Forum: Politik
Streit über Brigitte Macron: First Lady im Dauereinsatz
REUTERS

In Frankreichs Verfassung taucht die Frau des Präsidenten nicht auf. Staatschef Emmanuel Macron will seiner Gattin Brigitte jetzt eine offizielle Rolle geben - und bekommt dafür massive Proteste.

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hansriedl 08.08.2017, 00:45
20. Macron

Da er Beschäftigung von Familienmitgliedern künftig verboten hat, kann er seine Frau als Mutter Theresa
für die armen, u. die durch seine Politik noch arm werden einsetzen. Jede andere Beschäftigung wäre
ein Affront, eine Brüskierung für alle die an der Verteilung von Steuergelder mit naschen wollen.

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fatherted98 08.08.2017, 07:38
21. naja....

....immerhin will er es offiziell machen...und sie würde ja sogar was tun. Anders als im Bayerischen Landtag, wo man Jahrzehnte den Familienangehörigen "Jobs" zuschanzte und bezahlen ließ, die diese gar nicht ausführten....

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nur_samstags 08.08.2017, 08:19
22. wollen die Leute nicht verstehen?

Hinschauen: es geht explizit nicht um eine Anstellung und Bezahlung der guten Frau!Es geht um Einrichtung eines transparenten Budgets für die Rolle. Damit sie z.B. nicht für viel Geld unkontrolliert die Räume neu dekorieren kann oder Lustreisen unternehmen kann. Die dauernde Aufgeregtheit über alles und jedes ohne einen Moment der Reflexion kann einem schon auf den Senkel gehen! Es macht den Eindruck, als wollen die Leute absichtlich nicht verstehen, weil so dumm können ja nicht alle sein!

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Leser161 08.08.2017, 08:19
23. Macron sollte mal aufpassen

Macron sollte mal aufpassen. Die grosse Begeisterung war ein Vorschuss. Wenn er jetzt genauso weitermacht wie seine Vorgänger ist das ein übler Vertrauensmissbrauch. Erinnert an die römischen Provinzherren. Erst Brot und Spiele damit man gewählt wird und dann die erlangte Provinz ausquetschen um das Geld wieder reinzuholen. Ich denke es gibt in unseren westlichen Demokratien zu wenig Kontrolle und Sanktion, sobald man erstmal gewählt ist. Wir sollten damal upleveln.

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barrakuda64 08.08.2017, 08:24
24. Im Westen nichts Neues...............

Tag für Tag arbeitet Macron daran, seinen Lack abzukratzen. Wurde genau das seinem Mitbewerber um das Präsidentenamt, Fillon, zum Verhängnis, macht er nun das gleiche und das sogar auf eine provokante Art, die seinesgleichen sucht. Offensichtlich lernresistent und vergeßlich (die Wahl und die Affäre um Fillon etc. ist erst einige Monate her), muss man sich fragen, was da die nächsten Jahre noch so alles kommen wird. Immerhin, seine Eltern werden stolz sein, denn er entpuppt sich jetzt seiner Herkunft aus einer Bankiersfamilie würdig. Die Rücksichtslosigkeit und Arroganz liegt in diesen Kreisen bereits in den Genen und konnte anscheinend bis zur Wahl nur mühsam unterdrückt werden, um sich jetzt doch den Weg ins Freie zu bahnen. Insofern kann er eigentlich gar nichts dafür und gar nicht anders - es ist nur natürlich! Aber er ist halt nun mal nicht in Bayern, wo ein solches Verhalten mit einem "a Hund is a schoh" abgetan wird - hoffentlich!

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at.engel 08.08.2017, 08:32
25.

