Forum: Politik
Streit über Irak-Krieg: Schröder bezichtigt Bush der Lüge

Sie waren nie Freunde - jetzt leben sie ihre alte Gegnerschaft mit ungekannter Schärfe aus. George W. Bush wirft Gerhard Schröder vor, versprochene Hilfe beim*Irak-Krieg verwehrt zu haben. Der Altkanzler schlägt zurück: "Der frühere Präsident sagt nicht die Wahrheit."

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rafkuß 09.11.2010, 20:57
50. Afghanistans Probleme

Zitat von ole-ivar
Könnte man vielleicht, nur ganz eventuell, in Betracht ziehen, dass das Töten von 3000 Amerikanern auf deren Hoheitsterritorium auch so etwas darstellt wie eine Einmischung in die Angelegenheiten des amerikanischen Volkes? Und wenn dann die USA die Jagd auf die Hintermänner zu Recht zu "seiner Angelegenheit" macht, und Afghanistan diese Hintermänner deckt, haben wir ein Problem, nicht wahr? Beziehungsweise, Afghanistan hat eins.
Sie mögen schon recht haben: Afghanistan hat Probleme.
Nur: Wir haben zu unseren Problemen nun auch noch das Problem "Afghanistan"
Aber ich bin mir sicher: Sie haben den Lösungsansatz!

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Beduine 09.11.2010, 21:02
51. Aus seiner Sicht hat er nicht gelogen!

Zitat von Moewi
Öhm. Nochmal ganz langsam: Weil er seine Lügen konsequent genug durchgezogen hat ist er also glaubwürdiger?
Er wurde vielleicht falsch von seiner Strippenziehern / Hintermännern / Cheney & Co. informiert. Und hat einen fatalen Krieg vom Zaun gebrochen.

Aus seiner Sicht hat er aber das Richtige getan und durchgezogen. Und nie etwas anderes behauptet.

Schröder erscheint mir hier einfach unehrlicher. Das ist meine ganz persönliche Meinung, rein subjektiv.

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werner3 09.11.2010, 21:06
52. Bush II und das Programm der NeoCons

Es ist schon beeindruckend, wie die längst bekannten Fakten weiterhin einfach ignoriert werden. Es gibt genügend Beweise, daß der Irak-Krieg bzw. die Besetzung den Landes und die Neuordnung der Region (Irak, Iran, Afghanistan, Ukraine, Kaukasus) einen langen Vorlauf hatten und zur erklärten Geostrategie der NeoCons bereits gehörten, als Clinton noch im Amt war.

Dann kam Bush II und das Programm wurde Schritt für Schritt umgesetzt. Erster Schritt: 11.9.2001. Ohne wäre es nicht gegangen. Es war alles geplant. Die umfangreichen US-"Notstandsgesetze" waren bereits fertig und wurden sofort verabschiedet. Die Truppen für Afghanistan waren bereits vor Ort. Es konnte sofort losgehen. Dann folgte die Anthrax-Atacke mit bewiesen US-HihtTec-Anthrax, die 5 Menschen tötete und einen Athrax-Forscher aus dem Militär-ForschungsLabor "zu Tode" brachte. Ein zuvor beschuldigter Athrax-Forscher konnte sich erfolreich wehren und bekam 6 Mio Schadenersatz.

Sicherlich wussten auch Schröder und Merkel bereits vorher bescheid, wozu hat ein Kanzler seine Geheimdienste. Außerdem war ja Deutschland ohnehin unverzichtbarer Beteiligter, nur eben nicht mit eigenen Truppen.

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Jordan Sokoł 09.11.2010, 21:08
53. Alles spricht für Schröder

Zitat von sysop
Sie waren nie Freunde - jetzt leben sie ihre alte Gegnerschaft mit ungekannter Schärfe aus. George W. Bush wirft Gerhard Schröder vor, versprochene Hilfe beim*Irak-Krieg verwehrt zu haben. Der Altkanzler schlägt zurück: "Der frühere Präsident sagt nicht die Wahrheit."

Schröders Version -
"Wie auch bei meinen späteren Treffen mit dem US-Präsidenten habe ich damals deutlich gemacht, dass Deutschland, sollte sich der Irak wie zuvor Afghanistan tatsächlich als Schutzraum und Zufluchtsort für al-Qaida-Kämpfer erweisen, zuverlässig an der Seite der USA stehen würde"
g e g e n
Bushs Version -
"Was für Afghanistan richtig ist, ist auch für den Irak richtig. Nationen, die den Terrorismus unterstützen, müssen mit Konsequenzen rechnen. Wenn Sie es schnell und entschieden erledigen, dann bin ich mit Ihnen."

Schröder hat eine Redeweise benutzt, die – typisch deutsch – sich in alle denkbaren Richtungen absichert.

Bushs Version kommt dem ziemlich nahe gibt jedoch in einer kleinen Nuance dessen Streben nach schnellem Handeln Ausdruck. Im Prinzip sehe ich in beiden Aussagen keinen Widerspruch. Der eigentliche Widerspruch ergibt sich erst aus der Entwicklung der späteren Abläufe, als schnelles und infolge dessen oberflächliches Handeln in die Abschlußentscheidung eingeflossen ist.

