Forum: Politik
Streit um Flüchtlingspolitik: Grüne Jugend will Palmer aus der Partei werfen
DPA

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer vertritt in der Flüchtlingskrise kontroverse Positionen - nun drängt die Grüne Jugend auf seinen Rauswurf. Sprecherin Theresa Kalmer sagte dem SPIEGEL, er widerspreche grüner Politik.

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Lion 30.10.2015, 19:40
80. Und schmeißt ihr dann auch die Grüne Parteispitze raus?

Die hat ja für das unmenschliche Asylgesetz mit abgestimmt. Oder haben die damit nur "regierungsfähigkeit" bewiesen? Mein Gott, spätestens da ist diese Partei doch unwählbar geworden. Schade aber mich überzeugt ihr nicht mehr! Als Jungpolitiker würde ich mir eine Alternative ;-)) suchen, bevor ihr so werdet wie die Alten.

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Maulverbot 30.10.2015, 19:48
81. Ach!

Zitat von syracusa
Totalitär? Ja, geht's noch? Ich glaube, Sie wissen nicht, welche Rolle politische Parteien in einer Demokratie spielen. Das zentrale Element politischer Parteien ist gerade nicht die Meinungsfreiheit! Politische Parteien sollen ganz im Gegenteil politische Meinungen voneinander abgrenzen. Es gehört zwingend zu jeder demokratischen Partei, dass sie Meinungen AUSGRENZEN, die nicht zu ihrem Parteiprogramm passen. Da gilt für einen Sarrazin, der absurderweise glaubte, dass die SPD seine politische Heimat sei, genau so wie für Herrn Palmer, der sich zu den Grünen verirrt hat.
"Das zentrale Element politischer Parteien ist gerade nicht die Meinungsfreiheit! Politische Parteien sollen ganz im Gegenteil politische Meinungen voneinander abgrenzen. Es gehört zwingend zu jeder demokratischen Partei, dass sie Meinungen AUSGRENZEN, die nicht zu ihrem Parteiprogramm passen."

Na dann gute Nacht Demokratie. Selbst bei alten Römer hatte der Senat dem Cäsar kritisieren dürfen, eine andere Meinung durften die sogar auch haben.

Ehrlich, ich fürchte mich vor Menschen wie Sie.

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elikey01 30.10.2015, 19:49
82.

Zitat von grafenberger
Wieso fällt einer grünen Jugend nur noch Parteiausschluß ein, wenn jemand andere Meinungen hat.? Will man sich nicht mit der Wirklichkeit auseinandersetzen, wenn es nicht ins Parteiprogramm past?
#4, @grafenberger
.. neben der Meinungsfreiheit.
Dies scheint bei dieser (wohl hinter den Ohren) grünen Jugend noch nicht durchgedrungen zu sein, wenn sie Parteimitglieder rauswerfen will, die anderer Meinung sind als sie.
Oder sie wollen sich bei den Fundis profilieren, um sich für baldige Pöstchen zu empfehlen.

Dabei sind die GRÜNEN doch gerade für ihre Endlos-Diskussions-Kultur bekannt und auch stolz darauf.

Kretschmann wurde auch sehr angegriffen. Lediglich sein Erfolg, erster grüner MinPräs. in einem Land, das 58 Jahre "SCHWARZ" regiert wurde, geworden zu sein, hat Fundis wie u.a. z.B. ROTH ausgebremst.
Kretschmann stand in jungen Jahren den Kommunisten nahe, jedoch nicht so, dass er als Lehrer aus dem Landesdienst entfernt wurde, wie einst üblich.

Boris Palmer ist in Tübingen sehr erfolgreich. Kein Fundi unter den GRÜNEN wurde Bgm, sondern ausschließlich Realos, s.a. in Stuttgart, Freiburg, Darmstadt etc. Er muss das Keifen der Grünen Jugend nicht fürchten.

Und schließlich die erste SCHWARZ-GRÜNE Koa in HE:
Die scheint mir ein Pilotprojekt für den Bundestag 2017 zu sein und nur als Realo konnte Tarek al Wazir in diese Koa einsteigen - bisher relativ geräuschlos erfolgreich.

Wer gestalten will, kann das nur in der Regierungsverantwortung. Und dort gilt nun mal auch, dass "Politik die Kunst des Machbaren" ist; Fundamentalismus wie Extremismus von den sog. Rändern li. wie re. kann daher nur besser randalieren, nie regieren, egal welcher Couleur.

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crisalide 30.10.2015, 19:49
83.

Frau Kalmer zeigt mal wieder was man auch sonst bei Leuten aus der " Öko-Taliban" Ecke beobachten kann: Je linker desto intoleranter. Wer nicht mit dem Strom der enthirnten political corectness schwimmt wird entweder mit der Nazi-Keule niedergeknüppelt oder am Besten gleich ganz rausgeschmissen. Ist ja auch ganz bequem: einfach jahrelang irgendwelchen realitätsfernen Schwachsinn zu reden und sich in seiner ethischen Korrektheit sonnen, dabei andere die Drecksarbeit machen lassen und sich insgeheim freuen das es noch Leute gibt die für einen die Suppe wieder auslöffeln. Solche "Politiker" braucht echt keiner.