" ...mussten sich die Ehefrauen der französischen Präsidenten bislang mit den ungeschriebenen protokollarischen Pflichten der V. Republik arrangieren."
Was heißt "müssen"...?! Die Tatsache, dass es ungeschrieben ist, läßt eben auch extrem viel Freiheit, in welcher Form die jeweiligen Frauen diesen Status (es ist definitv keine Funktion) auch ausfüllen wollen. Von den Freiheiten, was das Budget betrifft, ganz zu schweigen.
Der Lebenspartner des Präsidenten ist weder gewählt, ernannt bzw. auch abwählbar. Es steht auch nirgends, dass eine Frau/ein Mann die politische Einstellung seines Lebenspartners teilen muss (siehe Danièle Mitterand). Der Präsident ist auch frei, das Bett zu teilen mit wem er wil, ohne dass sich daraus eine politische Cohabitation ergeben muss (siehe Carla Bruni). Und keiner verwehrt Madame Macron, sich als Privatperson auch sozial oder politisch zu engagieren.
Bleiben in erster Linie Repräsentationskosten, und dafür könnte man ja offiziell ein Budget fixieren. Nur dann gehen die Debatten erst los: Wieviele Schuhe oder Taschen von Louis Vuitton sind monatlich vertretbar? Wie oft muss dann der Partner auch in der Öffentlichkeit erscheinen? (eine Reihe von Frauen sah man extrem selten in der Öffentlichkeit). Kurz, die Sache ist nicht einfach: Und die bisherige Situation erlaubt eigentlich praktisch alles... ohne dass man sich dann auch noch vor dem Cours des Comptes rechtfertigen muss.

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ariane2006 08.08.2017, 12:49
26. Danke!

Zitat von nur_samstags
Hinschauen: es geht explizit nicht um eine Anstellung und Bezahlung der guten Frau!Es geht um Einrichtung eines transparenten Budgets für die Rolle. Damit sie z.B. nicht für viel Geld unkontrolliert die Räume neu dekorieren kann oder Lustreisen unternehmen kann. Die dauernde Aufgeregtheit über alles und jedes ohne einen Moment der Reflexion kann einem schon auf den Senkel gehen! Es macht den Eindruck, als wollen die Leute absichtlich nicht verstehen, weil so dumm können ja nicht alle sein!
... für Ihren Beitrag. Genau darum geht es, was die Leute hier im Forum mal wieder nicht verstehen (wollen):
1. Macron hat bereits im Wahlkampf gesagt, dass das Budget der "Premiere Dame" zukünftig transparent gestaltet werden soll, entsprechend ihrer Aufgaben (zur Erinnerung: Cecilia Sarkozy ist mit der Elysee-Kreditkarte einkaufen gegangen, wann immer sie wollte, da sind dann schon mal pro Einkauf 30.000 Euronen in irgendeiner Edelboutique geblieben). Dazu muss man wissen, das bis Hollande der Elysee-Palast eine "Pauschalsumme" von 100 Mio pro Jahr bekam, womit der Präsident/seine Frau/seine Angestellten machen konnten, was sie für richtig hielten. Also: lieber endlich Transparenz und eine überschaubare Summe für konkrete Aufgaben (Repräsentanz etc.).
2. Es geht hier nicht um ein Gehalt (das war nie vorgesehen), sondern lediglich um die Transparenz der Kosten (z.B. für Sicherheit, Repräsentanz, einschl. Kleidung, Mitarbeiter zur Organisation der Repräsentanz etc. ). Für diese Dinge wurden bisher auch Gelder ausgegeben, aber niemand konnte es bisher überprüfen, da kein offizielles Budget existierte. Dies will Macron ändern.
3. Die Vergleiche mit Fillon sind völlig daneben, da der Fall völlig anders läuft: Fillon hatte seine Frau/Kinder angestellt (für ca. 1 Mio) auf Kosten des Steuerzahlers, und seine Frau/Kinder haben weder repräsentiert noch gearbeitet.
4. Wer sich zu Frankreich äußert, sollte zuerst mal sich genauer informieren, was und wie es im Nachbarland abläuft. Grüße aus F, Ariane

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hugahuga 08.08.2017, 16:58
27.

