Forum: Politik
Strache-Affäre und Neuwahlen in Österreich: Kurz' Schluss
Christian Bruna / epa

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist mit seinem Vorhaben, mit Rechtspopulisten zu koalieren, krachend gescheitert. Nun will er Neuwahlen und möglichst alleine regieren. Das ist ein riskanter, aber geschickter Schachzug.

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pepe-b 18.05.2019, 21:28
1. Dämmerung

In UK zerlegen sich die Populisten selbst, indem sie ihre Unfähigkeit beweisen, Österreich nun auch. Man kann nur hoffen, dass das der Anfang vom Ende dieser widerlichen Populismus-Welle ist, die Europa seit fünf Jahren im Griff hat. Und damit meine ich nicht nur die Politiker, sondern ganz explizit und besonders auch deren Wähler.

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raoul2 18.05.2019, 21:40
2. Natürlich hat Kurz das ganze

mit zu verantworten. Den angerichteten Schaden wird er nur schwer wiedergutmachen können. Seinen AnhängerInnen wird es zwar egal sein, aber das internationale Ansehen hat dermaßen gelitten, daß es nur in langanhaltenden Aktionen (und sehr langsam) wieder aufgerichtet werden kann - wenn überhaupt.

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bakiri 18.05.2019, 21:42
3. Aus Fehlern lernen

Man kann sagen was er will. Bei allem Imageschaden für das Landes wurde in Österreich gezeigt wie betrügerisch, hinterhältig und egoistisch die Rechten sind. Auch wenn es vielleicht nicht die Intention von Herrn Kurz war, aber dies den Wählern zu zeigen war wichtig und richtig, anders lernen es die Menschen wohl nicht. Dadurch muss es nun politisch wieder mehr in die Mitte gehen, alles andere wäre dumm. Politik und Wähler haben hoffentlich etwas gelernt.

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Wmeinberg 18.05.2019, 21:45
4. Ein völlig zutreffender Kommentar!

Basti Kurz ist mit den Rechten ins Bett gegangen. Er hat deren Wahlkämpfe miterlebt, er hat mit denen 2Jahre die Macht ausgeübt. Immer wieder gab es unappetitliche Eskapaden, die von den bösen Medien öffentlich gemacht wurden. Dass es dieses Video braucht, um Basti erkennen zu lassen, dass er nun wirklich die Reissleine ziehen muss, dass es erst dieses Video braucht, um den Österreichern vor Augen zu führen, welche miesen Charaktere gewählt wurden, dass man überhaupt diesen Aufwand, gemeint ist diese Versteckte Kamera - Geschichte, betreiben musste, ist erschreckend. Kurz gehört genauso auf den politischen Müllhaufen, wie sein Vizekanzler, dem er die Hand gegeben hat und sollte zurücktreten.
Ich fürchte allerdings, dass Basti Kurz weiterhin nur taktiert, um seine Position auszubauen.

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martin2011ac 18.05.2019, 21:49
5. da bin ich mir nicht sicher ...

es heißt doch oft: Entzaubert die Populisten, indem ihr sie mal regieren lasst. Genau das hat Kurz getan und peng, der Plan ist aufgegangen. Die Amateure vom rechten Flügel sind, wie erwartet krachend gescheitert und Kurz kann die Reste einsacken, gut möglich das er das so mehr oder weniger geplant hat.

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Gudrun3 18.05.2019, 21:51
6.

Kurz ist ja nicht dumm und sollte vorher schon geahnt haben, mit was für einem Haufen er sich da um des Wirtschaftsliberalismus Willen eingelassen hat. Politisch jedenfalls ist er recht unreif.

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krasnojarski 18.05.2019, 21:55
7.

So ein Quatsch, es gab in Österreich eine Mehrheit rechts der Mitte und keine kleine. Die große Koalition mit der siechenden Sozialdemokratie war inhaltlich tot und leidenschaftslos. Da ist Kurz mit der FPÖ zwar ein Risiko eingegangen, aber ein kalkuliertes, und das war von den wenigen Optionen schlicht das kleinste Übel. Er hat Respekt verdient dafür, jetzt zum richtigen Zeitpunkt den Schlussstrich zu ziehen. Die linksliberale Besserwisserei in dem Kommentar - aber auch vielfach andernorts- ist durchsichtig, hohl und hat wesentlich dazu beigetragen, dass FPÖ, AfD und Konsorten überhaupt erst da sind, wo sie sind. Wenn irgendwann die Boris Palmers in Deutschland mal ernster genommen werden, dann verschwindet auch die AfD.

Das Gelaber von der Verschiebung des Sagbaren hängt mir zum Hals raus. Die Leute sollen sagen, was sie denken! Und dann muss man sich halt damit auseinandersetzen!

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Peletua 18.05.2019, 22:05
8. Ins Schwarze getroffen

Kazims Kommentar ist nur eins hinzuzufügen: So ist es!

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blume4000 18.05.2019, 22:05
9. Top

Jeder macht Fehler und großen Respekt vor diesem Mann. Bei Neuwahlen geht er auch ein großes Risiko ein. Aber er sieht es hat keinen Sinn und strebt nach Lösungen. So einen Kanzler bräuchten wir in Deutschland. Den hier steht es seit Jahren, aber jeder klebt an seinem Posten. Und das würde keiner machen, aus Angst den Posten zu verlieren.

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