Forum: Politik
Streit um die Krim: Stunde der Holzköpfe
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Kriegsangst geht um in Europa: Im Westen wie im Osten befeuern politische Scharfmacher die Debatte um die Zukunft der Ukraine und der Krim. Dabei helfen in dieser gefährlichen Lage nur Ruhe und Diplomatie.

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harrihaller 03.03.2014, 17:05
190.

Wann bekommt der deutsche Bürger endlich mal eine objektive Berichterstattung? Wieso werden die Sorgen und Nöte der russischsprachigen Befölkerung nicht in den Medien wiedergegeben? Wieso werden die Putschisten in Kiew nicht für ihre Taten kritisiert?
Heißt das jetzt es ist Ok wenn rechte Schläger gegen den Staat demonstrieren und brandschatzend durch das Land ziehen dürfen.
Dann dürfte ja auch bei uns die NPD vorm Reichstag demonstrieren und randalieren.
Diese Art von Berichterstattung ist eine Verzerrung der Tatsachen und die wiedergabe einseitiger Meinungen.
"Meinungen können Tatsachen nicht ändern".

Rußland schützt all diejenigen die nein sagen zu den Radikalen in Kiew. Das ist keine Gewählte Regierung sondern Verbrecher mit zwielichtigen Anführern.

Die Ukraine braucht schleunigst Neuwahlen damit das Volk entscheiden wie es weiter geht und nicht bewaffnete die durch Randale an die Macht gekommen sind.

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l.augenstein 03.03.2014, 17:05
191.

Zitat von movfaltin
Guter Punkt. In der Tat ein Schildbürgerstreich, das hängt damit zusammen, dass u.a. Polen nicht die Außengrenze darstellen will. Dummerweise auf systemischer Ebene ein Zirkelschluss - irgendein Mitglied muss halt immer die Außengrenze darstellen. Es sei denn, die EU will sich Russland, China, Indien und am Ende Japan und Nordkorea einverleiben. Und den Nahen Osten. Und damit dann letztlich Afrika, Und damit erschreckenderweise Orwells Eurasien und Ostasien gleich inkorporieren. Aber so weit und so systematisch denken Politiker leider selten.
Wahrscheinlich gibt es bei europäischen Politikern das alte Schuldenken, dass Europa bis zum Ural reicht! Und diese Denke ist nichts anderes als verschämtes Hegemonialdenken.
Die schrillen Töne aus Brüssel und das vorschnelle Anerkennen der provisorischen Regierung sowie die Unterstützung von Timoschenko sind ein Beleg für mich, dass man es auf westlicher Seite keinen Deut besser meint und macht als auf östlicher Seite.

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Dirk 65 03.03.2014, 17:06
192.

Zitat von kleinbürger
leider geht der kommentar am wirklichen geschehen vorbei. was soll denn bitte noch verhandelt werden ? die krim ? die ist für die ukraine verloren, das ist notgedrungen zu akzeptieren. will man über eine besetzung der .....
Wo waren denn Ihre Garantien für Jugoslawien oder Serbien(Kosovo)?Wäre es nicht vielleicht besser die Einwohner entscheiden zu lassen,wo Sie leben wollen?Leider ist es manchmal sehr schwer Festgenagelte Feindbilder wieder loszuwerden.

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holy10 03.03.2014, 17:07
193. Nur mal dieser Teil

Zitat von robertelee
... Zu welchen tatsächlichen Menschenrechtsverletzungen gegen ethnische Russen oder sich zu Rußland bekennende Bevölkerungsteile in der Ukraine ist es verifizierbar gekommen? Ich bitte um Belege. ...
Welche Menschenrechtsverletzung werfen sie den Rußland vor? Oder Janukowitsch? Bitte mit Belegen. Sie mengen vieles zusammen und erhalten ein buntes Potpourri. Alles was bleibt ist Verwirrung. Ich kann schonmal Belegen, dass die Menschen auf dem einen rechtmäßig gewählten Präsidenten aus dem Amt gejagt haben. Das mag keine Menschenrechtsverletzung(Was sie damit wollen ist mir noch nicht klar.) sein, aber alles andere als demokratisch ist es auf jedenfall.

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kurswechsler 03.03.2014, 17:09
194. politische Dilettantismus in Potenz

Zitat von sysop
Kriegsangst geht um in Europa: Im Westen wie im Osten befeuern politische Scharfmacher die Debatte um die Zukunft der Ukraine und der Krim. Dabei helfen in dieser gefährlichen Lage nur Ruhe und Diplomatie.
Das Ganze hat im Prinzip die EU angezettelt mit ihren Lockung an die Ukraine. Man wollte das Land auf in vermeidlich freundlich demokratisch Art á la EU okkupieren, während man selber zu Hause längst eine Finanzdiktatur errichtet. Das ist jetzt so gründlich schief gegangen, dass sich das Thema EU für die Ukraine auf lange Sicht hin erledigt haben dürfte. Was für ein politische Dilettantismus in Potenz.

