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Streit über Atomabkommen: Pompeo sagt Moskau-Besuch ab, um mit der EU über Iran zu sp
AP

Anstatt länger in Russland zu bleiben, fliegt US-Außenminister Mike Pompeo lieber nach Brüssel. Dort will er mit den europäischen Außenministern über den Iran-Konflikt sprechen.

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robho 13.05.2019, 10:26
10. Kriegslogik

Die Falken haben übernommen in Washington. Sie fordern laut einen Regimewechsel im Iran. Die iranischen Mullahs geniessen wenig Sympathien und zündeln wo sie können. Trump hat zudem die Saudis -historischer Feind der Mullahs - bis an die Zähne bewaffnet mit seinem Milliardendeal. Weshalb die Amis jetzt plötzlich die EU kontaktieren lässt nur den Schluss zu, dass sie sich ihrer Sache nicht so sicher sind. Es ist die Stunde der Diplomatie, und die sollte genutzt werden.

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James Blönd 13.05.2019, 10:33
11.

Zitat von Neapolitaner
Die aktuell von den USA verhängten Sanktionen schneiden Iran vom Welthandel faktisch ab. Das theokratische Regime im Iran kann diese Situation politisch nicht überleben. Also wird das Regime entweder nachgeben, was einen enormen Gesichtsverlust bedeuten würde und im Iran weitere Folgen hätte, bis hin zur Aufgabe der Theokratie (das ist das, worauf Trump abzielt.) Oder aber der Iran würde die Lage weiter verschärfen, etwa durch Sperrung der Straße von Hormuz. Ob aber das Regime das Risiko einer . militärischen Auseinandersetzung mit den USA (die dann unausweichlich wäre) eingehen wird, ist zu bezweifeln. Trump ist am längeren Hebel.
""Regime change" im Iran ist das Ziel ..." Erstens, mit welchem Recht? Zweitens, welche Folgen das voraussichtlich haben wird, ist im Irak und Libyen zu begutachten.

Warum machen die USA eigentlich immer die gleichen Fehler? So dumm kann man doch gar nicht sein, vor allem, wenn man weiß, dass das sehr viele unschuldige Menschenleben kosten wird. Für mich unbegreiflich, im wahrsten Sinne des Wortes.

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Promethium 13.05.2019, 10:34
12.

Der Iran bedroht unsere Öl-Versorgung und unseren Handel mit Asien.

Die meisten hier verkennen was Blockaden der Straße von Hormus und des Bab al-Mandab für uns bedeuten würden.

Pompeo wird nun wohl versuchen den Europäern zu erklären worum es geht.

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frenchie3 13.05.2019, 10:47
13. @12 Eine kleine Korrektur

Zitat: "Pompeo wird nun wohl versuchen den Europäern zu erklären worum es geht". Das wissen die Europäer schon, da braucht es niemand von den Trumpistas. Er wird erklären warum wir das gut zu finden haben und daß wir machen müssen was er will

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Farhad 13.05.2019, 11:03
14. Europa verfügt über keine wirkungsvollen Verhandlungsinstrumente.

Das wissen Berlin, Paris und London. Das weiß Frau Mogherini auch. Der bigotte Handlanger von Trump hat nicht vor, etwas Konstruktives anzubieten. Die bisherigen Tricks und Zeitspiele funktionieren auch nicht mehr. Die USA sind eindeutig die dominante Wirtschaftsmacht im Europäischen Raum. Extraterritoriale Sanktionen kann Europa nicht ansatzweise entschärfen. Mittlerweile weiß man auch, dass die Scheinlösung INSTEX nicht unter den aktuellen Umständen funktionieren kann. Das Abkommen lässt sich als erledigt erklären. Es muss endlich Europa klar sein, dass Trump für eine feste Mission beauftragt ist und eine Abweichung davon mit seiner finanziellen Existenz abgegolten wird. Trump kann freiwillig keine grundsätzliche Kursänderung durchführen. Es sei denn, der Druck durch die Öffentlichkeit, Rechtsinstanzen sowie den Kongress zwingt ihn und das System hinter ihm zu Kursanpassungen. Um dieser Druck zu triggern bzw. zu erzeugen, muss etwas geschehen.

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mc_homer 13.05.2019, 11:28
15. Bitte Überschrift ändern

"Pompeo sagt Moskau-Besuch ab, um EU einen Einlauf zu verpassen" wird wahrscheinlich besser passen und es wird den Inhalt (öffentlichen Standpauke) des Gesprächs besser wieder geben. Die amerikanische Regierung hat gar keine Verständnis für die Haltung der EU.

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touri 13.05.2019, 11:37
16.

Zitat von James Blönd
""Regime change" im Iran ist das Ziel ..." Erstens, mit welchem Recht? Zweitens, welche Folgen das voraussichtlich haben wird, ist im Irak und Libyen zu begutachten. Warum machen die USA eigentlich immer die gleichen Fehler? So dumm kann man doch gar nicht sein, vor allem, wenn man weiß, dass das sehr viele unschuldige Menschenleben kosten wird. Für mich unbegreiflich, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich denke Sie haben die Politik der USA nicht erkannt. Es entspricht nicht den Interessen der USA im Nahen Osten (oder grundsätzlich auch sonst wo) starke Machtblöcke zu haben. Also zündelt und destabilisiert man so lange, bis alles in Trümmern liegt und niemand mehr den Interessen der USA im Weg stehen kann. Schöner Nebeneffekt wäre beim Nahen Osten dann noch ein steigen des Ölpreises, wovon die USA als mittlerweile Öl und Gas Nettoproduzent auch profitiert. Das ist im übrigen nicht erst seit Trumps so.

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haarer.15 13.05.2019, 11:48
17. Pompeo - der Falke

Der ist leider nicht besser als sein Boss - und glauben braucht man ihm nichts. Ein Krieg wäre das schlimmste, was passieren kann. Vorallem für uns Europäer. Wenn es aber darauf ankäme, würde Amerika einen Krieg in der Golfregion vom Zaun brechen. Wir stehen doch schon kurz davor. Iran ist nicht das eigentliche Problem - nein. Die haben sich definitiv an das Abkommen gehalten. Das viel größere Problem für uns in Europa ist Amerika mit seiner unberechenbaren Führung. Falken schaffen keinen Frieden.

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korrekturen 13.05.2019, 11:53
18.

Die Europäer sollten ganz klar sagen, dass die "Informationen über mögliche Angriffe Irans" wertlos sind. Einige Artikel von gut informierten Autoren machen das klar: Paul Pillar (Bolton's War), Gareth Porter (Bolton Is Spinning Israeli ‘Intelligence’ to Push for War Against Iran).

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pavel1100 13.05.2019, 12:22
19. Der lachende Dritte

Zitat von Promethium
Der Iran bedroht unsere Öl-Versorgung und unseren Handel mit Asien. Die meisten hier verkennen was Blockaden der Straße von Hormus und des Bab al-Mandab für uns bedeuten würden. Pompeo wird nun wohl versuchen den Europäern zu erklären worum es geht.
Eine Sperrung der Verkehrswege im Persischen Golf würde den Ölpreis in schwindelerregende Höhen treiben. Das würde Milliarden in die Kriegskasse Putins spülen, denn sein Rüstungsprogramm belastet den Staatshaushalt. Die Armut in Russland wächst und damit auch die Unzufriedenheit. Trump verfolgt hier, wie schon oft, der Agenda Putins. Ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt. Und Putin kann sich im Iran Konflikt seine Hände in Unschuld waschen und seine Trolle hier im Forum Krokodilstränen um das unmenschliche Theokratenregime weinen lassen.

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