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Streit mit CDU über Fahrverbote: Chef der Umwelthilfe schimpft über "Christliche Dies
DPA

Die CDU will prüfen lassen, ob die Deutsche Umwelthilfe weiter als gemeinnützig anerkannt wird. Der Chef der Organisation wehrt sich - und nennt die Christdemokraten die "Partei der Autoindustrie".

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jim.panse 21.01.2019, 11:47
200.

Zitat von Schartin Mulz
1. Ich wohne in der Stadt und könnte meinen Beruf ohen Auto nicht ausüben. Der ÖPNV, den ich gelegentlich nutze, ist nicht in der Lage, mich zu den Terminen zu bringen. Gott sei Dank fahre ich einen Benziner. 2. Noch vor 3,4 Jahren , als alles nur über CO2 sprach, wurde der Diesel als umweltfreundliche Alternative angepriesen. Sie sagen da einfach die Unwahrheit. 3. Dass man ein Auto,das man kauft, auch nutzen kann, steht nicht im Kaufvertrag, ist aber eine Selbstverständlcihkeit. Und z.B. die AKW-Betreiber werden entschädigt, weil die Regeirung ihnen die Geschäftsgrundlage entzogen hat. 4. Ob in Deutschland Menschen auf die Straße gehen, entscheiden gott sei Dank nicht Sie.
Und welcher Beruf verlangt mit dem Auto und nur dem Auto durch die Stadt zu fahren? Benziner sind auch bald dran. Das Thema ist dann Feinstaub!
Der Diesel war auch damals in der Kritik und die GW sind 10 (in Worten Zehn!) Jahre alt. Also so war es schon mal nicht. Und die meisten haben den Diesel nicht wegen des CO2 gekauft, sondern wegen des niedrigen Verbrauchs und des Drehmoments.
Sie können Ihr Auto auch weiterhin nutzen nur eben nicht in der wachsenden Anzahl der Fahrverbotszonen. Ist doch ganz einfach.
Insofern ist es auch keine Selbstverständlichkeit oder ein Selbstgänger. Und gehen Sie gerne demonstrieren meinen Segen haben Sie. Nur erwarten Sie keine Bewegung wie in Frankreich. Dafür gibt es keinen Grund.

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jim.panse 21.01.2019, 11:50
201.

Zitat von Besserwissser
dann erklären Sie doch bitte mit nachvollziehbaren und belegten Argumenten was denn konkret besser wird wenn der Grenzwert von 40µg eingehalten wird statt dem aktuell gemessenen,ausser das der Zahlenwert nun stimmt- gibt es dann keine Lungenkrankheiten mehr, die Bundesbürger werden mit einem Schlag 2 Jahre älter ?- . in meinen Augen geht es um die 2km/h und da die NoX Kurve in den vergangen Jahren stetig heruntergegengen ist wäre sie wahrscheinlich nächstes oder übernachstes Jahr unter dem Wert gewesen ohne den Aufwand der jetzt durch Herstellen und Aufstellen von Schildern entsteht...
Nennen Sie mir einen vernünftigen Grund warum ich mit Ihnen über festgelegte GW diskutieren sollte wenn Sie diese eh nicht akzeptieren wollen und der Hauptgrund dafür Angst vor Wertverlust und Komfort sind?
Und wenn die Werte unter dem GW liegen sind die Fahrverbote auch obsolet, aber so lange werden Sie sich noch gedulden müssen zumal Sie 10 Jahre sich gar nicht darum geschert haben!

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MtSchiara 21.01.2019, 11:51
202. was bedeutet Gemeinnützigkeit?

