Forum: Politik
Streit um Grüne Energie: Deutschland macht Wind

Hässliche neue Öko-Welt: Die Bundesregierung will Atomkraftwerke durch Tausende Windräder ersetzen - um den Preis einer verschandelten Landschaft. Schon jetzt gehen Bürger auf die Barrikaden, Deutschland droht ein neuer Großkonflikt.

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Schneemann_ 12.04.2011, 10:07
10. Typisch Spiegel

Zitat von
Müssen die Deutschen das AKW-Aus mit einer Verschandelung der Landschaft bezahlen? Schließlich gibt es laut Bundesverband Windenergie schon jetzt 21.607 Hightech-Mühlen in Deutschland. Wird man den Windkraft-Wahn einst mit der Stadtautobahn-Hybris der sechziger Jahre vergleichen, die reihenweise westdeutsche Städte verunstaltete - aber als unheimlich modern galt?
Ich hab die SPIEGEL-Kampagne gegen Windkraft schon damals nicht verstanden, als in jedem 2.gedruckten SPIEGEL irgendein Artikel dazu stand und man den Eindruck bekam, da läuft eine Kampagne. Man kann ja nüchtern über das Pro und Contra jeder Energieform diskutieren, aber dieses absurde Landschaftsverschandelungsargument wird auch durch ständige Wiederholung nicht viel eindrucksvoller. Ich empfehle einen Spaziergang durch nahezu jede Landschaft - bei uns vor der Haustür etwa durch die Siegaue - und danach stelle man sich die Frage, wieviele Strommasten man wohl gesehen hat. Garantiert unterschätzt man die Zahl, weil man sie einfach "nicht mehr sieht". Strommasten sind auch nicht weniger "Landschaftsverschandelung", nur offenkundig schwer zu vermeiden.
Hybris *hier ein Facepalmsmiley einzufügen* - gehts nicht noch BILDmäßiger?

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The Self 12.04.2011, 10:07
11. Konzerninteresen

Es geht doch wieder nur um Konzerninteressen. Wenn schon keine Atomkraft, dann zumindest Windkraft. Hauptsache eine Technologie, die nicht zur privaten, unabhängigen Energieerzeugung genutzt werden kann. Man kann dem Energiekartell in D doch nicht einfach ihre Geschäftsgrundlage verbieten ohne für Alternativen zu sorgen, wo doch sonst immer alles Alternativlos ist.

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topomoos 12.04.2011, 10:07
12. Benidorm der Windindustrie

Dass der Umstieg ohne die Windkraft nicht geht, ist jedem klar.
Wichtig ist es deshalb, dies so lanschaftsverträglich wie möglich zu gestalten. D.h. es müssen -Windkraftlobby hin oder her - weiträumige Schutzzonen ausgewiesen werden. Landschaftlich gering belastete Naherholungsräume muss es gerade in einem so dicht besiedelten auch nach in Zukunft geben. Deutschland darf nicht zu einem gigantischen Landschafts-Benidorm der Windindustrie werden.Das ist auch den Grünen bewusst.

Mir scheint die Windkraftlobby hat derzeit die Deutungshoheit beim Umstieg auf Erneuerbare. Was mir fehlt ist ein sinnvolles Integratives Gesamtkonzept, das alle regenerativen Energieträger beinhaltet (Solarthermie, Geothermie, Wasser, Einsparpotenziale).

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Emil Peisker 12.04.2011, 10:08
13. Bravo!

Zitat von ludna
Was solls, füher haben wir im OSten den Giftmüll vom Westen genommen, heute nehmen wir die Windräder für die Stromerzeugung, damit die Grundstückspreise im netten Baden-Würtenberg nicht sinken.
Eine wirklich altruistische Haltung. Bravo! :-)

http://de.wiktionary.org/wiki/Altruismus

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TightFighter 12.04.2011, 10:08
14. selbst schuld

