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Streit um Handelsüberschüsse: Merkel erringt Etappensieg bei G-20-Gipfel

Vor Beginn des G-20-Gipfels gab sich Angela Merkel im Streit mit den USA um*Exportüberschüsse hart - jetzt hat sie einen Teilerfolg errungen: Zielvorgaben zum Abbau von Handelsungleichheiten sind zunächst nicht geplant. Das Treffen zwischen der Kanzlerin und Präsident Obama verlief in eisiger Stimmung.

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Waiguoren 11.11.2010, 15:52
1. Obama

" Mit dem Chinesen müsse man immer die ersten zwanzig Minuten auf Beteuerungen verwenden, wie gut die gegenseitigen Beziehungen seien, so Obama angeblich. Und dann zu Merkel: „Das haben wir nicht nötig.“ Worauf die Kanzlerin schnippisch geantwortet habe: „Aber heute hätte ich es gerne gehört.“ "

:)

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leser75 11.11.2010, 15:53
2. Präsidenten kommen und gehen

Zitat von sysop
Vor Beginn des G-20-Gipfels gab sich Angela Merkel im Streit mit den USA um*Exportüberschüsse hart - jetzt hat sie einen Teilerfolg errungen: Zielvorgaben zum Abbau von Handelsungleichheiten sind zunächst nicht geplant. Das Treffen zwischen der Kanzlerin und Präsident Obama verlief in eisiger Stimmung.
Die Zeiten, dass wir lieb sein müssen gegenüber der jeweiligen Administration des großen Bruders, sind gottlob lange vorbei - denn wir sind erwachsen und vertreten unseren Standpunkt selbstbewußt; so übrigens zu anderen Zeiten die Herren Schröder und Fischer

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kjartan75 11.11.2010, 15:54
3. Titellos glücklich!

Zitat von sysop
Vor Beginn des G-20-Gipfels gab sich Angela Merkel im Streit mit den USA um*Exportüberschüsse hart - jetzt hat sie einen Teilerfolg errungen: Zielvorgaben zum Abbau von Handelsungleichheiten sind zunächst nicht geplant. Das Treffen zwischen der Kanzlerin und Präsident Obama verlief in eisiger Stimmung.
Naja, unter Etappensieg verstehe ich etwas anderes. Die USA standen isoliert da, da kann man nun nicht wirklich von einem Etappensieg sprechen, den Merkel höchstpersönlich errungen hat. Aber man versteht ja, dass sie bei der derzeitigen Lage Positivnachrichten gut gebrauchen kann.

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Vergil 11.11.2010, 15:58
4. beide haben teilweise recht

Zitat von sysop
Vor Beginn des G-20-Gipfels gab sich Angela Merkel im Streit mit den USA um*Exportüberschüsse hart - jetzt hat sie einen Teilerfolg errungen: Zielvorgaben zum Abbau von Handelsungleichheiten sind zunächst nicht geplant. Das Treffen zwischen der Kanzlerin und Präsident Obama verlief in eisiger Stimmung.
Merkel ist zuzustimmen, dass es sehr wichtig ist, die Schulden abzubauen bzw. zumindest zu begrenzen (von einem Abbau der Staatsverschuldung ist ja auch Deutschland sehr, sehr weit entfernt), und dass es nicht sein kann, der eigenen Wirtschaft für den Export Schranken aufzuerlegen.

Obama ist zuzustimmen, dass Deutschland von dem Geldfluss in den USA profitiert; denn hören USA und vielleicht auch mal China auf, deutsche Autos etc. pp. zu kaufen, bekommt das stark exportlastige Deutschland ganz erhebliche Probleme.
Allgemein gesprochen: Für Deutschland wäre es ganz gut, die Deutschen wären mitunter weniger deutsch und mehr amerikanisch (= würden mehr konsumieren statt zu sparen), für die USA wäre es ganz gut, die Amerikaner wären gelegentlich etwas deutscher.

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GoldenGate76 11.11.2010, 16:00
5. Obama has it wrong...

