Forum: Politik
Streit über Atomabkommen: EU-Außenminister warnen die USA vor Krieg mit Iran
John Thys/ AFP

Außenminister Heiko Maas hat seinen US-Kollegen Mike Pompeo vor einer militärischen Eskalation mit Iran gewarnt. Zugleich betonte Maas, das Atomabkommen sei "für unsere Sicherheit notwendig".

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Neandiausdemtal 14.05.2019, 10:48
90. Logisch!

Zitat von BöwaM
Eher gehören sie mit ihrem als Israelkritik verschleierten Antisemitismus und ihren Faible für despotischen Diktaturen und blinden Antiamerikanismus eher zu einer linksextremen Randgruppe.
Wer gegen weltweite Kriege, Terrorismus, Regimechange, eiskalte Gewinnsucht und wirtschaftliche Erpressung ist, ist gezwungenermaßen gegen die US-Politik.
Demokratie ist kein Qualitätsmerkmal, wenn so etwas von diesen sogenannten Demokraten ausgeht.
Auch das britische Empire war eine Demokratie, für die Restwelt aber über Jahrhunderte eher ein imperialistischer Terrorstaat.

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bligen 14.05.2019, 10:54
91. OK, damit sie realisieren was gemeint ist

Zitat von HeisseLuft
Mein verehrter Vorredner hat vorgeschlagen sich mit Russland und China zusammenzutun und gemeinsam gegen die USA vorzugehen. Und exakt davon halte ich mal rein gar nichts. Ich muss nun wirklich nicht den Verbündeten USA ausgerechnet mit einem Verbündeten China tauschen. "Sie glauben doch nicht im Ernst, dass sich RU und CN die USA nicht auch ein Stück weit als Vorbild nimmt und Erpressung auch als legales Mittel zur durchsetzung von Interessen zu eigen machen wird?" Da brauchen die die USA nicht als Vorbild. Sowohl China als auch speziell Russland haben eine sehr "erfolgreiche" eigene imperiale Geschichte voller Erpressungen und Schandtaten. "Ihnen fällt auch nicht auf, dass nach der Irangeschichte sich keine vernünftige Regierung auf die USA oder auch Europa verlässt?" Vernünftiges Argument - nur warum soll ich nach der "Ukrainegeschichte" denn Russland vertrauen? Warum sollte ich bei dem unilateralen Agieren Chinas im Südchinesischen Meer China vertrauen? Sorry, nichts gegen Aussagen wie "wir sollten uns von den USA abnabeln und eigenständiger werden" - nur das hatte mein Vorredner eben nicht geschrieben.
Ein temoräres Zusammentun um aktuelle Interessen zu vertreten hat ja nichts mit bsp. einem Bündnis zu tun. Denke da wären alle entschieden dagegen. Danach aber die "gemeinsamen Erfolge" zu Nutzen um Veränderungen mit Kontakten auf Augenhöhe voranzutreiben und so diesen Ländern, die ja nicht gleich aber offener und toleranter sin sollten, Wege aufzuzeigen, das halten dann doch viele für einen gangbaren Weg.

Wenn sie UA und sicher auch das Südchinesische Meer ansprechen, bedenken sie folgendes. Schon seit langem sind Aussagen auf dem Tisch, dass die USA sich beim Einmischen in bestimmten Gebieten zurückhalten soll. Wen hat genau diese Warnung interessiert? Niemanden. Wenn aber die USA von "keine Einmischung in unserer Hemisphäre" rumposaunt, soll man stillstehen? Immer die konträre Situation bedenken. Also S-CN-Meer, wie würde sich die USA bei permanenten CN Manövern im Golf von Mexico verhalten?
Wie würde sich die USA bei Einmischung durch RU in Mexiko unter einem Abkommen der militärischen Unterstützung durch RU verhalten?

