Forum: Politik
Streit mit Erdogan: Europa muss jetzt hart verhandeln
AP

Die EU ist mit ihrer Beschwichtigungspolitik gegenüber Erdogan gescheitert. Auf dem Nato-Gipfel in Brüssel sollte sie nach einer neuen Strategie suchen. Einen Hebel hat sie.

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mistermister 25.05.2017, 07:58
1. Falsche Diagnose

Ihre Diagnose geht am Kern des Problems vorbei. "Die EU" wird überhaupt nichts unternehmen, denn "die EU" wird noch immer von Merkel lahmgelegt. Sie hat mit dem Türkei-Deal beim Thema Flüchtlinge europäische Interessen verraten und damit in der Brexit-Debatte das Faß zum überlaufen gebracht. Das Ergebnis kennen wir. Die EU wird Erdogan weiter den Teppich ausrollen und dabei ihre eigenen Prinzipien (freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit etc) missachten.

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NoBrainNoPain 25.05.2017, 08:09
2. Käsekuchen

Der Wirtschaft sind die Menschenrechte egal, und zwar auf beiden Seiten. Immer wieder auch im Verhältnis mit anderen Staaten bewiesen. Von daher ist es fraglich, ob die sich politisch instrumentalisieren lässt. Die einzige Art etwas zu bewirken ist , die Beziehungen möglichst zu reduzieren, und uns gemäß dem Wunsch von Erdogan raus zu halten. Die Bevölkerung hat ihn gewählt, und erst wenn sie die Konsequenzen versteht, wird sie ihn vielleicht auch wieder abwählen.

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jimbofeider 25.05.2017, 08:17
3. Spektakulär

Diesem hervorragenden Kommentar von Hr. Popp, zäher Intelektueller Widerstand, vorerst wirksame Handelsbeschränkungen einführen u.s. w. ist nichts hinzu zu fügen. er hat ganz unspektakulär Recht. Danke. m. f. G.

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spon_3511963 25.05.2017, 08:18
4. Streit mit Erdogan Europa muss jetzt hart verhandeln

Ich denke dazu ist es zu spät!
nach dem Kanzler Merkel gemerkt hat, welchen Unsinn sie mit wir schaffen das geredet hat und Selfis in die Welt gesendet wurden mit Merkel und Flüchtlingen.
Ging sie den Weg des bitte bitte in die Türkei.
Dieses wurde von Erdogan reichlich mit Beschimpfungen und anderen Ungebührlichkeiten quittiert.
Aber leider sind die Politiker nicht lernfähig ,sonst währe ihnen aufgefallen das vor Jahrzenten ein demokratisch gewählter durch das Ermächtigungsgesetz zum Diktator wurde mit all seinen Folgen.
Jetzt passiert das selbe in der Türkei und die EU macht den Unterwürfigen.

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jkbremen 25.05.2017, 08:22
5. Unfug

Die EU sollte Herrn Erdogan ein Jahr nicht anhören, ein Jahr über gar nichts mit ihm reden, ein Jahr keinerlei Geld fließen lassen, ein Jahr seine Wirtschaft weiter einbrechen lassen und genießen wie der Herrscher auf Normalmaß schrumpft.

Aber die EU versteht sich ja nur als Förderbündnis für die europäische Industrie und darum wird sie wieder weiter herumlabern und 'hart' verhandeln.
Ganz so wie es SPON für richtig hält, anstatt mal eine Besinnungspause zu fordern.

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Zaunsfeld 25.05.2017, 08:23
6.

"Hier hat die EU einen Hebel: Sie kann türkischen Unternehmen den Export von Waren und Dienstleistungen nach Europa erleichtern und im Gegenzug von der Regierung in Ankara Zugeständnisse bei Menschenrechten einfordern."

Nein, das wird nicht funktionieren. Dieses Vorgehen hat noch nie irgendwo funktioniert. Erdogan könnte als Austausch für Erleichterungen beim Handel Zugeständnisse bei den Menschenrechten und ähnlichem machen.
1 oder 2 Jahre, nachdem das alles eingeführt wurde, macht Erdogan die Zugeständnisse bei den Menschenrechten einfach Stück für Stück, Salamischeibe für Salamischeibe wieder rückgängig oder ignoriert seine vorigen Zusagen.
Die Handleserleichterungen seitens der EU werden dann aber nicht so einfach wieder rückgängig gemacht werden können, denn dann würden beide Seiten verlieren, nicht nur die türkische.

Am Ende würde die Türkei dann die Zollerleichterungen bekommen haben, die ohne Verluste auch für die europäische Seite nicht wieder rückgängig zu machen sind, aber an der Menschenrechtslage wird sich nichts geändert haben.

Nein, wenn die EU in der Türkei wirklich was ändern will, dann muss sie Erdogan wirtschaftlich komplett baden gehen lassen. Erst wenn die türkische Bevölkerung merkt, was für einen merkbefreiten Nichtskönnen sie da an der Staatsspitze hat, werden die Türken vielleicht irgendwann in ein paar Jahren das Erdogan-Problem von innen heraus lösen.

Irgendwelche Zusagen Erdogans bezüglich Menschenrechten sind das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. Darauf kann man nicht vertrauen. Und Erdogan - wie so viele andere Despoten auch - lügen schon, wenn sie zum ersten Mal den Mund aufmachen.

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jomai 25.05.2017, 08:27
7. Kuschelkurs 2.0

Das ist doch nichts als sich weiter auf der Nase herumtanzen zu lassen, nur etwas anders formuliert. Das bringt doch nichts. Das einzige was dieser Kerl versteht ist auf den Tisch hauen. Was ist denn daran so schwer zu verstehen?

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skylarkin 25.05.2017, 08:35
8.

Das Ende der Beschwichtigungspolitik sieht also so aus: Noch mehr Zugeständnisse z.B. im wirtschaftlichem Bereich gegen vage Zusagen in Menschenrechtsfragen. Mann das ist ja knallhart.

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kloppskalli 25.05.2017, 08:37
9. Bildungsprogramme, Kunst etc

dafuer ist es wohl zu spaet - wer in der Tyrkei was unterrichten darf ist laengst staatlich zensiert. Ein falsches Wort und man geht 20 Jahre in Bau - wegen Terrorismus - is doch klar. Die Gleichschaltung hatt laengst stattgefunden, das kind ist in den Brunnen gefallen. Ob klare Kante jetzt noch hilft ist fraglich. Aber besser spaet als nie.

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