Forum: Politik
Streit mit Erdogan: Europa muss jetzt hart verhandeln
AP

Die EU ist mit ihrer Beschwichtigungspolitik gegenüber Erdogan gescheitert. Auf dem Nato-Gipfel in Brüssel sollte sie nach einer neuen Strategie suchen. Einen Hebel hat sie.

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friedrichii 26.05.2017, 01:40
130.

Zitat von osmanli81
empfehlen Sie Herr Popp nichts Neues: Türkei erpressen und die Karotte vorhalten, um den europäischen Einfluss auf die Türkei zu erhöhen aber von der Mitgliedschaft nichts wissen wollen. Also genau das, was Europa seit 50 Jahren macht. Sie blenden aus, dass innertürkische Probleme seit Jahren hauptsächlich von europa angestachelt werden, bevor Erdogan an die Macht kam. Von Waffenlieferungen an die PKK bis hin Armeniernthema und Zypern hat sich Europa und insbesondere Deutschland immer eingemischt, als sich die Situation mit den entsprechenden Ländern etwas mehr vorwärts bewegt hatte. Anstatt zu fordern, dass Erdogan nicht nach Europa kommen soll, sollte man lieber fordern, dass sich die Europäer und insbesondere die Deutschen sich nicht in die innertürkischen Angelegenheiten einmischen sollten. VG
Wer hat Waffen an die PKK geliefert?

Der Völkermord an den Armeniern sollte endlich eingestanden werden - dann wäre dieses Problem vom Tisch.

Und Zypern? Wie wäre es damit, die völkerrechtlich unrechtmässige Besetzung eines Teiles dieses Landes zu beenden ?

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furkefet 26.05.2017, 06:54
131.

Zitat von Tacitus73
Das sollte wohl ironisch sein? Sie wollen doch nicht allen Ernstes die Zustände in der Türkei, wo von einem funktionierenden Rechtsstaat nicht mehr die Rede sein kann, mit den Niederlanden, Österreich oder Mecklenburg-Vorpommern vergleichen. Die von Ihnen genannten Parteien sind im Übrigen nicht in Regierungsverantwortung und man kann ihnen nicht einfach pauschal unterstellen, dass sie genauso rigoros und entschieden gegen demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien vorgehen würden, wie es Erdogan in der Türkei macht. Im Übrigen müssen sich Touristen, die eine Diktatur besuchen, immer mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit sie die dortigen Verhältnisse damit unterstützen. Letztendlich bin ich überhaupt nicht überzeugt, dass Deutsche, wenn sie "unpolitisch" sind, in der Türkei als Urlauber sicher vor Verhaftungen sind. Es braucht nur einen blöden Umstand, z.B. zu falscher Zeit am falschen Ort zu sein, und man könnte schon im Knast sitzen. Und was das für deutsche Staatsbürger - auch ohne doppelte Staatsbürgerschaft - bedeuten kann, zeigt das Beispiel von Mesale Tolu. Mein persönlicher Eindruck geht sogar soweit, dass ich die Vermutung habe, Erdogan könnte mit den inhaftierten Deutschen die deutsche Politik erpressen wollen. Ob das den Tatsachen entspricht, weiß ich nicht - aber ich für meinen Teil möchte sicherstellen, kein Faustpfand im politischen Handel zu werden, also bleibe ich der Türkei fern.
Ja, der Betrag war ironisch gemeint!

Und was die Sicherheitslage für "normale" Touristen angeht so ist die Lage sicherlich angespannt wie diverse Anschlage in türkischen Großstädten zeigen. Aber das "normale" Touristen Opfer einer staatlichen Rechtswillkür werden ist eher unwahrscheinlich, ihr Beispiel ist dahingehend irreführend da die von ihnen angesprochene Person eben keine "normale" Touristin war/ist.

Verstehen sie mich bitte nicht falsch, auch ich würde z.Z. aus Protest gegen Erdogan nicht in die Türkei reisen, jedoch halte ich es für grundsätzlich falsch hier irgendwelche vermeintlichen Gefahren zu beschwören um einen Tourismus-Boykott zu forcieren. Die politische Lage in der Türkei ist bedenklich genug, da braucht man keine künstlich aufgebauschten Gefahrenszenarien für "normale" Touristen.

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Antalyaner 26.05.2017, 10:30
132.

Zitat von paulistanosp
zeigt dass Sie nicht mal meinen bescheidenen Vergleich verstanden haben. Sie verwechseln die Türe ihres Kleiderschranks mit dem der Lokalität wo Sie hinein wollen. Ihr Kleiderschrank ist ausnahmslos ihre eigene Angelegenheit. Wenn Sie nicht über die ....
Um die EU-Vollmitgliedschaft zu erhalten, müssen von den Antragsländern 35 vorgeschriebene Beitrittskapitel erfüllt und im Land umgesetzt werden. Von diesen 35 Kapiteln sind von der EU 8 blockiert worden, d.h. sie können nicht abgearbeitet werden. Wie soll also ein Land in die EU Aufnahme finden können, wenn die für die Aufnahme erforderlichen Bedingungen von der EU selbst behindert werden ?

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