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Streit mit Karzai: USA drohen Afghanistan mit Komplettabzug
DPA

Der Streit zwischen der US-Regierung und Karzai eskaliert: Afghanistans Präsident blockiert das Sicherheitsabkommen mit den USA und stellt neue Forderungen. Obamas Sicherheitsberaterin Rice drohte jetzt mit dem Abzug aller Truppen. Die Nato-Alliierten könnten folgen.

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rainer_daeschler 26.11.2013, 01:10
1. Lösungsprobleme

Karzai war immer ein Taliban Light. Schwieriger als der Abzug der US-Truppen wird es jedoch sein, die Bundesregierung dazu zu bewegen, sich von ihrem Afghanistaneinsatz zu lösen.

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gustav_rach 26.11.2013, 01:15
2. Raus aus diesem Land!

Den Afghanen kann keiner mehr helfen. Wenn sich in dieser Familienclankultur die „Menschen“ gegenseitig politisch und mörderisch verfolgen, müssen wir nur verhindern, dass die vor sich selber flüchten und hier politisches Asyl im Sozialstaat Deutschland bekommen. Nur echte Konfrontation mit der eigenen Unzulänglichkeit schafft Erleuchtung!

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niros 26.11.2013, 01:21
3. Sicherheitsabkommen

Wenn das Sicherheitabkommen nur der Sicherheit der Alliierten Truppen dienen soll aber nicht der afghanischen Bevölkerung kann ich Herrn Karzai durchaus verstehen. Wenn die USA ähnlich wie im Irak sich nur vor einer rechtmäßigen Anwendung der Genfer Konvention zum Schutz von Gefangenen und Menschenrechten schützen wollen hat Herr Karzai das volle Recht wenn nicht sogar Pflicht als Präsident des Landes dem Vertrag nicht zuzustimmen. Die USA sind in guter Gesellschaft mit Nordkorea eines der wenigen
Länder welches nach wie vor den internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht anerkennen.

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ex_t_kunde 26.11.2013, 01:42
4. zurueck holen

Ich bin der Meinung, dass es auch an der Zeit ist dass die Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abziehen und nach Hause kommen.

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Paul-Merlin 26.11.2013, 01:51
5. Hoffentlich kommen die USA

Zitat von sysop
Der Streit zwischen der US-Regierung und Karzai eskaliert: Afghanistans Präsident blockiert das Sicherheitsabkommen mit den USA und stellt neue Forderungen. Obamas Sicherheitsberaterin Rice drohte jetzt mit dem Abzug aller Truppen. Die Nato-Alliierten könnten folgen.
zur Einsicht und ziehen ihre Truppen ab. Unsere Mannen sollten sich ebenso dauerhaft zurückziehen. Das ganze Engagement dort war von Anfang an ein völlig sinnloser, teurer und förmlich menschenfressender Fehler. Ein korrupte Elite hat dabei die Gelegenheit genutzt sich die Taschen zu füllen. Es hat sich gezeigt, dass es nicht funktionieren kann eine Gesellschaft - gegen ihren Willen - vom Mittelalter in die Neuzeit zu transformieren, die dazu noch in extremen religiösen Vorstellungen lebt. Die Menschen dort sehen die westlichen Streitkräfte nicht als Befreier sondern als Besatzer. Den dort seit Jahrzehnten tobenden Bürgerkrieg müssen sie selber beenden wollen. Heute hat man den Eindruck, dass sich die islamischen Kämpfer als Verteidiger ihres Landes und Glaubens sehen, Waffenbesitz verherrlicht und Kampfesruhm als das wichtigste im Leben eines Afghanen angesehen wird.

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movfaltin 26.11.2013, 02:11
6. Todesdrohung

Die US-Drohung entspricht eins zu eins einer Todesdrohung gegen Karzai, der sich ohne ausländische Unterstützung - hier erstaunlicherweise vor allem durch die Informationen des BND, gepaart mit der Schlagkraft der US-Streitkräfte - keine zwei Jahre am Leben halten können wird.

Con dolcezza hätte es Frau Rice also wie folgt formuliert: "Either give us what we want - or prepare to kick the bucket."

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buntesmeinung 26.11.2013, 02:19
7. Außer Spesen nichts gewesen

Zitat von sysop
Der Streit zwischen der US-Regierung und Karzai eskaliert: Afghanistans Präsident blockiert das Sicherheitsabkommen mit den USA und stellt neue Forderungen. Obamas Sicherheitsberaterin Rice drohte jetzt mit dem Abzug aller Truppen. Die Nato-Alliierten könnten folgen.
Es wäre schön, wenn man das so sagen könnte.
Nein, es waren nicht nur Spesen.
Es hat zu viele Tote, Verletzte und psychisch Traumatisierte gegeben. Auf allen Seiten.
Und der Erfolg?
Selbst wenn jetzt ein paar Mädchen mehr lesen und schreiben können,
in ein paar Monaten nach dem Abzug werden die Zustände sein wie vor dem Einsatz.
Es wird vielleicht ein paar mehr hasserfüllte Terroristen geben.
Der Mohn blüht und die Taliban greifen nach der Macht.
Geld, für das hier und in den anderen Geberländern Menschen arbeiten gehen, fließt mit Wissen der Politik in dunkle Korruptionskanäle. Karzai tanzt allen auf der Nase herum.
Ein paar Afghanen werden in den Ländern der Kriegsparteien aufgenommen werden, aber werden sie sich auch integrieren?
Die Bürger, die gegen den Einsatz waren, haben Recht behalten.
Aber auch sie müssen die Folgen tragen.
Zum Kotzen!!!

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"Armenhaus" 26.11.2013, 02:27
8. Curator rei publicae

Wieder ein Land das dank falscher Vorgehensweise (US; NATO; UN) zur Unselbstständigkeit erzogen wurde und dessen Präsident Karzai, eine korrupte Witzfigur, macht sich Sorgen um seine Reputation; dass er als
"Marionette der ungläubigen Amerikaner" in welchem
Geschichtsbuch auch immer ( Afghanistan > 70% Analphabeten) - schlecht wegkommt.-

Die zweifelsohne Zukunft heißt somit Taliban 2.0 -

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Herr Specht 26.11.2013, 02:29
9. Wie jetzt?

Und wenn ein erneuter Anschlag in den USA stattfinden sollte, wo sich dann herausstellt das die Taliban aus Afghanistan(angeblich) verantwortlich sind... heißt es dann wieder einmarschieren?...die Ironie dabei...sie drohen mit einem Abzug?!

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