Forum: Politik
Stimmenfang mit Hassparolen: Italiens Rechte hetzt gegen Flüchtlinge
AP/dpa

Leere Gebäude lieber niederbrennen, als Flüchtlinge unterzubringen - mit solchen Parolen machen Politiker in Italien Stimmung. Rechte Parteien profitieren, immer irrer werden die "Lösungsvorschläge".

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wecan 16.08.2015, 14:51
210.

Zitat von derHamlet
Guten Tag wecan, selbstverständlich ist der Gläubiger daran interessiert, dass der Schuldner weiterhin Schulden bei ihm hat, damit macht er sein Geschäft, nennt sich Zinsen. Wird der Schuldner zahlungsunfähig, nimmt der Gläubiger die "Sicherheit": im Falle von Afrika die unterpreisigen Ressourcen, im Falle eines Häuslebauers die unterpreisige Ressource Eigenheim, im Falle Griechenlands z. B. Flughäfen oder öffentliche Wasserversorgung, das kann dann auch schon mal privatisieren heißen. So läuft das Geschäft. Ich wüsste nicht warum andere Foristen Sie informieren sollten, Ihre Hausaufgaben müssen Sie schon selber machen.
Sie haben durchaus Recht damit, dass ein Schuldner ein Interesse daran hat, die Abhängigkeit des Schuldners zu erhalten.

Auch der IWF ist sicherlich kein Heiliger.

Aber wenn der IWF ein derartiger Halsabschneider ist, wie in Bezug auf Afrika behauptet wird, dann stellt sich dennoch eine Frage.

Warum leihen sich die Afrikaner nicht woanders Geld?

China z.B. sitzt auf gewaltigen Devisenreserven. Das wäre doch eine Win-Win-Situation: China leiht den afrikanischen Staaten Geld zu faireren Konditionen als der IWF und kassiert dafür sichere Zinserträge. Sind die Chinesen und die Afrikaner nicht klug genug diese Möglichkeit wahrzunehmen? Oder hat sich auch China mit dem Westen gegen Afrika verschworen und ist dafür sogar bereit auf Zinsgewinne zu verzichten? Oder könnte es sein, dass die Konditionen des IWF gar nicht so unfassbar nachteilig sind im Vergleich zu dem was andere an Konditionen anbieten?

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enni3 16.08.2015, 15:00
211.

Zitat von 93160
aus Hilflosigkeit. Aus Angst.Aus Unsicherheit. Die Fluechtlinge zum Beispiel aus Kos werden nun nach Athen verfrachtet um dort auf der Strasse weiterzuleben. Wenn Europa keine Antwort findet, werden die Nationalstaaten eine Antwort finden muessen. Auch wenn es Abschottung heissen muss. In Europa die Aufklaerung, die Kriege und Revolutionen ueberstanden zu haben um Europa halbwegs menschlich zu gestalten, wird nicht aufrechtherhalten koennen wenn das Massenelend der Welt nun nach Europa kommt.Entweder man dieses massenelend auf und wir fangen in Europa wieder von vorn an, ohne Blutvergiessen wird es nicht gehen wie frueher, oder Europa schottet sich ab.Es geht weder um rechts oder links, weder um Hetze oder nicht Hetze, es geht um ueberleben.Europa war schon weiter um nur zu ueberleben.Wir koennen ja alle wieder dahin zurueck, bitte schoen.Der staerkere gewinnt.
Sie widersprchen sich selber. Einerseits wollen Sie ein Europa, anderseits wieder auch nicht.

Europa muss endlich damit klarkommen, dass es von Asien und Afrika der Hafen ist. Wenn man der Völkerwanderung entgegenwirken will, dann ist es oberste Priorität die Ursachen zu bekämpfen.

Dafür besteht aber keine politische Mehrheit. Der Europäer will eben konsumieren, ohne jeden Gedanken der Konsequenzen.

Tatschlich muss das System erst vor die Wand fahren (hoffentlich nicht im gleichen historischen Maßstab wie vor 80 Jahren). Aber anders werden auch wir Europäer nicht dazulernen. Dieser Thread hier hat mal ein wenig Hoffnung verbreitet, weil die Schreihälse und Trolle in der Minderheit waren. Aber trotzdem ist die gängige Meinung immer noch, dass die Probleme hier vor Ort gelöst werden könnten.

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wecan 16.08.2015, 15:03
212.

