzt gar nicht einmal werten. Das ist wie eine Selbstvermarktungskampagne mit einem eingängigen Slogan. Von der Hypthese ausgehend, daß alle Berufspolitiker mehr oder weniger populistisch sein müssen, um an der Macht zu bleiben, erscheint es nicht sonderlich sinnig, dem jeweiligen politischen Gegner Populismus vorzuwerfen. Der Vorwurf wird auch nicht besser, wenn der Begriff Populismus mit "rechts, links, Mitte" präzisiert werden soll. Ob der jeweilige populistische Slogan erfolgreich ist, entscheiden die geneigten Wähler und nicht der politische Gegner. LUNY
Den Populismus, den wir aktuell meinen, ist aber was anderes. Natürlich muss man für sich als Politiker werben. Das kann man sachlich, differenziert und mit echten Fakten machen.
Die modernen Populisten von heute, sind nicht differenziert, sind unsachlich und lügen, um ihre Wähler zu erreichen. Wähler die gar keine Fakten wissen, sondern nur ihre primitiven Vorurteile bestätigt bekommen wollen - und genau das tut der Populist von heute. Der erzählt diesen Dummköpfen genau das, was sie hören wollen, um gewählt zu werden.
Das komische daran ist, dass dies Leute einem "normalen" Politiker nichts glauben, einem "Populisten" aber alles. Und die glauben auch noch, der Populist würde alle Versprechen einhalten.

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luny 28.12.2016, 20:38
142. Kein Wunder

Zitat von siebenh
Ich habe das Gefühl, dass das "gemeine" Volk sich jetzt endlich auch mal politisch engagieren will. Eigentlich ja gut, aber nicht wenn der Grund ist, endlich auch mal was machen, gegen die da oben. Dank Internet geht das heute besser und schneller als je zuvor. Und am allerbesten wird da jetzt gefällgst mal mitregiert. Einfache Lösungen, harte Kante. Sollte das "gemeine" Volk, und das ist jetzt meine Prognose, je die Möglichkeit bekommen ihre Lieblingshetzpartei in die Regierung zu wählen, werden diese Leute sehr schnell an Begriffen wir Strategie und Nachhaltigkeit zerschellen und den ganzen Laden an die Wand fahren.
Hallo Siebenh,

im jetzt amtierenden Bundestag ist keine Opposition wahrnehmbar.

Es ist schon so weit gekommen, daß die CSU, die in der großen
Koalition mit in der Verantwortung steht, als eine Art "regierungs-
eigene Opposition" auftritt.

Nur ist die CSU bundesweit nicht wählbar.

Teile der gemeinen Wähler sind mit der jetzigen Politik unzufrieden.

Nun schließen sie messerscharf, daß die selbsternannte politische
"Elite" etwas "aufgemischt" werden muß, damit sich überhaupt
etwas ändert. Wenn die Zusammensetzung des Bundestages im
wesentlichen so bleibt, wie sie ist, ändert sich höchstwahrscheinlich
NICHTS.

Dieser Logik kann ich durchaus folgen. Wer eine Suppe mit immer
denselben Zutaten kocht, darf sich nicht wundern, wenn sie immer
gleich schmeckt.

LUNY

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luny 28.12.2016, 20:43
143. Echt?

Zitat von katueins
Erst - Kommt doch alle, wir schaffen das! Jetzt - bis zu mehr als 4000 Euro aus Steuermitteln bar auf die Kralle für alle, die wieder gehen. Was Intelligenteres ist noch auf einem deutschen (Kanzler)Sessel gesessen - apropos... Karl Turecek, Linz
Hallo Karl Turecek,

dankeschön für die Information, daß jeder, der diesem schönen Land
den Rücken kehrt, mit 4.000 EUR Bargeld "animiert" wird.

Diese Meldung ist an mir komplett vorbeigegangen.

LUNY

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germ 28.12.2016, 20:46
144. Den

Den Populismus, den wir aktuell meinen, ist aber was anderes. Natürlich muss man für sich als Politiker werben. Das kann man sachlich, differenziert und mit echten Fakten machen.
Die modernen Populisten von heute, sind nicht differenziert, sind unsachlich und lügen, um ihre Wähler zu erreichen. Wähler die gar keine Fakten wissen, sondern nur ihre primitiven Vorurteile bestätigt bekommen wollen - und genau das tut der Populist von heute. Der erzählt diesen Dummköpfen genau das, was sie hören wollen, um gewählt zu werden.
Das komische daran ist, dass dies Leute einem "normalen" Politiker nichts glauben, einem "Populisten" aber alles. Und die glauben auch noch, der Populist würde alle Versprechen einhalten.

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shardan 28.12.2016, 20:56
145. In der Auswahl...

In der Auswahl fehlt eine Option: "Keiner der Obigen ist akzeptabel". Die einen sind Hetzer, die anderen nur selbstverliebte Egomanen, denen das nächste Lobbyessen näher liegt als der Amtseid. Manche sind beides.

