Forum: Politik
Streit über Brexit: Umfrage offenbart Spaltung der britischen Gesellschaft
REUTERS

Was macht der verbitterte Streit über den Brexit mit den Menschen im Land? Eine Umfrage unter 2000 Briten gibt einen Einblick.

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frenchie3 28.01.2019, 14:40
1. Wenn alles so schlecht ist

wird es nach dem Brexit besser. Schuld an allem Elend ist ja die EU

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Sandygirl 28.01.2019, 14:50
2. Information und Fehlinformation

Ein Ergebnis des Brexitprozesses ist ein stärkeres Interesse an Politik. Das ist doch mal gut. Nichtsdestotrotz ist der Brexit an sich schon eine Folge von gezielten Fehlinformationen zur Lage in UK und Europa und zu den Zuständigkeiten und Nicht-Zuständigkeiten der EU. Immer wenn argumentiert wird "die EU hat.." wird vergessen, dass es "die EU" nicht gibt: Richtig muss es heißen "die Mitgeliedsstaaten haben sich geeingt auf....".
Auch uns (in Deutschland) muss der Brexit eine Lehre sein, dass es Interessengruppen gibt, die gezielt eine Spaltung betreiben. Und immer scheinen diese Gruppen auf den ersten Blick nationalistisch zu sein (UKIP, AfD & Co) auf auf den zweiten Blick werden diese Gruppen aus Russland (siehe Geldströme oder Stichwort Trollfabrik) finanziert/unterstützt. Den ein geeintes Europa und eine geeinte NATO kann gegen China und Russland bestehen. Zerstritten sind wir schwach.

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thompopp 28.01.2019, 14:50
3. Nach dem Brexit wird alles gut ...

das ist doch alles verständlich und nachvollziehbar, vor so einem wichtigen Schritt steigt der Druck.
Nach dem Brexit hat Land dann Zeit sich zu fangen und nachdem sich dann wieder alles einspielt und die Briten erkennen, dass es auch ohne die EU geht und sie in Europa willkommender denn je sind, gehen sie positiv gestimmt in eine gute Zukunft.
Also, lasst sie machen. Alles wird gut.

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wokri 28.01.2019, 14:52
4. 2000

Als ich das heute Morgen im Guardian gelesen habe, viel mir sofort die geringe Anzahl der Befragten auf. Das meine ich völlig wertfrei vom Ergebnis, jedoch macht es eine Analyse wo ich mich auf Meinungen reduziere wo am Ende nur noch eine Handvoll betrachtet werden recht Aussagelos. Anstatt 2000 sollten 20000 befragt werden, nur so kann ich mehrdimensional analysieren.

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dirkozoid 28.01.2019, 14:56
5. Überholtes politisches System

Was vor ein paar hundert Jahren durchaus modern und fortschrittlich war, ist nun mal heute von gestern. Das Mehrheitswahlrecht führt nun mal dazu, dass nur wenige Parteien eine Chance haben, überhaupt ins Parlament zu kommen. Und von diesen ist dann in der Regel eine allein Regierungspartei. In einer Koalition hätte Cameron dieses selten dämliche Referendum, das nur seiner eigenen Karriere nutzen sollte (!), niemals durchbekommen.

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madameping 28.01.2019, 15:01
6. Wenn bis jetzt immer noch keiner richtig weiß,

was er will, dann kann auch niemand weiterhelfen.
Der Brexit wird als eine der größten politischen Verfehlungen der Nachkriegszeit in die Geschichtsbücher eingehen und diejenigen, die am liebsten den ungeregelten Austritt hätten, werden sich eines Tages vor ihren Kindern verantworten müssen.
All das tut mir unsäglich Leid für jene Briten, die in der EU bleiben möchten.

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isi-dor 28.01.2019, 15:02
7.

Zitat von wokri
Als ich das heute Morgen im Guardian gelesen habe, viel mir sofort die geringe Anzahl der Befragten auf. Das meine ich völlig wertfrei vom Ergebnis, jedoch macht es eine Analyse wo ich mich auf Meinungen reduziere wo am Ende nur noch eine Handvoll betrachtet werden recht Aussagelos. Anstatt 2000 sollten 20000 befragt werden, nur so kann ich mehrdimensional analysieren.
Schöner kann man eigentlich nicht ausdrücken, dass man weder von Statistik, noch von Empirie irgeneine Form von Ahnung besitzt. Meine Güte.

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kirschlorber 28.01.2019, 15:04
8. Historische Rivalitäten

Frankreich hatte mit einem Veto 1961 den Antrag auf GBs Mitgliedschaft in der EWG abgeschmettert. Erst 1973 konnte GB beitreten. Die historischen Rivalitäten sind heute noch spürbar. D sollte sich in der aufgeheizten Debatte viel neutraler verhalten.

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burlei 28.01.2019, 15:05
9. So ist es doch nicht nur in GB

Früher (lang, lang ist es her) gab es mal etwas, was man den "gesellschaftlichen Kompromiss" nannte. Jeder gab etwas nach und schließlich waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Dann kamen *welche* (für diesen Platzhalter bitte bestimmte Gruppierungen nach eigener Wahl einsetzen) her und waren nicht mehr bereit, irgendwelche Kompromisse einzugehen. Sie wollten alles und das sofort. Schuld an allem war für sie natürlich nur eine - eine damals sehr bekannte deutsche Regierungschefin. Als man *ihnen* dann erzählte, dass es die Aufgabe eines Regierungschefs sei, einen Konsens zwischen den Bevölkerungsteilen herzustellen, erklärte *man* sich selber für "das Volk" und alle anderen zu Feinden des Volkes, also zu "linksgrün versifft". Dass es mit den Feinden des Volkes keinen Konsens geben konnte, lag natürlich nur an den Feinden. Warum also soll es in GB irgendwie anders sein? *Man* will keine Kompromisse. *Man* will alles, sofort. Ob andere Teile der Bevölkerung unter dieser Kompromisslosigkeit leiden, ist diesen Betonköpfen doch völlig schnuppe. Sie haben ihre eigene, angeblich richtige Ansicht zu allem und Basta. Sicher, eine Stubenfliege könnte aus dem Stegreif Dutzende hieb- und stichfeste Argumente gegen diese unumstößliche Ansicht bringen. Leider ist diese dafür zu intelligent und schweigt lieber.

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