Zitat von enni3
Sie können sich selbst informieren. Ich habe keine Lust Ihre Faulhaeit und Naivität zu unterstützen. Selbst wenn ich Ihne die Fakten liefern würde, wie z.B. beim Bau des neuen Athener Flughafens, würden Sie mir doch nicht glauben. Die deutschen Firmen sind genauso koruppt wie amerikanische, russische oder chinesische Firmen. Die Wahrheit tut weh, weil Sie doch die eigene Natur immer so offenlegt.
(1) Dass deutsche Firmen Heilige sind, die sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, habe ich auch nie behauptet. Ob sie wirklich nicht weniger rabiat vorgehen als z.B. chinesische Firmen, wage ich zu bezweifeln, aber ich gebe zu, dass ich das jetzt nicht beweisen kann und da schreibe ich auch nicht: "Ist aber so, informieren Sie sich!"

(2) Ist interessant, wie schnell die Diskussion unfreundlich wird ("Ich habe keine Lust Ihre Faulhaeit und Naivität zu unterstützen." etc.) wenn man mal wagt, "Fakten" anzuzweifeln. Eigentlich müssten sich Foristen doch freuen, wenn man sich für Ihre Thesen interessiert und nach weiteren Informationen fragt.

(3) Natürlich werden Sie mich kaum überzeugen, aber das gilt umgekehrt doch genauso. Wir präsentieren hier doch vor allem unsere Meinungen. Wollen Sie mir da wirklich einen Vorwurf draus machen, weil Sie sich selber da ernsthaft anders einschätzen würden?

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enni3 16.08.2015, 15:10
213.

Zitat von Steve Holmes
Ich habe früher für eine deutsche Firma Geschäfte mit dem Iran gemacht. Schmiergelder waren eine Selbstverständlichkeit und man konnte sie damals noch ordentlich von der Steuer absetzen. Heute muss man wohl Umwege finden. Das weiß ich nicht aus eigener Erfahrung. Wir leben in einer Marktwirtschaft und die Anbieter müssen sich auf die Anforderungen der Kunden einstellen. Das ist die wahrste Form der Demokratie. Und auch politische Parteien müssen sich auf die Wünsche der Wähler einstellen, sonst werden sie nicht gewählt. Der Wähler ist der Souverän und nicht vereinzele Gutmenschen.
Ich bin ein Gutmensch und Idealist, ja das gebe ich gerne zu. Aber ich steh zu den Konsequenzen meiner Meinung.

Das Problem vieler Leute ist aber, dass Sie Dinge voneinander trennen wollen, die nicht trennbar sind. Entweder oder. Ausbeutung und Flüchlinge, Verzicht und keine Flüchtlinge.

Wer das eine will muss das andere hinnehmen. Marktwirtschaft bedeutet eben, vor allem wenn sie globalisiert ist, dass alle in einem Team spielen. Globalisierung oder Nationalismus, wieder ein Widerspruch in der Meinung der meisten Bürger. Wenn man das eine will, kann man das andere nicht haben.

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enni3 16.08.2015, 15:36
214.

Zitat von wecan
(1) Dass deutsche Firmen Heilige sind, die sich nie etwas zu Schulden kommen lassen, habe ich auch nie behauptet. Ob sie wirklich nicht weniger rabiat vorgehen als z.B. chinesische Firmen, wage ich zu bezweifeln, aber ich gebe zu, dass ich das jetzt nicht beweisen kann und da schreibe ich auch nicht: "Ist aber so, informieren Sie sich!" (2) Ist interessant, wie schnell die Diskussion unfreundlich wird ("Ich habe keine Lust Ihre Faulhaeit und Naivität zu unterstützen." etc.) wenn man mal wagt, "Fakten" anzuzweifeln. Eigentlich müssten sich Foristen doch freuen, wenn man sich für Ihre Thesen interessiert und nach weiteren Informationen fragt. (3) Natürlich werden Sie mich kaum überzeugen, aber das gilt umgekehrt doch genauso. Wir präsentieren hier doch vor allem unsere Meinungen. Wollen Sie mir da wirklich einen Vorwurf draus machen, weil Sie sich selber da ernsthaft anders einschätzen würden?
Das war der beste Beitrag Ihrerseits in dem Thread.

Darauf lässt sich wirklich eine Diskussion aufbauen. Aber Sie haben vielleicht selber mitbekommen, dass Sie hier in der späten Phase des Threads relativ einsam dar standen.