Wenn Bush Schröder einen Wandel seiner Ansicht wegen des bevorstehenden Wahlkampfes unterstellt, so könnte Schröder der Administration Bush auch vorhalten, daß dieser sich von den Interessen des Erdölzulieferers Haliburton leiten ließ. Das Quartett Bush, Cheney, Rumsfeld und Rice standen sich ja auch deswegen sehr nahe, weil sie zuvor im Interesse Haliburtons tätig waren und über dem Einmarsch in den Irak ständig das Gerücht schwebte, daß der Erdölzulieferer im Irak – so er denn unter amerikanische Kontrolle gerät – ein lohnendes Betätigungsfeld findet.

Schröder wie Bush kann heute nachgesagt werden, daß sie ihre Postionen durchgesetzt haben, ohne Verrat an ihrem Ego begangen zu haben. - Beiden war der jeweils persönlich angedachte Erfolg beschieden.

Historisch hat Schröders Haltung Deutschland einen guten Dienst erwiesen; dagegen dürfte Bushs Entscheidung in den Analen Amerikas als mit dem Unverstand eines Präsidenten herbeigeführtes Desaster herausgestellt werden.

Jordan Sokol

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sagichnicht89 09.11.2010, 21:08
54. Bush gegen Schröder

Ich glaube, wenn wir damals die USA unterstützt hätten bez. Krieg gegen Irak, sähe es bez. Terror bei uns sicher gefährlich aus,.
Ja, da hat Schröder schon Mut bewiesen, ebenso Fischer.
Ja, Bush weiß es nicht besser, er ist einfach etwas beschränkt...
Seine Berater erst recht.

Frage mich, was Merkel damals dazu getrieben hat, dem Bush in den A. zu kriechen, ist sie so dumm, oder hat sie nur so schlechte "Berater", vielleicht immer noch, die Lobby Politik zeigt ja so einiges auf.

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mr.denali 09.11.2010, 21:09
55. Gotteskrieger

Zitat von Beduine
... aber dennoch halte ich Bush für glaubwürdiger. Ihm war immer egal, was die Leute über ihn denken, er hat immer sein Ding durchgezogen. Schröder war eher auf seinen Vorteil, bzw. auf die Wahlergebnisse aus. Also: Ich glaube Bush.
So kann man es auch sehen...

Aber das spiegelt doch ganz deutlich die Haltung all dieser Glaubensfanatiker (welche Abteilung auch immer) wider. Sie meinen die Wahrheit gepachtet zu haben und beziehen sich immer nur auf diese Wahrheit, da sie ja von Gott kommt. Kein Abweichen möglich und daher kann man getrost auch das Hirn in Leerlauf schicken. Man hat immer recht!

Eigentlich ganz praktisch, denn in ihrer geschlossenen Welt leben diese "Primitiven" doch wahrscheinlich ganz glücklich.

cheers,
mr.denali

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bauagent 09.11.2010, 21:11
56. Wer im Glashaus sitzt, muss auch mal mit Steinen werfen.

Zitat von manilow
... wer im Glashaus sitzt ... heute steht man auf der Gehaltsliste von Putin und Gazprom, und gestern hat man angeblich Hilfe zum Krieg zugesagt und dann nicht erteilt. Ja, ja, das Leben ist schon komisch. Alles Lüge, so was.
Dass man heute Millionen verdient mit Beratungen von BMW, Siemens etc, ( Fischer ) oder Gazprom ( Schröder ) mag eine
Rolle in der ethischen Betrachtung von Politik schlechthin
spielen.

Andererseits gibt es Schatten die so groß sind, dass selbst solche Menschen nicht bereit sind darüber zu springen.

Ob Frau Merkel, wie wir sie in den letzten 5 Jahren kennenlernen durften, dazu in der Lage ist, wage ich zu bezweifeln.

Die Erkenntnis: Nach Politikschleife ist in der heutigen korrupten Kaste nahezu normal, dass der Ex Ministerpräsident Koch nun Aufsichtsrat bei der UBS Bank, Bilfinger u. Berger ist oder Frau Merkel in einem Energiekonzert ein paar Millionen der verschenkten Atom-Milliarden zurückholt.

In der jetzigen Zeit kommt es darauf an, dass wenigstens der letzte Schatten nicht übersprungen wird und da bin ich bei dem neuen Präsidenten der USA mit seinen Vasallen Cowley, Sarkozy u. Merkel absolut nicht sicher.

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fracaso 09.11.2010, 21:20
57. I've got news for you...

Schröder bezichtigt Bush der Lüge.

nun bestätigt uns gerhard, was jede/r eh schon immer wusste.
Bush is a liar!
hätt' er aber auch damls so klar sagen können, oder?

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Plombier 09.11.2010, 21:23
58. Wahl

Ich wollte damals wegen seiner Agenda 2010 keinesfalls Schröder und seinen Sauhaufen wählen , habe es aber trotzdem getan , weil ich nicht wollte , dass Frau Merkel deutsche Soldaten in den Tod schickt .

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squonk66 09.11.2010, 21:23
59. Wen kümmert's ???

Schröder und Bush? Wer war das? Ziemlich dämliche und leider sehr entscheidungsgewaltige Nullen des Weltgeschehens. Traurige Karriere-Kasper. Der eine hat nun was über den anderen zu sagen? Wen interessiert das?

Schnell vergessen!

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