Forum: Politik
Streit um Alterssicherung: SPD vertagt Entscheidung über Rentenniveau
dapd

Ungelöste K-Frage, ungelöste R-Frage: Die SPD hat ihren Streit über das Rentenkonzept von Parteichef Gabriel nicht beilegen können - wie man zur Senkung des Rentenniveaus von 50 auf 43 Prozent steht, soll nun erst im November entschieden werden.

Seite 10 von 10
Moshpit 25.09.2012, 14:19
90. Vorschlag:

Zitat von zudummzumzum
Prognosen sind nun mal schwierig, sofern sie sich auf die Zukunft beziehen. Aber woher eine Annahme kommen soll, dass ab Morgen alles völlig anders läuft als bis heute, ist mir schleierhaft. Von daher können wir durchaus vom Trend der Vergangenheit auf die Zukunft schließen. So wissen wir heute schon, anhand .....
Wenn wir das alles so genau wissen, wieso wird dann von der Politik nicht dagegen gesteuert? Die Widersprüche sind doch offensichtlich: auf der einen Seite wird vom angeblichen Fachkräftemangel gefaselt und auf der anderen Seite kommt anscheinend kein Mensch auf die Idee, man könnte mal ein paar Euro in Bildung und Ausbildung investieren. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht ein paar Millionen Menschen die keine Arbeit finden. Mir kann keiner erzählen, die wären alle für eine Qualifizierung zu doof und ungeeignet oder unwillig. Solche Leute mag es geben aber ich mutmaße, das wird eher eine Minderheit sein. Alle Maßnahmen um gegenzusteuern kosten Geld das wir angeblich nicht haben. Ich fürchte aber, die Folgekosten für das was uns blüht wenn diese Investitionen unterbleiben werden erheblich höher sein. Jugendarbeitslosigkeit, Altersarmut, allgemeine Massenarbeitslosigkeit, Millionen Geringverdiener usw. Schafft man hier Abhilfe löst sich das Problem mit der Rentenkasse.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zudummzumzum 25.09.2012, 15:21
91. Es wird ja versucht, ...

Zitat von Moshpit
Wenn wir das alles so genau wissen, wieso wird dann von der Politik nicht dagegen gesteuert? Die Widersprüche sind doch offensichtlich: auf der einen Seite wird vom angeblichen Fachkräftemangel gefaselt und auf der anderen Seite kommt anscheinend kein Mensch auf die Idee, man könnte mal ein paar Euro in Bildung und Ausbildung investieren. Es ist ja nicht so, als gäbe es nicht ein paar Millionen Menschen.......
... aber sehr zaghaft und vorsichtig. Wie Autofahren auf glatter Straße. Aber es bleibt abzuwarten, ob die Korrekturen, die so möglich sind, ausreichen werden, um den Crash zu vermeiden. Ich bin da pessimistisch.

Gerade von der SPD hätte ich mehr echte Reformkraft erwartet. Aber sie hat einfach nicht das Personaltableau, um ein echtes Konezpt zu verkaufen. Weit und breit keine Rampensau mit der Fähigkeit Menschen an die Kraft der eigenen Worte zu binden, sie mitzureißen und dazu zu bringen, doch wieder "Zukunft zu wagen". Von der CDU ist man diese Kleingeistigkeit gewöhnt, deren Wähler hassen nichts mehr als Reformen. Aber es gilt diese Zukunftsverweigerer zu einer Minderheit zu machen und weit und breit ist niemand in Sicht, der das schaffen könnte.

Dabei wäre eine wirklich soziale Rentenreform darstellbar:
1. gesetzliche Mindestlöhne
2. Verbot der befristeten Jobs in der Leiharbeitsbranche
3. Quotierung der "außergewöhnlichen Beschäftigungsverhältnisse" wie Volontariate, Praktika und Minijobs auf eine bestimmte Lohnsumme pro Betrieb
4. Ende der Debatte um höhere Einkommensteuer und Vermögensteuer, (Wieder-)Einführung einer happigen Erbschaftsteuer
5. Renteneintritt auf GRV-Basis flexibel, aber nach finanzmathematischen Grundlagen, wählbar durch den Arbeitnehmer
7. Verbesserung der Leistungen der SV bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit
8. Aufstockungs- oder Zuschussrente gibt es erst ab 70, davor nur nach Hartz-IV-Regeln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Moshpit 26.09.2012, 09:55
92. okay

Zitat von zudummzumzum
Gerade von der SPD hätte ich mehr echte Reformkraft erwartet. Aber sie hat einfach nicht das Personaltableau, um ein echtes Konezpt zu verkaufen. Weit und breit keine Rampensau mit der Fähigkeit Menschen an die Kraft der eigenen Worte zu binden, sie mitzureißen und dazu zu bringen, doch wieder "Zukunft zu wagen". Von der CDU ist man diese Kleingeistigkeit gewöhnt, deren Wähler hassen nichts mehr als Reformen. Aber es gilt diese Zukunftsverweigerer zu einer Minderheit zu machen und weit und breit ist niemand in Sicht, der das schaffen könnte. Dabei wäre eine wirklich soziale Rentenreform darstellbar: 1. gesetzliche Mindestlöhne 2. Verbot der befristeten Jobs in der Leiharbeitsbranche 3. Quotierung der "außergewöhnlichen Beschäftigungsverhältnisse" wie Volontariate, Praktika und Minijobs auf eine bestimmte Lohnsumme pro Betrieb 4. Ende der Debatte um höhere Einkommensteuer und Vermögensteuer, (Wieder-)Einführung einer happigen Erbschaftsteuer 5. Renteneintritt auf GRV-Basis flexibel, aber nach finanzmathematischen Grundlagen, wählbar durch den Arbeitnehmer 7. Verbesserung der Leistungen der SV bei Berufs- und Erwerbsunfähigkeit 8. Aufstockungs- oder Zuschussrente gibt es erst ab 70, davor nur nach Hartz-IV-Regeln.
Das würde ich in großen Teilen sofort unterschreiben. Wenn sie aber von der SPD ernsthaft mehr Reformkraft erwartet hätten, dann haben sie offensichtlich übersehen, das die beiden verbliebenen Kanzlerkandidaten die heutige Situation zu nicht geringen Teilen mit zu verantworten haben. Das die SPD solche Leute aufstellt sagt doch schon alles. Ausgerechnet die sollen es jetzt richten? Niemals.

Dumm für die SPD das der Wähler zwar immer noch ein schlechtes Gedächtnis hat aber dafür das Internet nichts vergisst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Modest 13.10.2012, 11:50
93. Ratlosigkeit die Konsequenz verschlafener Verantwortung

Das Problem Demographie ist ein Konstrukt kollektiven Imperatives das sich wie Nebelkerzen auflösen und wenn der Wind sich dreht sind die andere Schuld.
Nun weiß jeder im Land dass wir ein Heer von Aufsichtsrat-Akademien die wiederum eine Armee von Verwaltungsrats-Akademien versorgen die keinen Beitrag zur Rentenkasse leisten. Auch jene "Notdürftigen" deren Beitragsbemessung das Niveau eines an der unteren Grenze eines mittleren Existenzminimums rüttelt man nicht.
Wenn ich nur aus den Träumen dieser Menschen im Fraktionsclub das glauben soll, was da ausgehandelt wird und noch die Schwelle der Ethik-Akademnien überwindet, dann verdienen die Rentner noch viel zu viel,denn wenn der Kelch einmal vorbei gereicht wurde ist das Urteil schon gesprochen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 10