Forum: Politik
Streit mit Erdogan: Europa muss jetzt hart verhandeln
AP

Die EU ist mit ihrer Beschwichtigungspolitik gegenüber Erdogan gescheitert. Auf dem Nato-Gipfel in Brüssel sollte sie nach einer neuen Strategie suchen. Einen Hebel hat sie.

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dirk1962 25.05.2017, 09:08
30. Ich halte es für nicht opportun

derzeit überhaupt mit Erdogan zu verhandeln. Warum soll überhaupt verhandelt werden? Doch nur, weil Erdogan Selbstversuch oder das Wasser bis zum Hals steht. Na und? Warum soll uns das interessieren? Schicht Erdogan nach Hause und sagt ihm er soll nicht wieder kommen, bevor er Umgangsformen gelernt hat und sich öffentlich in aller Form für seine Entgleisungen entschuldigt hat. Derzeit entspricht ein Erdogan nicht einmal den Mindestvoraussetzungen für ein Geschäft. Also tschüss Erdo.

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spon-facebook-10000016800 25.05.2017, 09:08
31. Türkei, EU und Nato

Die Nato braucht die Türkei, weil sonst die Südflanke nicht verteidigbar ist und EU und Nato sind PRAKTISCH eins.

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mrthink 25.05.2017, 09:09
32. Erleichterungen gegen Zugeständnisse funktionieren nicht

Es tut mir sehr Leid für alle die Türken die Herrn Erdogan und seinen (mafiösen) Clan nicht gewählt haben. Leider werden Wirtschaftserleichterungen gegen Zugeständnisse in Menschenrechtsfragen nicht funktionieren, sondern als Schwäche ausgelegt. Das einzige was Herrn Erdogan beeindrucken könnte, wäre eine Reisewarnung auszusprechen und Wirtschaftssanktionen zu verhängen. Erst wenn der Druck seiner eigenen Bevölkerung so groß wird dass sich selbst langjährige Vasallen von ihm abwenden könnte ein Umdenken stattfinden.

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lookinside13012 25.05.2017, 09:09
33.

Wie soll das denn funktionieren.
Erdorgan tritt die demokratischen Grundrechte mit Füßen und von Menschenrecht hat er sich Lichtjahre entfernt.
Die Türken müssen selber eine Lösung finden und für Ihre Rechte auf die Straße gehen.
Ich sehe eine auf Jahrzehnte verspielte Chance der Demokratie in diesem Land.
Es könnte sogar,wenn sich die Situation weiter zuspitzt, auf einen Bürgerkrieg hinauslaufen.
Schade,vor einigen Jahren waren die Hoffnungen dieses wunderschönen Landes weitaus optimistischer...
Der Türkei weiterhin Geschenke und Investitionen anzubieten ist zur Zeit unverantwortlich!

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nofreemen 25.05.2017, 09:14
34. weiter so

Warum EU Werte mit Bedingungen in die Türkei exportiert werden sollten, ist mir ein Rätsel. Gerade die EU bekämpft den Islam Export nach Europa, finanziert durch Saudiarabien und will aber seine Werte nach der Tûrkei und Arabien exportieren. Einbahnstrassen gibt es auf diesem Gebiet keine, ausser man sei Politiker und damit einer Lösung weit entfernt.

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jozu2 25.05.2017, 09:16
35. "... jetzt hart verhandeln"?

"... jetzt hart verhandeln" ... die Erkenntnis kommt reichlich spät. So sehr ich Erdogan für seine Machtergreifung auch verabscheue, so dankbar bin ich ihm, dass er vorführt, wie schwach die EU und Deutschland bei Verhandlungen sind. Wir sind stets mit Unmenschlichkeiten (gegen das eigene Volk von Diktatoren) erpressbar und - außer dem Einstellen von seit Jahren geleisteten Geldzahlungen - vollkommen handlungsunfähig. Ohne unseren wirtschaftlichen Wohlstand und unser großes Erbe sind wir nichts. Am Ende müssen die USA dann die Situation mit Bomben lösen und wir stehen kopfschüttelnd, entsetzt über den Krieg daneben. Dann werden die humanitären Probleme schnell noch mit Geld zugeschüttet. Wir sind um das gezahlte Geld ärmer und das Problem in der Region wurde gegen ein anderes ausgetauscht.