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GerdaH 28.12.2016, 21:01
146. Sahra Wagenknecht ist mein Favorit

Sahra Wagenknecht ist für mich klar die Nummer 1. Diese kluge, mutige Frau verdient mit ihrem Auftreten gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit unseren Respekt.
Die Art der Auswahl finde ich übrigens ziemlich unpassend, der Großteil der Politiker kommt ja sowieso nicht in Frage. Eine Liste wäre einfacher.

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luny 28.12.2016, 21:09
147. Der Populist

Zitat von germ
Den Populismus, den wir aktuell meinen, ist aber was anderes. Natürlich muss man für sich als Politiker werben. Das kann man sachlich, differenziert und mit echten Fakten machen. Die modernen Populisten von heute, sind nicht differenziert, sind unsachlich und lügen, um ihre Wähler zu erreichen. Wähler die gar keine Fakten wissen, sondern nur ihre primitiven Vorurteile bestätigt bekommen wollen - und genau das tut der Populist von heute. Der erzählt diesen Dummköpfen genau das, was sie hören wollen, um gewählt zu werden. Das komische daran ist, dass dies Leute einem "normalen" Politiker nichts glauben, einem "Populisten" aber alles. Und die glauben auch noch, der Populist würde alle Versprechen einhalten.
Hallo Germ,

dankeschön für Ihre Antwort.

Den von Ihnen ausgemachten Unterschied, also daß der "moderne
Populist von heute" nicht differenziert, unsachlich ist und lügt, kann
ich zum "herkömmlichen Populisten" nicht ausmachen.

Ein Beispiel: Die FDP ging mit "Mehr Netto vom Brutto" ins Rennen,
erzielte dadurch ihr bestes Wahlergebnis überhaupt, nur die ver-
sprochenen Steuer- und Abgabesenkungen blieben aus, von den
Steuersenkungen für Hoteliers einmal abgesehen.

Die amtierende Bundeskanzlerin ging mit "Sie kennen mich!" ins
Rennen, aber die Wähler kannten sie gar nicht, weil sie z. B. in
der "Flüchtlingspolitik" Entscheidungen traf, die so nicht im
Partei- geschweige denn im Koalitionsvertrag standen.

Nach meiner Wahrnehmung passiert gerade folgendes:

Der Populismus des politischen Gegners, der noch nicht einmal
ins Parlament gewählt wurde, wird massiv angegangen, weil er
erfolgversprechend ist.

Das ist natürlich legitim.

Nicht legitim ist, zu behaupten, nur der politische Gegner sei
populistisch. ALLE, die nach politischer Macht streben, sind
populistisch.

Es gibt keinen "guten" bzw. "schlechten" Populismus.

Wahlaussagen werden verkürzt, um die potentiellen Wähler zu
erreichen. Wer liest schon so ein ganzes Wahlprogramm der
Parteien durch und was wäre der Mehrwert, da es doch gleich nach
der Wahl dezent entsorgt wird und ein Koalitionsvertrag verhandelt
wird?

LUNY

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saint-antoine 28.12.2016, 21:25
148. Nanu !

es wundert mich jetzt aber wirklich ausgerechnet bei Spiegel online eine solche Frage zu erspähen. Wollen wir tatsächlich die Repräsentanten der Politik ebenso vorführen wie leider der ganze Trash im TV, nach dem Motto: "Deutschland sucht den Superpolitiker" !?
Genau dieses schleichende Niveau in Richtung "Beliebigkeit" erodiert das Ansehen der Staatsdiener und sollte gerade von den Meinungsrelevanten Medien unterlassen werden. Leider scheinen die Hemmschwellen so ziemlich überall in den Redaktionen gesunken zu sein. Möglicherweise nur um Aufmerksamkeit zu erzeugen im Konkurrenzkampf der Schlagzeilen.
Man kann ernsthaft darüber sinnen welche Politiker denn prägend in einem Jahr waren, aber bitte nicht mit solch einer trivialen Ranking Abfrage. Es fehlt nur noch die Quiz Formel: A, B oder C ?
Wenn wir fähige Repräsentanten wollen, müssen wir diese auch bei deren öffentlichen Darstellungen respektvoll bleiben. Sorry, aber mir scheint das Absinken des allgemeinen Diskussionsniveau einer der Ursachen für den Gesamtzustand der Gesellschaft zu sein.

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reflektiert_ist_besser 28.12.2016, 21:52
149. AfD

Zitat von emil.wild
Der müsste erst noch geboren werden. Höchstens nach dem Motto: unter Blinden ist der Einäugige König. Aber ich sehe nur lauter Blinde.
sie sollten halt nicht nur die AfD-Clowns anschauen, sondern sich mal ernsthaft mit Politik beschäftigen, dann werden sie feststellen, dass es unter den Politiker gute und schlechte gibt, es sind halt Menschen und da ist das halt so.

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