Der deutsche Markt profitiert nicht von den offenen US-amerikanischen Märkten, sondern von den strukturellen Defiziten, die mittlerweile in den Vereinigten Staaten immanent sind. Diese erlauben es nicht Produkte von so hoher Güte zu erzeugen, wie dies in Deutschland noch Dank einer nachhaltigen ausgewogenen sowohl sozialen, als auch wirtschaftsfreundlichen Politik möglich ist. Dann muss eben eingekauft und importiert werden. Mit Subventionen wird Obama aber den US-Markt nicht konkurrenzfähig bekommen, sondern nur das langsame Siechen hinauszögern.

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R Panning 11.11.2010, 16:01
6. x

Zitat von sysop
Vor Beginn des G-20-Gipfels gab sich Angela Merkel im Streit mit den USA um*Exportüberschüsse hart - jetzt hat sie einen Teilerfolg errungen: Zielvorgaben zum Abbau von Handelsungleichheiten sind zunächst nicht geplant. Das Treffen zwischen der Kanzlerin und Präsident Obama verlief in eisiger Stimmung.
Was glaubt die Frau, was sie da errungen hat?
Sollen die Amerikaner den USD "stark" (hüstel) halten und noch länger Deutsche Waren für wertloses kaufen? Die müssen endlich mal anfangen was zu produzieren, was wir hier auch haben wollen. F16 und M1A1 wollen die Deutschen ja nicht kaufen. Von amerikanischen Autos ganz zu schweigen. McDoof produziert hier - was also bleibt?

Das bisschen Software und Apple macht jetzt nicht den Unterschied.

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Awospezi 11.11.2010, 16:08
7. Die können froh sein, dass wir dummen Deutschen...

deren wertlose Dollar noch aktzeptieren. Ich würde nur noch mit Rohstoffen mit denen handeln. Und dann mal noch die Frage nach dem hier stellen: Spiegelartikel von 19/1971
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-43257718.html

Wird langsam Zeit sich aus den USA ab zu ziehen.
Aber wir träumen ja vom Wirtschaftswunder dank Fiatmoney und getürkten Arbeitslosenzahlen.

Wirtschaftswunder wäre, wenn Merkel 100 Milliarden an Staatsschulden zurückzahlt und nicht 45 Milliarden neue aufnimmt.

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Baikal 11.11.2010, 16:09
8. Ja, selbst wenn Etappensiege wie die von..

Zitat von kjartan75
Naja, unter Etappensieg verstehe ich etwas anderes. Die USA standen isoliert da, da kann man nun nicht wirklich von einem Etappensieg sprechen, den Merkel höchstpersönlich errungen hat. Aber man versteht ja, dass sie bei der derzeitigen Lage Positivnachrichten gut gebrauchen kann.
.. Miss Mundwinkel sich später als Niederlagen entpuppen - nicht nur zuletzt deswegen, weil die geltende rechtliche Lage im Gesetz zur Förderung von Wachstum und Stabilität schon eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz verlangt und nicht, immer weiter "Expoartweltmeista" sein zu wollen, sondern weil es schlicht ökonomisch sinnvoll ist nicht allein auf den Export zu setzen. Aber Merkel bedient eben die Klientelinteressen und die verlangen nun mal gedrückte Löhne und hohe Gewinne - die schließlich ihr Kapital schon sicher im Trocknen, sprich Schweiz und Lichtenstein. Was schert da eine schlappe Binnennachfrage, sollen sie doch Kuchen essen wenn das Brot nicht mehr reicht.

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serdna 11.11.2010, 16:09
9. Find ich gut

Ich finde man sollte den Dollar möglichst hart machen, kann man übrigens auch machen, wenn die FED den Zinsatz anhebt, dann rauscht das Geld nach Amerika, die Nachfrage steigt und er wird härter, damit werden Waren aus Europa billiger. Die kaufen die Amis dann wiederum über Kredite, die Kredite verschnürt man zu Paketen, die Pakete verkauft man an deutsche Banken, die haben dann faule Kredite, wenn die wiederum hops gehen, rettet man mit Steuergeldern die Banken. Dann ist alles perfekt. Die Automobilindustrie hat Kasse gemacht, die Amis haben schöne Autos, der Staat hat sich Geld vom Kapitalmarkt ausgeliehen, wodurch manche in Zukunft Kapitalerträge erhalten, andere eben nicht. Also die Idee von Obama, dass die Deutschen ihre Autos gefälligst selber kaufen sollen, ist wirklich total abwegig.

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