Zitat von sysop
Hässliche neue Öko-Welt: Die Bundesregierung will Atomkraftwerke durch Tausende Windräder ersetzen - um den Preis einer verschandelten Landschaft. Schon jetzt gehen Bürger auf die Barrikaden, Deutschland droht ein neuer Großkonflikt.
Die Bundesregierung ist wirklich dumm und sägt am eigenen Ast, wenn sie versucht, sich an die Spitze der Öko-Bewegung zu setzen. Die politischen Lorbeeren für den Atomausstieg werden immer die Grünen ernten, die das ja zuerst gefordert haben. Die Regierung macht derweil die Drecksarbeit dafür und kriegt den Zorn der Betroffenen über Landschaftsverschandelung und steigende Strompreise ab und muss zusehen, wo sie die im Haushalt fehlenden Milliarden aus der Brennelementesteuer und Ökofondsabgebe anderweitig herbekommt.
Spätestens wenn die gerade allgemein herrschende Euphorie des Kreuzzugs gegen das Atom verflogen ist, wird das auch die Regierung merken; aber dann ist es zu spät, um ohne weiteren Glaubwürdigkeitsverlust da rauszukommen.

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pmgp 12.04.2011, 10:10
15. Wie man´s macht, macht man´s falsch

Erst protestieren alle gegen eine Form der Energiegewinnung(Atomenergie), die das Potential hat, Deutschland auch in Zukunft noch vorwärts zu bringen. Jetzt hat die Regierung eingelenkt, und wir beschränken uns selbst auf einen Pups(Windenergie) von Energie, und nun ist das auch nicht in Ordnung, weil man die Windräder sieht?
Das kanns doch wohl nicht sein.

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litholas 12.04.2011, 10:11
16. Ärgernis oder Attraktion?

Vielleicht wären wenige Grosse angenehmer als viele Kleine.

Wenn nur alle 20km eines steht, mit den Ausmassen des Eiffelturmes, dann könnte sowas vielleicht eine Attraktion sein!?

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el3ktro 12.04.2011, 10:11
17. .

Bin ich der einzige, der Windräder NICHT hässlich findet? Ich finde diese modernen, großen langsam drehenden dreiblättrigen Windräder sind die wohl eleganteste Methode, Strom zu gewinnen. Das man sein Haus nicht im Schatten des Rotors haben will, kann ich verstehen, aber ich finde nicht, dass sie eine Landschaft "verschandeln". Riesige Kraftwerke mit rauchenden Schloten verschandeln die Landschaften, aber nicht diese filigranen Windräder.

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itchybod 12.04.2011, 10:12
18. Verschandelung?

Bin ich eigentlich der einzige, der Windräder nicht als Verschandelung der Landschaft betrachtet. Ich find das schön, wenn sich in der Ferne ein Windrad gemütlich dreht. Es kann doch auch niemand behaupten, dass in Uckermark soviele Häuser stehen, dass praktisch jeder ein Windrad unmittelbar im Garten stehen haben wird.
Solange die Dinger soweit weg von Siedlungen stehen, dass die Geräusche nicht stören sehe ich da höchstens Luxusprobleme.

Aber das ist so typisch Deutsch. Wir wollen alle fast für lau in der Urlaub fliegen, aber keinen Flughafen in der Nähe. Energie muss billig sein, aber bitte nicht von Atomkraftwerken, Kohlekraftwerken, Windkraftwerken kommen.
Wir wollen alle schnell in die Arbeit und in den Urlaub fahren, aber bitte keine Autobahn am Garten vorbei.

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rademix 12.04.2011, 10:13
19. Alternative

> Überall in Deutschland sollen jetzt Windräder aufgestellt werden <

Typisch, die ersten meckern schon wieder, dass womöglich ein Windrad in ihrer Nähe steht (oder ein Staubecken, etc.). Vor wenigen Tagen war ein Bericht im Fernsehen, dass es für jede Alternative schon eine Bürgerbewergung gibt. Pauschal dagegen sein ist immer leichter, als eine Veränderung zu akzeptieren.

Wenn wir eine warme Heizung und eine heiße Herdplatte wünschen, ohne die Gefahren der Atomenergie (und so möchte ich das auch), dann muss man ein paar optische Nachteile inkauf nehmen. Schön finde ich so ein Windrad auch nicht, aber ich habe mich schon an vieles gewöhnen können!

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