Forum: Politik
Stimmenfang mit Hassparolen: Italiens Rechte hetzt gegen Flüchtlinge
AP/dpa

Leere Gebäude lieber niederbrennen, als Flüchtlinge unterzubringen - mit solchen Parolen machen Politiker in Italien Stimmung. Rechte Parteien profitieren, immer irrer werden die "Lösungsvorschläge".

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klmo 16.08.2015, 10:04
180.

Zitat von Ursprung
Sie meinen damit: der "Standard" hierzulande ist pure Betonkoepfigkeit?
Jedes Land hat seine Standards. Wenn wir Exportweltmeister sind, hat das auch mit einem hohen Ausbildungsstandard zu tun. Wer diesen Standards nicht entspricht, hat wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt oder verrichtet irgendwelche prekären Arbeiten im Billiglohnsegment.
Heraus kommt dann dieses Fazit:
Dänemark: Asylanten-Integration gescheitert — 13 März 2015
Dänemark gesteht sich ein, dass der Versuch, Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt zu integrieren, als gescheitert angesehen werden muss. Nach zehn Jahren zeigen sich die politisch Verantwortlichen "zutiefst erschrocken" vom Status quo.

Nun darf man davon ausgehen, dass besonders Dänemark bemüht ist, die Integration umzusetzen.
Warum hier solch eine Differenz zwischen Wirklichkeit und Wunschdenken herrscht, darüber sollte man offen reden.

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TheGretOne 16.08.2015, 10:12
181.

Zitat von shark
macht eigentlich die Kirche für die Asylanten und Flüchtlinge? Heisst es nicht in der Bibel "Liebe deinen Nächsten und gib im Wasser , Brot und Unterkunft?" Hier könnte der Papst beweisen, was es mit der Kirche so auf sich hat. Es gibt genügend Immobilien -wiltweit-, die im Kirchenbesitz sind und teilweise leerstehen. Und Nonnen und Pater werden doch bestimmt helfen können.
Bei uns in der Gemeinde wurden leerstehende Pfarrheime Flüchtlingen zur Verfügung gestellt außerdem können wir Gemeinschaftsräume der Kirche im Rahmen der Flüchtlingsbetreuung kostenfrei nutzen.

Aber grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, ich habe auch den Eindruck, dass die Kirche noch mehr machen könnte.

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schokomuffin 16.08.2015, 10:25
182.

Das war zu erwarten. Auch in Italien kommen sicher nicht alle Flüchtlinge aus Kriegsländern oder werden politisch verfolgt. Gegen diese richtigen Flüchtlinge haben die wenigsten etwas ( selbst die rechtsextreme Partei Pro NRW fordert: ja zum Asylrecht, nein zum Asylmissbrauch). Aber wir werden von Wirtschaftsflüchtlingen überrannt. 40% kommen aus dem Balkan, von denen nur 0,2% anerkannt werden. Dann noch Flüchtlinge aus anderen Ländern, in denen es keinen Krieg / politische Verfolgung gibt. Und zu den Roma aus dem Balkan: werden diese denn POLITISCH verfolgt? Oder werden sie nur diskriminiert? Ist letzteres der Fall, besitzen sie kein Asylrecht. Wenn die Politik nicht handelt, wird es in der EU einen Rechtsruck geben.

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gutentag88 16.08.2015, 10:25
183. nichts weggenommen

Zitat von enni3
Aber wenn die Leute hierher kommen, und die Ressourcen einfordern, die wir ihnen vorher weggenommen haben,
Also mir ist nicht bewust das ich Leuten in Afrika was weggenommen habe. Fisch esse ich nicht, spende keine Textilien, habe kein Gold, Kaffee nur aus Brasilien....
Das Problem ist wohl eher das es täglich 60.000 mehr Afrikaner gibt.
Soviele neue Jobs kan keine Regierung schaffen.

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bartsuisse 16.08.2015, 10:35
184. jjll Fakten sind Fakten

Sie wissen ganz genau dass Italien die ganze Rettungsaktion auf dem Meer praktisch alleine schultert. Ein Jahrlang ganz alleine und jetzt mit ETWAS Hilfe aus Deutschland und Irland. Die EU Hilfen betragen die gleiche Summe wie Mare Nostrum alleine kostete. Es ist nicht dasselbe wenn Tausende in einer Nacht aufgefischt werden oder diese sich mehr oder weniger geordnet melden. Das offizielke Italien, also Regierung und Mehrheit des Volkes tun ihre Pflicht nicht schlecht. Wegen 3-4 Volksprotesten aber die Situatiin so reisserisch zu berichten ist daneben. Und ja es ist so in Italien gabe es NICHT 170 Übergriffe in 6 Monaten und nicht einen einzigen Anschlag von Neonazis an Leib und Gut von andersdenkenden Italiener. Solche Abschläge wie in Ostdeutschland mit abgefackelten Scheunen oder NSU Skandal mit auf der Strasse erschossenen Ausländer gibt es nicht. Das sind grosse Qualitäts und Quantitätsunterschiede. Was es gibt ist Ausbeutung und Probleme mit Unterbringung.