Die UN-Charta ist genau aus diesem Grund so geschrieben wie sie geschrieben ist, dass solch Einseitiges Verhindert werden soll. Problem? Die USA werfen grad die UN-Charta in den Müll. (lesen sie sie mal)

Nein, ich verteidige keine Regierung, da aktuell eigentlich fast jede stark kritisiert werden kann. Der Respekt vor anderen Regierungen und Staatssystemen (man muss sie dafür nicht gutheissen) gibt es nicht mehr und das wird noch üble Früchte tragen.

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HeisseLuft 14.05.2019, 10:56
92. Super Idee...

Zitat von Neandiausdemtal
Vielleicht sollten wir die Bevölkerung Israels einfach nach Mecklenburg-Vorpommern einladen. Da ist Platz, fast keine Feinde (mit den paar Nazis wird der Mossad noch vor dem Frühstück fertig), und eine schöne Landschaft. Problem gelöst.
Nette Idee, möglicherweise sehen es die Israelis allerdings anders. Die lokale Bevölkerung vielleicht auch. Aber die USA hätten dann einen militärisch starken und zuverlässigen Verbündeten mitten in Europa. Gute Idee, prima...

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bloub 14.05.2019, 11:00
93.

Zitat von lalito
Die Bundeskanzlerin Angela Merkel schickt niemanden irgendwo rein. Meines Wissens kann lediglich der Bundestag Soldaten der Deutschen Bundeswehr irgendwo hin- oder reinschicken, haben Sie jedoch andere Informationen, bitte belastbare Verifikation.
Bundeswehr-Soldaten sind derzeit im Niger ohne Parlamentsbeschluss unterwegs. Scheint Ihnen entgangen zu sein.

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Neandiausdemtal 14.05.2019, 11:08
94. Sie haben mich nicht ganz verstanden.

Zitat von HeisseLuft
a) Äh, soll das jetzt wirklich ein positives Argument sein?? "reichlich Entwicklungsmöglichkeiten" in Sachen Demokratie? Ich gebe ja unumwunden zu, dass Russland da jede Menge "Entwicklungsmöglichkeiten" hat, nur sehe ich das nicht als positives Argument. Zumal die "Entwicklungsmöglichkeiten" in den letzten Jahren eher zugenommen haben. b) Und ich wüsste auch nicht, warum ausgerechnet Rohstoffreichtum Russland so wichtig für ein Bündnis machen sollte - eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Industriestaaten sollten stets darauf achten, ihre Rohstoffquellen zu diversifizieren. Und sich gerade nicht eng an einen Lieferanten binden. Egal ob der USA, Saudi-Arabien oder Russland heißt. c) Und sich an mangelnder eigener Verteidigungsfähigkeit der EU und zu großer Abhängigkeit von der USA zu stoßen und im selben Atemzug dann die Verteidigungsfähigkeit Russlands anzupreisen ist schon ziemlich irre. Zumal Russland unter Beweis gestellt hat, dass seine "Verteidigungsfähigkeit" sehr wohl auch eine Angriffsfähigkeit gegen europäische Nachbarstaaten umfasst. Mit denen uns ebenfalls "Kultur und Nachbarschaft" verbindet.
Gerade wegen des riesigen wirtschaftlichen Übergewichts ist für die EU ein Bündnis auf Augenhöhe mit Rußland möglich. Und damit meine ich kurz- bis mittelfristig eine russische EU-Mitgliedschaft und ein EU - Verteidigungsbündnis, womit die überkommene NATO obsolet wäre. Wenn dann die Polen oder Balten nicht mehr mitmachen möchten, wäre das auch egal. Vermutlich würden sie aber zu gefestigten EU - Mitgliedern mutieren und ihren Status als willfährige US-Komplizen aufgeben.

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Promethium 14.05.2019, 11:17
95.

