Forum: Politik
Streit über Hongkong: China verhängt Sanktionen gegen die USA
Anushree Fadnavis/ REUTERS

US-Kriegsschiffe dürfen nicht mehr in Hongkong anlegen, Strafmaßnahmen gegen amerikanische Organisationen sind in Arbeit: Im Streit über die Proteste in der Sonderverwaltungszone hat China Sanktionen angeordnet.

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juba39 02.12.2019, 09:08
1. Mehr als tausend Worte

Nur das obige Bild ansehen. Dazu noch der Bericht des ZDF, der das Absingen der US-Hymne durch die "Demokratieaktivisten" zeigt. Das alles geschieht doch nicht ohne Grund. Man stelle sich nur die Reaktionen bei ähnlichen Ereignissen in Deutschland vor. Und damit meine ich NICHT die US-Flagge und Hymne!

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ClausB 02.12.2019, 09:23
2. Dass

China auf die US-Sanktionen reagiert war doch zu erwarten und ist auch nachvollziehbar. ( Vielleicht sollte auch mal andere Staaten die USA saktionieren - Gründe gab und gibt es genug ).
GB übergab Hongkong an China 1. Juli 1997; China sicherte zu, dass Hongkong für weitere 50 Jahre eine Sonderverwaltungszone bilden werde. ( Ein Land, zwei Systeme ). Bis jetzt hat sich China an das Abkommen gehalten und wird es auch weiterhin tun - davon bin ich überzeugt. Nach Ablauf dieser Frist heißt es dann : Ein Land, ein System. Aber bis dahin sind es ja noch an die 27 Jahre.

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vubra 02.12.2019, 09:27
3. also wie immer

China sagt wo es im eigenen Land zu laufen hat. Hong Kong ist zwar so etwas wie neu China, aber dennoch unter Chinas Herrschaft seit die Engländer es nach immerhin gut 160 an China (1984) zurück geben mussten.Das sich da eine eigene Kultur und ein eigens Freiheit-bild gegenüber China entwickelt hat mag sicherlich zutreffen, aber das China nun dort der Hausherr ist trifft ebenso zu. Was Amerika jetzt als Unterstützung für Hong Kong ausruft ist eigentlich nur dem Handelsstreit und ev. noch ein paar territorialer Unstimmigkeiten im Südchinesisch Meer geschuldet. Wie weit die Amerikanische Unterstützung und Rückhalt geht , konnte man ja bereits bei den Kurdischen Kämpfern in Syrien sehen. Also denke ich das Hong Kong für Amerika lediglich ein Spielball sind um eigene Ziele zu erreichen und die beinhalten nicht Hong Kong als solche in ihrem Kampf um mehr Freiheit zu unterstützen. Allerdings scheinen bei der Chinesischen Führung tatsächlich die Nerven blank zu liegen das sie so heftig auf Trump reagieren. Irgendwie erinnert mich das an den Kohle Tagebau und die Proteste in Deutschland , welche eigentlich ohne Not nur wie ein Strohfeuer erscheinen. In Hong Kong geht es den Bürgern dort ums ganze, sie werden den Kampf zwar verlieren aber vielleicht doch wieder etwas besser gestellt werden als das Festland Chinas. So alles in allem Rettet die Hong Kong Chinesen derzeit nur eines vor Chinas Radikalen Möglichkeiten, die Weltweite Öffentliche Berichterstattung , fraglich wie lange das noch gut geht. Am ende werden auch die Hong Kong Bürger sagen , lieber Rot als Tod.

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sukzessive 02.12.2019, 09:32
4. @1

Wenn sie in Hong Kong wären, dann würden sie nicht so peinliche CCP-Verschwörungstheorien nachäffen.

Die Gründe für die Proteste und vor allem deren breite Unterstützung in der Gesellschaft liegt in der unfähigen, korrupten Marrionettenregierung und den täglich zunehmenden Autoritäten zugriff der Festlandregierung und der unprofessionellen korrupten Polizei. Und der Frust kam nicht erst durch das Auslieferungsgesetz sondern hat sich über Jahre angestaut.
Die Politik kümmert sich nur um Festlandtouristen und Immobilienhaie, die eigene Jugend und Mittelklasse bleiben auf der Strecke. Dann noch ein paar Buchhändler kidnappen und das Pulverfass explodiert.

