Forum: Politik
Streit über Armutsbericht: Merkel lehnt Vermögensteuer ab
dapd

Ursula von der Leyens Armutsbericht sorgt in der Koalition für Unmut. Wirtschaftsminister Rösler wirft der Arbeitsministerin vor, Besserverdiener schröpfen zu wollen. Kanzlerin Merkel erteilt einer Vermögensabgabe eine Absage - doch mancher Parteifreund kann sich höhere Steuern vorstellen.

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larsmach 20.09.2012, 16:36
1. Höhere Steuern = höhere Ausgaben

Gibt man einem Kind mehr Bonbons, dann wird es mehr naschen.

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futtermeister 20.09.2012, 16:36
2. Dann wird die Vermögenssteuer ja kommen,

nur eben 10 Jahre später. Das ist ja bei allen gesellschaftlich wichtigen Themen so, daß andere Parteien sich Gedanken machen, Initiativen starten und die CDU sich sperrt. Zehn bis zwanzig Jahre später ist dann auch hier der Groschen gefallen und es wird als eigene Idee verkauft. Siehe Mindestlohn, Emanzipation, Klima- und Umweltschutz, Zivildienstanerkennung, Homosexuellenehe und und und... Man fragt sich nur, warum es immer so lange dauern muss. Gut, die Deutschen wählen auch eben in der Mehrheit diese Partei, sie ist ein Spiegelbild der Gesellschaft. Spricht nicht für uns.

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Hägarderschreckliche 20.09.2012, 16:49
3. Wehn ueberrascht das schon?

Mutti fährt fröhlich fort schmiere zu stehen bei der systematischen Ausbeutung der Unterschicht und während die Lebenserwartung und Löhne der unteren quintilen ein Wettrennen zum grund des Loches veranstalten und die kriminellen Asozialen (entschuldigung Leistungsträger) sich die Taschen vollstopfen um die Beute dann gegen Schweiz oder vielleicht Singapur zu tragen.
Der deutsche Michel wirds wiederwählen. Jeder kriegt die Regierung, die er verdient. Entschuldigen sie mich, ich muss mir was zu essen besorgen, damit ich wieder kotzen kann.

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+LY 20.09.2012, 16:58
4. Merkel regiert erstens nicht mehr,

Zitat von sysop
Ursula von der Leyens Armutsbericht sorgt in der Koalition für Unmut. Wirtschaftsminister Rösler wirft der Arbeitsministerin vor, Besserverdiener schröpfen zu wollen. Kanzlerin Merkel erteilt einer Vermögensabgabe eine Absage - doch mancher Parteifreund kann sich höhere Steuern vorstellen.
es ist zweitens Wahlkampf,
und sie braucht drittens Ruhe im Glied, um den EURO zu retten,
nur so wäre sie viertens für allerhöchste EU-Weihen qualifiziert,
was sie ja anstrebt, vorsichtig und beharrlich.

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postmaterialist2011 20.09.2012, 17:03
5. Interessant

Merkel kommt selbst aus kleinsten Verhältnissen, aber verbündet sich mit den Top 10 % gegen das Volk. Auch wenn Sie den Blödsinn dass 10% der Reichsten 55% der Steuern zum X-ten Mal aus dem Handbuch der INSM abliest, so wird diese Aussage trotzdem nicht richtiger.
Und Kampeter, dieser Dampfplauderer ohne jegliche Qualifikation spricht von "Linksrhetorik pur" und das dämliche Wahlvieh dem täglich klar sein müsste, dass die Infrastruktur zunehmend leidet, das Bildungssystem unterfinanziert ist, Schwimmbäder und Bibliotheken geschlossen werden, weil die starken Schultern nunmal nicht ihren gerechten Anteil tragen, applaudiert auch noch.
Da sieht man wie das Volk unter der neoliberalen Bildungsmisere gelitten hat, die Mehrheit ist so doof zum eigenen Nachteil zu stimmen, anstatt für gerechte Löhne, lebenswerte Renten und dem ihr zustehenden Anteil am gesamten Kuchen zu kämpfen. Die geistig-moralische Wende des Dicken hat sich langfristig als durschlagender Erfolg gezeigt, das hätte ich so vor 20 Jahren noch nicht gedacht.

