Forum: Politik
Stimmung vor Wahl in Kiew: "Wir mögen die Russen, aber ihr Präsident ist ein Idiot"
SPIEGEL ONLINE

Die Ukraine wählt am Sonntag ein neues Parlament. Acht Monate nach dem Sieg der Maidan-Revolution leidet das Land unter Krieg und Krise. Viele Ukrainer wollen Reformen, andere sind verbittert. Eine Umfrage in der Hauptstadt.

Seite 2 von 7
paulpaulus 25.10.2014, 12:25
10. Diese Wahl wird garnichts verbessern.

Es werden die an der Macht bleiben die derzeitg an der Macht sind und der Krieg wird in der nächsten Woche in eine neue Runde gehen und diese wird viel härter werden als die vorrige.
Das Land wird noch weiter ins Chaos stürzen und die EU wird das Chaos (welches sie ja mit angezettelt hat) nicht beenden können. Der Ukrainische Bürger wird die hilflosigkeit der EU erkennen und den Tag an dem sie diesem Verein angehören wollten verfluchen.
Dann kommt auch noch der kalte Winter und vermutlich mit wenig russischem Gas zum heizen, weil die es nicht bezahlen können und die EU nicht alles bezahlen will und auch garnicht kann.
Dann ist da ja auch noch die Kriese in der EU....
Schauen wir mal wie das Chaos noch weiter geht. Es wird spannend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reinhard-s 25.10.2014, 12:28
11. Maidan Revolution hat verloren

Wie man in den Zeitungen von damals nachlesen kann, knobelten 3 EU Außenminister einen Kompromiß aus. Der wurde von der Regierung und einer großen Mehrheit der Maidanbesetzer angenommen. Eine kleine Gruppe Radikaler lehnte ihn ab und setzte sich durch. Vom Willen des Volkes keine Spur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kobalt55 25.10.2014, 12:31
12.

So wäre es dem Osten Deutschlands auch ergangen ohne die Hilfe des Westens.In Armut versunken!
Doch wie Wahlversprechen schnell vergessen werden,
so auch die die an dem Dilemma Schuld waren.Und so bringt man die gleichen Linken-Nullen in Thüringen Heute wieder an die Macht......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lutzhunger 25.10.2014, 12:59
13. Zwischen den Zeilen

Eins wird klar, den (west-)Ukrainern geht es ähnlich wie den Deutschen, sie stehen vor einer Wahl vor dem Problem sich zwischen Pest und Cholera zu entscheiden. Ihre einzige Hoffnung ist, die Partei zu wählen, die Geld in der EU locker macht. Im Prinzip ist es ja auch der Herzenswunsch der Gönner von Kiew, das die EU die Ukraine genau wie Türkei näher an die EU bindet (als Brücken nach Russland / militärisch). Das Problem: Nun rutsch auch die letzte Wirtschaftsmacht in der EU (D) in eine Rezession, die man auch wegen der aus Washington gewünschten Sanktionspolitik beschleunigt bekommt. Man ist überschuldet , steht mit dem Rücken zur Wand. Kiew brauchte direkte finanzielle Hilfe, man kann aber nur Kredite geben, die Kiew wenig nützen, da man überschuldet ist. Und eins ist auch klar: Bei der Wahl geht es vor allem darum: wer kommt an die Fleischtöpfe, die im Augenblick leer sind und die bitte ganz schnell von der EU aufgefüllt werden. Ja und vieles spricht auch dafür, das der Besitzer einer Waffenfabrik zwischen den Wahlen in Kiew und Donezk dafür sorgen wird, das wieder neues Kriegsgerät gebraucht wird. Nicht zu unterschätzen sind noch die Pulverfässer in Mariopul, Charkov und Odessa. Sicher herrscht da Friedhofsruhe, da die Menschen wohl nicht einen Krieg wie Donezk wollen, aber die wirtschaftliche Lage ist miserabel und die Kiew Armee benehme sich wohl nicht unbedingt freundlich...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000082513 25.10.2014, 13:05
14. Ja...

...ich bin vor einer Woche selber aus Kiew zurückgekommen, und muss sagen: ein Wirklich guter Spiegel der aktuellen Stimmungen in der ukrainischen Gesellschaft!
Besonders der Teil mit der generellen Unentschlossenheit. Kaum einer weiß, wen er wählen soll, da kaum jemand ohne Dreck am Stecken ist.

Aber egal wer es wird, sie wissen: Wir müssen liefern, oder es gibt einen weiteren Maidan. Das macht ein wenig Hoffnung.