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crazypixel 02.12.2019, 09:34
5. Die Demokratiebewegung

in Hongkong sollte vorsichtig mit D. Trump Aussagen umgehen. Wie verlässlich die USA als Partner und/oder Unterstützer sind zeigt sich momentan ganz deutlich in Syrien ab. Bevor sich die Demokratiebewegung auf die Amis einlässt sollten Sie doch erstmal die Kurden, Christen, Jesiden etc. in Nordsyrien befragen.

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andreas.pfeffer 02.12.2019, 09:35
6. @juba39

der Ausnahmezustand in Hong Kong wird von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung getragen. Offenbar ist der Leidensdruck sehr hoch, was wir von hier aus nicht unbedingt nachvollziehen können. Sie sind mit einer Marionetten Regierung aus Pekings Gnaden konfrontiert. das Absingen der amerikanischen Nationalhymne wird nichts Gutes bewirken. Wird sich konterproduktiv auswirken im Umgang mit einem Regime, das 3000 Studenten am Platz des Himmlischen Friedens massakriert hat, und jetzt mit den Uiguren auch nicht zimperlich umgeht. Man kann nur positive Gedanken schicken

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xiaobi 02.12.2019, 09:40
7. Whataboutism

Zitat von juba39
Nur das obige Bild ansehen. Dazu noch der Bericht des ZDF, der das Absingen der US-Hymne durch die "Demokratieaktivisten" zeigt. Das alles geschieht doch nicht ohne Grund. Man stelle sich nur die Reaktionen bei ähnlichen Ereignissen in Deutschland vor. Und damit meine ich NICHT die US-Flagge und Hymne!
Ja, welche Flagge meinen Sie denn? Die chinesische oder russische? Nur zu... ich denke, das zieht keine Konsequenzen nach sich. Kritik gäbe es wohl, aber das ist in einer freien Gesellschaft ja normal und ich schätze, Sie würden vermutlich applaudieren. In Hongkong allerdings möchten die Menschen frei sein und mögen das kommunistische China nicht und die USA sind das einzige Land neben Taiwan, woher immerhin noch symbolische Unterstützung kommt. Und warum kommen jetzt diese Vergleiche zwischen Deutschland und China? Ich weiss schon, das ist die Strategie der Tencent-Troll-Brigaden. Aber es sollte doch klar sein: Deutschland ist ein Rechtsstaat und eine Demokratie... China eine Diktatur.

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AndreasKurtz 02.12.2019, 09:44
8. Demokratiemanko ist nicht der Grund

der Grund der Proteste ist, wie in Europe, Südamerika, Afrika, überall, die sich verschärfende Ungleichheit, die Perspektivlosigkeit vor allem junger Leute, trotz guter Ausbildung, die horrenden Wohnkosten in Hongkong, die Schwächen des 'zweiten Systems'. Dass sich das dann gegen China richtete, nicht gegen die eigenen Finanzeliten, das ist dann der Spin, den der Westen reinbrachte, leider. In Hongkong wurde gewählt, die vom Westen sogenannten 'Demokraten' (die ja offenbar wählen konnten - wo sind denn da die Nichtdemokraten?) haben gewonnen. An den Ursachen wird sich nichts ändern.

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rucke 02.12.2019, 09:48
9. Innere Angelegenheit

Die Chinesen waren immer sehr empfindlich was die Einmischung in die Innenpolitik angeht. Das ziehen se relativ konsequent durch und im Gegenzug halten die sich ja auch mit der Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder zurück. Expansionspolitik wie bei den Amis sehen wir da selten. Und mal ehrlich was haben die Hongkonger denn erwartet? Auf ewig im goldenen Käfig sitzen? Hochkapitalistisches Wirtschaftszentrum angrenzend an niedriglohnproduktion. Das kann nun mal dauerhaft nicht funktionieren. Hongkong gehört zu China und dementsprechend chinesisches System. "ein Land, zwei Systeme" - son Blödsinn.

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