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Streit über Griechen-Hilfe: Euro-Rebellen bringen Merkel in Bedrängnis

Die Griechen-Krise wird zum Problem für Schwarz-Gelb: Finanzminister Schäuble warnt eindringlich vor einer Pleite des Landes - doch Euro-Rebellen in den eigenen Reihen wollen weitere Hilfen verweigern. Kanzlerin Merkel könnte bei der entscheidenden Abstimmung die Regierungsmehrheit verlieren.

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brux 08.06.2011, 12:55
40. Kernfrage

Die Kernfrage ist wirklich, ob die Griechen willens und fähig sind, sich selbst zu retten. Dafür gibt es kaum Anhaltspunkte und bis jetzt haben sie sich ja nicht einmal entschuldigt für ihre Lügen und Durchstechereien. (Wer im übrigen Griechen sehen will, die solide wirtschaften, muss nur nach Zypern schauen. Der Unterschied liegt wohl in den verschiedenen früheren Kolonialmächten, was einiges über die Türken sagt.)

Es fehlt leider auch an politischen Gesten, wie z.B. einer positiven Haltung gegenüber ihren Nachbarn, die ja wohl der Markt für griechische Produkte sein sollten.

Die Bringschuld liegt ganz klar bei den Griechen.

Aber die Deutschen sollten sich hüten, hier auf's hohe Ross zu steigen. Zum einen haben wir selbst sehr unsolide gewirtschaftet und sitzen auf enormen Schulden, zum anderen haben wir nichts gesagt, als sich die Griechen schöne BMWs und U-Boote mit Krediten deutscher Banken gekauft haben. Der Junkie wurde regelrecht angefixt und da bleibt wohl ein Teil der Therapiekosten beim Dealer hängen. Nur muss eben die Therapie Erfolgsaussichten haben.

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fm1304 08.06.2011, 12:56
41. Traurig!

"Die Opposition feixt bereits, dass die Kanzlerin auf sie angewiesen sein könnte."

Bei dieser Opposition kann die Partei der Nichtwähler nur wachsen.

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brux 08.06.2011, 12:59
42. Dummes Zeug

Zitat von newliberal
sich diesen Artikel zu Gemüte führen. Spätestens dann sollte auch dem grössten EU-Befürworter klar sein, wohin uns die geballte Kompetenz der "Elite" führt.
Sie verstehen einfach nicht, wie wenig die EU zu sagen hat. Alle Entscheidungen kommen am Ende von den Nationalstaaten, auch wenn man sich technisch in Brüssel trifft. Die EU Staaten wollen sich nichts sagen lassen, auch wenn sie vor Dummheit und Inkompetenz kaum laufen können.

Die Europäische Kommission hatte sich 1982 gegen den Beitritt Griechenlands ausgesprochen und wurde überstimmt. Die "EU-Eliten" funktionieren sehr wohl, die Deppen sitzen in den nationale Hauptstädten.

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zweifler001 08.06.2011, 13:03
43. Ich kann das nicht mehr hören!

Zitat von mündigerbürger3
Meine Güte, es gibt auch gute Gründe warum die EU vorallem von Deutschland mit allen Mitteln gehalten und im Notfall auch gerettet wird. @kimba: Deine Beitrag wirkt so wenig infomiert, da wundert man sich, dass du hier beim Spiegel blogst und nicht bei der Bild. Die Eu ist der Hauptgrund warum Deutschland mit Exporten derart erfolgreich ist. Eine Schwächung der Eu ist über kurz oder lang eine Schwächung der deutschen Wirtschaft.
Das stimmt doch vorn und hinten nicht. Der Anteil der EU an den deutschen Exporten ist rückläufig.

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Volker Gretz 08.06.2011, 13:05
44. -

Zitat von mündigerbürger3
Die Eu ist der Hauptgrund warum Deutschland mit Exporten derart erfolgreich ist.
Darauf muss man erst einmal kommen, die dauerhafte Störung des außenwirtschftlichen Gleichgewichts als Erfolg zu definieren.

Da könnten Sie sich ja gleich auf den Begriff "Wachstum", der so gerne von Frau Mohns Satiresender n-tv benutzt wird, berufen.

Die Staatsverschuldung, die Massen-Konsumsteuersätze, die Gebühren und die Absenkung des Lohn-, Sozial und Infrastrukturniveaus sind dramatisch gewachsen.

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kartanem 08.06.2011, 13:05
45. Welche Schuld trägt Helmut Kohl bei der Finanzmisere?

Es ist unbestritten, dass eine europäische Union sinnvoll ist, ebenfalls eine einheitliche europäische Währung. Helmut Kohl, der Dicke, wollte sich mit seinem Europa-Wahn ein Denkmal in der Geschichte setzen. Möglichst viele europäische Länder in die EU, gleichgültig, wie unterschiedlich sie sein mögen - und er die treibende Kraft.

