Forum: Politik
Streit über Griechen-Rettung: Schäuble spricht Rösler Euro-Kompetenz ab

Der Koalitionsstreit über den Umgang mit dem schuldengeplagten Griechenland eskaliert. In einem Interview spricht CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble der FDP die Zuständigkeit für die Euro-Krise ab - und stellt Bedingungen für den Verbleib in der Koalition.

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katerramus 17.09.2011, 09:26
1. das waren ja mal klare Worte ;)

tja, Schäuble, damit wirst du auch keine Geschlossenheit in die Regierungsparteien bringen, auch wenn der Druck durch die Breslau- Konferenz noch stärker geworden ist......

Erst mal in den eigenen Reihen gucken- die machen diese Quasi- Diktatur von Kanzlerin und Finanzminister auch nicht mehr mit.

Die Drohung eines Koalitionsbruches führt nur dazu, dass die Abgeordneten sich gar nicht mehr an irgendwelche Fraktionszwänge gebunden fühlen - Gott sei Dank!!!

Es ist immer noch so, dass auf irgendwelchen Gipfeln alles möglich beschlossen werden kann, diese Beschlüsse aber gar keine Rechtswirkung haben-
erst die Zustimmung im Parlament macht etwas bindendes daraus

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juerv1 17.09.2011, 09:30
2. .

Ja aber hat der Onkel Schäuble den Knaben Rösler kürzlich nicht noch als so kompetenten und wohlinformierten Kollegen bezeichnet? Muss wohl ein Missverständnis gewesen sein.

Immerhin erfahren wir jetzt, was Schäuble wirklich über den streberhaft-klassensprechrmäßig wirkenden Rösler denkt - nämlich dass er ihn, was klar war, nicht ernst nimmt und für einen politisch minderbemittelten Clown hält. Ist doch klar, dass sich ein Mann wie Schäuble über Typen wie Rösler, Lindner, Niebel heimlich einen Ast ablacht.

Die mittelfristige Strategie von Mutti und Schäuble dürfte sein, die FDP aus der Regierung zu ekeln und dann mit den Grünen oder Roten anzubändeln. Deswegen wurden ja auch so schwere Brocken wie der Atomkonflikt mal eben kurz aus dem Weg geräumt.

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revierflaneur 17.09.2011, 09:32
3. Wieder mal ein Verschreiber?

"Einige Euroskeptiker in der FDP gehen noch deutlich weiter. Sie wollen über einen Mitgliederentscheid den geplanten dauerhaften Euro-Rettungsschirm (ESM) verhindern, der ab 2013 den aktuellen Rettungsschirm EFSF ablehnen soll."

Statt "ablehnen" soll es wohl "ablösen" heißen. Immer diese Schludrigkeiten. Darum lese ich SpOn nur selten und stets widerwillig und mit Verdruss. Aber vielleicht ist das ja sogar Absicht, um die Schwellenangst für flüchtig schreibende, legasthenische oder der deutschen Orthografie unkundige Foristen niedrig zu halten. Diese Maßnahme wäre dann jedenfalls sehr erfolgreich.

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Jonny_C 17.09.2011, 09:32
4. Ha...

...ich glaube weder Herrn Schäuble noch Herrn Rößler.
Der eine will die FDP über die 5% Hürde bringen.
Der andere weiter "den guten Deutschen Europäer" mit Scheckbuch geben.
Kompetent ist keiner von beiden !
(Trittin & Steinbrück auch nicht.)
Was die Steuerzahler und das Volk will, interessiert die Herren nicht die Bohne.

Wo bleibt eine "nicht rechte, nicht populistische Partei" die die ureigenden Interessen Deutschlands, der sozialen Marktwirtschaft, der sozialen Gerechtigkeit, ohne ideologische Scheuklappen vertritt ?

Nein, ich kann sowas nicht, muss meine kleine IT-Klitsche gerade durch die Krise navigieren.
Sind zwar nur 4 Arbeitsplätze, aber ich fühle mich für meine Angestellten verantwortlich.

Schönes Wochenende !
Gruss
J.C.

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Brand-Redner 17.09.2011, 09:32
5. Die Leiden der F.D.P.