Zitat von lalito
Welchen Profit soll Rußland, als Partner des Irans und damit wohl eher direkter Teilnehmer innerhalb des Szenarios, denn da genau haben?
Zeigen Sie mir mal ein Land, dem die Partnerschaft mit dem Kreml gut getan hätte!
Zweitens wird Russland mit großem Abstand die Nummer 1 auf dem Öl Markt, wenn es zum Konflikt am Golf käme.
Drittens wäre die Welt dann vom größten Konkurrenten Russlands auf dem Gas-Markt abgeschnitten. (Das South Pars Erdgasfeld ist ALLEINE größer als alle Gasfelder Russlands zusammen).
Viertens müsste der ganze Handel zwischen Europa und Asien entweder auf dem Seeweg ganz um Afrika oder eben durch Russland.
Fünftens würden die Ayatollahs in einem nie dagewesenen Ausmaß Waffen in Russland kaufen. Selbst der durch Öl reich gewordene Saddam Hussein/Irak hatte am Ende noch 9 Milliarden Schulden beim Kreml.
Sechstens, so lange es dem Iran schlecht geht ist er von Russland abhängig.


Gegenprobe: Was hat Russland davon wenn es dem Iran gut geht? Einen Konkurrenten mehr!

Venezuela, Syrien, Libyen, Iran und Russland sind Konkurrenten und deswegen ist eine Partnerschaft von vorne herein suspekt!
Das ist etwas völlig anderes, als bei Industriestaaten die durch den Austausch von Know How und Zusammenarbeit stärker werden. Sehen Sie sich an was aus Deutschland, Japan, Südkorea und anderen Partnern der USA wurde!

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HeisseLuft 14.05.2019, 11:18
96. Ach?

Zitat von bligen
Ein temoräres Zusammentun um aktuelle Interessen zu vertreten hat ja nichts mit bsp. einem Bündnis zu tun. Denke da wären alle entschieden dagegen. Danach aber die "gemeinsamen Erfolge" zu Nutzen um Veränderungen mit Kontakten auf Augenhöhe voranzutreiben und so diesen Ländern, die ja nicht gleich aber offener und toleranter sin sollten, Wege aufzuzeigen, das halten dann doch viele für einen gangbaren Weg. Wenn sie UA und sicher auch das Südchinesische Meer ansprechen, bedenken sie folgendes. Schon seit langem sind Aussagen auf dem Tisch, dass die USA sich beim Einmischen in bestimmten Gebieten zurückhalten soll. Wen hat genau diese Warnung interessiert? Niemanden. Wenn aber die USA von "keine Einmischung in unserer Hemisphäre" rumposaunt, soll man stillstehen? Immer die konträre Situation bedenken. Also S-CN-Meer, wie würde sich die USA bei permanenten CN Manövern im Golf von Mexico verhalten? Wie würde sich die USA bei Einmischung durch RU in Mexiko unter einem Abkommen der militärischen Unterstützung durch RU verhalten? Die UN-Charta ist genau aus diesem Grund so geschrieben wie sie geschrieben ist, dass solch Einseitiges Verhindert werden soll. Problem? Die USA werfen grad die UN-Charta in den Müll. (lesen sie sie mal) Nein, ich verteidige keine Regierung, da aktuell eigentlich fast jede stark kritisiert werden kann. Der Respekt vor anderen Regierungen und Staatssystemen (man muss sie dafür nicht gutheissen) gibt es nicht mehr und das wird noch üble Früchte tragen.
Ah - das ist nur ein "temporäres Bündnis"?
Hm, schauen wir uns noch mal das Zitat am Beginn dieser Diskussion an:
"Wir schaffen es ja nicht einmal, die US-Truppen aus der EU zu bekommen, oder uns von den Betriebssystemen, Prozessoren, etc. zu befreien, vom GPS nicht zu reden, usw. usf. Die EU wäre eben nur mit Russland und China stark genug, aber es gibt genug Leute, die lieber selber untergehen als sich mit solchen Ländern gegen die USA verbünden würden."
Hm, das ist also temporär? Weil, wenn wir die US-Betriebssysteme und Prozessoren mit Hilfe Chinas ersetzt haben, dann werden es - irgendwie - europäische Betriebssysteme und Prozessoren?
Aha.

"Wenn aber die USA von "keine Einmischung in unserer Hemisphäre" rumposaunt, soll man stillstehen?"
Nein, wieso? Wann soll ich solches behauptet haben? Hm?