Es ist allein Sache der Franzosen, was sie zu akzeptieren gedenken und was nicht. Möglich allerdings ist auch, dass die sich rapide verschlechternden Umfragewerte des Gatten auch auf ihre Akzeptanz auswirken könnten. Da war gleich zu Beginn zuviel Blenderei im Spiel - und so langsame geht den Franzosen ein Licht auf, auf wen sie sich da wirklich eingelassen haben. Mag allerdings noch schlimmer kommen, wenn sich die Gewerkschaften auf der Strasse mit Macrons Ideen auseinandersetzen.
Da lobe ich mir den (öffentlich) unscheinbaren Merkel Gatten, Herrn Sauer.

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93160 08.08.2017, 17:28
28. ariane 2006

Zitat von ariane2006
... für Ihren Beitrag. Genau darum geht es, was die Leute hier im Forum mal wieder nicht verstehen (wollen): 1. Macron hat bereits im Wahlkampf gesagt, dass das Budget der "Premiere Dame" zukünftig transparent gestaltet werden soll, entsprechend ihrer Aufgaben (zur Erinnerung: Cecilia Sarkozy ist mit der Elysee-Kreditkarte einkaufen gegangen, wann immer sie wollte, da sind dann schon mal pro Einkauf 30.000 Euronen in irgendeiner Edelboutique geblieben). Dazu muss man wissen, das bis Hollande der Elysee-Palast eine "Pauschalsumme" von 100 Mio pro Jahr bekam, womit der Präsident/seine Frau/seine Angestellten machen konnten, was sie für richtig hielten. Also: lieber endlich Transparenz und eine überschaubare Summe für konkrete Aufgaben (Repräsentanz etc.). 2. Es geht hier nicht um ein Gehalt (das war nie vorgesehen), sondern lediglich um die Transparenz der Kosten (z.B. für Sicherheit, Repräsentanz, einschl. Kleidung, Mitarbeiter zur Organisation der Repräsentanz etc. ). Für diese Dinge wurden bisher auch Gelder ausgegeben, aber niemand konnte es bisher überprüfen, da kein offizielles Budget existierte. Dies will Macron ändern. 3. Die Vergleiche mit Fillon sind völlig daneben, da der Fall völlig anders läuft: Fillon hatte seine Frau/Kinder angestellt (für ca. 1 Mio) auf Kosten des Steuerzahlers, und seine Frau/Kinder haben weder repräsentiert noch gearbeitet. 4. Wer sich zu Frankreich äußert, sollte zuerst mal sich genauer informieren, was und wie es im Nachbarland abläuft. Grüße aus F, Ariane
Beleidigen Sie nicht die deutschen Leser.Sie sind auch nur Deutscher in meinem Land. Und wenn Sie so schlau gegenueber den deutschen Lesern hier herfallen, sollte es Ihnen in meinem Land doch nicht entgangen sein das macron einen offiziellen Status fuer seine Frau wollte. (Hat er auch im Wahlkampf immer betont). Irgendwie muss er sie ja belohnen, denn sie ist es die die Reden schreibt, die ihm sagt er solle keinen Speichel verlieren beim spàrechen und doch lieber mehr trinken.
Darum ging es. denn um diesen Status einzufuehren muss man die Verfassung aendern.Nun rudert Macron zurueck und begruendet es mit Transparenz. Braucht er garnicht, denn wir wissen Madame mit ihren kleinen Stab kostet den Steuerzahler 450 Tausend Euro im Jahr.Sollte doch reichen fuer eine Ehefrau.
Den Status fuer seine Frau haette ihr eine Rente eingebracht und weitere Verguenstigungen .
Lassen Sie mal Ihre ueberheblichkeit, wir haben den Sonnenkoenig jetzt schon satt. Eine schlechte Nachricht nach der anderen von diesem Kerl.

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