Zitat von Wolfgang Schäuble
"Denkverbote sind zutiefst freiheitswidrig. Aber das Gegenteil von Denkverboten sind nicht unbedingt Redegebote."
Danke, Herr Schäuble! Es ist äußerst selten, aber desto begrüßenswerter, wenn man sich als links Denkender mal dem konservativen Innenminister verbunden fühlt.

Natürlich haben viele Namenlose (allein im SPON-Forum) schon vor Schäuble das Gleiche gesagt. Doch dies heizte das Geplärre der Neoliberalen, die verzweifelt ums Überleben kämpfen, nur noch an.

Nun gibt's also - spät, aber immerhin - endlich die Zurechtweisung von Mutti und ihrem Fachminister: Was will die Dreipünktchenpartei dagegen noch aufführen?

Einige werden meinen, die lassen jetzt - wie 1982 - die Koalition platzen. Das werden sie nicht tun, denn: Im Unterschied zu 1982 haben sie diesmal kein zweites Boot, in das sie nahtlos und komfortabel wechseln können! Zu deutsch: Sie hätten nur noch die ungeliebte Option: 1. Opposition, dann 2. Bedeutungslosigkeit.

Was allerdings die Mehrheit des deutschen Volkes kaum stören dürfte. ;-)

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fred4712 17.09.2011, 09:39
6. Bruch in 2011, Neuwahlen Anfang 2012

So sehe ich das. Koalition SPD mit den Grünen, CDU samt CSU, Piraten und Linke in der Opposition, die FDP wird nicht mehr vertreten sein und sich spätesten 2014 auflösen.
Und das ist gut so.

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Brunello_2 17.09.2011, 09:39
7. Befreiung...

... von dieser Koalition wäre noch das beste Ergebnis dieser katastrophalen Entwicklung in der Regierung.
Rösler geht es nur um Eines: Stimmen für seine Splitterpartei. Und da ist ihm jedes Mittel recht. Auch abstoßenster Populismus. Und es scheint ja auch zu funktionieren, denn die Demoskopen sagen, dass die FDP um zwei Prozentpunkte zugelegt hat.
Es ist allerdings zu fürchten, dass Herr Dr. med. dabei nicht die geringste Ahnung von wirtschaftlichen, insbesondere Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen hat. Ein Desaster, ähnlich wie im Aussenamt. Politische Leichtmatrosen, wo man auch hinschaut und eine Kanzlerin, die nicht führt und ihre Richtlinienkompetenz nicht auszuüben in der Lage ist.
Hoffen wir, dass das Trauerspiel, das Deutschland schadet wie ein Krebsgeschwür, bald ein Ende hat.

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heutedoch 17.09.2011, 09:40
8. Diese Partei wird es nie geben, da

JEDE Partei, die dagegen ist sofort als rechts und populistisch stigmatisiert würde. So, wie es bisher jeder Partei ergangen ist, die andere Inhalte vertritt als die Etablierten.

Zitat von Jonny_C
...ich glaube weder Herrn Schäuble noch Herrn Rößler. Der eine will die FDP über die 5% Hürde bringen. Der andere weiter "den guten Deutschen Europäer" mit Scheckbuch geben. Kompetent ist keiner von beiden ! (Trittin & Steinbrück auch nicht.) Was die Steuerzahler und das Volk will, interessiert die Herren nicht die Bohne. Wo bleibt eine "nicht rechte, nicht populistische Partei" die die ureigenden Interessen Deutschlands, der sozialen Marktwirtschaft, der sozialen Gerechtigkeit, ohne ideologische Scheuklappen vertritt ? Nein, ich kann sowas nicht, muss meine kleine IT-Klitsche gerade durch die Krise navigieren. Sind zwar nur 4 Arbeitsplätze, aber ich fühle mich für meine Angestellten verantwortlich. Schönes Wochenende ! Gruss J.C.

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heutedoch 17.09.2011, 09:42
9. Ich bin nur gespannt,

wem sie die Schuld zuweisen werden, wenn der Euro/EU vor die Wand gefahren ist.

Viel bleibt da nicht, da außer Rösler ja keiner dagegen war...

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