Forum: Politik
Strategiedebatte: Steinbrück wirft SPD Realitätsverlust vor
DPA

Die SPD ist in der Krise - den Ex-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück überrascht das nicht. Im SPIEGEL wirft er seiner Partei vor, in einer "Vielfaltseuphorie" die wahren Probleme der Menschen auszublenden.

Seite 9 von 9
palavern 03.03.2018, 16:30
80. Nachtreten vom Falschen zur falschen Zeit

Peer Steinbrück, der nicht grade zu den großen Leuchten der SPD gehört und selbst zu der alten Riege gehört, die dafür die Verantwortung tragen, dass die SPD ihre Ecken und Kanten verloren hat, ist nun wahrlich der unpassendste Kritiker. Da müsste er erst mal bei sich selbst anfangen.

In den letzten Monaten hat due SPDveinen enormen Wandel vollzogen, getrieben inbesondere von den Jusos und der Basis. Und selbst Martin Schulz, der nicht gerade rühmlich erscheint, hat mit seinem Verhandlungsteam ein erstaunliches Ergebnis abgeliefert, dass deutlicher sozialdemokratischer ist als in den letzten Jahren und zudem entscheidende Schnittstellen für die SPD gesichert hat.

Es wird wirklich Zeit, dass diese alte Riege endlich mal die Weisheit entwickelt, sich nicht unsinnig zu profilieren und zeitgleich der eigenen Partei zu schaden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
yvowald@freenet.de 03.03.2018, 17:04
81. Steinbrück und die Kleinen Leute

Hat dieser Herr Steinbrück sich jemals für die Probleme und Sorgen der Kleinen Leute interessiert? Wohl kaum.
Er hielt da schon viel lieber Vorträge vor Managern, Unternehmern und Bankern.
Hätte er sich bei seinen Besuchen in Werkhallen und Arbeitsstätten mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern jemals in eine Kantine gesetzt? Hätte er gemeinsam mit ihnen Bockwurst und Kartoffelsalat gegessen?
Nein, da war ihm das Casino des Vorstandes schon lieber. Dort gab es erlesene Speisen und Getränke....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gunpot 03.03.2018, 17:12
82. Tja, der Forist kommt mit der berechtigten

Bemerkung, ob Peer Steinbrück nicht noch ca. drei Wochen mit dem Erscheinen seines Buches auf den Markt hätte warten können. Da kennt er aber Peer schlecht. Der weiß in kapitalistischer Manier genau, wann er mit einem Buch auf dem Markt zu erscheinen hat. Eigentlich ist Peer Steinbrück von seiner marktwirtschaftlichen Überzeugung aus gesehen in der falschen Partei. Er erinnert mich so ein bisschen an den ehemaligen Ministerpräsidenten Clement von NRW, der ja letzten Endes, obwohl Wirtschaftsminister in Bonn, aus der SPD austrat. Ich frage mich, warum Steinbrück diesen Schritt nicht auch wagt. Ich erlebter ihn in Kiel als einer seiner Referenten im Wirtschaftsministerium. Die Wirtschaftsführer Schleswig-Holsteins hatten nie ein Problem mit ihm, denn er verteidigte deren Interessen nicht schlechter als vorangegangene CDU-Wirtschaftsminister. Peer, ich gebe dir einen Rat: Mach weiter als Vortragender in Sachen Wirtschaft, da bist du unschlagbar, und vergiss einfach eine durch und durch zerfahrene SPD. They have already their future behind them.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zippo2012 03.03.2018, 17:48
83. Erstaunlich!