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Zaphod 30.10.2015, 19:51
84. Meinungsfreiheit

Eine Partei ist eine Vereinigung von Leuten mit den gleichen Idealen, Werten und Zielen. Es ist selbstverständlich, dass Parteimitglieder, die diese Ziele nicht mehr vertreten, die Partei verlassen sollten. Das hat nichts mit Demokratiefeindlichkeit zu tun, sondern führt gerade zu einer Schärfung der Demokratie. Wenn in allen Parteien alle beliebigen Strömungen versammelt sind, dann macht es keinen Unterschied mehr, welche Partei gewählt wird.

Die Aussagen von Herrn Palmer widersprechen klar dem grünen Profil und auch den Ansichten der meisten Grün-Wähler. Und nur um diese Wähler geht es. Die Grünen sollen nicht der Liebling aller sein, aber sie sollen wählbar bleiben für ihre Wähler. Da die grüne Kernmarke durch allzu großes Anbiedern an vermeintliche Sachzwänge schon sehr unscharf geworden ist, sollten Eskapaden wir von Herrn Palmer unterbleiben! Er kann ja mit Sarrazin und Lucke eine neue Partei gründen, wenn er mag!

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schwaebischehausfrau 30.10.2015, 19:56
85. @Spr.: Der Unterschied ...

zwischen Hr. Palmer und der "Grünen Jugend" ist, dass Palmer als OB verantwortlich ist für ein Kommunalwesen. Und da lernt man sehr schnell, wie groß die Diskrepanz ist zwischen der Lebensrealität einersetis und ideologischen Sprechblasen wie "Bleiberecht für Alle" etc. Sobald Politiker (siehe sogar der LINKE MP in Thüringen, Ramelow) eine echte Verantwortung vor Ort übernehmen müssen, werden sehr schnell Realpolitiker aus Ihnen. Die ganzen Ideologen findet man partei-übergreifend in Funktionen, wo man auch nur mit Sprechblasen überleben kann - siehe Stegner (SPD), Wagenknecht, Göring-Eckhardt und die Nachwuchs-Organisationen dieser Parteien. Wäre besser, wenn in den Parteien nur solche Menschen auf die Bundespolitik losgelassen würden, die vorher auch schon mal in einer kommunalpolitischen echten Verantwortung mit dem wahren Leben konfrontiert worden sind..

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marius_k 30.10.2015, 19:59
86. Oh mein Gott

Frau Kalmer scheint schlichtweg nicht alle Tassen im Schrank zu haben. Herr Palmer weiß halt, was realistisch machbar ist und was hingegen grüne Gutmenschenträume sind. Frau Kalmer sollte sich lieber mal konstruktive Gedanken hinsichtlich Unterbringung, Integration und Qualifizierung machen, als Menschen, die keine rosarote Hippiebrille aufhaben in die Nähe von Pegida zu rücken. Damit hätte sie dann genug zu tun. Das Ganze beweist mal wieder, dass Ideologie und Verstand nicht zusammenpassen.

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ich0019 30.10.2015, 20:06
87. Meinungsfreiheit?

Ist das die viel gepriesene Meinungsfreiheit einer demokratischen Partei?
Für mich, als langjähriger Grün-Wähler, ist dies nun der Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.
Im Moment seid ihr für mich unwählbar!!!

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melnibone 30.10.2015, 20:13
88. Im Sinne der ...

Bipolarität dieser Partei seit Gründungszeiten.
Realos und Fundis.
Daher sollte Herr Palmer allen seinen höchst ´grünen´ ´Partei-Frischlingen´ einen verpflichtenden ´Parteihistorielehrgang´ dringend ans Herz legen!
Ich habe diese Partei vor Jahrzenten als damaliger Erstwähler aus schierem reinen Versehen gewählt ...
Aus dem wichtigen ´Friedensbewegten und gegen Atomenergie ... hinterblieb eine ´dumme´ Partei in der nicht minder ´dummen´ Parteienlandschaft.
Darum Herr Palmer: warum nicht am ´Fähnlein im Wind´ ´rütteln´!

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obelix236 30.10.2015, 20:18
89. Herr Palmer hat absolut recht und ist Realist!

Die Grüne Jugend muss erst einmal trocken hinter den Ohren werden und etwas Lebenserfahrung sammeln. Dann schwindet hoffentlich auch die Sozialromantik. Wie sich Deutschland nach dem Zuzug von Millionen Muslimen ändert, die weder unseren Rechtsstaat noch die Gleichberechtigung oder Toleranz gegenüber sexuell anders Ausgerichteten oder Andersgläubigen akzeptieren, will ich mir gar nicht vorstellen. Ein Kabarettist hat vor kurzem in einer Fernsehsendung erklärt, wie arabische Mülltrennung fiunktioniert. Der Biomüll wird in die Gegend geworfen und der Restmüll auch. Jeder, der einmal im Urlaub in einem Land in Nordadfrika oder dem nahem Osten war, kann das voll verstehen, aber nicht die Angehörigen der Generation Praktikum (unter 30).

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