Dass der Soldat so verbittert ist, verwundert auch nicht. Der ukrainische Generalstab ist korrupt und voller Verräter, und es gibt wohl nur wenige reguläre ukrainische Frontsoldaten, die von ihrer Führung noch nicht in Hinterhalte geschickt wurde.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vandenplas 25.10.2014, 13:08
15. Andrej, 43

scheint einer der wenigen interviewten zu sein der begriffen hat, dass die "Revolution" (eher Putsch) nur scheinbar vom Volk ausging. Seiner "Lösung" die Regierung in Kiev "aufzuknüpfen" kann man nicht zustimmen, sehr wohl aber seinem Misstrauen und Ärger. Persönlich bin ich überzeugt, dass der Waffenstillstand im Osten irgendwann nach den Wahlen endgültig gebrochen wird und der Krieg in bisher ungekannter Härte neu aufflammt. Für die westlichen Drahtzieher dieser Verschwörung ist die Ukraine an sich nur ein Sekundärziel. Primäres Ziel ist und bleibt Russland wirtschaftlich, finanziell und politisch zu isolieren und destabilisieren um eine multipolare Weltordnung noch zu verhindern. Eigentlich ein aussichtsloser Plan. Aber ich fürchte, dass die Ukrainer noch einen hohen Blutzoll werden bezahlen müssen. Wenn es ganz schlecht geht, dann irgendwann auch noch die Europäer...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vandenplas 25.10.2014, 13:09
16. Andrej, 43, Soldat

scheint einer der wenigen interviewten zu sein der begriffen hat, dass die "Revolution" (eher Putsch) nur scheinbar vom Volk ausging. Seiner "Lösung" die Regierung in Kiev "aufzuknüpfen" kann man nicht zustimmen, sehr wohl aber seinem Misstrauen und Ärger. Persönlich bin ich überzeugt, dass der Waffenstillstand im Osten irgendwann nach den Wahlen endgültig gebrochen wird und der Krieg in bisher ungekannter Härte neu aufflammt. Für die westlichen Drahtzieher dieser Verschwörung ist die Ukraine an sich nur ein Sekundärziel. Primäres Ziel ist und bleibt Russland wirtschaftlich, finanziell und politisch zu isolieren und zu destabilisieren um eine multipolare Weltordnung zu verhindern. Eigentlich ein aussichtsloser Plan. Aber ich fürchte, dass die Ukrainer einen hohen Blutzoll werden bezahlen müssen. Wenn es ganz schlecht geht, dann irgendwann auch noch die EUropäer...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diefreiheitdermeinung 25.10.2014, 13:21
17. Der unmögliche Titel eines gleichzeitigen Kommentars in SPON

lautet. "Kommentar zur Wahl: Die Ukraine gehört in die EU". Damit ist Alles gesagt ! Genau so macht man a) die EU kaputt und b) treibt die Wahlbevölkerung in der EU zu Parteien wie UKIP, FPÖ, AfD und NF. Ausserdem: leider ist die Ukraine politisch von Halb- oder Vollkriminellen verseucht und nur ein Teil der Bevölkerung (die gutgläubige Minderheit?) meint durch eine Wahl daran etwas grundlegend ändern zu können. Mitnichten. Wie schon nach der misslungenen orangen Revolution wird auch das letzte Kapitel der Ukraine wiederum im Chaos enden. Es genügt halt nicht, sich Russland und dessen Führung als gemeinsamen Feind auszusuchen und dann in allen anderen Bereichen die Zügel schleifen zu lassen. Was die Ukraine wahrscheinlich brauchen ist ein starker, korruptionsfreier Machapparat der in einem bereits gescheiterten Staat durchgreifen kann. Dass es dazu kommt - ich glaube es nicht. Letztes Wort: jedes Land hat die Regierung, die es verdient. Das gilt für Russland und Deutschland genauso wie die Ukraine. Nur zu Zeiten des Kolonialismus und der UN Treihänderschaft war es anders. Aber solange die "Geber" aus dem Westen weiter bereit sind einen durch und durch korrupten Apparat durch hohe Geldspritzen weiter am Leben zu halten wird sich am Durchwursteln Nichts ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
abrweber 25.10.2014, 13:27
18. Sieg der Maidan Revolution?

Angesichts der chaotischen Lage in der Ukraine muss man ja zwangsläufig ein Fan von Niederlagen werden.DieseWahl wird nichts verändern oder verbessern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kone 25.10.2014, 13:32
19.

Leider ist es inzwischen ja soweit gekommen, daß man sich - als halbwegs aufgeklärter deutscher Normalbürger - bei einem solchen Artikel zunächst fragen muss, welches propagandistische Ziel der Autor denn wohl verfolgen könnte!
Ich vermute aber, daß alle Aussagen authentisch sind ! Sie stammen zwar ausschließlich von Kiewern, also Westukrainern, werfen aber damit auch ein subtiles Licht auf die Zerissenheit der Bevölkerung, die sich, und ihre Interessen, die sie am Anfang der Maidan-Bewegung vortrugen - also bevor der Westen (mit Frau Nuland und anderen) das Kommando übernahm - nicht vertreten fühlt!
Die entscheidende journalistische Schwäche aber ist, daß der Autor keine entsprechende Befragung von Bürgern aus der Ostukraine, oder der Krim anbietet.
Ich gehe demnach davon aus, daß uns lediglich das westliche Engagement in der Ukraine schmackhafter gemacht werden soll!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7