Zitat von maxuli
Was bedeutet Gemeinnützigkeit? Es ist wohl etwas, was der Gemeinschaft, also uns allen nützt. Die Umwelthilfe nutzt der Gemeinschaft, indem sie auf die Einhaltung von Gesetzten (z.B. bezüglich Grenzwerte-Betrug) achtet und unvernünftiges und/oder der Gemeinschaft schädigendes Verhalten (z.B. punktuell gesundheitsschädliche Erhöhung von Feinstaub und giftigen Gasen) kritisiert. Auch die Einführung von mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen würde der Gemeinschaft durch weniger schwere Autounfälle und damit weniger schwer Verletzte und Tote nützen.
Die Frage, was gemeinnützig ist und was nicht, ist nicht so objektiv und einfach, wie Sie das hier darstellen.

Zum einen ist es so, daß die Interessen von Menschen unterschiedlich sind, zum zweiten gibt es völlig sinnfreie oder sogar gemeinschaftsschädliche Gesetze, und zum dritten ist es so, daß eine Änderung immer auch Kosten verursacht, und gerade das blenden Sie aus.

Beispiel Stickoxide:
Eine Reduzierung der Stickoxide in der Stadt muß gegengerechnet werden gegen die Enteignung von Autofahrern. Die Reduzierung der Stickoxide verbraucht also gesellschaftliche Ressourcen, verursacht Alternativkosten und führt zu höheren Arbeitszeiten und niedrigerem Besitzstand in der Bevölkerung. All das sind aber Dinge, die dem vermeintlichen Nutzen eines Fahrverbotes gegengerechnet werden müssen. Höhere Arbeitszeiten und mehr Armut korrelieren ebenfalls mit einer kürzeren Lebensererwartung. Somit könnte es sogar sein, daß die Dieselfahrverbote die Lebenserwartung nicht erhöhen, sondern senken.

Aus diesem Grund haben wir gewählte Vertreter in unseren Parlamenten, die derartige Abwägungen treffen sollen und uns gegenüber rechenschaftspflichtig sind. Eine Verlagerung dieser politischen Entscheidungen auf einen Verein mit Sonderklagerecht und auf Gerichte ist eine Entdemokratisierung des Landes, die, führen Merkel und Linksgrün sie weiter fort, Deutschland in eine DDR 2.0 verwandeln wird. Letztendlich geht es um die Zerstörung unserer Demokratie, unseres Wohlstandes und unserer freiheitlich-offenen Gesellschaft, wie wir sie seit 1945 kennen.

Der deutsche Michel läßt sich 70 Jahre nach Omaha Beach und dem dort teuer erkauften Demokratiegeschenk der Amerikaner diese Demokratie wieder widerstandslos wegnehmen. Er ist nicht Manns genug, seine Demokartie zu verteidigen. Er hat die Demokratie immer noch nicht verdient.

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Johannes Meier 21.01.2019, 11:54
203. Das eigentliche Dilemma...

...ist nicht der Nutzen oder Unnutzen des Diesels. Das sollen wahre Fachleute beurteilen.
Das eigentliche Dilemma an der ganzen Diesel-Misere ist die Offensichtlichkeit, wie die Politik am Lobbyismus der Autoindustrie hängt. Der wahre Saustall. Selbiger steht symbolisch für die grausame und jahrzehntelang gewachsene Verstrickung von Politik und Industrie wie kein anderes Thema. Seit Jahren passiert so gut wie nichts von beiden Seiten. Irre.
Ein kleiner Privatmann kann da nur den Kopf schütteln und sagen - alle in die Ecke und schämt Euch.

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jim.panse 21.01.2019, 11:55
204.

Zitat von bedireel
Diese Messergebnisse der Technischen Universität München sind öffentlich und für jeder interessierten und nicht ideologisch verblendeten nachvollziehbar. M.f.G.
Die GW sind noch älter und dahingehend Fakt! Sie sind von der Auto Lobby ideologisch verblendet. Oder es ist Ihre Sorge um Wertverlust und Komforteinbußen.