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Martin24 20.09.2012, 17:04
6. Ausgaben

Zitat von larsmach
Gibt man einem Kind mehr Bonbons, dann wird es mehr naschen.
Gibt man dem Staat die notwendigen Mittel, wird er sich wieder um seine Aufgaben kümmern.

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MtSchiara 20.09.2012, 17:07
7. die beste Steuer ist die Erbschaftssteuer, denn sie wird auf Geschenktes erhoben

Zitat von sysop
Ursula von der Leyens Armutsbericht sorgt in der Koalition für Unmut. Wirtschaftsminister Rösler wirft der Arbeitsministerin vor, Besserverdiener schröpfen zu wollen. Kanzlerin Merkel erteilt einer Vermögensabgabe eine Absage - doch mancher Parteifreund kann sich höhere Steuern vorstellen.
1) Eine Vermögenssteuer besteuert nicht Besserverdiener, sondern Mehrhaber.

2) Eine Steuer, die Besserverdiener besteuert, nennt man "progressive Einkommenssteuer". Diese progressive Einkommenssteuer wird allerdings dadurch unterlaufen, daß zahlreiche gemeinschaftliche Aufgaben nicht über die Steuer, sondern über andere - nicht- oder sogar anti-progressive - Abgaben erbracht werden: Rentenkasse, Krankenversicherung, Finanzierung der Energiewende, Kopfpauschale, geplante Zwangsrentenversicherung etc. Dies führt dazu, daß nicht die Besserverdiener, sondern der Mittelstand prozentual zum Einkommen die höchsten Lasten zu tragen hat, also die Staatsfinanzierung anti-progressiv verläuft. Darüber hinaus liegt der Höchststeuersatz durch fehlende Inflationsanpassungen der letzten Jahre/Jahrzente bereits im oberen Bereich mittlerer Einkommen und es gibt vielzuviele Ausnahmetatbestände für Vermögende.

Will der Staat also Besserverdiener mehr besteuern, so sollte er keine neue Sondersteuer für Besserverdiener einführen, sondern er sollte:
a) Das Steuersystem vereinfachen und Ausnahmen streichen.
b) Den Höchststeuersatz nach oben verschieben und regelmäßig mit der Inflation erhöhen.
c) Pflichtversicherungen, wenn sie den sein müssen, nicht nur für niedrigere, sondern für alle Einkommen gemäß der finanziellen Leistungsfähigkeit verbindlich machen.
d) Staatliche Aufgaben stärker steuerfinanzieren.

3) Wichtigstes Ziel einer stärkeren Belastung der Wohlhabenden muß es sein, die Vermögensverteilung in der Bevölkerung konstant zu halten.

4) Die simpelste und gerechteste Steuer wurde allerdings bisher nicht genannt: die Erbschaftssteuer

5) Leider gehören die Abgeordneten und Entscheider selbst eher zur Oberschicht, so daß eine Politik, die auf eine gerechtere Verteilung des gesellschaftlichen Vermögens aus ist, in Deutschland eher nicht zu erwarten ist. Dies kann man auch an der Eurorettung erkennen, bei der die Mittelschicht die Oberschicht vor Verlusten bewahrt, was eine weitere Umverteilung nach oben bewirkt.

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zynik 20.09.2012, 17:09
8.

Zitat von larsmach
Gibt man einem Kind mehr Bonbons, dann wird es mehr naschen.
Jo, ungefähr auf diesem Kindergartenniveau stellen sich unsere Steueroptimierer ein staatliches Gemeinwesen vor.

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Progressor 20.09.2012, 17:19
9. Konsequenzen

Ich lebe in einer kleinen westdeutschen Kreisstadt. Wenn ich so durch die Straßen gehen, stelle ich fest, dass jeden Monat ein weiteres Geschäft aufgegeben hat. Nach einiger Zeit wird daraus ein Laden oder (vor allem) eine Gaststätte die nicht mehr von Deutschen betrieben wird. Bei meinem Einkauf in dem in der Innenstadt verbliebenen türkischen Einkaufsmarkt, fragte ich die Kassiererin: "Was ist denn heute los? So ruhig hier!" Kam die Antwort: "Die Leut' henn kä Geld mehr in de Tasch."

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