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gelegentlicher_spon_leser 25.05.2017, 09:16
36.

Quintessenz dieses markigen Artikels über harte Verhandlungen: nachdem Erdogan sein Land in eine Quasidiktatur verwandelt hat, soll die EU in harten Verhandlungen wirtschaftliche Zugeständnisse machen, obwohl klar ist, dass Erdogan nicht mehr zu einem moderaten Kurs zurückkehrt.

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caty24 25.05.2017, 09:17
37. Das Problem ist doch Merkel

Solange Sie zu Erdogan hält,bleibt Europa handlungsunfähig
Sie zieht die Fäden und die SPD ist hier auch nur eine Marionnette
der Kanzlerin.

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Joe Amberg 25.05.2017, 09:22
38. Brexit und die Erdogan Diktatur...

Der Umgang mit Brexit und der Erdogan Diktatur zeigen geradezu exemplarisch die unzähligen Unzulänglichkeiten der EU. "Harte Verhandlungen" defacto "gegen" den Partner UK. Und zugleich ein geradezu unglaubliches Einknicken vor Kriegsverbrecher Erdogan (klare Ansage der UNO, Dutzende von Kriegsverbrechen werden ihm zur Last gelegt). Eine solche Politik kann man einfach keinem Menschen mehr erklären.

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lathea 25.05.2017, 09:25
39. Die EU sollte vor allem: schön freundlich, aber bestimmt bleiben.

Wenn sich einer dumm und fäusteschlagend benehmen will, dann soll es Erdogan sein und dann kann man über ihn lachen. Die Deutschen sollten auch freundlich ihre Mannschaft aus Incerlik abziehen. Und wir sollten niemals vergessen: es kommt auch wieder eine Zeit nach Erdogan. Solange er sich weiter wie ein Despot aufführt und den Staatsapparat vollkommen korrumpiert, sollte man über ihn möglichst viel lachen, ihn durch den Kakao ziehen und so viel wie möglich über die Korruption in der TR und den Reichtum und die schwarzen Konten der gesamten Sippe berichten, damit wenigsten irgendjemand noch darüber berichtet. Die Verhandlungen über den EU-Beitritt sollten ganz normal weiter geführt werden und öffentlich über den aktuelle Stand berichtet werden (insbesondere über einzelne Punkte, deren Erfüllung noch fehlt), damit der EU nicht der schwarze Peter zugeschoben werden kann. Außerdem sollten die finanziellen Aufbauhilfen für alle neuen EU-Kandidaten drastisch gekündigt werden und auch an eine korrekte öffentliche Bekanntmachung der einzelnen Verhandlungsschritte geknüpft werden (d.h. es sollte über jeden Verhandlungsschritt und die Erfordernisse in türkischen Medien durch türkisvh-sprechende EU-Angehörige und türkische Journalisten gemeinsam berichtet werden, damit die türkische Bevölkerung über die Medien korrekt informiert wird. Man könnte über solche Punkte auch in einem türkuschsprachigen EU-Kanal gezielt berichten und darauf bestehen, dass der Kanal auch in der TR ausgestrahlt wird - sollte analog auch bei jedem anderen neuen EU-Kandidaten erfolgen. Das wäre auch ein sinnvolles EU-Projekt. Die Türkei und die türkische Bevölkerung brauchen einfach noch Zeit, um in der Moderne anzukommen, da sind auch rückschlägige Entwicklungen zwischendurch ganz normal. Wir sollten Geduld haben und sie nicht runter machen oder ihren Stolz (der sich mit der Zeit automatisch andern wird) verletzen, sondern sie langsam höher ziehen und als gleichwertig behandeln.

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