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kayakclc 21.01.2019, 11:56
205. Abmahnverein

Das der Abmahnverein wieder Aufmerksamkeit sucht, nachdem private Spenden langsam wegbrechen, und selbs Toyota, einer der Sponsoren des Vereins, sich davon distanziert, ist nicht verwunderlich. Die haben ihr Geschaftmodell und die Öffentlichkeit ist da reingefallen. Die Politik hat Grenzwerte auf Basis von Lobbyarbeit erlassen, ohne sich über die Folgen klar zu machen. Die Grenzwerte haben schon lange nichts mehr mit Gesundheit und Umwelt zu tun.

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pico 21.01.2019, 11:58
206. Das Diesel Desaster

ist ein Desaster bundesdeutscher Umweltpolitik. Seitdem ich die ARD-Dokumentation: " Das Diesel Desaster" kenne, sehe ich den Geschäftsführer der DUH samt grüner Entourage mit noch größerem Argwohn, als vorher schon. Stimmt es, dass diese Dokumentation noch am Tage der Sendung in der ARD aus der Mediathek genommen wurde?
Übrigens, ich freue mich über die jüngsten Demos in Stuttgart gegen den Diesel-Wahnsinn. Vielleicht erwächst da mal eine ernst zu nehmende Gegenbewegung zur deutschen Umweltpolitik..

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klmo 21.01.2019, 11:59
207.

Zitat von jim.panse
Ich bin selber auch Autofahrer und sage Ihnen in Städten ist niemand zwingend auf einen PKW angewiesen. Es gibt immer noch den ÖPNV und die Fahrverbote betreffen die Städte. Und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht zumal der Diesel schon länger in der Kritik ist. Wer ein Auto kauft hat damit auch niemals das Recht gekauft immer und jederzeit überall hinfahren zu dürfen. Das steht 100%ig nicht in Ihrem Kaufvertrag. Und was soll das alberne Geflenne und Gedrohe mit der gelben Weste. Gibt es in Deutschland nicht Ende der Durchsage!
Erklären Sie mir konkret, was für eine Aufgabe und Sinn dann die ASU hat.
Wenn ich für eine Dienstleistung bezahle, dann gehe ich davon aus, dass ich mich darauf verlassen kann, auch was die Abgaswerte und Normen betrifft.
Aber man kann es auch anders formulieren, der Autofahrer ist wieder für dumm verkauft worden, was Sie ja indirekt bestätigen. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!"
Und Sie verlangen tatsächlich, der Verbraucher soll und muss real einschätzen können, wie sein Auto funktioniert und welche Abgaswerte relevant sind?!
Wird ja immer absurder!

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haresu 21.01.2019, 12:00
208. Zweifel an Gemeinnützigkeit?

Die Arbeit der Umwelthilfe zielt eindeutig auf die Gesundheit aller Bürger, auch derer, die sich über mögliche Fahrverbote ärgern. Sie macht dabei Rechte gelten, die den Bürgern vom Souverän ausdrücklich gegeben wurden und sie tut das über den gesetzlich vorgesehenen Rechtsweg. Zweifel an der Gemeinnützigkeit der Umwelthilfe kann es daher eigentlich überhaupt nicht geben, eher sind da schon Zweifel bei den Unionsparteien angebracht. Die sind zwar per Definition nicht gemeinnützig, nehmen aber doch für sich in Anspruch, auf das Wohl aller zu zielen. Für die Union aber scheinen die Vorteile einer sehr viel kleineren Gruppe Priorität, möglicherweise auch die eigenen Vorteile. Und mit der Transparenz des eigenen Wirkens ist es auch nicht weit her.

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mostly_harmless 21.01.2019, 12:00
209.

Zitat von Besserwissser
dann erklären Sie doch bitte mit nachvollziehbaren und belegten Argumenten was denn konkret besser wird wenn der Grenzwert von 40µg eingehalten wird statt dem aktuell gemessenen,ausser das der Zahlenwert nun stimmt- [...]
Gegenvorschlag: Sie nennen bitte mit nachvollziehbaren und belegten Argumenten die Gesetze, an die man sich grundsätzlich nicht zu halten hat, und auch die, die weiterhin gelten.

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