Man muss schon seine Landsleute für sehr dumm halten, wenn man ihnen vorgaukelt, dass diese riesigen Unterschiede in den einzelnen Ländern für eine dauerhafte europäische Union förderlich sind.

Sind etwa die Zugeständnisse des deutschen Zahlmeisters Kohl unvergessen, mit er "nachgeholfen" hat. Etliche der Beitrittskandidaten waren schlauer, sie haben sich seinerzeit viele Vorteile ausgehandelt.

Nun haben wir den Salat, den er uns mit seiner Eitelkeit und Hoffnung, ein großer Staatsmann zu sein, eingebrockt hat. Die Suppe löffeln wir aus, nicht der Hr. Kohl.

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Psycho Dad 08.06.2011, 13:06
46. Uninformiert?

Zitat von Doctor Feelgood
Ursache sind die Banken quer durch Europa, die sich verzockt haben. Hier hilt nur eines: raus aus dem Euro, das Trennbankensystem einführen, und sämtliche wertlosen Schrottpapiere per Insolvenz aus den Büchern streichen. Die Geldversorgung der Realwirtschaft können auch staatliche Banken übernehmen. Die Pleitebanken jedoch gehören in den Orkus!
Sie wissen schon, dass sich vor allem (halb-)staatliche Banken mit Schrottpapieren versorgt haben??? Bitte informieren bevor so ein Dummfug geschrieben wird.

Auch wenn es den Linkspopulisten schwer fällt: Die Privatbanken sind NICHT SCHULD am GR-Desaster. Dass sie sich in der Krise versuchen herauszuwinden und die Lasten an den Steuerzahler abzudrücken, ist nicht ehrenhaft, ganz bestimmt nicht. Aber es ist nicht Ursache das Problems. Das sollte jeder Mensch mit mehr als zwei Gehirnzellen verstehen können...

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brux 08.06.2011, 13:06
47. Quatsch

Zitat von Holzhausbau
Das tote Pferd heißt EU und EURO und es wird uns auch künftig als quicklebendig verkauft. Wir selbst, die Bürger, müssen diesem kriminellen Trauerspiel ein Ende setzen. Auf die Politiker können wir nicht hoffen. Deutschland ist seit der Wiedervereinigung kein souveräner Staat mehr, der selbstständig handeln kann - hier werden nur noch die Vorgaben der Siegermächte umgesetzt. Es waren die Bedingungen, an die die Zustimmung dieser Staaten zur Wiedervereinigung geknüpft wurde, die verlangen, dass Deutschland jedweden EU-Irrsinn klaglos und aktiv unterstützt und das D. als Nationalstaat verschwindet um im vereinten Europa aufzugehen. Deshalb werden uns idiotische Entscheidungen als "alternativlos" untergejubelt. Es wird höchste Zeit, dass die Bevölkerung endlich aufwacht, und sich zur Wehr setzt!
Das ist nichts weiter als nationalistisches Gedöns, und es sollte jedem Deutschen eigentlich peinlich sein.

Was kommen wird, ist eine Kern-EU mit einer Peripherie. In einigen Bereichen haben wir diese bereits. Sie wir nun eben stärker formalisiert.

Die Rückkehr zum Nationalsstaat mit Grenzen und all dem Quatsch, der dem Kontinent 2 Weltkriege beschert hat, kann nun wirklich nicht die Lösung sein, auch wenn sich das die Stammtische gerne zusammen schwadronieren.

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Braunschweiger77 08.06.2011, 13:11
48. Stimmt

Zitat von shokaku
Wo Problem? In den anderen Parteien wird es schon genug Handlanger geben, die deutsches Steuergeld in der Weltgeschichte verschleudern wollen.
Eben. SPD, Grüne und ganz besonders die Linke überbieten sich ja mit "Soldiraität mit Griechenland"-Gegröhle, was inbesondere die Wähler letzterer noch gar nicht meitbekommen haben dürften.

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Volker Gretz 08.06.2011, 13:11
49. -

Zitat von henrypimpernell
Und was ist, wenn die nächsten 60, 80 oder 100 Milliarden wieder nicht reichen? Und wenn das nächste pleitegefährdete EU-Land die Hand aufhält? Dann zahlen wir auch?
Haben wir doch schon. Sehen Sie sich doch die Überweisungen an Portugal und Irland an.

Oder meine Sie Spanien, Italien,...?

Ja. Obwohl das eng wird. Irgendwo zwischen Spanien und Italien wird in Deutschland nichts mehr da sein, was sie noch abzubauen, kürzen, verscherbeln oder verwahrlosen lassen können.

Ein Renteneintrittsalter mit 140 bringt ja de facto wirklich keinen Zugewinn gegüber 90. Man kann jeden Energieversorger nur einmal privatisieren, jede Bibliothek nur einmal schließen, jedes Schulsystem nur einmal zusammenkürzen und verrotten lassen, ... :-)

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