Während seiner Kanzlerkandidatur litt Steinbrück unter gleichen Symptomen. Um so erfreulicher ist es zu lesen, daß er offensichtlich genesen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
klausindo 03.03.2018, 18:05
84. Totengräber der SPD

Nun kommen se alle aus ihren Löchern und geben ihren Senf zu dem was sie mit angerichtet haben. Die Steinbrücks Schröder und sogar det Scharping sollten lieber ruhig sein. Das Steinbrück jetzt etwas sagt hat nur mit seiner Buchpräsentation zu tun. PR auf kosten der Partei ist gut und billig. Zur SPD kann man nur sagen das eine neue GROKO ihr den Rest geben wird und vielleicht lernen dann die Genossen etwas davon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friedrich.grimm@gmx.de 03.03.2018, 20:21
85. Großspurig

Auch Herr Steinbrück trägt ein gerüttelt Maß an Schuld, am derzeitigen Zustand der deutschen Sozialdemokratie. Wenn er z.B. von Alben spricht, die im Willy-Brandt-Haus geblättert werden, dann wünschte ich mir, dass vor allem die Zeit des entstehens der Agenda 2010 besonders gründlich durchkleuchtet wird. Schließlich hat gerade diese unsozialdemokratische Maßnahme die SPD dorthin gebracht, wo sie zurzeit steht.

Diese Einschätzung teilt so ziemlich jeder arbeitende Mensch, nur die Parteispitze verschließt sich dieser einfachen Erkenntnis. Der ehemalige OB von Stuttgart, Manfred Rommel, hat einmal gesagt: "Um so viel Mist zu bauen, da muss man schon studiert haben!"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ruhrpottsonne 04.03.2018, 05:38
86. Und damit liegt er richtig

Zitat von n.wemhoener
Steinbrücks Feststellung "das Konrad-Ademauer-Haus sei erkennbar besser aufgestellt" sagt doch alles !
Zumindest hat sich das Konrad Adenauer Haus im Gegensatz zur SPD klar positioniert. Man möchte KanzlerInnen Partei sein und ansonsten einen Bauchladen an politischen Richtungen vor sich hintragen die man je nach Stimmungslage der sog. Mitte in den Fokus stellt. Im Grunde steckt dahinter die Aufstellung der Partei als politischer Dienstleister für die Industrie. Das nennt man dann Modernisierung. Die CDU rückt damit zwar vom verfassungsrechtlichen Auftrag einer Partei ab, aber zumindest wissen Sie, wo Sie dran sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
apaumen 04.03.2018, 10:32
87.

Ich kann Herrn Steinbrück nur Recht geben. Ich habe der Partei schon während der Flüchtlingskrise und zu Beginn des heraufziehenden Wahlkampfes geschrieben, dass eine Partei, die die "Humanität zur Maxime ihres politischen Handelns" macht, krachend scheitern wird. Das Wahlergebnis von ca. 21% hat meine Behauptung bestätigt. Die SPD hat den Bezug zur deutschen Bevölkerung komplett verloren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
citizen_k 04.03.2018, 10:46
88. Galant die Agenda 2010 umschifft.

Diese Agenda ist das Trauma der SPD. Ungerührt hat Herr Steinbrück (ich war der Fragesteller) hat ungerührt die Frage mit einer Gegenfrage gekontert, ob es denn moralisch sei, dass ein Leiharbeiter jährlich einen im Durchschnitt 12.000 Euro (oder gar mehr) niedrigeren Lohn hat, den die Verleihfirma als Provision kassiert und auf Lebenserwerbszeit um eine halbe Million Euro enteignet wird: Wieviel Menschen sind davon betroffen, 800.000, 850.000? Im Subtext: zu vernachlässigen. So habe nicht nur ich es verstanden.
Die Agenda 2010 erwähnt der feine Herr im Spiegelgespräch nur mit einem Halbsatz. Das was die Menschen interessiert, ist die Rücknahme der gesellschaftspolitischen Untaten der SPD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
loreley123 04.03.2018, 11:04
89. er will

doch nur sein neues Buch pushen, das niemanden intetessiert. Er war lange Zeit der gärtnernde Bock in diesem Garten und will nun den neuen Gärtnern erzählen, wie die Wüstenei zu retten sei. Durchschaubar und unglaubwürdig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 9