Forum: Politik
Streit um EU-Kommissionspräsident: Camerons leere Drohung
AFP

Der britische Premier David Cameron hat sich verspekuliert: Seine Kampagne gegen Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident läuft ins Leere, dem Tory droht ein peinlicher Gesichtsverlust. Nur Merkel könnte ihn noch retten.

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Kismett 03.06.2014, 17:55
1. Was für ein Quark

Her wird einfach ein Gerücht in die Welt gesetzt und nie belegt. Dann werden sich darüber tagelang Stories aus den dreckigen Pfoten gesogen.

Der Spiegel ist blind mit aufgeklebten Bildern.

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volker_morales 03.06.2014, 17:56
2. Wer sollte auf die Briten hören,

wenn die ohnehin in 2 Jahren draußen sind. Wenn GB den gemeinsamen Markt verlässt, wird dies für D ein riesiger Gewinn für den Finanzplatz Frankfurt. Und die Einreise in die EU (insbesondere nach PT/ES/FR) wird den Engländern künftig sicher nicht mehr Freude bereiten.

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Christy Mack 03.06.2014, 18:00
3. EU-Austritt vom United Kingdom

Zitat von sysop
Der britische Premier David Cameron hat sich verspekuliert: Seine Kampagne gegen Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionspräsident läuft ins Leere, dem Tory droht ein peinlicher Gesichtsverlust. Nur Merkel könnte ihn noch retten.
Ein Austritt der Briten aus der EU war nie wahrscheinlicher als jetzt. Diejenigen, die dies als "hohle" Drohung abtun, sollten sich ihrer Annahme nicht so sicher sein.

Der innere Druck, der seit jeher auf dem Königreich lastet, Stichwort Schottland, Stichwort Nord Irland war nie aktuer als heute, auch wenn das deutsche Medien regelmäßig verschweigen.

Spätestens wenn der deutsche Sparstrumpf die Insel erreicht und Cameron um seine Agenda 2010, die immer wieder erfolgreich auf den St. Nimmerleinstag verschoben wurde, nicht meher herumkommt, muss er so handeln, denn die Briten können Ihre Leute nicht mit Hartz IV und Sozialwohnungen auffangen. Dafür ist kein Geld da und das letztere ist doch eine echte Rarität. Der britische Leistungsempfänger wohnt in der Regel in einem Einfamilienhaus, verstanden?!

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longshanksedward8 03.06.2014, 18:00
4. Der SPON geht

über die Mehrheit der Bürger Europas hinweg wie die Politk. Die Mehrheit hat die Wahl boykottiert, kein Juncker, kein Schulz, kein Parlament, keine EU. Das ist was die Mehrheit der Europäer will. Und selbst diejenigen, die gewählt haben, davon hat nicht mal ein Drittel Herrn Juncker gewählt. Diejenigen, die Schulz gewählt haben, bekommen Juncker. Wie kann man einem Wähler noch mehr in die Fresse hauen?
Daß, was die Briten empfinden, ist keine übliche Inselaffenneurose. Es betrifft ganz Europa. Auflösung des Parlaments, der Kommission, des Beamtenapparats, der EZB und aller Verträge, wäre die richtige Konsequenz. Danach können wir neu anfangen und diesmal richtig.

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ukleuni 03.06.2014, 18:02
5. Bravo,

das entspricht genau der lang geübten, schon historischen Politik der "Splendid Isolation".

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idealist100 03.06.2014, 18:05
6. GB will

raus aus der EU. Gut so, dann bitte keine Erpressung mehr, sondern Fakten schaffen. Es sind nicht viele die hinter her weinen. Na ja Mutti verliert einen vom Finanzmarkt London der alle Bankenregulierung für Teufelswerk hält. Dabei sitzen die Teufel in London.

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627235 03.06.2014, 18:05
7.

Warum sollte sich irgendwer für die britische Meinung interessieren, wenn auf die eine oder andere Weise innerhalb dieser Legislaturperiode ein Referendum über den EU-Austritt stattfinden solll? Klar, der britische EU-Austritt würde der EU weh tun und viele Briten scheinen gern zu akzeptieren, dass er ihnen mehr weh tun würde, wenn sie dafür nur ihre imperiale Nostalgie ausleben dürfen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und 2017 ist nicht besser als 2014.

Was die Kommission angeht, sollte man über Direktwahlen für den Vorsitz und gebebenenfalls für die Kommissare nachdenken - jede direkte demokratische Legitimation kann der EU nur gut tun.

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spon-4fe-gopr-2 03.06.2014, 18:06
8. wenn ich an Juncker denke...

Unabhaengig vom britischen Mimosentum, wenn ich an Juncker denke, erinnere ich mich an das folgende Textstueck aus dem Spiegel 52/1999 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317086.html): "Jean-Claude Juncker ist ein pfiffiger Kopf. "Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert", verrät der Premier des kleinen Luxemburg über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermuntert. "Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter - Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt."" Dieser Paragraph allein reicht aus, um zu verdeutlichen, warum er nicht Kommissionspraesident sein darf.

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HighFrequency 03.06.2014, 18:06
9. optional

"Extra große Koalition für Juncker in Deutschland" - viele Menschen hierzulande müssen wahrhaft ihren Verstand verloren haben. Anders kann ich mir diese momentanen Ereignisse nicht erklären.

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