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Stimmen zur Linke-Kritik des Bundespräsidenten: "Nur das gemacht, wofür wir ihn gewäh
DPA

Er bekommt viel Gegenwind, aber auch Rückendeckung: Die Reaktionen auf Joachim Gaucks Kritik an der Linken reißen nicht ab. Staatsrechtler halten die Äußerungen des Bundespräsidenten für unproblematisch - mit einer Einschränkung.

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haarer.15 03.11.2014, 22:22
70. Joachim Gauck

Zitat von carlitom
Nein, wenn man in der Gegenwart lebt, ohne sich mit der Vergangenheit beschäftigt zu haben, dann kann das niemals ein Vorteil sein. Man lernt ja nichts. Und lernen, weiter entwickeln, das ist eigentlich der Sinn des menschlichen Lebens. Alles andere ist "Stumpf-Sinn".
Na ja - vielleicht hat er sich doch viel zu lange mit der Vergangenheit beschäftigt, um zu lernen für die Zukunft. Wie Sie selbst sagen, Lernen bedeutet aber auch, sich weiterzuentwickeln und Gegenwart zu akzeptieren. Und daran hapert es bei unserem BP. Die Zeit ist nicht stehengeblieben 1989. Und unsere Parteien heute sind allesamt nicht dieselben wie vor zwanzig oder dreißig Jahren. Die Linkspartei hat unter allen jedoch den größten Wandel vollzogen. Im übrigen gibt es sie noch nicht so lange. Sie ist aber jetzt schon eine etablierte Partei in unserer Parteiengefüge.

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alpenkraut 03.11.2014, 22:24
71.

Zitat von mackeldei
Gauck ist nicht einseitig. Er warnt sowohl vor den extremen Rechten (NPD), wie auch vor den extremen Linken (SED/Linke).Bravo!
Ja. Aber es hören zu wenige zu. Wir haben immer noch nicht die absolute Mehrheit für die CDU/CSU.

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tolate 03.11.2014, 22:25
72.

Interessanter noch als die jetzige Debatte finde ich die Frage, ob es dem Bundespräsidenten noch vergönnt sein wird, zu einem Krieg unter Beteiligung der Bundeswehr zur Verteidigung der Demokratie und der Menschenrechte Stellung zu beziehen, während seiner jetzigen Amtszeit. Das hätte doch weit mehr Konsequenzen als die jetzt aufgeworfene Frage. Ob er sich dann vielleicht eher aus der tagesaktuellen Politik heraushalten möchte?

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garfield 03.11.2014, 22:28
73.

Zitat von knut.boetticher
Wo sind die Lichtgestalten im Präsidentenamt, wie von Weizsäcker.... Durch die peinliche Parteienkungelei bei der Wahl zum deutschen Staatsoberhaupt bekommen wir nur noch 2. Wahl (bestenfalls): Rau-Köhler-Wulff und nun noch diesen Amtsinhaber. Das deutsche Volk ist politisch reif genug sein Staatsoberhaupt fast 70 Jahre nach der Vernichtung des Faschismus durch die Alliierten frei zu wählen.
Ergänzung: dabei würden mit Sicherheit nicht solche nach Parteiinteressen ausgekungelten Fehlbesetzungen rauskommen.
Zitat von knut.boetticher
Und noch eins, liebe Medien- besonders das öff. rechtl. Fernsehen: Hört endlich auf Herrn Gauck als Burgerrechtler zu adeln. Das war er nie. Fragt mal richtige Bürgerrechtler in Rostock. Da gibt es Auskunft.
Was einer Merkel recht ist (auf den Zug aufspringen, nachdem die Richtung klar geworden ist, dann zur Lokomotive vorlaufen und zu rufen: Folgt mir!) ist einem Gauck nur billig.

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garfield 03.11.2014, 22:32
74.

Zitat von mackeldei
Gauck ist nicht einseitig. Er warnt sowohl vor den extremen Rechten (NPD), wie auch vor den extremen Linken (SED/Linke).Bravo!
Wieso ist er nicht einseitig? Sie gehören doch auch zu denen, die beide Parteien gern mal gleichsetzen - und auch sonst Probleme haben, die beiden deutschen Diktaturen auseinander zu halten. Nach Ihrer eigenen Logik wäre Gauck ja dann einseitig, da er ja in beiden Fällen vor dem Gleichen "warnt".

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garfield 03.11.2014, 22:44
75.