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j2011 16.08.2015, 10:38
185. Ich befürchte etwas ganz anderes...

ich kann sehr gut verstehen, wenn Menschen aus ihrer Heimat fliehen und versuchen, woanders menschenwürdig leben zu können. Es ist - vordergründig gesehen auch sehr gut für unsere Wirtschaft, wenn wir die gut ausgebildeten Menschen problemlos in unser System integrieren können. Es ist nämlich vorwiegend die gut ausgebildete Mittelschicht, die das Geld hat, Schleuser zu bezahlen um sich auf den Weg machen zu können.

Ich frage mich da nur: was ist dann mit den Heimatländern? Wenn diese Leute weg sind, haben Taliban und IS und was für grauenvolle Einrichtungen es sonst noch gibt, leichtes Spiel mit den Zurückgebliebenen. Es werden Probleme näherrücken, an die hier jetzt noch keiner glaubt.

Der einzige Ausweg für uns und diese geflüchteten Menschen wäre ein geschlossen auftretendes Europa, was sich gegen diese Zustände wehrt, genauso, wie Großbritannien sich im zweiten Weltkrieg gegen Ignoranz und Barbarei gewehrt hat. Ich bin kein Kriegstreiber, aber ich sehe es kommen, daß uns und auch diesen Flüchtlingen nichts anderes übrig bleiben wird.

Nicht nur unsere Wirtschaft sollte ihre schnellebigen Vorteile sichern können, sondern für uns alle sollte die Welt besser werden, für die Flüchtlinge und auch für uns alle Europäer.

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hevopi 16.08.2015, 10:43
186. Jeder, der sich Sorgen macht,

ist "rechts". Es geht doch nicht um eine Fluchtwelle der vom Krieg bedrohten Menschen, sondern um eine Völkerwanderung aus völlig korrupten Staaten in Afrika, deren Ausgang keiner übersehen kann. In Afrika leben über 1 Milliarde Menschen, die brauchen dringend gut ausgebildete Lehrer, Ingenieure und Ärzte, wir in Europa wollen diesen Menschen eine Chance geben und wie sollen diese Länder dann zurechtkommen? Wir fördern "Schlepperverbrecher", weil sie ja nur die Hilfsbedürftigen auf ein völlig überfülltes Boot setzen, dafür 2.800 $ kassieren und dann eben viele umkommen, statt endlich mit aller Macht einen Riegel davor zu schieben. Wir unterstützen Wirtschaftsflüchtlinge mit Sozialleistungen oder akzeptieren die Ausnutzung dieser Menschen durch Schwarzarbeit und nehmen die wirklichen Probleme einfach nicht zur Kenntnis. Natürlich werden auch viele Kriminelle nach Europa flüchten, denn da ist wenigstens was zu holen. Zusammengefaßt: Die völlig verfehlte Politik macht dieses ganze Drama immer schlimmer und es kann nicht richtig sein, jeden Kritiker in das Lager der "Rechten" zu verfrachten. Was wir brauchen ist eine humane, intelligente Hilfe für die wirklichen Asylberechtigten und sofortige Rückführung, wenn kein Asyl gewährt wird.

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wahrsager23 16.08.2015, 10:46
187. Zahl der Millionäre explodiert:

in AFRIKA.

Wie unlängst ein dt. Magazin berichtet hat. Der SPIEGEL berichtet natürlich solche Nachrichten ungern, weil sie das Dogma "der arme Afrikaner" vs. "der reiche Deutsche" in Zweifel ziehen.

Wieso geben diese Millionäre bzw. Milliardäre nichts von ihrem Reichtum ab? Ist es wieder mal dasselbe Problem wie in GR, dass die reiche Elite in diesen Ländern keine Lust hat und dann lieber auf das "reiche" Deutschland verweist, dessen Bürger aus der Mittelschicht dann die "Rechnung" begleichen sollen?

Wer schon mal in Afrika war, weiss, dass der Focus-Bericht stimmt, denn dort gibt es genug Reiche. Und solange diese in ihren eigenen Ländern ihre eigenen Bürger nicht sozial versorgen wollen, sehe ich es nicht ein, warum ich an deren Stelle das übernehmen soll, bzw. laut SPIEGEL-Moralprediger-Meinung sondern übernehmen MUSS.

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bartsuisse 16.08.2015, 10:48
188. Drittstaatenregelung Dublin muss reformiert werden

es kann nicht sein dass 5 Staaten (Schweden Ungarn Deutschland Italien und Griechenland) die Hauptlast tragen und andere EU Länder ohne Aussengrenzen fein raus sind. Gemeinsame Politik und Quoten braucht es.

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janeel_mx 16.08.2015, 10:51
189. Ursachenforschung

ist eine EHRLICHE ÖFFENTLICHE DISKUSSION über die URSACHEN DER FLÜCHTLINGSWELLE. Und natürlich als Folge davon eine geänderte Politik. 90% der Flüchtlinge sind von uns (dem Westen) verursacht, allen voran von den USA und Israel durch Destabilisierung der Länder des nahen Ostens und unterstützung von Rebellen / Bürgerkriegen. Aber auch andere Faktoren spielen eine Rolle wie Überfischung durch Fabrikfangflotten, Export billiger Agrarüberschüsse, ...

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