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Peter Uhlemann 03.03.2014, 17:12
195. Steinmeiers Fehler

Zitat von LeonLanis
Herr Steinmeier hat einen eklatanten Fehler gemacht, als er seinen ukrainischen Oppositionsfreunden nicht ganz klar gemacht hat, daß die Kompromißvereinbarung vom 21.2. strikt einzuhalten ist. Mit dieser Vereinbarung hätten die russischen Interessen gewahrt werden können! Ein Außenminister, der diesen simplen Sachverhalt nicht versteht, soll jetzt fähig sein, die Krise zu bewältigen? Das glaube ich nicht.
Nun ja, ich habe den Eindruck, dass Steinmeier diesen grossen Fehler, dass er sich bei dieser Vereinbarung über den Tisch ziehen liess, selbst erkannt hat und jetzt wirklich versucht, ihn zu korrigieren. Das ist sicher nicht einfach, aber er versucht es wenigstens, er scheint jedenfalls lernfähig zu sein.

Überhaupt erscheint mir die Position, die die Bundesregierung z.Zt. einnimmt, gar nicht so schlecht. Sie versucht zu deeskalieren, übt keinen ungebührlichen Druck auf Russland aus, drohnt nicht mit unsinnigen Sanktionen. Das sich die Kanzlerin anfangs "entsetzt" gezeigt hat gehört zum üblichen Ritual, hat deshalb nicht viel zu besagen.

Ich hoffe, dass die Bundesregierung diesen Kurs weiter fährt und ihn auch durchhalten kann. Denn wenn sich die Holzköpfe durchsetzen wirds wirklich ungemütlich.

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Erweller 03.03.2014, 17:14
196. Faszinierend...

...wie man in quasi jedem Forum hier einem Weg zum USA-Bashing schafft...
Natürlich sind die Aussagen von McCain Quatsch. Natürlich sollte Kerry nicht so rumpoltern.

Aber wir dürfen hier nicht Aktion und Reaktion vertauschen.
Egal, wie man zu der neuen Kiewer Führung steht, sie haben keine Gefahr für die Bewohner der Krim dargestellt. Russland aber behauptet genau dies und schickt Truppen.

So wie hier zurecht der Angriffskrieg der USA im Irak kritisiert wurde (auch im Forum!), gehört auch hier dieser Einsatz kritisiert.

In diesem speziellen Fall versucht Russland, unter allen Umständen seine geopolitischen Interessen durchzusetzen - egal, ob es zum Krieg führt. Ich finde allerdings, dass der Autor des Artikels in soweit Recht hat, dass die Lösung auf friedlichem Weg in Kiew gefunden werden muss. Trotzdem darf und kann man leider keine Option außer Acht lassen. Denn es stellt sich schon die Frage, ob wir im Zweifel bereit sind, militärisch gegen russische Truppen vorzugehen. Und egal, zu welchem Ergebnis man kommt, die Frage, ob man dazu bereit ist, sollte man intern möglichst schnell klären.

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Dirk 65 03.03.2014, 17:15
197.

Zitat von peribe
würde von Putin und seiner Clique nur als Schwäche ausgelegt und ihn zu weiteren Aktionen ermuntern.
Wen meinen Sie mit seiner Clique?Das Russische Volk?Den davon steht eine Mehrheit hinter Ihm.Und schauen Sie bitte einmal wer ein grosser Teil der neuen Macht in Kiew ist.Und dann stellen Sie sich einmal kurz vor die UK wäre Kanada.Vielleicht und hoffentlich erscheint Ihnen dann Russland nicht mehr ganz als der grosse Dämon.

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holy10 03.03.2014, 17:16
198. würde ich auch nicht

Zitat von MephistoX
... ist eine aus der "Not geborene" Übergangsregierung, bis durch GESAMTukrainische Neuwahlen im Mai die Karten neu gemischt werden. Aber Macho-Putin wartet diesen demokratischen Prozess ja gar nicht erst ab, sondern schaft mit brachialem Militarismus auf der Krim in neostalinistischer Manier Tatsachen.
Die Leute auf dem Maidan konnten auch nicht bis nächstes Jahr warten.
Nicht das ich das Handeln Putin befürworte, aber es ist wie immer eine Spiral, mit der Putin zumindest nicht angefangen hat. Vielleicht schafft es die Diplomatie sie wenigstens zu beenden.

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MephistoX 03.03.2014, 17:17
199. Ergänzung zu #184:

Ein Präsident, der "unbequeme" Demonstranten des eigenen Volks durch seine Milizen quasi hinrichten lässt, ist nicht mehr legitimiert, sondern gehört m.E. vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag !

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