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Streit über Atomabkommen: Europäer lehnen Irans Ultimatum ab
Stephanie Lecocq/ EPA-EFE/ REX

Der iranische Präsident Hassan Rohani hatte den Parteien des Atomabkommens eine 60-Tage-Frist gesetzt. Die Europäer weisen die Forderung aus Teheran nun deutlich zurück.

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helmut.alt 09.05.2019, 10:30
1. Dies bedeutet grünes Licht für weitere Eskalationen

und nichts Gutes. Iran wird nun mit allen Mitteln versuchen möglichst schnell an Atomwaffen zu gelangen, denn dann ist es in einer ähnlichen Situation wie Nordkorea und besitzt ein atomares Abschreckungspotential, insbesondere auch deshalb weil die nötigen Raketen zur Verfügung stehen. Wirtschaftlich wird sich der Iran noch mehr an Russland und China annähern. China ist ein vorzüglicher Absatzmarkt für Öl. Das, was Obama mühsam aufgebaut hat, macht Trump mutwillig kaputt und die Leidtragenden werden am Ende die Europäer sein.

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Daniel B. aus KL 09.05.2019, 10:32
2. Kein Wunder

Wer hätte denn erwartet, dass die iranische Führung nun auf den Knien um Gnade bettelt?
Nein, jetzt kommt es zu der erwarteten Verhärtung der Linien und zu der langen langen Kette an Nadelstichen der Iraner...
Die Iraner wissen nur zu genau, wie wenig Rückhalt Trump im amerikanischen Volk für einen wirklichen Waffengang hat - und wie zugleich aussichtslos ein konventioneller Krieg gegen den Iran ist!

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Walter987 09.05.2019, 10:37
3. Die USA sind schuld!

Für diese Entwicklung tragen ausschließlich die USA die Verantwortung.
Die USA haben einseitig das Atomabkommen gekündigt, obwohl der Iran sich immer an die Bedingungen des Abkommens gehalten hat. Jetzt wird der Iran wieder mit Sanktionen bestraft, obwohl er nichts falsch gemacht hat. Und die Europäer kuschen wieder vor den USA, anstatt dem Iran zu helfen. Alles sehr schade. Europa sollte sich schämen.

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Christoph L 09.05.2019, 10:38
4. Sanktioniert Europa nun, oder nicht?

Sprich -> Erfüllen wir unseren Teil der Abmachung, oder kuschen wir vor den USA die uns damit ja zum Vertragsbruch zwingen würden.

Wie sieht es denn da aus? Geht aus dem Artikel leider nicht vor.

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Schämer 09.05.2019, 10:40
5.

Wenn ich das richtig verstanden habe.

- Iran hat seine Verpflichtungen erfüllt.
- USA kündigt einseitig.
- Europa steht formal zu den Vertrag
- Nach 1 Jahr sagt Iran, dass sie sich an den Vertrag gehalten haben, aber Europa nicht, obwohl Europa was anderes sagt, da viele Firmen und Banken sich von USA einschüchtern lassen.

Dananch tun sie doch ncihts anderes als "erfüllt euer Versprechen von vor 1 Jahr oder wir fühlen uns nicht mehr gebunden"

oder übersehe ich da was ?

Wen nicht verstehe ich die Reaktion der Europäer nicht.

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haarer.15 09.05.2019, 10:41
6. Europa wird sich was einfallen lassen müssen

Das Atomabkommen wurde einseitig von den Amerikanern ausgehebelt - und von sonst niemandem. Wie gedenken die Europäer damit umzugehen ? Leider werden wir von den Wildwest-Boys in Washington ja schon andauernd vorgeführt. Keine Woche vergeht ohne Ohnmacht. Jegliche Ultimaten werden abgelehnt ? Aber bei den Amerikanern, da nimmt man sie einfach hin. In diesem Konflikt spielen wir - was nicht nötig wäre - eine zu kleine Nummer, aber das geht dann auf unsere Kosten. Rohani hat recht. Wenn man ständig den Kopf einzieht und eigenes Handel vermissen lässt, werden wir am Ende von Niemandem mehr ernstgenommen.

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blaues_quadrat 09.05.2019, 10:50
7.

Dem Iran bleibt/blieb nichts anderes übrig. Die von der EU gegründete Organisation zur Wahrung der Wirtschaftsinteressen hat nichts gebracht, außer Lippenbekenntnissen
Den Europäern sollte klar sein, dass im Falle eines Kriegs auch wir direkt involviert sind. Dieser Krieg würde nicht nur ein regionaler sein, sondern hat das Potential eines Weltkriegs. Ich weiß nicht ob es Trump und Bibi klar ist

Jemand muss doch diesen Wahnsinn stoppen

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eule_neu 09.05.2019, 10:57
8. Atomabkommen beibehalten und Trumps Sanktionen auch?

Es ist zu begrüßen, dass die EU Irans Vorgehen ablehnen, aber was ist mit den Sanktionen? Man fühlt sich an die Quadratur des Kreises erinnert, es passt also nicht zusammen. Was unternehmen denn die EU-Länder dagegen? Ein "weiter so" im Hinnehmen von Trumps Anti-Iran-Aktionen unter vorgeschoben Gründen treibt auf militärische bzw. partisanenähnliche Handlungen zu, was die EU auch nicht wollen wird. Also was nun? Es muss klare Kante oder eine "rote Linie" durch die EU für Trump erkennbar gezogen werden, erst dann kann Weiterbestehen des Atomabkommens mit dem Iran verhandelt werden. Alles andere sind nur Lippenbekenntnisse. Wann zieht eine vom Verstand gesteuerte Diplomatenpolitik in die von Trump verursachte Krise ein?

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malu501 09.05.2019, 10:59
9. Verpflichtungen

Die EU stellt mit diesem Statement erneut die Schwäche gegenüber den USA unter Beweis. Der Iran soll sich also an alle Verpflichtungen aus dem Atomabkommen halten, gleichzeitig ziehen sich sämtliche Großunternehmen aus Geschäften mit dem Iran zurück, aus Angst vor Repressalien durch die USA. Die EU folgt also den US-Sanktionen gehorsam wie immer, führt also das Abkommen ad absurdum und wirft nun dem Iran vor, man halte sich nicht an Verpflichtungen? Lächerlich! Zusammen mit der Tatsache, dass man den Import von Flüssiggas aus den USA extrem forciert, um Sanktionen der USA gegen die EU vermeiden zu wollen, zeigt, wie schwach die Europäer gegenüber den Allmachtsphantasien und Erpressungsversuchen des Herrn Trump dastehen. Sie machen sich klein, geben ihm, was er verlangt - in der Hoffnung - in Zukunft in Ruhe gelassen zu werden.

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