Zitat von haarer.15
Und wir - ja wir haben ihn ja gar nicht gewählt. Eine erneute Amtszeit sehe ich als problematisch an.
Nicht erst seit dieser Entgleisung bin ich mir sicher, dass wir den nicht nach einer Amtszeit loswerden. Der Typ ist für unsere "Eliten" und Blockparteien geradezu ein Geschenk des Himmels. Wann hat es je einen Präsidenten gegeben, der deren politisches Tagesgeschäft - entgegen aller bisherigen Gepflogenheiten - so bereitwillig übernommen und ihnen bei ihrem dreckigen Geschäft der verbalen Aufrüstung so zu Diensten war?
Wenn man bedenkt, wofür ein Brandt damals zurück getreten ist, könnte man heulen, was die heute für Böcke schießen und nicht im Entferntesten an Rücktritt denken.

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garfield 03.11.2014, 22:52
76.

Zitat von rr1805
Dazu müsste man zuerst definieren, was "Einmischung" genau bedeutet. Eine Meinungs- oder Bedenkenäußerung ist mit Sicherheit keine Einmischung. In welcher Form könnte er sich denn eimischen?
Nun, dann erklären Sie mir doch mal, welchen Sinn so eine Äußerung mitten in einer Regierungsbildung wohl hat - und dann noch von jemandem, der sich in dem Amt nicht zum politischen Tagesgeschäft äußern sollte - so jedenfalls die bisherige Gepflogenheit.
Aber vielleicht ist das Gauck selber nicht klar. Was hat er denn erwartet? Dass die Thüringer SPD und Grünen plötzlich ängstlich zurück zucken "Oje, oje, was machen wir da bloß. Wenn uns das jetzt nicht unser Präsident bewusst gemacht hätte..." Wohl kaum. So naiv kann er doch nicht sein, dass er glaubte, diese EINMISCHUNG hätte Erfolg. Oder wollte er einfach nur mal seinen persönlichen Frust gegenüber der LINKEn wegen seines Vaters loswerden. Auch nicht gerade das, was ich mir von einem Präsidenten erwarte. Also bitte, erklären SIE es mir! Was sollte das?

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Alvy Singer 03.11.2014, 22:52
77. Thüringer entscheiden über Thüringen

und sie haben entschieden, dass sie in Thüringen eingesperrt sein wollen. Jeder Thüringer, der versucht, Thüringen zu verlassen, muss erschossen werden.

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002614 03.11.2014, 22:52
78. Man müßte sich

Zitat von keinereiner
Klar muss man sich mit der Vergangenheit beschäftigt haben. Wenn sie meinen Post gelesen hätten, dann wüssten sie es. Denn ich habe mich auf einige Sachen bezogen die wir in der DDR hatten (Totalüberachtung, Einschränkung der Menschenrechte). Ich will sowas nicht wieder haben. Aber wenn aus der Vergangenheit gelernt hat, der pauschalisiert nicht naiv und meint die Linke ist sicher Schuld und will das. Nein, der Betrachtet die Politik heute und vergleicht sie. Dann stellt man fest, dass CDU/CSU, SPD, Grüne und FDP in den letzten 13 Jahren seit dem 11. September an einen Unrechtsstaat herangebracht haben. Ganz ohne Hilfe der Linke. Sie haben eine Totalüberwachung eingeführt und Errungenschaften die über Jahrhunderte mit Blut vom Volk erkämpft wurden einfach abgeschafft. Sorry, wer blind meint er lernt aus der Vergangenheit und sagt darum die Linke ist böse hat gar nichts gelernt. Er handelt nur aus Starrsinn und kann wohl aktuelle Entwicklungen nicht mehr verarbeiten oder will es nicht.
mal vorstellen, wenn die Stasi damals die elektronischen Überwachungs-Möglichkeiten gehabt hätte, wie sie heute sind !

Was Sie leider verwechseln ist die Tatsache, dass der DDR Staat alles versucht hat, die Gesinnung ihres Volkes auf Linie zu bringen und alle, die nicht in dieselbe Richtung gingen, schwer bestraften und sogar deren Angehörige, Kinder von den Eltern trennten usw. usf. um den Bürger gefügig zu machen.

Wo geschieht das heute in unserem Land? Jeder kann hier im Forum oder auch öffentlich - die Linke medienwirksam im Fernsehen - jeden Mist erzählen und "regierungsfeidliche Propaganda" betreiben.
Es folgen keine Konsequenzen...

Und das trotz der heute viel umfangreicheren Daten-Erfassung. - Das muß wohl am System liegen.

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toskana2 03.11.2014, 23:01
79. unmöglich?

Auch ein Aufrechter und Wortgewaltiger wie Gauck kann sich irren.

Weshalb ihm als Überparteilichem gut zu Gesicht stünde,
in tagespolitischen Themen mehr Zurückhaltung zu üben.

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