Ich kann ihre Argumente verstehen, aber Sie haben zeitweise auf einem Niveau argumentert, wo Sie von allen Belege wollten, Sie selber aber irgendetwas in die Diskussion warfen.

Ihr Punkt 3 ist da übrigens top, Ich habe gar nich vor, Sie zu überzeugen, auch wenn eine Diskussion eigentlich das Ziel hat. Ich liebe Diskussionen, je kontroverser, desto besser. Man nimmt immer etwas mit aus einer solchen Diskussion, überdenkt eigene Meinungen und kann beim nächsten Mal besser argumentieren.

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93160 16.08.2015, 15:38
215. Wieso widerspreche ich mich?

Zitat von enni3
Sie widersprchen sich selber. Einerseits wollen Sie ein Europa, anderseits wieder auch nicht. Europa muss endlich damit klarkommen, dass es von Asien und Afrika der Hafen ist. Wenn man der Völkerwanderung entgegenwirken will, dann ist es oberste Priorität die Ursachen zu bekämpfen. Dafür besteht aber keine politische Mehrheit. Der Europäer will eben konsumieren, ohne jeden Gedanken der Konsequenzen. Tatschlich muss das System erst vor die Wand fahren (hoffentlich nicht im gleichen historischen Maßstab wie vor 80 Jahren). Aber anders werden auch wir Europäer nicht dazulernen. Dieser Thread hier hat mal ein wenig Hoffnung verbreitet, weil die Schreihälse und Trolle in der Minderheit waren. Aber trotzdem ist die gängige Meinung immer noch, dass die Probleme hier vor Ort gelöst werden könnten.
Europa wird es immer geben. Glauben Sie wir Franzosen haben den Sklerus verjagt, mit den Deutschen Frieden gemacht, ein Sozialsystem aufgebaut, Aufklaerung betrieben, Reliogion und Staat nicht vermischen um nun wieder von vorn anzufangen?
Sie verwechseln Europa mit der EU. Ist Ihr Problem.
Und wenn Sie von Ursachen sprechen, zaehlen Sie die Ursachen auch bitte auf.
Warum es zu einem Nazideutschland kam, diese Urasachen sind genau zu benennen.
Und was das System angeht, es wird an die Wand gefahren.Es ist aber gewollt. Nur die Systemgewinner sind nicht in Ihrer Liga.Und diese Gewinner wissen sie werden gewinnen.Um das diese auch gewinnen werden andere mit "extrem" betitelt die es versuchen zu verhindern.

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katzenheld1 16.08.2015, 15:45
216.

Zitat von enni3
Sie widersprchen sich selber. Einerseits wollen Sie ein Europa, anderseits wieder auch nicht. Europa muss endlich damit klarkommen, dass es von Asien und Afrika der Hafen ist. Wenn man der Völkerwanderung entgegenwirken will, dann ist es oberste Priorität die Ursachen zu bekämpfen. Dafür besteht aber keine politische Mehrheit. Der Europäer will eben konsumieren, ohne jeden Gedanken der Konsequenzen. Tatschlich muss das System erst vor die Wand fahren (hoffentlich nicht im gleichen historischen Maßstab wie vor 80 Jahren). Aber anders werden auch wir Europäer nicht dazulernen. Dieser Thread hier hat mal ein wenig Hoffnung verbreitet, weil die Schreihälse und Trolle in der Minderheit waren. Aber trotzdem ist die gängige Meinung immer noch, dass die Probleme hier vor Ort gelöst werden könnten.
Ich stimme Ihnen voll zu, denn ich finde auch, dass die Probleme in Afrika und in Nahost vor Ort gelöst werden müssen. Und zwar von den Afrikanern und den Menschen in den muslimischen Staaten, die sich gerade in Religionskriegen und ethnischen Konflikten gegenseitig umbringen.

Europa kann weder Afrika noch die arabische Welt vor sich selbst retten. Religionskriege gab es auch in Europa, und zwar sehr grausame. Da mussten wir durch, in Europa. Ob die islamischen Länder irgendwann einmal eine Art von Aufklärung erleben, ist nicht unsere Sache. Ob der Bevölkerungsexplosion in afrikanischen Ländern Einhalt geboten werden kann, liegt nicht in der Verantwortung europäischer Politiker. Ethnische Konflikte, archaisches Clandenken, noch archaischere Vorstellungen von einem Gemeinwesen können nicht auf dem europäischen Kontinent gelöst oder verändert werden. Sie dürfen aber auch nicht importiert werden.

