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Streit über Zuwanderung: Rund 70.000 Syrer und Iraker wollen Angehörigen folgen
DPA

Wie viele Angehörige von Flüchtlingen wollen ebenfalls in Deutschland Asyl bekommen? Nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt bemühen sich derzeit rund 70.000 Menschen aus Syrien und dem Irak um ein Nachzugsrecht.

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dirk1962 11.10.2017, 06:54
1. Überschaubare Fallzahl

Jedem denkenden Menschen ist klar, dass sich niemand in unserem Land integrieren kann, wenn er ständige Sorge um seine Familie hat. 200.000 Menschen als Familiennachzug kann unser Land leicht verkraften. Ich sehe den Beschluss der Union den Familiennachzug weiter auszusetzen als inhuman und unchristlich an. FDP und Grüne sollten diesen Unsinn auf keinen Fall mittragen.

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S.Albrecht 11.10.2017, 06:59
2. Familienfreundlich?

Dann kann die Union, allsn voran Obergrenzen-Seehofer, mal zeigen, ob sie es ernst mit der Familienfreundlichkeit meint oder ob sie das Recht, mit Mutter, Mann/Frau und Geschwistern zusammenzuleben, nur augeswählten Menschengruppen zugesteht.

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mr.jones81 11.10.2017, 07:15
3. was nicht gesagt wird

ist, dass alles getan wird um diese Nachzüge mit allen Mitteln zu verhindern. Und zwar von Institutionen des deutschen Staates. Erst wird massenhaft illegitim der subsidiäre Schutz gewährt, nachdem dagegen erfolgreich geklagt wurde (1 Jahr Wartezeit) dauert es derzeit 14!!! Monate bis die Familie in Beirut einen Termin bei der Botschaft bekommt. Dann darf oftmals nur ein Teil der Familie nachkommen. Beim minderjährigen Flüchtling zb keine Geschwisterkinder. Das finden einige hier bestimmt gut, ich sage das ist eine ganz feige Art hintenrum den einzigen legalen Zuzug aus den Kriegsgebieten zu verunmöglichen.

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The Restless 11.10.2017, 07:40
4.

Familien müssen zusammen leben, das sollte gar nicht in Frage gestellt werden. Im Gegenzug sollten diejenigen, denen kein Asyl gewährt werden kann, schneller wieder abgeschoben werden.

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Maître111 11.10.2017, 07:41
5. Überschaubar

diese Zahl. Wäre gut für Deutschland. Grüne: Bleibt in den Koalitionsverhandlungen hart. Der Familiennachzug muss erhalten bleiben.

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AlBundee 11.10.2017, 07:54
6. Gute Sache

Funktionierende Familienverbände schützen vor psychologischer Instabilität, Gefühl der Isolation und Radikalisierung. Junge Männer die alleine aus dem nichts auftauchen, scheinbar ohne sich um Zurückgebliebene geschert zu haben, machen mir mehr sorgen. Auch wenn es gewiss eine Minderheit unter ihnen gibt, die ihre Familien verloren haben.

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Kurt2.1 11.10.2017, 08:10
7. .

Bin ich so allein mit meiner Meinung? Hier kommen bisher ausschließlich Leute zu Wort, die der jetzigen Politik zustimmen.
Ich bin grundsätzlich auch dafür, dass anerkannte Asylanten ihre Familien nachholen können.
Ich kann aber nicht erkennen, dass Syrer und Iraker Asylsuchende sind. Sie sind Kriegsflüchtlinge. Sie sollten nach Ende der Gefahr wieder nach Hause zurückkehren. Integration nicht erforderlich.
Warum schaffen wir uns ohne Not ein solches Problem?

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hubie 11.10.2017, 08:16
8. Wer kann es ihnen verdenken?

Nur wahre Unmenschen können wohl nicht nachvollziehen (oder wollen es aus Hass nicht), weshalb Familiennachzug ein menschliches Bedürfnis und eine Notwendigkeit für eine gelungene Integration ist. Allerdings wird es wohl natürlich auch Gegenbeispiele geben, aber die gibt es immer.
Wer aus dem Krieg flieht, der möchte seine Liebsten auch in Sicherheit wissen. Das sollten wir auch in Zukunft gewährleisten.

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MKAchter 11.10.2017, 08:26
9. Wir sollten uns ehrlich machen

Zitat von dirk1962
Jedem denkenden Menschen ist klar, dass sich niemand in unserem Land integrieren kann, wenn er ständige Sorge um seine Familie hat. 200.000 Menschen als Familiennachzug kann unser Land leicht verkraften. Ich sehe den Beschluss der Union den Familiennachzug weiter auszusetzen als inhuman und unchristlich an.
Die Aussetzung des Familiennachzuges hat, egal wie Sie diesen beurteilen, insbesondere den Zweck, die Migrations-Sogwirkung nicht noch zu erhöhen.
Wer als junger Mann, evtl. Familienoberhaupt wirklich "Sorgen um seine Familie hat", der hätte sie in einer Kriegs- und Krisensituation nicht zurück gelassen bzw. sich gemeinsam mit ihr in einer Nachbarregion oder dem unmittelbaren Nachbarland in Sicherheit gebracht.

Aber darum, und um eigentliche "Flucht", ging und geht es in den allermeisten Fällen gar nicht. Es geht faktisch darum, eine Fernmigration bis nach Mitteleuropa zu realsieren, die anders als via Asyl/Kriegsschutz nicht möglich wäre. Einer aus der Familie, dem der Schlepper für die illegale Migration finanziert wird, geht vor, der Rest kommt via Famileinnachzug nach. In der Union hat man den Mechanismus durchaus erkannt; und die resultierende Ablehnung, bzw. der hinhaltende Widerstand, hat mit "unchristlich" nichts zu tun.

Wir sollten uns in dieser Diskussion alle mal ehrlich machen.

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