"Also S-CN-Meer, wie würde sich die USA bei permanenten CN Manövern im Golf von Mexico verhalten?"
Falsche Analogie. Die USA schütten keine Inseln in der Karibik vor der Küste Mexikos, Panamas und Venezuelas auf. Wie würde sich China verhalten, wenn die USA vor der chinesischen Küste Inseln aufschütten und dort Militärbasen installieren würden? Und ihre Hoheitsanspruch bis kurz vor den chinesischen Strand ausdehnen würden?

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HeisseLuft 14.05.2019, 11:25
97. Vielleicht doch nicht so egal

Zitat von Neandiausdemtal
Gerade wegen des riesigen wirtschaftlichen Übergewichts ist für die EU ein Bündnis auf Augenhöhe mit Rußland möglich. Und damit meine ich kurz- bis mittelfristig eine russische EU-Mitgliedschaft und ein EU - Verteidigungsbündnis, womit die überkommene NATO obsolet wäre. Wenn dann die Polen oder Balten nicht mehr mitmachen möchten, wäre das auch egal. Vermutlich würden sie aber zu gefestigten EU - Mitgliedern mutieren und ihren Status als willfährige US-Komplizen aufgeben.
Danke, wenn ich das schon lese:
"...die Polen oder Balten nicht mehr mitmachen möchten, wäre das auch egal. Vermutlich würden sie aber zu gefestigten EU - Mitgliedern mutieren und ihren Status als willfährige US-Komplizen aufgeben."
Bei solchen hasserfüllten Posts weiß man doch, woher der Wind mal wieder weht. Logisch, aus der Sichtweise ist ein Zusammengehen und eine Komplizenschaft Deutschlands mit Russland überhaupt kein Problem. Hat ja Tradition.

Und Russland ist von einer EU-Mitgliedschaft etwa zehnmal weiter entfernt als Makedonien und ungefähr so weit wie die Türkei. Obendrein ist mir irgendein ernsthafter Antrag Russlands auf eine solche Mitgliedschaft auch nicht bekannt. Dann müsste sich der Kreml der Gemeinschaft und Brüssel unterordnen... eben jenem erbittert bekämpften "Gayropa". Und dann auch noch einem gemeinsamen militärischen Oberkommando?

Erzählen Sie das Putin. Vielleicht bekommt er einen Herzinfarkt.

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Neandiausdemtal 14.05.2019, 11:30
98. Ja klar!

Zitat von HeisseLuft
Und das erzählen Sie jetzt ausgerechnet hugahuga? Demjenigen, der schon mal "von einer bestimmten Ethnie" schwafelt, die im nahen Osten ständig zündele?
Ich kann und will mit sogenannten Ethnien nichts anfangen.
Es gibt nur eine Menschenart, den Homo sapiens - nur kulturelle Unterschiede, keine Rassen und keine anderen Arten.
Die letzten anderen Menschenarten dürften, ganz neu - Homo luzonensis, Floresmensch, Denisovamensch und Neanderthaler gewesen sein. Alle nach heutigen Erkenntnissen seit mindestens 30.000 Jahren vom Erdboden getilgt, möglicherweise durch den Homo sapiens, also durch uns.

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mostly_harmless 14.05.2019, 11:45
99.

Zitat von Neandiausdemtal
Ein Bündnis EU - Rußland ist einfach nur logisch. Die Kombination aus Wirtschaftsmacht und Verteidigungsfähigkeit, Bodenschätzen und Know how, Demokratie und reichlich Entwicklungsmöglichkeiten in dieser Sache [...]
Jaja, ähnlich "logisch" wie ein Bündnis zwischen NATO und Warschauer Pakt in den 80ern gewesen wäre.
Russland hat keinerlei gesellschaftliche Berührungspunkte mit der EU. Weder Demokratie, noch Rechtsstattlichkeit noch Freiheit spielen dort irgend eine Rolle. Es gibt in diesem Kontext wirklich nichts, was absurder ist als ein Bündnis mit Russland. Ausser natürlich, man will sich mit aller Gewalt Putin unterwerfen. Was vermutlich die Wunschträume bestimmter Kreise sind.

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