Deshalb verweigere ich mich auch der grenzenlosen Willkommenskultur, äußere Vorbehalte und Kritik an der Kommet-her-zu-uns-alle-Ideologie und nehme es in Kauf, dafür unverzüglich in die Nazi-Schublade gesteckt zu werden. Wer so wie ich sowohl die sehr linke als auch die sehr rechte Seite des politischen Spektrums verabscheut, hat es wesentlich schwerer als ein eindimensional denkender Roter, Grüner oder Brauner. Leider ist weder mit dem linken Spektrum noch mit dem braunen Spektrum eine sachliche Diskussion über die Folgen eines unkontrollierten Migrationsstroms nach Europa möglich.

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gutentag88 16.08.2015, 16:19
217. Ach sind Sie naiv.

Zitat von enni3
Ach sind Sie naiv. Es geht nicht darum, ob sie direkt Produkte aus Afrika beziehen,
Ich hätte das Tanatl erwähnen sollen. Lesen sie Wikipedia bitte.
Das wird wie in alten Goldgräber Zeiten gewonnen. Finde ich toll das da nicht nur ein Großkonzern verdient.
Sagen sie mitr bitte was ich ändern soll an meiner Lebensweise, damit Africa nicht nach Europa kommen muß.

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derHamlet 16.08.2015, 16:23
218.

Zitat von wecan
Guten Tag derHamlet, meine Hausaufgaben bestehen ganz sicher nicht darin, Beweise im Netz oder sonstwo zu suchen für Behauptungen, die ich für falsch halte. Wenn Foristen hier etwas beweisen wollen bzw. Mutmaßungen als bewiesene Fakten deklarieren, dann müssen diese Foristen eben auch ihre Beweise offenlegen, um glaubhaft zu bleiben. "Ist so, informieren Sie sich!" ist für mich kein valides Argument in einer Diskussion. Wer andere überzeugen will, sollte die dazu nötigen Informationen schon selber liefern können, so einfach ist das.
Guten Tag wecan,

neu wäre mir das dieses Forum gleich einer Gerichtsverhandlung wäre.

Hier ein wenig Lektüre für Sie, es liegt bei Ihnen sich von diesen "Beweisen" "überzeugen" zu lassen:

-Wie Reichtum Armut schafft. Verschwendung, Arbeitslosigkeit und Mangel von Karl Georg Zinn

-Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen von Jeremy Scahill

-Psychologie der Massen von Gustave Le Bon


-Bekenntnisse eines Economic Hit Man von John Perkins
-Der Nebel um das Geld von Bernd Senf

"So einfach" sind die Zusammenhänge nicht, eher komplex und undurchschaubar.

Hier noch etwas als Schnellimbiss:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/11/03/der-grosse-plan-iwf-kredite-als-mittel-zur-ausbeutung-der-voelker/

Sie sind noch den Beweis für Ihre Behauptung schuldig, dass Afrika aus "freien Ländern" besteht.

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derHamlet 16.08.2015, 16:24
219.

Zitat von wecan
Sie haben durchaus Recht damit, dass ein Schuldner ein Interesse daran hat, die Abhängigkeit des Schuldners zu erhalten. Auch der IWF ist sicherlich kein Heiliger. Aber wenn der IWF ein derartiger Halsabschneider ist, wie in Bezug auf Afrika behauptet wird, dann stellt sich dennoch eine Frage. Warum leihen sich die Afrikaner nicht woanders Geld? China z.B. sitzt auf gewaltigen Devisenreserven. Das wäre doch eine Win-Win-Situation: China leiht den afrikanischen Staaten Geld zu faireren Konditionen als der IWF und kassiert dafür sichere Zinserträge. Sind die Chinesen und die Afrikaner nicht klug genug diese Möglichkeit wahrzunehmen? Oder hat sich auch China mit dem Westen gegen Afrika verschworen und ist dafür sogar bereit auf Zinsgewinne zu verzichten? Oder könnte es sein, dass die Konditionen des IWF gar nicht so unfassbar nachteilig sind im Vergleich zu dem was andere an Konditionen anbieten?
Guten Tag wecan,

die Chinesen verfolgen eine andere Strategie.

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